Blickregie
Immer häufiger werden histor. Architekturen von der Kunstwissenschaft nicht mehr entweder als Realisationen abstrakter Stilvorstellungen oder als menschenentleerte Bauobjekte untersucht, sondern auch im Detail als Schauplätze längst vergangenen menschl. Handlungsvollzugs rekonstruiert (paradigmat. im vorliegenden Zusammenhang Girouard 1989, Guillaume 1994, Kerscher 2000a, 2000b). Zu diesem Thema gehört sicherl. auch der Aspekt der Wirkung eines Gebäudes auf die Sinne seiner Benutzer und im speziellen die Nutzung und Lenkung des so mächtigen Augensinns. Es kann angenommen werden, daß exklusive Blickinszenierungen sich kaum jemals auf den Aspekt der Ästhetik oder rein pragmat. Fragen beschränkt haben, sondern stets die eine oder andere Währung sozialen Kapitals bilden sollten. Da die ehem. spezif. Konstellationen, Handlungsabläufe und Konditionierungen der Protagonisten selbst nicht mehr für eine Untersuchung zur Verfügung stehen, kann nur eine intensive Suche nach geeigneten Quellen zu ihrer Rekonstruktion und sorgfältige Kombination verschiedener Informationsfelder zumindest wahrscheinl. Ergebnisse bringen. Leider ist das Thema der Blickregie im mitteleurop. Burgen- und Schloßbau bislang nur ansatzweise untersucht worden, so daß im folgenden nur erste Beobachtungen referiert werden können (vgl. Hoppe 1996, Lange 1998, Hoppe 2001, Müller 2004). Bes. Desiderate sind in Bezug auf die Analyse der Dynamik von Blickbeziehungen zu beklagen.
In welchem Maße vor dem 15. Jh. eine beabsichtigte Blickführung wesentl. Einflüsse auf die Architektur mitteleurop. Res.en ausgeübt hat, läßt sich schwer fassen. Zum einen sind die älteren Anlagen nur fragmentar. erhalten, zum anderen ist über konkrete Handlungsabläufe selbst nur wenig bekannt. Seit dem 10. Jh. spielte der sich in einem Obergeschoß über allgemeines Laufniveau erhebende Repräsentationsraum im Plastbau eine immer bedeutendere Rolle sozialer Distinktion (Meckseper 1996). Ob eine damit verbundene Freitreppe jedoch der Zuschaustellung hochrangiger Personen dienen sollte oder ob ein Fenster absichtsvoll als erhöhter Erscheinungsort oder als Aussichtspunkt angelegt worden ist, läßt sich heute nur noch schwer entscheiden. Daß solche Aspekte eine zunehmende Rolle gespielt haben dürften, kann man aus der allg. als vorbildhaft angesehenen Baukultur in Frankreich während der Regierung Karls V. folgern. Dort wurde 1365 mit einem sich neuartig zum Hof hin öffnenden Treppenturm vor dem Corps de Logis des Louvres eine Situation geschaffen, die den Anblick bestimmter Bewegungen der kgl. Familie wie bspw. den Kirchgang als gut sichtbare Handlungen ausstellte (Whiteley 1989). Auf der Rückseite desselben Gebäudes wurden unterhalb der Fenster der kgl. Wohnung die neuen Gärten angelegt, die den dortigen Ausblick aufwerteten (Whiteley 1999). Von großer Bedeutung sollte die metaphor. Inszenierung des Kg.s als im Wortsinn weitsichtigem Beobachter in seinem überhöhten, über dem Tor gelegenen Studierzimmer werden, wie sie ab 1365 im kgl. Schloß zu Vincennes etabliert wurde (Müller 2003, S. 265).
Erst die zweite Hälfte des 15. Jh.s erlaubt detailliertere Aussagen über absichtsvoll eingerichtete Blickbeziehungen dt. Residenzschlösser. Eine wesentl. Grundlage dazu ist die ab dieser Zeit mögl. Rekonstruktion der funktionalen Gesamtstruktur von Residenzschlössern (Hoppe 1996). In systemat. Weise können hier drei Typen von architekturinszenierten Blickbeziehungen in Bezug auf die Fassadengrenze unterschieden werden: a) der Ausblick aus dem Gebäude, b) der externe Anblick von im Rahmen der Architektur handelnden Personen und c) interne Blickbeziehungen innerhalb der Gebäude.
Eine signifikante Steigerung des materiellen und konzeptionellen Aufwandes, der in einer neuartigen Inszenierung von erhöhten Blicken aus dem Residenzchloß resultierte (Typ a), ist im dt. Kulturraum erstmals in der ab 1471 errichteten kursächs. Res. der Albrechtsburg nachzuweisen; über mögl. Vorbilder besteht noch keine Klarheit (Grdr. siehe den Art. »Appartement«, Abb. 207). Hier wurde an der Nordostecke ein um 45 Grad gedrehter Baukörper so angefügt, daß die Stube des darin untergebrachten herrschaftl. Appartements über einen dreiseitigen Blickfächer in das Elbtal verfügte. Vergleichbare Führungen des polyfokalen Ausblicks erhielten auch die etwas jüngeren sächs. Schlösser Torgau (1483) und Wittenberg (1489) in den Stuben der wichtigsten Wohnappartements. Im zweiten Jahrzehnt des 16. Jh.s wurde diese Blickfigur auf den neu aufkommenden funktionalen Raumtyp der Herrentafelstube übertragen; ein frühes Beispiel dafür mit einem anzunehmendem programmat. Bezug auf antike Triklinien und ihre Ausblicke (Hoppe 2002) war der Speiseraum im sog. Bibliotheksbau des Heidelberger Residenzschlosses (siehe den Art. »Tafelstube«, Farbtafel 21). Wie in Meißen wurde hier um 1520 auf hohen Substruktionen ein dreiseitig freistehender, turmartiger Baukörper vor die allgemeine Bauflucht gesetzt, der mehrteilige Überschaublicke über das beherrschte Territorium, vertreten durch Stadt und Neckartal inszenierte. Der dreiseitige Ausblick zeichnete in der Folge die Herrentafelstuben in Neuburg a.d. Donau (1530), Torgau (1533), Bernburg (1538), München (um 1540), Stuttgart (1553) und auf der Heldburg (1560) aus, in denen der Fs. symbol. während der Mahlzeit seinen gesamten Verantwortungsbereich »im Blick« hatte. Vgl. auch den Aussichtsraum unbekannter Funktion an der Isar der Landshuter Stadtres. (um 1540).
Einen vergleichbaren Effekt erzielten die seit dem späten 15. Jh. im dt. Schloßbau beliebten profanen Erker, die in bes. Fällen sogar mit dem Motiv des dreiseitig freistehenden Raumes kombiniert wurden, so daß sie dessen mehransichtige Blickfigur rekursiv im kleinen wiederholten (z. B. Heidelberg um 1520, Neuburg a. d. D. 1530, Torgau 1533, Bernburg 1538). Im Falle des als Fassadenzier hervortretenden Erkers vor fsl. Wohnräumen (Torgau 1544, Bernburg 1567) trat der umgekehrte Effekt des Anblicks hinzu, in dem der Bauteil den Ort fsl. Präsenz nach außen hin anzeigte und oft mit einer als Bauschmuck vorgetragenen Tugendikonographie anreicherte (Farbtafel 120).
Der Typ des polyfokalen, als höf. Herrschaftsgeste zu verstehenden Ausblicks ist während seiner Hochphase, dem 16. Jh., auch in anderen Medien thematisiert worden. Ein frühes Beispiel dafür ist die bildl. Darstellung eines höf. Festes im sog. Alten Hof in München aus dem Jahre 1500, wo in jedes der in unterschiedl. Richtungen weisenden Fenster sorgfältig eine zentralperspektiv. geschilderte Straßenfluch hineinkomponiert wurde (Abb. 233) (dazu Hoppe 2001). 1587 beschreibt ein Besucher im Torgauer Residenzschloß die mit solchen mehrseitigen Ausblicken verbundene Allwissenheitsmetaphorik: Sonst in der Höhe des / hauß gegen die elb / ein wunderbarlich stuben und kammer voller spiegel uff allerhand manier geformiert, alle wendt wie auch oben an der byme mit spiegeln überzogen. In welcher Stuben am Disch oder bett in der kamer auch sonst anderer ortt in solchen Zimmern einer aller sehen, was im hof oder gassen, item auch uf dem landt, uf dem wasser die Elb, was für schiff uff und ab fahren und was außerhalb der zimmer geschieht und auch in ettlich gegenüber zimmer […] und wird dies ortt die spiegel oder konststuben oder kammer genannt. (zitiert nach Hoppe 1996, S. 187).
Diese polyfokalen Blickinszenierungen unterschieden sich in grundlegender Weise von den monofokalen Systemen, wie sie gleichzeitig Fenstern im frz. oder Loggien im ital. Schloßbau zu Grunde lagen (bspw. Pienza [1459], Urbino [1468]). Eine Entsprechung fanden sie aber in diesen Baukulturen in jenen Situationen, wo ein freistehendes Gebäude den Anblick des gesamten Rundes seiner Umgebung in seine Konzeption miteinbezog (vgl. den Traufumgang des Jagdschlosses Chambord [1519]) oder die Ausrichtung der Portiken der Villa Rotonda (um 1566) (Prinz/Kecks 1994, Albrecht 1986, Tönnesmann 1990, S. 64ff. zum antikisierend motivierten Ausblick aus der Palastloggia in Pienza, Blum 2005 zum Landschaftsausblick aus der Rotonda).
Seit dem Ende des 15. Jh.s wurden immer häufiger hochgelegene, oft durch Öfen heizbare Aussichtsräume an der Spitze dt. Schloßtürme (siehe den Art. »Treppenturm«) eingerichtet, die auch als herrschaftl. Rückzugsräume dienten (fsl. Studier- und Drechselstuben in Wittenberg 1489, Innsbruck um 1494 nach den Aquarellen Dürers, die Stube auf dem Torgauer Treppenturm von 1533, »der Knopf« in Torgau 1538, das »Thörmle« auf dem Jagdschloß Moritzburg 1542, das Belvedere auf dem Güstrower Treppenturm 1558). Ihr Vorbild dürften jene an der Spitze von Treppentürmen oder anderen Turmbauten plazierten kleinen Räume in den chambres hautes für den herrschaftl. Gebrauch besessen haben, die in Frankreich seit dem 15. Jh. beliebt waren (Albrecht 1994, S. 107). Von solcher Höhe, allerdings an anderer Stelle, oft vom alten Bergfried herab spähten auch die Schloßwächter nach Feuer und feindl. Annäherung.
Das Motiv des mitteleurop. Polyfokalblickes verlor mehr und mehr an Attraktivität, sobald die neuen Ideale eines blockartigen Baukörpers der ital. Architekturtradition ab der zweiten Hälfte des 16. Jh.s an Einfluß gewannen. Das 1605 von Georg Ridinger mit einem italienisierenden Fassadensystem geschmückte Aschaffenburger Residenzschloß räumte den repräsentativen Stuben seiner höchstrangigen Appartements noch nach alter Sitte die Ecktürme ein, wo sich aus den Räumen vierseitige Ausblicke öffneten (siehe den Art. »Appartement«, Abb. 209). Demgegenüber verzichteten die großen Residenzbauten von München (um 1600) und Gotha (1646) völlig auf das alte Würdemotiv des polyfolkalen Ausblicks.
Der Ausblick spielte jedoch auch weiterhin eine große Rolle in den seit dem frühen 16. Jh. aufkommenden formalen Gärten, wo in der Regel mehrgeschossige Lusthäuser oder erhöhte Wandelgänge es erlaubten, von einer erhöhten Position die geometr. Ordnung der Gartenelemente zu bewundern (z. B. Lochau (Annaburg) um 1520, Torgau 1520, Prag 1534, Stuttgart 1553 und 1580, Kassel 1570, Saarbrücken 1577, Salzburg 1613).
Es dürfte den klimat. Verhältnissen in Dtl. geschuldet sein, daß sich eine Tradition von offenen Altanen und Umgängen in den oberen Regionen der Schlösser als Orte des Ausblicks erst unter zunehmenden Einfluß der ital. (und frz.) Schloßbaukunst im Laufe des 16. Jh.s herausbildete (siehe den Art. »Dächer«). Ein frühe, spektakuläre Anlage war der Garten, der das gesamte Flachdach des Nordbaus der Res. in Neuburg an der Donau einnahm (1530). Aufgrund von Bauschäden mußte die Anlage bereits vor 1600 demontiert werden. Die erhöhte Terrasse in Höhe der Traufen übte jedoch immer wieder durch die hier einer größeren Hofgesellschaft mögl. spektakulären Ausblicke eine große Anziehungskraft aus. In Dresden, Stuttgart und Torgau war eine solche Terrasse über den Schloßtoren eingerichtet, von wo aus sicherl. die im höf. Leben so bedeutenden festl. Einzüge beobachtet werden konnten. Auch diese Tradition ging im Laufe des 17. Jh.s immer mehr zurück. Am längsten hielt sie sich im Lustschloßbau, wo der Blick von einem Dachbelvedere auf das Jagdrevier bzw. die nun immer häufiger um solche Anlagen herum angelegten Gärten weiterhin zu den Attraktionen gehörten (Abb. 234).
Es dürfte kein Zufall gewesen sein, daß genau zu dem Zeitpunkt, als dem Fensterausblick erhöhte architekton. Aufmerksamkeit zu Teil wurde, auch Laufgänge, Altane und Loggien auf der Hofseite zu monumentaler Form fanden. Dem Prinzip nach hatte es sie als in der Regel in Holz ausgeführte Fassadenanbauten schon vorher gegeben, auch wenn über ihre Verwendung wenig sicheres bekannt ist. In der Vergangenheit ist ihre Funktion von der Forschung zu sehr auf ein horizontale Laufverbindungen verschiedener Bauabschnitte reduziert worden, es gibt aber viele Hinweise, das der wechselseitige Blickkontakt, den sie zw. Akteuren unten und oben ermöglichten, einen weiteren wesentl. Grund für ihre Anlage darstellte. Um 1471 erhielten die Albrechtsburg über Meißen und 1489 das Wittenberger Schloß loggienartig sich zum Schloßhof öffnende Altane, die wahrscheinl. als Tribünen bei festl. Einzügen, Turnieren dienten. Oft standen Altane in direkter architekton. Verbindung mit offenen Treppenaufgängen, so daß hier die Zurschaustellung bestimmter höf. Bewegungsabläufe vor einem unten im Schloßhof angesiedelten Publikum angenommen werden kann (in Kombination mit Treppen: Meißen, Wittenberg, Dessau [1530], Torgau [1533] [Abb. 235], Bernburg [1538]; ohne Treppen: Heidelberg [um 1520, 1546], Neuburg a. d. Donau [1530], Dresden 1548). Vgl. auch den auf den Turnierplatz vor dem Schloß ausgerichteten Altan des Berliner Schloßes (1538). Ab der Mitte des 16. Jh.s verbreiteten sich nach ital. Vorbild regelmäßige oder zur Regelmäßigkeit tendierende Arkadenhöfe auch in der Residenzarchitektur im Heiligen Römischen Reich (Spittal an der Drau [1533], Brieg [1544], Jülich [1548], Stuttgart [1557], Wien, sog. Stallburg [1559], München, Marstall, heute sog. Münze [1563], Plassenburg [um 1565)]. Sobald sie hier allerdings wie bei ihren Vorbildern die Aufgabe als Hauptverbindungswege zw. den einzelnen Räumen übernehmen sollten, zeigten sich schnell ihre Nachteile im nordalpinen Klima, und so wurden manche ab dem 17. Jh. nachträgl. verglast.
Der dritte Typ des architekturbezogenen höf. Blickes, näml. jener, der sich innerhalb von Gebäuden entfaltete, ist für die Frühzeit method. schwer zu greifen. Sicherl. gehört hierzu die um wenige Stufen erhöhende Estrade unter dem Tisch des Fs.en in verschiedenen Hofstuben, die sowohl den dort Speisenden einen Überblick über das niedere Hofpersonal gewährte als auch den erhöhten Personenkreis dem Anblick desselben darbot (Torgau (1533), Neuburg a. d. Donau (um 1540), München, Umbau des Antiquariums (um 1600)).
Der im späteren Schloßbau so typ. und symbol. aufgeladene Blick durch eine Folge hintereinander angeordneter Türen (Enfilade) spielte im dt. Schloßbau lange Zeit kaum eine Rolle. Die relativ »kurze« Sequenz von Stube und Schlafkammer des dt. Appartements ohne die im späten 16. Jh. bei den westl. und südl. Nachbarn aufkommenden Vorzimmer bot kaum Gelegenheit einer entspr. Bausituation. Evtl. hat das ungewöhnl. vielräumige ksl. Appartement aus den 1570er Jahren auf dem Prager Hradschin einen solchen intraarchitekton. Blick inszeniert. Er könnte in der Enfilade der Kaiserzimmer in der Münchener Res. 1612 einen Wiederhall gefunden haben.
Zu den Blickbeziehungen gehört auch der spezif. Ort einer Architektur innerhalb des sozialen Raumes. Auch hier entwickelt die Architekturgeschichte erst langsam ein Instrumentarium der Analyse (vgl. allg. Jöchner 2003). Ob sich der Anblick eines architekturgebundenen Bildprogramms, eines symbolgeladenen Motivs wie einer Turmgestalt oder einer Säulenfassade im Inneren eines Gebäudes, im Schloßhof oder an einem öffentl. zugängl. Ort dem Anblick bestimmter Subjekte darbot, war von nicht zu unterschätzender Bedeutung für die explizite wie implizite Botschaft einer Bausituation. Auch die abschreckende Sichtbarkeit der traditionellen ma. Wehrelemente, das tendenzielle Verschwinden der neuen bastionären Bauteile aus dem Blickfeld potenzieller Adressaten und die mögl. Kompensation dieser Reduktion von Anschaulichkeit durch das Medium von Planpublikationen gehören zu diesem Themenkreis (Großmann 1979, Schütte 1994, Borggrefe 1994, Lange 1998, Müller 2003).
Literatur
Albrecht 1986. – Albrecht 1995. – Architecture et vie sociale. L'organisation intérieure des grandes demeures à la fin du moyen âge et la renaissance. Actes du colloque tenu à Tours du 6 au 10 juin 1988, hg. von Jean Guillaume, Paris 1994. – Blum, Gerd: Palladios Villa Rotonda und die Tradition des »idealen Ortes«. Literarische Topik und landschaftliche Topographie. Mit Anmerkungen zum Aronoff House von Eric Owen Moss, in: Palladio e i moderni, hg. von Kurt W. Forster u. Nanni Baltzer (Akten des 43. »Corso sull' architettura palladiana« am »Centro di Studi di Architettura ›Andrea Palladio‹« in Vicenza) (im Druck). – Borggrefe, Heiner: Die Residenz in Bückeburg. Architekturgestaltung im frühneuzeitlichen Fürstenstaat. Marburg 1994. – Druffner, Frank: Gehen und Sehen bei Hofe. Weg- und Blickführungen im Barockschloß, in: Johann Conrad Schlaun, 1695-1773. Architektur des Spätbarock in Europa (Ausstellungskatalog), Klaus Bußmann, Florian Matzner und Ulrich Schulze, Münster 1995, S. 543-551. – Girouard, Mark: Das feine Leben auf dem Lande. Architektur, Kultur und Geschichte der englischen Oberschicht, Frankfurt u. a. 1989. – Grossmann 1979. – Hoppe 1996. – Hoppe, Stephan: Wie wird die Burg zum Schloss? Architektonische Innovation um 1470, in: Von der Burg zum Schloss. Landesherrlicher und adeliger Profanbau in Thüringen im 15. und 16. Jahrhundert, hg. von Heiko Laß, Bucha bei Jena 2001, S. 95-116. – Hoppe 2002. – (Kerscher 2000a) Kerscher, Gottfried: Architektur als Repräsentation. Spätmittelalterliche Palastbaukunst zwischen Pracht und zeremoniellen Voraussetzungen, Tübingen u. a. 2000. – (Kerscher 2000b) Kerscher, Gottfried: Kopfräume. Eine kleine Zeitreise durch virtuelle Räume. Kiel 2000. – Lange, Hans: Gasse, Gang und Galerie. Wegenetz und Inszenierung des Piano nobile in der Stadtresidenz, in: Die Landshuter Stadtresidenz. Architektur und Ausstattung, hg. von Iris Lauterbach, Klaus Endemann und Christoph Luitpold Frommel, München 1998, S. 151-162. – Meckseper, Cord: Oben und Unten in der Architektur. Zur Entstehung einer abendländischen Raumkategorie., in: Architektur als politische Kultur. Philosophica practica, hg. von Hermann Hipp und Ernst Seidel Ernst, Berlin 1996, S. 37-52. – Müller 2004. – Prinz, Wolfram/Kecks, Ronald G.: Das französische Schloß der Renaissance. Form und Bedeutung der Architektur, ihre geschichtlichen und gesellschaftlichen Grundlagen, 2., durchges. und verb. Aufl., Berlin 1994. – Politische Räume. Stadt und Land in der Frühneuzeit, hg. von Cornelia Jöchner, Berlin 2003. – Schütte 1994. – Tönnesmann, Andreas: Pienza. Städtebau und Humanismus. München 1990. – Whiteley, Mary: Deux escaliers royaux du XIVe siècle: Les »grandes degrez« du Palais de la Cité et la »grande viz« du Louvre, in: Bulletin Monumental 147 (1989) S. 133-142. – Whiteley, Mary: Relationship between Garden, Park and Princely Residence in Medieval France, in: Architecture, jardin, paysage. L'environnement du château et de la villa aux XVe et XVIe siècles. Actes du colloque tenu à Tours du 1er au 4 juin 1992, Jean Guillaume, Paris 1999, S. 91-102.