Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich

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TESTAMENTE

A.

1. Begriff und Form

Das Testament ist eine dem römischen Recht entnommene oder nahestehende erbrechtliche Verfügung, durch die Eigentum von einer Generation auf die nächste übertragen werden soll. Als eine einseitige Erklärung des Letzten Willens unterscheidet es sich grundlegend vom Erbvertrag, der zweiseitig angelegt ist, und vom Erbgesetz, das die Erbfolge regelt (dazu Ogris, Testament, Sp. 152-165). Der lateinische Begriff hebt auf die Zeugen der Testamenterrichtung ab (testamentum = Bezeugtes, testari = bezeugen, testis = Zeuge, testator = Bezeugender, Erblasser), denen eine entscheidende Bedeutung für die Rechtsgültigkeit des Testamentes zukam, denn erst im 5. Jahrhundert n. Chr. ließ der Gesetzgeber das vollständig eigenhändig geschriebene Testament (Holograph) ohne Zeugen zu (Beutgen, Geschichte). Im Mittelalter verstand man unter testamentum keineswegs allein das Testament im Sinne des römischen Rechts als Erbverfügung, sondern weit häufiger die Urkunde bzw. Zeugenurkunde schlechthin, gleichgültig welchen Inhalt sie hatte.

Wenngleich bei der Errichtung des Testaments eine Fülle von Formalien (z. B. Erbeneinsetzung, Enterbungsklausel, Datierung, Anzahl der Zeugen) und von Voraussetzungen (z. B. altersbedingte Rechtsfähigkeit, körperliche und geistige Unversehrtheit) zu beachten war, so gab es jedoch insofern keine streng verbindliche Form, als das Testament mündlich oder schriftlich, als eigen- oder fremdhändiges Schriftstück getätigt werden konnte. Die Formalien wurden bereits in der Spätantike zugunsten einfacherer und praxisnaher Formen verändert. Nach der Gründung der Germanenreiche waren zudem die erforderlichen Infrastrukturen (z. B. öffentliches Notariatswesen, städtische Munizipalbehörden, Vollstreckung) nicht mehr überall gegeben (Nonn, Testamente, S. 1-129). Vom ersten Drittel des 8. Jahrhunderts bis zur Rezeption des römischen Rechts seit rund 1200 im römisch-deutschen Reich existierte daher die Form des Testaments im formalrechtlichen Sinne nicht oder nur höchst selten. In dieser Zeit dominierte die Schenkung von Todes wegen (donatio causa mortis), die Schenkung auf den Todesfall (donatio post obitum) und die lebzeitige, erbrechtliche Treuhandschenkung auf den Todesfall als Ersatz für eine letztwillige Anordnung (Kasten, Verfügungen, S. 236-338). Das variable Nebeneinander von Testament, Schenkung unter Lebenden mit aufschiebender, erbrechtlicher Wirkung und satzungsähnlichen Erbverfügungen ist noch in Spätmittelalter und Frühneuzeit vorhanden (Heimann, Bemerkungen, S. 273-284). Die historische Forschung hat sich folglich vom Paramenter der Form weg- und hinbewegt zu demjenigen von Absicht und Funktion der erbrechtlichen Verfügung und daher die genannten vorherrschenden Formen einem Testament als ebenbürtig bezeichnet (Schlögl, Bemerkungen, S. 157-168; Spreckelmeyer, Funktion, S. 91-113).

2. Historischer Abriß zu grundlegenden Problemen

Zum Wesen des Testaments gehört es, erbrechtliche Verfügungen über den gesamten Besitz anzuordnen, widerruflich zu sein und die Testierfreiheit des Erblassers anzuerkennen (Actes à cause de mort, 1992). Alle drei Elemente waren im Mittelalter und in der Frühneuzeit nicht ohne Widerspruch vorhanden, so daß viele der erbrechtlichen Verfügungen keine Testamente im strengen Rechtssinn sind, doch, wie dargelegt, als gleichwertige Nachlaßregelungen aufgefaßt werden.

Die Testierfreiheit des Erblassers hängt davon ab, ob seine Eigentumsrechte mit dem Tod als erloschen betrachtet werden können oder im Gegenteil über diesen hinaus beachtet werden müssen (Klippel, Familie, 117-168; Landau, Testierfreiheit, 56-72). Diese Frage ist von den historischen Gesellschaften sehr verschieden beantwortet und von den Herrschenden, um die es im Folgenden hauptsächlich geht, unterschiedlich gehandhabt worden. Während in der Merowingerzeit etliche Testamente mit römisch-rechtlichem Formular von Adeligen über ihren Eigenbesitz erhalten sind, haben die Könige, soweit wir wissen, keine Verfügungen über ihre Herrschaftsnachfolge und den Schatz getroffen. Die Erben einigten sich nach dem Tod des Erblassers über die Aufteilung von Reich, Schatz und Einkünften. Für die Frühzeit ist die generationenübergreifende, verbindliche Nachfolgeordnung des vandalischen Königs Geiserich einzigartig (Claude, Probleme, S. 329-355). Die Karolinger verfügten schon als Hausmeier und später auch als Könige in jeder Generation über Reich und Schatz, gestützt auf das Vaterrecht (ius paternum). Sie beanspruchten im Konfliktfall die volle Testierfreiheit, ungehorsame Erben enterben und treue, willfährige Söhne mit einem größeren Anteil an der Herrschaft belohnen zu können. In den 830er Jahren wurden im Frankenreich fast alle für das Mittelalter wesentlichen Gedanken über die Nachfolge in Herrschaft und Reich geäußert, die auch das Verhältnis der Könige zu den Thronfolgern in den nachfolgenden Herrscherdynastien bestimmten. Dabei wurde seitens der Könige und ihrer Anhänger mit der Testierfreiheit folgerichtig auch die Widerruflichkeit der Erbverfügung hervorgehoben, während die Herrschersöhne ihre bloße Anwartschaft auf das zukünftige Erbe als ein unerschütterliches Recht auf die Nachfolge und die Hinterlassenschaft deklarierten (Kasten, Königssöhne). Trotz dieser konkurrierenden Rechtsauffassungen und häufig revoltierender Herrschersöhne blieb in den Königsdynastien der Ottonen, Salier, Staufer, Kapetinger, Angevinen und anderen das Recht des Herrschers anerkannt, erbrechtliche Verfügungen über die Nachfolge zu treffen. Überlagert wurde dieses allerdings durch verfassungsgeschichtliche Entwicklungen, insbesondere die Grundstruktur von Erb- oder Wahlmonarchie, und aktuelle politische Machtkonstellationen, die dem Adel eine zum Teil erhebliche Mitwirkung an generationenübergreifenden dynastischen Erbregelungen verschaffte.

Im Verlauf machtpolitischer Auseinandersetzungen wurden die aus dem Privatrecht bekannten diversen Bestandteile des Eigentums wie die grundsätzliche Unterscheidung zwischen ererbtem und erworbenem Gut auch auf die Gütermasse angewandt, über die Könige und Fürsten verfügten, um die herrscherliche Dispositionsgewalt zu begrenzen. So wurde Wilhelm dem Eroberer abgesprochen, über das Herzogtum Normandie erblich verfügen zu dürfen, und nur seine Testierfreiheit über das neu eroberte Königreich England anerkannt. Zu einer fundamentalen Auseinandersetzung mit der herrscherlichen Testierfreiheit ist es nach dem karolingischen 9. Jahrhundert erst wieder im Frankreich des 15. Jahrhunderts gekommen. Als der psychisch kranke König Karl VI. von Frankreich im Vertrag von Troyes 1420 den Thronfolger Karl VII. enterbte, erklärte der Jurist Jean de Terre Vermeille diesen für null und nichtig (Jean de Terre Rouge, Tractatus, 1598). Der König dürfe nicht erbrechtlich über Herrschaft und Reich verfügen, da dies nicht sein Patrimonialgut, sondern ein öffentliches Gut wie die übrigen weltlichen und kirchlichen Ämter sei. Bei seiner Nachfolge seien daher die Regeln der successio simplex, d. h. der Ersetzung seiner Person in Sache oder Platz durch eine andere Person, wie bei einer beliebigen Amtswürde anzuwenden. Zwar könne ein neuer Modus für die Nachfolge durch Gesetz eingeführt werden, doch würde die Thronfolge in Frankreich weder durch Gesetz, noch durch Erbrecht, noch durch Wahlrecht, sondern allein durch Gewohnheitsrecht und demzufolge als Primogenitur geregelt. Weil der König von Frankreich kein Besitzrecht am Reich habe, könne er kein Testament errichten, natürlich auch keinen Erben einsetzen und keinen Thronfolger enterben. Vielmehr habe der jeweils lebende Erstgeborene ein unzweifelhaftes Besitzrecht am Reich, das selbst dann nicht außer Kraft gesetzt würde, wenn der amtierende Vater anderweitig disponierte oder gar die faktische Verfügungsgewalt verloren hatte. Die radikale Absage an die herrscherliche Testierfreiheit unter folgerichtiger Verneinung des Eigentums am Königtum ist aus einer besonderen politischen Situation erwachsen, fand aber, als juristische Idee einmal in die Welt gesetzt, unter den in Fürstendiensten stehenden Juristen der Frühneuzeit gleichermaßen zustimmende und ablehnende Beachtung.

Die Debatte um die Testierfreiheit von Dynasten mit nachteiligen Auswirkungen für die Handlungsmöglichkeiten des regierenden Staatsoberhauptes ist in der Frühneuzeit in einigen Fürstentümern zeitverzögert geführt worden. Faktisch hatte sich jedoch für das Königtum bereits im Frühmittelalter und für die Fürstenhäuser spätestens im 13. Jahrhundert die Anerkennung der Testierfreiheit als eine Möglichkeit der Erbregelung grundsätzlich durchgesetzt. Die schon 834 entwickelte Vorstellung, daß Herrschersöhne sowohl aus eigenem Verschulden wegen Undankbarkeit, Unfähigkeit oder der Nichterfüllung einer väterlichen Aufgabe als auch ohne Grund wegen der Widerruflichkeit des Testaments enterbt oder mit einem kleineren Erbteil ausgestattet werden konnten, blieb als Idee im gesamten Mittelalter vorherrschend, obgleich die politische Realität oft anderes verlangte und beherzigte. Die Widerruflichkeit der testamentarischen Verfügung ebenso wie die völlige Testierfreiheit wurde auch aufgrund der Rezeption des römischen Rechts seit dem 12./13. Jahrhundert zwar nicht rechtlich, aber politisch dadurch weitgehend eingeschränkt, daß ihr Gründe der Staatsräson entgegenstanden und die Repräsentanten der Stände dies teils eigensüchtig, teils wegen der Stabilität des Herrschaftskomplexes zu verhindern wußten. Im römisch-deutschen Reich vermochte der Zwang zur Konsensbildung mit den Großen des Reiches und später das Wahlrecht der Kurfürsten regulierend zu wirken. Die Durchsetzung der Primogenitur und der Ausschluß der Erbinnen von der Herrschaft erzeugten das verfestigte Erbrecht des männlichen Erstgeborenen unter Hintanstellen des Prinzips der Idoneität, wodurch regierungsunfähige Thronfolger zur Herrschaft gelangten und vor allem im 16. Jahrhundert eine Vielzahl von unfähigen Potentaten in den Fürstenhäusern auftraten.

Die Entwicklung der Idee von der Testierfreiheit und der dazugehörigen Widerruflichkeit des Testaments ist im Mittelalter vor allem für die Königshäuser relevant, spielt dort in der Regel im Rahmen der politischen Handhabung jedoch keine große Rolle und verliert für die Adelshäuser vollends an Bedeutung. Der Gebrauch des Testaments ist von mehreren Umständen abhängig, nicht nur von der Zubilligung des über den Tod hinausreichenden Eigentumsrechts. In den Adelshäusern wirkte sich zum einen das Lehnrecht, das bei den meisten Besitzungen zu beachten war, nachteilig auf die testamentarische Nachfolgeregelung aus und zum anderen die Erfordernis, einen innerfamiliären Konsens herzustellen, was mittels einer einseitigen Willenserklärung schwerlich zu bewerkstelligen war. Die Modelle von Unteilbarkeit des Reiches und Primogenitur, die in den Königshäusern bereits seit dem 10. Jahrhundert realisiert wurden, bedurften in den Adelshäusern des 13. bis 16. Jahrhunderts einer immer wieder zu erneuernden Bestätigung und Einigung. Sie standen in Jahrhunderte währender Konkurrenz zu dem Modell der Herrschafts- und Besitzweitergabe an mehrere Erben in Form einer Real- bzw. Totteilung oder einer Nutzungsteilung bzw. Mutschierung, ferner zum Modell der Sekundogenitur. Daher wurde das Testament eher außerhalb der Herrschaftssphäre und insbesondere von den weiblichen, oft zum Erbverzicht gezwungenen Angehörigen der Adels- und Fürstenfamilien benutzt, um über Morgengabe, Mitgift, Witwengut oder Erbteil letztwillig zu verfügen, solange ihnen nicht sogar daran das Eigentum streitig gemacht wurde. Über Haus- und Lehnsbesitz an Land und Leuten sowie über Titel und Amtswürden wurde weitaus häufiger in zweiseitigen Erbverträgen (Erbeinigung, -verbrüderung, Hauß-Vertrag, pactus gentilicium etc.) oder in Satzungen des Machthabers zusammen mit seinen Erben (dispositio) und mit den Ständevertretern gehandelt (Weitzel, Hausnormen, S. 35-48; Heimann, Hausordnung; Spiess, Familie). Bis sich aus diesen eine Norm für das jeweilige Adelshaus (Hausgesetz, -recht) herausbildete, dauerte es jedoch oft bis zum 16. Jahrhundert oder noch länger (Ulshöfer, Hausrecht). Daß diese durch Hausnorm regulierte Erbfolge Gesetzescharakter annahm, setzten mehrfach die Stände gegen die Angehörigen der Fürsten- und Adelsfamilien durch. Die Bezeichnung Testament hingegen wurde nach der Transpersonalisierung des Staates fast nur noch im privatrechtlichen Rahmen als sogenanntes »politisches Testament« angewandt. Dieses hatte mit der römisch-rechtlichen Erbeneinsetzung nichts mehr zu tun, da der Erbe feststand, sondern war eine Instruktion (»Vermahnung«) des amtierenden Dynasten für seinen Nachfolger, gedacht als Hilfe und Richtlinie für eine gute, Gott wohlgefällige Regierung und niedergelegt in einem separaten Schriftstück. Über den Charakter des politischen Testaments als formal unverbindlicher Ratschlag bzw. Kann-Richtlinie oder als verpflichtende Anweisung für den Nachfolger, herrscht in der Forschung keine Einigung (Hartung, Testament, 112-148; Dietrich, Testamente; Politische Testamente, 1987).

Der Gebrauch des Testaments setzt ferner voraus, daß die erbrechtliche Verfügung die gesamte Hinterlassenschaft umfaßt. Während die meisten erbrechtlichen Verfügungen von Privatpersonen im Mittelalter nicht beabsichtigen, über das Gesamterbe zu verfügen, sondern eher ein oder mehrere Vermächtnisse über Vermögensteile zu errichten, vorzugsweise eine fromme Stiftung vorzunehmen, und nach Absicht und urkundlicher Form auch nicht widerruflich waren, bedingt eine Nachfolgeregelung für die königliche, später auch die fürstliche Herrschaft die Verfügung über das ganze Erbe. Als Testament wird daher von der spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Forschung, insbesondere auch von den Quelleneditoren, im denkbar weitesten Sinne die Gesamtheit aller erbrechtlichen Verfügungen betrachtet (Dietrich, Testamente; Testamente der Kurfürsten von Brandenburg). Eine gewisse Legitimation erfährt dieser untechnische Testamentsbegriff aufgrund der vermischten, teils ähnlichen Inhalte von Sukzessionsordnung qua Erbvertrag und Erbeneinsetzung qua Testament und aufgrund des rechtlich hybriden Charakters der meisten Schriftstücke. Eine generelle Verallgemeinerung ist jedoch weder bei diachronischer noch bei synchroner Geschichtsbetrachtung möglich. Während die Karolinger zwischen Verfügungen über Reich und Herrschaft einerseits und über den Schatz und die bewegliche Habe andererseits sehr genau differenzierten – das erstere regelten sie wie den Erlaß eines neuen Gesetzes auf Reichsversammlungen, nur das letztere bezeichneten sie als Testament –, und die Ottonen und die Salier mutmaßlich dies ähnlich praktizierten, vermischten sich seit dem 12. Jahrhundert die Inhalte der testamentarischen Verfügungen. Sowohl König Philipp II. August von Frankreich als auch Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen behandelten in ihren Testamenten die Erbeneinsetzung des Thronfolgers, im Falle des Staufers auch Herrschaftsregelungen für übrige Herrschersöhne und -enkel, und Vermächtnisse aus den Mobilien und Immobilien ungeschieden miteinander (siehe unten B.I.) (Heimann, Testament; Kasten, Dichotomie, S. 158-199). Diese Vermischung der Inhalte von Testament, Sukzessionsordnung, Erbvertrag etc. setzte sich im Spätmittelalter und Frühneuzeit fort, so daß in mancher Quellensammlung Testamente auch zu den fürstlichen Hausgesetzen gezählt werden (Hausgesetze, 1862, nicht hingegen in: Wittelsbacher Hausverträge, 1987).

In der Regel wurde allerdings die Nachfolge im Königtum oder im Fürstentum nicht durch das Testament im eigentlichen Sinne angeordnet, übrigens ein Hinweis auf die Unterscheidung eines öffentlichen von einem privaten Regulierungsbereich auch in Zeiten einer geringen Transpersonalität des Staates. Die Nachfolge in der Herrschaft wurde vielfach zusammen mit den politischen Entscheidungsträgern innerhalb und außerhalb der Herrscher- und Fürstenfamilien in einer Art Satzung geregelt. Das Testament trat zum weiteren als einseitige Willenserklärung akzidentiell hinzu. Es war gemäß den überwiegend überlieferten Dokumenten keine erbrechtliche Verfügung über die gesamte Hinterlassenschaft, sondern bestand dem Rechtscharakter nach aus Einzellegaten über Vermögensteile für geistliche Personen und Institutionen, für die Dienerschaft sowie für dem Erblasser nahestehende Personen, mit Anweisungen zu Beerdigung und Grabstätte, mit Maßnahmen für die Pflege des Seelenheils und mit Anordnungen für die Tilgung der hinterlassenen Schulden (siehe unten B.II.). Die mündliche oder schriftliche Instruktion für den Nachfolger über die richtige Art des Regierens war ein dritter und letzter Schritt des Erblassers, über seinen Tod hinaus auf die nachfolgende Generation einzuwirken. Die Gesamtheit aller erbrechtlichen Verfügungen bezog gelegentlich die Enkelgeneration ein.

B.

I. Testament Kaiser Friedrichs II. von Hohenstaufen von Dezember 1250

In nomine Dei eterni et salvatoris nostri Iesu Christi. Anno ab incarnacione eius millesimo ducentesimo quinquagesimo, die sabati, decimo septimo mensis Decembris, none indictionis.

1. Primi parentis incauta transgressio sic posteris legem conditionis indixit, ut eam nec diluvii proclivis ad penam effusio effrenis abduceret nec baptismatis tam celebris tam salubris unda liniret, quin fatalitatis eventus mortalibus, senescentis evi precinctis lascivia, transgressionis in penam culpa transfusa, tanquam cicatrix ex vulnere remaneret. Nos igitur Fridericus secundus divina favente clementia Romanorum imperator semper augustus, Hierusalem et Sicilie rex, memores conditionis humane quam semper comitatur innata fragilitas, dum vite nobis instaret terminus, loquele et memorie in nobis integritate vigentibus, egri corpore, sani mente, sic anime nostre consulendum providimus, sic de imperio et regnis nostris duximus disponendum, ut rebus humanis absumpti vivere videamur, et filiis nostris, quibus nos divina clementia fecundavit, quos presenti dispositione sub pena benedictionis nostre volumus esse contentos, ambitione sublata omnis materia scandali sopiatur.

2. Statuimus itaque Conradum Romanorum in regem electum et regni Hierosolomitani heredem dilectum filium nostrum nobis heredem in imperio et in omnibus aliis empticiis et quoquomodo acquisitis, et specialiter in regno nostro Sicilie. Quem si decedere contingerit sine liberis, succedat ei Henricus filius noster. Quo defuncto sine liberis, succedat ei Manfredus filius noster. Conrado vero morante in Alemannia vel alibi extra Regnum, statuimus predictum Manfredum balium dicti Conradi in Italia et specialiter in regno Sicilie, dantes ei plenariam potestatem omnia faciendi que persona nostra facere posset, si viveremus; videlicet in concedendis terris, castris, villis, parentelis et dignitatibus, beneficiis et omnibus aliis, iuxta dispositionem suam, preter antiqua demania regni Sicilie; et quod Conradus et Henricus predicti filii nostri et eorum heredes omnia que ipse fecerit firma et rata teneant et observent.

3. Item concedimus et confirmamus dicto Manfredo filio nostro principatum Tarenti, videlicet a Porta Roseti usque ad ortum fluminis Brandani, cum comitatibus Montis Caveosi, Tricarici et Gravine, prout comitatus ipse protenditur a maritima terre Bari usque Polinianum, et ipsum Polinianum, cum terris omnibus a Poliniano per totam maritimam usque ad dictam Portam Roseti, scilicet civitatibus, castris et villis infra contentis, cum omnibus iusticiis, pertinenciis et rationibus omnibus, tam ipsius principatus quam comitatuum predictorum. Concedimus etiam eidem civitatem Montis sancti Angeli cum toto honore suo et omnibus civitatibus, castris, villis, terris, pertinentiis, iustitiis et rationibus eidem honori pertinentibus, videlicet que de demanio in demanium et que de servicio in servicium. Concedimus etiam et confirmamus eidem quicquid sibi in imperio fuit etiam a nostra maiestate concessum, ita tamen quod predicta omnia a prefato Conrado teneat et recognoscat. [Cui Manfredo iudicamus pro expensis suis decem milia unciarum auri.]

4. Item statuimus, quod Fredericus nepos noster habeat ducatus Austrie et Stirie, quos a prefato Conrado teneat et recognoscat; cui Frederico iudicamus dari pro expensis suis decem millia unciarum auri.

5. Item statuimus, ut Henricus filius noster habeat regnum Arelatense vel regnum Hierosolimitanum, quorum alterum dictus Conradus prefatum Henricum habere voluerit; cui Henrico iudicamus dari centum millia unciarum auri pro expensis.

6. Item statuimus, ut centum millia unciarum auri expendantur pro salute anime nostre in subsidium Terre Sancte, secundum ordinationem dicti Conradi et aliorum nobilium crucesignatorum.

7. Item statuimus, quod omnia bona militie domus Templi, que curia nostra tenet, restituantur eidem; ea videlicet que de iure debent habere.

8. Item statuimus, ut omnibus ecclesiis et domibus religiosis restituantur iura earum, et gaudeant solita libertate.

9. Item statuimus, quod homines Regini nostri sint liberi et exempti ab omnibus generalibus collectis, sicut consueverunt esse tempore regis Wilielmi secundi, consobrini nostri.

10. Item statuimus, quod comites, barones et milites et alii feudatarii Regni gaudeant iuribus et rationibus, que consueverunt habere tempore predicti regis Wilielmi in collectis et aliis.

11. Item statuimus, ut ecclesie Lucerie et Sore, et si que alie ecclesie lese sunt per officiales nostros, reficiantur et restituantur.

12. Item statuimus, ut tota massaria nostra, quam habemus apud Sanctum Nicolaum de Aufido, et omnes proventus ipsius deputentur ad reparationem et conservationem pontis ibi constructi vel construendi.

13. Item statuimus, ut omnes captivi in carcere nostro detenti liberentur, preter illos de imperio et preter illos de Regno qui capti sunt ex proditionis nota.

14. Item statuimus, quod prefatus Manfredus filius noster omnibus benemeritis de familia nostra provideat vice nostra in terris, castris et villis, salvo demanio regni nostri Sicilie, et quod Conradus et Henricus predicti filii nostri et heredes eorum ratum et firmum habeant quicquid idem Manfredus super hoc duxerit faciendum.

15. Item volumus et mandamus, quod nullus de proditoribus Regni aliquo tempore reverti debeat in Regnum, nec alicui de eorum genere succurrere possint; immo heredes nostri teneantur de eis vindictam sumere.

16. Item statuimus, quod mercatoribus creditoribus nostris debita solvantur.

17. Item statuimus, ut sancte Romane ecclesie matri nostre restituantur omnia iura sua salvis in omnibus et per omnia iure et honore imperii et heredum nostrorum et aliorum nostrorum fidelium, si ipsa ecclesia restituat iura imperii.

18. Item statuimus, ut si de presenti infirmitate nos mori contigerit, in maiori ecclesia Panormitana, in qua divi imperatoris Henrici et dive imperatricis Constantie, parentum nostrorum memorie recolende, tumulata sunt corpora, corpus nostrum debeat sepeliri. Cui ecclesie dimittimus uncias auri quingentas pro salute animarum dictorum parentum nostrorum et nostre per manus Berardi venerabilis Panormitani archiepiscopi, familiaris et fidelis nostri, in reparatione ipsius ecclesie erogandas.

19. Predicta autem omnia, que acta sunt in presentia predicti archiepiscopi, Bertoldi marchionis de Hoenburch dilecti consanguinei et familiaris nostri, Riccardi comitis Casertani dilecti generi nostri, Petri Ruffi de Calabria marestalle nostre magistri, Riccardi de Montenigro magne curie nostre magistri iustitiarii, magistri Ioannis de Idrunto notarii nostri, Fulconis Ruffi [Iohannis de Ocrea] magistri Ioannis de Procida, magistri Roberti de Panormo imperii et regni Sicilie et magne curie nostre iudicis et magistri Nicolai de Brundusio publici tabellionis imperii et regni Sicilie et curie nostre notarii, nostrorum fidelium, quos presenti dispositioni nostre mandavimus interesse, per predictum Conradum filium et heredem nostrum et alios successive sub pena benedictionis nostre tenaciter disponimus observari; alioquin hereditate nostra non gaudeant. Ita autem universis fidelibus nostris presentibus et futuris sub sacramento fidelitatis qua nobis et heredibus nostris tenentur iniungimus, ut predicta omnia illibata teneant et observent.

20. Presens autem testamentum nostrum et ultimam voluntatem nostram, quam robur firmitatis volumus obtinere, per predictum magistrum Nicolaum de Brundusio scribi et signo sancte crucis proprie manus nostre, sigillo nostro et predictorum subscriptionibus iussimus communiri.

Actum apud Florentinum in Capitinata, anno, mense, die et indictione predicta, anno imperii nostri trigesimo secundo, regni Hierusalem vigesimo octavo et regni Sicilie quinquagesimo primo.

Signum sancte crucis proprie manus predicti domini imperatoris Frederici.

Ego qui supra Berardus Panormitanus archiepiscopus domini imperatoris familiaris.

Ego Bertoldus marchio de Hohenburch hiis interfui et subscripsi.

Ego Riccardus comes Caserte hiis interfui et me subscribi feci.

Ego Petrus Ruffus de Calabria imperialis maresciallus interfui hiis et subscribi feci.

Ego Riccardus de Montenigro magne imperialis curie magister iustitiarius.

Ego magister Rubertus de Panormo qui supra iudex.

Ego Iohannes de Idrunto qui supra interfui.

Ego Fulcus Ruffus de Calabria hiis interfui et subscripsi.

Ego Iohannes de Procida domini imperatoris medicus testis sum.

Ego qui supra notarius Nicolaus de Brundusio, quia omnibus predictis interfui, presens testamentum propria manu subscripsi et meo signo signavi.

MGH Const. II, Nr. 274 (hier auch der textkritische und wissenschaftliche Apparat),

hierzu Wolf, Testament; Wolf, Testamente;

Baaken, Ius imperii ad regnum, S. 351-358;

Stürner, Friedrich II., S. 588-592.

II. Testament des Kurfürsten Albrecht Achilles von Brandenburg vom 1. November 1485, Ansbach

Item wir protestirn und bezeugen, das wir wollen sterben als ein frummer cristenlicher churfürste; und ob wir in unvernunft in worten oder werken anders redten, theten oder gedechten, so protestirn wir doch ietzo als dann und dann als ietzo, das ware und stete von uns gehalten sein und bleiben und gehalten werden bis in unser gruben und allwegen und nichts daran verhindern, das dawider geschee. Und empfelhen dorauf unser sund, leib und sele in das blutvergießen und leiden Jhesu Christi und schaiden von diser welt abe als ein frummer cristenlicher furste. Und ob wir eincherlei mer solempniteten gebraucht solten haben aus nottorft oder gewonheit, das das alles hiemit incorporirt, verleibt und gescheen sei, und als ein lai nit weiter aus vernunft wissen zu furen.

Item wir orden, setzen, schaffen und ist unser letzter wille, das uns unser sone sollen begeen, wie wir unsern bruder marggraf Fridrichen seligen begangen haben, und in unser eltern grab legen zu Hailspronn und uns doselbst ein jartag machen nach gebure.

Item wir haben gestift unserm vater, muter und gemahel, den got / allen gnedig sei, drei meß: hie zu Onolzpach im sloß eine, eine in der pfarr und eine zu Colmberg; was mangels doran ist, soll man fertigen, damit bestetigung und alles geschee, das nottorft ist, und die herschaft die lehenschaft behalten.

Item so wollen wir, das man noch stift uns, unser gemaheln und beden unsern sonen vier meß; zwu uf das gebirg: nemlich gein Bairstorf in das sloß und gein der Neuenstat in das sloß; und zwu gein Franken: nemblich gein Crailsheim in das sloß und Hoheneck in das sloß, der iede als viel hab als vierzig guldin nutzung; und das sol man verweisen aus den ambten, uf das die sach furderlich zu end lauf. Wol ist unser ratslag: mag man fail finden volkomenlich so gute guter, das man die kauf und sich mit den herrn vertrag, das die ämbter wider in wesen kommen; aber in ainigen weg soll dadurch kein verbruch oder verzug stiftung der meß oder anderm gescheen zu seiner zeit. Und schaffen, das alle Nurembergische manlehen, die hinfur ledig werden, sollen nirgent anders gelihen oder gesamelt werden, sundern die herschaft soll davon unser guter in casten ledigen, do die pfrund uf gestift sind.

Item man soll lassen machen ein kelch für II c gulden und den opfern von unsern wegen gein Rom uf den hohen altar mit unserm wappen dorein graben.

Item man soll der muter gots gein Zenn geben II c guldin an ein monstranzen, als es angesehen ist.

Item gein der Welßnach soll man lassen machen und einsetzen ein venster mit unsern wappen; das mag costen I c gulden; die soll man den pfaffen nit geben, sunder es selber thon; dann sie mechten es nicht; wir haben ins vor geben, und sie habens nie gemacht.

Item zu unser liebe frauen der gesellschaft zu Brandenburg soll man lassen machen ein gesellschaft fur II c guldin und die dar schicken; dann wir haben die gesellschaft, die wir dohin gemeint hetten, geben unser dochter gein Beheim.

Item Hansen Sachsen soll man machen ein ewigen jartag und gedechtnus gein Zenn in die kirchen.

Item hern Hannsen Stornschatz soll man auch ein jartag und gedechtnus machen zu Zenn und in begeen lassen als ein frummen ritter, nachdem er noch unbegangen ist.

Item wir sterben uber kurz oder uber lang, so ist das unser entlicher, unwiderruflicher will, in jarsfrist nach unserm tod zu volbringen, was wir des bei unserm leben nicht volbracht haben, und soll in allen puncten mit hilf des almechtigen gots entlich volzogen und gehalten werden; solchs haben wir getan in beiwesen und mit rate unser gemahel und unser beder sone, marggraf Fridrichs und marggraf Sigmunds, nachdem es in irem teil leit.

Item Jorg von Zedwitz ritter ist uns schuldig I c gulden; die soll man im nachlassen und darzu II c gulden geben.

Item Jorgen von Ehenheim zu Feuchtwangen soll man geben II c gulden.

Item Wolfen von Knoringen soll man geben II c gulden.

Item der Embser ist uns schuldig LX gulden; dem soll man darzu geben I c XL gulden.

Item dem Sinßer soll man geben II c gulden.

Item dem Ottlin soll man geben L guldin.

Item dem Kuedorfer soll man geben I c gulden.

Item dem Wichsensteiner soll man geben I c gulden.

Item dem Rennwarten soll man geben L gulden.

Item Cuntzen von Zedwitz soll man geben L guldin.

Item Linhart von Ehenheim soll man geben L guldin.

Item dem Hainrichen und meister Cunraten, seinem sweher, soll man geben I c L guldin.

Item dem alten Heinzen Snitzer soll man geben I c gulden.

Item Hanssen balbierer XXX guldin.

Item Augustin L guldin.

Item dem Rauschner XX gulden.

Item dem Großen XX guldin.

Item dem Storen XX guldin.

Item dem Schutzen XX guldin.

Item Herman Ziler XX guldin.

Item Thoma Bader X guldin.

Item Herman Slaginhausen X guldin.

Item die unser camrer und truchsessen gewesen sind, soll man irer ambt unentsetzt halten ir lebtag lang; doch das sie auch getreulich und recht damit umbgeen, als uns nit zweivelt sie thun werden, dann sie sind frum, und so sie es selber nit wol verwesen können, soll ir ieder ein redlichen undervogt halten.

Item welche junkfrau unser gemahel behalten will, die richt [sie] aus;

Item welche junkfrau sie nit will, die behalten unser sune und richten sie aus.

Item das haus, dorin der von Wirtemberg ist, soll man verkaufen umb IIII c guldin, damit es wider in die statsteur kumm; und dasselb gelt soll unser gemahel werden.

Item das haus, dorin der camerschreiber sitzt, soll im pleiben, und sein brive im widergegeben werden, und er soll damit in die statsteur kommen.

Item hern Veiten von Sparneck soll die pfarr zu Cadolzburg gelihen werden, also das er do sitz und die pfarr wesenlich halt mit einem caplan, wie der [vor im] getan hat, und das er hern Hannsen Gruner dagegen die pfarr zu Wungeseß resignir.

Item herr Hanns Gruner soll die pfarr zu Truhending hern Fridrichen Prosen resigniren, und soll der Gruner macht haben ir eine zu behalten, welche er will.

Item der dreier meß eine, die wir stiften, soll dem Kurmreuter gelihen werden, so lang bis er von der herschaft mit eim pessern versehen wurd.

Item den Kurmreuter soll man versehen mit einer pfrund, wie der andern priester einen.

Item wir wollen, das man unser alt rete irs rats und solds, den wirs geben, nit ensetze.

Item wir wollen, das man unsern alten knechten und sunderlich dem Ortolf irn costen ir lebtag lang gebe.

Item wir bevelhen unsern sonen unser land und leut, geistlich und werntlich, ine getreulichen vor zu sein, zu schutzen und zu schirmen und sie nit hoher besweren.

Item dem Potzlinger L guldin.

Item dem Predenwinder L guldin.

Item XX guldin Proplin.

Item die tailung zwischen den dreien unsern sonen soll in creften bleiben, wie die in der Mark von uns angesehen ist.

Item die ordnung der zwaier unser sun hie außen, die wir sint hie zwischen ir gemacht haben, soll auch in creften pleiben.

Item die vermechnus und geschefte unser Annen soll auch in creften pleiben, wie es durch uns und unser sun mit ir und iren brudern abgeredt und betaidingt ist, und wir marggraf Albrecht geschaft haben.

Item mit der protestation: wu wir aber dies legers aufkummen, so sollen die ding alle besteen, wie sie vor diser unser krankheit gewest sind, wiewol wir nit willen haben, das zu endern, es ender sich dann mit den lauften.

Und bitten dorauf iedermann, uns zu vergeben, was peinlicher sach sind an leib oder leben; desgleichen wollen wir auch thun.

Testamente der Kurfürsten von Brandenburg, 1915, Nr. 7, S. 45-52

(hier auch der textkritische und wissenschaftliche Apparat),

hierzu Neitmann, Hohenzollern-Testamente.

C.

Quellen

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