INSCHRIFTEN
A.
Inschriftliche Zeugnisse waren in großer Zahl und Vielfalt in der Lebenswelt von Mittelalter und Früher Neuzeit präsent. Das offenbart bereits ein flüchtiger Blick in den Bildband des Residenzenhandbuches (Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Bilder und Begriffe, hier Teilbd. 2). Dort finden sich zahlreiche Abbildungen, deren Focus meist auf ganz andere Dinge gerichtet ist, die aber – bisweilen aus dem Augenwinkel heraus – ein breites Spektrum von Inschriften der unterschiedlichsten Gattungen zeigen, unter anderem Grabinschriften, Haus-, Weih- und Bauinschriften, Inschriften auf Glasfenstern, Epitaphien, Wappentafeln, Siegel, Münzen und Medaillen, Beischriften zu heraldischen Stammtafeln und Personen auf Tafelbildern, Inschriften ephemeren Charakters, wie sie anläßlich von Turnieren, Beisetzungsfeierlichkeiten und feierlichen Einzügen angebracht wurden, und nicht zuletzt auch solche auf Textilien und Gebrauchsgegenständen. Darüber hinaus verweisen diese Abbildungen zumindest ansatzweise auch auf die jeweils sehr unterschiedlichen Überlieferungswege, über die diese Zeugnisse auf uns gekommen sind. Hier macht es eben durchaus einen Unterschied, ob etwas in situ erhalten ist, ob Kriegsverluste des 20. Jahrhunderts in älteren Photographien oder Zeichnungen aus professioneller Feder dokumentiert sind, ob wir Skizzen von Laienhand oder zeitgenössische Beschreibungen besitzen oder ob wir uns mit vagen Hinweisen auf die vormalige Existenz entsprechender Zeugnisse begnügen müssen.
Vgl. zu alledem – z. T. beschnitten, wenig scharf und nur aus dem Augenwinkel heraus erfaßt – in: Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Bilder und Begriffe, hier Teilbd. 2 unter anderem auf den Farbtafeln 7 (Wappenturm der alten Hofburg in Innsbruck), 9 (Inschriftentafeln als Beischriften auf einem Bild der herzoglich-bayerischen Familie: Herzog Wilhelm IV., seine Gattin, Markgräfin Jakobäa Maria von Baden, u. Kinder), 14 (abgeschnittene Beischrift auf einem Bildnis des Hofnarren Mertl Witz), 55 (Beischrift auf einem Bildnis Landgraf Wilhelms IV. von Hessen-Kassel), 60 (Gulden Landgraf Wilhelms II. von Hessen, 1507), 68 (Hosenbandorden mit Devise), 72 (im Hintergrund heraldisch verzierte Glasscheiben im Fenster), 85 (Bucheinband des Plenars Herzog Ottos des Milden aus dem Welfenschatz), 85 (beschnittene Beischriften auf einem Bild Kaiser Maximilians I. und seiner Familie), 87 (Medaille auf Herzog Hans d. Ä. zu Schleswig-Holstein-Hadersleben, 1577), 105 (heraldische Inschrift am Torturm des Schlosses Schwarzenberg bei Scheinfeld), 107 (Zierinschrift an der Hofseite der Tordurchfahrt des Schlosses Wilhelmsburg in Schmalkalden) und 117 (genealogisch-heraldische Wandverzierung im Großen Saal des Schlosses Weikersheim) sowie auf den Abbildungen 29 (Grabmal Graf Ottos IV. von Henneberg, gest. 1502), 36 (Nord- und Südansicht des Georgenbaus zu Dresden mit inschriftlichen Zeugnissen als Teilen des fürstlichen Bildprogramms), 44 (Grabstein des Dr. Jakob Radkersburger, 1479-1540, der als Hofkaplan Kaiser Maximilians I. und König Ferdinands I. wirkte), 46 (Medaille auf Johannes Pistorius Niddanus d. J., der als Rat und Beichtvater Rudolfs II. fungierte), 49 (Inschriftentafel auf einem Bildnis Landgraf Moritz´ von Hessen, seiner zweiten Frau Juliane von Nassau und ihrer 14 Kinder), 50 (Beischrift auf einem Kinderbildnis der Erzherzogin Anna von Habsburg), 65 (heraldische Inschriften im Wappensaal, der »Kaiserkammer«, der kaiserlichen Residenzburg in Lauf an der Pegnitz), 67a und 67b (Beischriften auf einem genealogischen Teppich Kurfürst Ottheinrichs), 88 (Illustration aus der Spiezer Bilderchronik, 1485, mit heraldischem Schmuck auf einem Schiff Kaiser Sigismunds), 123 (Inschrift auf einem Elfenbeinleuchter Kurfürst Maximilians von Bayern, 1608), 128 Bischofssiegel des Albertus Magnus als Bischof von Regensburg), 144 (Grabtumba Landgraf Ludwigs II. von Hessen und seiner Gemahlin Mathilde von Württemberg, 1483), 145 (Beischriften und heraldische Verzierungen auf einer 1644 in Paris gedruckten Ahnenreihe der französischen Könige), 146 (Beischriften und heraldische Verzierungen auf einer Ahnentafel Herzog Ludwigs von Württemberg, gest. 1593), 147 (Grabdenkmal für Markgraf Friedrich von Baden, Bischof von Utrecht, gest. 1517, in der Stiftskirche zu Baden-Baden), 148 (Beischriften und heraldische Verzierungen auf dem Grabmonument für Herzog Ulrich zu Mecklenburg und seine Gemahlinnen im Dom zu Güstrow, 1576-85/90), 149 (Beischriften und heraldische Verzierungen auf einer 1637 gedruckten Wiedergabe einer genealogischen Darstellung des Hauses Brabant – von Karl dem Großen bis zu Landgraf Wilhelm IV., gest. 1637 – im »Rotenstein« des Residenzschlosses in Kassel), 150 (Grablege der Landgrafen von Thüringen und Hessen in der Marburger Elisabethkirche, 13.-16. Jahrhundert), 151 (Grabmonument für Landgraf Philipp den Großmütigen, gest. 1567, und seine Gemahlin Christine von Sachsen in der Martinskirche zu Kassel), 152 (Münzsiegel Herzog Rudolfs IV. von Österreich), 157 (Siegel Graf Wilhelms V. von Jülich, verwendet zwischen 1328 und 1336), 158 (Siegel Johannas von Hennegau, Ehefrau Graf Wilhelms V. von Jülich, 1349), 161 (Münze aus der Zeit Karls V. mit seiner Devise: PLUS ULTRA), 162 (in einem zeitgenössischen Kupferstich überlieferte Inschriftentafel am Neptunsbrunnen im Heidelberger Schloßgarten, 1619, vgl. hierzu auch unten), 163 (ephemerer Triumphbogen zum Einzug Philipps II. in Gent mit »altfränkischen Inschriften«, 1549), 174 (inschriftliche Zeugnisse heraldischen Charakters auf einer Illustration aus der Berner Chronik des Diebold Schilling mit Einzug Kaiser Sigismunds in Bern, 1414), 175 (Inschriften an einer Ehrenpforte zum Einzug Kaiser Karls V., 1541), 176 (entsprechend anläßlich des Einzugs Erzherzog Albrechts in Brüssel, 1596), 183 (Zeichnung des Grabmals der Margarete von Burgund in Tonnerre), 203 (Inschriftentafel und heraldische Verzierungen über dem Portal des Ottheinrichsbaus des Heidelberger Residenzschlosses, 1558), 205 (Inschriftentafel über dem Matthiastor der Prager Burg, 1613/14), 213 (Inschrift und heraldische Verzierung an einem Kamin im italienischen Saal der Landshuter Stadtresidenz, 1540/41), 229 (Kupferstich von 1646 mit Inschrift und heraldischer Verzierung in einem gewölbten Saal für Orangenbäume in der Villa Aldobrandini), 238 (Inschriftentafeln mit biographischen Erläuterungen auf einem zeitgenössischen Kupferstich mit Darstellungen Gerhard Mercators und Jodocus Hondius'), 246 (Schlußsteinscheibe mit Inschrift zu Konrad [Cunz] Krebs im Wendelstein des Torgauer Schlosses »Hartenfels«, 16. Jahrhundert), 250 (Standbilder vom Grabmal Graf Wilhelms II. von Henneberg-Schleusingen und seiner Gemahlin Katharina aus der Henneberger Kapelle im Kloster Veßra), 251 (Grabmale des Grafen Georg von Henneberg-Römhild mit Gemahlin Johannetta und Sohn Hermann aus der Stiftskirche zu Römhild), 260 (Federzeichnung mit heraldischen Verzierungen am Trauergerüst für Kaiser Karl V.), 278 (Inschriftentafel am Grabmal Papst Sixtius' IV. in der Peterskirche in Rom), 281 (gedruckte Porträts Herzog Karls von Geldern und seiner Ehefrau Elisabeth mit Beischriften und heraldischen Verzierungen, 1519), 286 (Medaille auf Albrecht von Brandenburg als Kurfürst von Mainz, 1515), 287 (Gnadenpfennig für den Mainzer Kurfürsten Johann Adam von Blicken, 1602).
Am leichtesten erschließen sich erhaltene inschriftliche Zeugnisse dem Betrachter in situ, zumal sich die Materialität des Gegenstandes sowie Schriftformen, Ligaturen und Abbreviaturen, vor allem aber auch ornamentale und heraldische Elemente am besten am Objekt selbst erfassen und dokumentieren lassen. Zudem ist es für die Interpretation eines entsprechenden Zeugnisses durchaus von Bedeutung, sich den Anbringungsort und die aus dem Zusammenhang der Überlieferung ausgehende Gesamtwirkung zu vergegenwärtigen.
Wer inschriftliche Zeugnisse nicht vor Ort studieren kann, für den ist eine professionelle Dokumentation, wie sie etwa in der Reihe der Deutschen Inschriften geboten wird, ein wertvolles Hilfsmittel. Hier finden sich unter anderem Angaben zum Material des Inschriftenträgers sowie zur Größe von Buchstaben, Wappen und Zierelementen. Eine solche Dokumentation schließt ferner Informationen zu Anbringungsort, Schriftart und Erhaltung ein und bietet darüber hinaus weiterführende Informationen zu den in den Inschriften genannten Personen, zu Stiftern und Künstlern.
In der doppelten Brechung zwischen den unterschiedlichen Gattungen und den verschiedenen Überlieferungswegen seien im folgenden einige Beispiele für inschriftliche Zeugnisse gegeben, die im Zusammenhang von Hof und Residenz entstanden sind und fürstlicher bzw. adliger Repräsentation dienten.
B.
I. Bau- und Gebäudeinschriften und inschriftliches Herrscherlob
1) Bauinschrift am »Dicken Turm« des Heidelberger Schlosses (1619)
An der Südseite des »Dicken Turmes« im Stückgarten des Heidelberger Schlosses stehen unterhalb des Hauptgesimses in muschelbekrönten Nischen auf Konsolen Statuen der Kurfürsten Ludwig V. und Friedrich V. Sie rahmen eine Tafel aus rotem Sandstein, auf der eine lateinische Inschrift in zeitgenössischer Kapitalis eingemeißelt ist (Höhe ca. 100 cm, Breite ca. 200 cm, Höhe des runden Giebels 50 cm, Buchstabenhöhe 5 cm).
→ Abb. 8
a) Lateinische Fassung
LVDOVICVS. COM[ES]. PAL[ATINVS]. R[HENI]. ELEC[OR]. DVX. BAVAR[IAE].
MOLEM. HANC. EXSTRVXIT. A[NNO]. C[HRISTI]. MDXXXIII
FRIDERICVS. V. COM[ES]. PAL[ATINVS]. R[HENI]. ELEC[OR].
S[ACRI]. R[OMANI]. I[IMPERII]. VICARIVS. BAVAR[IAE]. DVX
AD. ZONAM. VSQ[VE]. DESTRVXIT
REFECIT. FORNICIBVS. DISTINXIT
COENACVLI. ATTITVDINI. [!] XXXIII. PED[ES]. ADDIDIT.
COLVMNAM. TOTIVS. TECTI. MOLEM. SVSTINENTEM.
E. MEDIO. SVSTVLIT
IMMOTO. INCORRVPTOQVE. TECTO
HAEC. MONVMENTA. POSVIT
A[NNO]. S[ALVTIS]. MDCXIX
b) Deutsche Fassung
Ludwig, Pfalzgraf bei Rhein, Kurfürst und Herzog von Bayern, hat diesen Bau errichtet im Jahre Christi 1533. Friedrich V., Pfalzgraf bei Rhein, Kurfürst, des Heiligen Römischen Reiches Verweser und Herzog von Bayern, hat denselben bis zum Hauptgesims abgetragen, dann neu errichtet, ihn mit gewölbten Decken versehen, der Höhe des Speisesaals 33 Fuß hinzugefügt, die Säule, die die Last des ganzen Daches trug, aus der Mitte entfernt, wobei das Dach unbewegt und unversehrt blieb, und diese Denkmäler gesetzt im Jahre des Heils 1619.
In enger Anlehnung an das rahmende Figurenprogramm verweist die monumentale Inschrift zunächst auf Kurfürst Ludwig V., den Bauherrn des ursprünglichen Baues von 1533, und zeichnet dann im folgenden ein beeindruckendes Bild von den Umbauten, die unter Kurfürst Friedrich V. in den Jahren 1616-19 vorgenommen wurden. Allein Textverteilung und Titulatur verdeutlichen, daß die Inschrift zwar die historische Perspektive einschließt, aber wohl in erster Linie den Ruhm Kurfürst Friedrichs V. mehren soll. Der fürstliche Rang des Inschriftensetzers wird durch die Schrift und den Sprachgebrauch unterstrichen, die sich eng an antike Vorbilder anlehnen (vgl. mit weiteren Informationen Die Deutschen Inschriften, hier Bd. 12, Nr. 600).
2) Kopial überlieferte Bauinschrift aus dem Hortus Palatinus des Heidelberger Schlosses (1619)
Der Neptunsbrunnen im ehemaligen Hortus Palatinus des Heidelberger Schlosses war vormals von einem durch Säulen getragenen Aufbau überwölbt. Dieser wurde von einem Standbild Kurfürst Friedrichs V. bekrönt und trug auf einer im Architrav des Aufbaus angebrachten Sandsteintafel eine lateinische Inschrift (vgl. zu der Inschrift auch: Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Bilder und Begriffe, hier Teilbd. 2, Abb. 162).
a) Lateinische Fassung
FRIDERICVS. BOHEMIAE. REX. COM[ES]. PALAT[INVS]. RHENI. ELECT[OR]. /
SVM[M]A. MONTIVM. IN. IMA. VALLIVM. PRAECIPITANDO. /
LOCVM. DIANAE. OLIM. NVNC. VORTVMNO. [!] SACRV[M]. REDDIDIT. /
AQVAEDVCTIB[VS]. CAVERNIS. STATVIS. PLANTIS. FLORIB[VS]. /
ARBORIB[VS]. MIRAE MAGNITVD[INIS]. EX. SVBVRBANO. HORTO. /
SINGVLARI. ARTIFICIO. TRANSLATIS. ORNAVIT. /
OPVS. HVC. VSQVE. PERDVXIT. A[NNO]. S[ALVTIS] MDCXIX.
b) Deutsche Fassung
Friedrich, König von Böhmen, Pfalzgraf bei Rhein und Kurfürst, hat, indem er die Höhen der Berge in die Niederungen der Täler stürzte, diesen Ort, der einstmals der Diana geweiht war, jetzt dem Vertumnus zurückgegeben und ihn mit Wasserleitungen, Grotten, Statuen, Pflanzen, Blumen und Bäumen von wunderbarer Größe, die er aus dem vorstädtischen Garten mit einzigartiger Kunstfertigkeit umgepflanzt hatte, geziert. Er hat sein Werk bis hierher fortgeführt im Jahre des Heils 1619.
Den Aufbau mit dem Standbild und der Inschrift kennen wir lediglich aus einem Kupferstich in dem 1620 gedruckten Werk des Salomon de Caus über die seinerzeit weithin berühmte kurfürstliche Gartenanlage. Friedrich V., der als König von Böhmen tituliert wird, erscheint in der Inschrift und als Standbild als idealer Fürst, der sich die Erde untertan machte, indem er in der Manier eines antiken Titanen Berggipfel und tiefe Täler künstlich ausglich und damit eine eigene kleine (Garten-)Welt schuf. Auch in dieser Inschrift wird eine historische Perspektive faßbar, handelte es sich doch bei dem älteren hortus suburbanus aller Wahrscheinlichkeit nach um den von Kurfürst Ottheinrich angelegten Herrengarten, aus dem Feigen-, Pomeranzen- und Zitronenbäume in die neue Gartenanlage überführt wurden (vgl. mit weiteren Informationen Die Deutschen Inschriften, hier Bd. 12, Nr. 601).
3) Inschrift mit Sinnbild, Devise und Jahreszahl in der Toreinfahrt von Schloß Urach (1474)
Herzog Eberhard I. von Württemberg führte im Zusammenhang mit seiner Devise Attempto (→ Devisen und Embleme) seit 1473/74 die Palme als persönliches Symbol. Sie findet sich bis heute auf zahlreichen Objekten, die im Umfeld des Herzogs entstanden sind: auf Siegeln, Münzen und in Büchern. Überdies erscheint sie auf der Glasmalerei der Tübinger Stiftskirche, an den Holzsäulen der Tübinger Burse und in der Toreinfahrt des Schlosses Urach sowie - im Zusammenhang mit einer heraldischen Darstellung von Eberhards Vorfahren – im dortigen Palmensaal (vgl. mit weiterführenden Informationen Faix, Traditionen, S. 99-104 mit Abb. S. 102).
4) Inschriftliches Herrscherlob (spätes 16. Jahrhundert)
In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ließ Heinrich Rantzau, der als Stellvertreter des dänischen Königs Friedrich II. in den Herzogtümern Schleswig und Holstein fungierte, verschiedene Monumente errichtenden, auf denen Tafeln mit Inschriften zu Ehren seiner Familie und seines königlichen Herrn angebracht waren: Auf der Pyramide in Nordoe bei Itzehoe (1578), einer weiteren Pyramide bei Segeberg (1588), wo Rantzau seinen Amtssitz als Statthalter hatte, und auf einem Obelisken in unmittelabarer Nähe der Segeberger Pyramide (1590) mischten sich ganz unverhohlen adlige Repräsentation und Herrscherlob.
Die Segeberger Pyramide bestand aus einer nach vier Seiten hin offenen Triumphbogenarchitektur, die von einer pyramidalen Dachkonstruktion überhöht wurde. Im Inneren des Baus hatte Rantzau Kupferplatten anbringen lassen, auf denen wichtige Ereignisse aus dem Leben des 1588 verstorbenen Königs Friedrich II. gepriesen wurden.
→ Abb. 10
Im Jahre 1592 war eine kurpfälzische Gesandtschaft zu Gast bei Rantzau in Segeberg. Sie befand sich auf dem Weg zu einer Fürstenhochzeit in Stockholm und hatte sich die günstige Gelegenheit zu einem Besuch bei dem berühmten Humanisten und Mäzen nicht entgehen lassen. Auch dürften den Teilnehmern der Gesandtschaft die in Segeberg erichteten Monumente von gedruckten Abbildungen, die Rantzau in Umlauf gebracht hatte, bekannt gewesen sein. Nach dem einige Jahre später verfaßten Bericht des Gesandtschaftssekretärs Michael Heberer von Bretten (ca. 1555-1630) war man gegen Abend in Segeberg angelangt. Am folgenden Morgen sei man von Rantzau zu einer Audienz empfangen und freundlich darum gebeten worden, ein wenig in das Feld zu spazieren und etliche Monumenta oder Gedächtnüssen, so er hätte bauen lassen, zu besichtigen. Der Gesandte habe gerne eingewilligt, und so habe man die Pyramide und den Obelisken besichtigt. Die Gäste hätten die Monumente gebührend gewürdigt, welches dem alten Herrn Rantzow sehr wohl gefiele (vgl. mit weiterführenden Informationen Kraack, Selbstverständnis; Steinmetz, Pyramiden; Lohmeier, Heinrich Rantzau, S. 52-53 und 76-80).
II. Grabdenkmäler
1) Bronzegrabplatte Bischof Ottos I. von Hildesheim (gest. 1279) im Hildesheimer Domkreuzgang
Die Grabplatte zeigt den Verstorbenen im bischöflichen Ornat mit Mitra und Bischofsstab. Die umlaufende lateinische Inschrift, die sich aus dem in Prosa gehaltenen Datum und vier folgenden Hexametern zusammensetzt, lautet:
a) Lateinische Fassung
ANNO D[OMI]NI MCCLXXIX IIII NON[AS] / IVLII O[BIIT] DE BRVNSWIC ORTVS HIC PRESVL NOBILIS OTTO HIC SITVS EST OPTO CELVM / QVOD SIT SIBI PORTVS HOC DEDIT / ES TIBI QVI CINIS ES WERNHERVS ET ORAT VT REQVIES SIT PLENAQ[VE] SPES TVA P[RO] NECE PLORAT.
b) Deutsche Fassung
Im Jahre des Herrn 1279 starb am vierten Tag vor den Nonen des Juli [4. Juli] dieser edle Priester mit Namen Otto aus Braunschweigischem Hause. Hier ist er bestattet. Ich wünsche, daß der Himmel ihm ein [sicherer] Hafen sei. Dieses bronzene Grabmal errichtete Dir, der Du jetzt zu Asche zerfallen bist, Werner [bei diesem handelt es sich wohl um einen bis 1286 nachweisbaren Domherrn und Pleban], und er betet dafür, daß Dir Ruhe und erfüllte Zuversicht sei. Er trauert ob Deines Todes.
Anders als viele seiner Amtskollegen hält der Hildesheimer Bischof keine Kirche, sondern eine stilisierte Burg in der linken Hand. Diese ist durch die Inschrift WOLDENBERCH als Burg Wohldenberg gekennzeichnet, mit deren Eroberung dem Bischof 1275 ein entscheidender Durchbruch beim Ausbau des bischöflichen Territoriums gelang. Durch die Kombination dieser scheinbar so widersprüchlichen Elemente zeugt die Grabplatte auf bedeindruckende Weise von der Lebenswirklichkeit eines geistlichen Fürsten, in der sich geistliche und weltliche Aufgabenfelder überlagerten (vgl. mit weiteren Informationen Die Deutschen Inschriften, hier Bd. 58/2, Nr. 70, dazu auch Die Deutschen Inschriften, hier Bd. 58/1, Abb. 52 auf Tafel XXVI, sowie Boockmann, Einführung, Abb. 22 und S. 163 die Erläuterungen).
2) Begräbnisse von adligen Reisenden und eine Erinnerungsinschrift auf der Johanniterinsel Rhodos nach der zeitgenössischen Beschreibung des Bernhard von Hirschfeld (1517)
Zu Rodoß vor der Stadt nahent am Mehre ist eine Kirchen, die heist zu Sant Anthoni, da pflegt man die Ritter bruder des ordens zu Rodies hin zu begraben, Und alle Montage pflegt der Großmeister sambt den Ritterbrudern in gemelte Kirchen zu reitten, da helt man gesungene und Andere Ambt vor die, die da ihr begrebnis habenn. Inn gemelter Kirchen ist Hertzog Christoff von Bayern in einem kleinen Cappellelein begraben, der mit dem Churfursten von Sachsen zum heiligen Lande gewest, und zu Rodieß gestorben ist, und hat kein sonderlich gestiffte. Uff diesem Kirchhoffe liegen auch die zu demselbigen mahle zu Rodyß von den Pilgeren vorschiedenn, Als nemlich einer von Wulckenstein, ein Edelman, ein Grensingk, und Wilhelm von Einsiedell, der Jeder hat einen Grabstein, daruff sein Wappen, nahmen und die Jar Zall und Zeit seines sterbens gehawenn ist. Unnd uff Wilhelm von Einsiedels steine seint diese nachfolgenden Wortte gehawen.
Obiit Strenuus vir Wilhelmus Eisidel, Miles, cuius anima requiescat in pace. Amen. Anno domini Tawsent vierhundert xciii. am Sibenden tage Augustj.
Im Augustiner Kloster zu Rodies nahent vor dem Kohre liegen diese zweene hernach benante Ritter begraben, und ist nachvolgende meinunge uff ihren Grabsteinen geschrieben, sambt ihren Wapenn:
Anno domini M. iiij.c lxxvj. Am xxviij. Augustij ist vorschieden Conradt von Amendorff, Ritter, des Seele Gott gnedig sei. Amen.
Anno domini M. iiij.c lxxvj. Am tage des v. Septembris ist verschiedenn Bernhardt von Schönberg, Ritter, des Seele Gott gnedig sei. Amenn.
In Sant Johans Kirchen zu Rodies stehet dieser nahmen sambt der Jarzall geschrieben: Bernhardt von Seyboldsdorff. 1486.
Zitiert nach Kraack, Monumentale Zeugnisse, S. 432-434.
(Vgl. zu weiteren Beispielen mit z. T. erhabenen Figurengrabplatten, Wanddenkmälern und Epitaphien neben den oben angezeigten Tafeln und Abbildungen aus dem Bildband die Bände der Deutschen Inschriften sowie Fey, Hochgrab.)
III. Wappentafeln und ephemerer Inschriftenschmuck
1) Kennzeichnung von Herbergen durch ephemere heraldische Inschriften
Das Turnierbuch des Réné d'Anjou (1409-80) informiert uns in allen Einzelheiten über die ritterlich-höfischen Zeremonien vor, während und nach einem Turnier. So wurden an den Herbergen der Teilnehmer Tafeln mit deren Wappen angebracht (→ Turnierbücher).
Der zugehörige Text lautet:
Item, aussitôt qu'un seigneur ou baron est arrivé en son hébergement, il doit faire de son blason fenêtre en la manière qui s´ensuite: c´est assavoir, faire mettre par les hérauts et poursuivants devant son logis une longue planche attachée contre le mur, sur quoi peints ses blasons, c'est assavoir timbre et écu, et ceux de tous ceux de sa compagnie qui veullent tounoyer, tant chevaliers qu'écuyers. Et à la fenêtre haute de sondit logis, il fera mettre sa bannière déployée, pendant sur la rue.
Zitiert nach Kraack, Monumentale Zeugnisse, S. 406.
(→ Feste zu besonderen Anlässen – Reise; → Gesandtschafts- und Reiseberichte)
Erzbischof Hermann IV. von Köln schreibt dem Rat der Stadt Frankfurt, daß er seinem Herold befohlen habe, unsser woppen vur unnser herberich zu schlahen und ander unser rete unnd hovegesinds namen iglichen vur sin herberich zu schriben.
Zitiert nach Kraack, Monumentale Zeugnisse, S. 425.
3) Zeremonieller Wappenanschlag auf Rhodos (1496/97)
Im Bericht über die Reise (→ Feste zu besonderen Anlässen – Reise; → Gesandtschafts- und Reiseberichte) Herzog Bogislaws X. von Pommern wird erwähnt, daß der Herzog im Palast des Johanniter-Hochmeisters auf Rhodos sein und seiner Begleiter Wappen anschlug:
Am Freytage Michaelis seindt sie früe Morgens wiederumb gekommen zu Rhodiß in die havenung. Der Meister aber von Rhodiß ließ nach dehr Mahlzeitt H. B. [Herrn Bogislaw] mit dehn seinen auß dehr Galeen holen, und ließ sie führen in ein hauß; da ist ein schön abendessen für H. B. bereittet gewesen, mit allen dehn seinen. Alda ist auch H. B. die nacht uber geblieben und da geschlaffen. Am Montag führte der Meister H. B. in seine capellen, und blieben da bey 3 stunden. Hie hat H. B. sein fürstlich Wapen lassen anschlagen, welche auf ein brett gemahlet gewesen.
Zitiert nach Kraack, Monumentale Zeugnisse, S. 431-432.
4) Streit um Wappen an der Herberge (1519)
Zu Konflikten, die aus ephemeren heraldischen Inschriften an der Herberge entstehen konnten, berichtet Götz von Berlichingen in seinen Lebenserinnerungen:
Nun hett Philips Sturmfeder sellig [aus rheinischem Reichsrittergeschlecht], mir vnnd meinem bruder Philipsenn sellig geschribenn, wir soltenn bey im zu Heidelberg sein, vf einem tag vnnd solltenn etliche gute gesellenn, souill mir khenten mit vnns bringenn, vnnd bey im vff dem tag stehnn. Das thettenn wir nun, vnd reit mein gesell Hanns vonn Selbitz vnd mein bruder Philips selig, auch anndere mehr, vnnd der herr, so der cronn Behem feindt war, selbs auch mit ghenn Haidelberg, doch als ein vnnbekhanntter. Vnnd wahrenn vill inn der herberig zum Hirsch, die machtenn ire wappenn [schlugen ihre Wappen an], vnnd das torricht herrlin so der kron Behem feindt wahr, hett sein wappenn auch gemacht, das ich nhun vnnd mein hauff nicht darumb wustenn. Vnnd wie wir zu Heidelberg hinweg khamen vnnd getagleist hettenn, do khamen die bohemischenn herrnn, welche die cronn Behem regirtenn auch dahin, vnd wahrenn allso onne geuerden herrauß gangenn vff dem marckht zu spacirrenn,vnnd alß sie vbersich gesehenn, hettenn sie der wappenn, die man angeschlagenn hett, wahr genommen, vnd darunder des beheimschenn herrnn wappenn auch gesehenn vnnd gekhenndt. Daruff dann ein vffrhur wardt, vnd lieffenn sie den pfaltzgrauen ann vmb geleidt, vnnd gab man inenn reutter zu vnnd vergleidt sie mit gewaldt hinwegk, vnnd verberbtt also das gut herrlin denn annschlag mit seinem aigennem wappenn, das er nichts mit seinen feindenn außrichten kunth, sunst wehr es onne zweiuel zu einem guttenn fridenn vnnd ruhe khommen. Vnnd nachdem mir sein nam enntsunckhenn vnnd vergessenn ist, so wurt man freylich sein wappenn noch ann der herberg zu Heidelberg zum Hirsch findenn.
Zitiert nach Kraack, Monumentale Zeugnisse, S. 435.
5) Inschriftliche Zeugnisse in der Rechnungsüberlieferung (14.-16. Jahrhundert)
a) Eintrag über heraldischen Schmuck für die Herbergstür in den Reiserechnungen des Johann von Blois auf dem Weg nach Preußen (1362/63)
Item op den Pinxsteravonde uutghegheven: In de stat te Bresselow, eerst betaelt Barbenchon den hyeraut [Herold], die hi van mijns heren helme ende wapene ghegheven hadde te pingieren op pappier, ende hi voer mijns heren herberghen plackede in Pruyssen ende in Behem [Böhmen], 15 beemsche gr.
b) Wappenfenster und Wappentafeln für den Königsberger Dom nach den Reiserechnungen des Johann von Blois auf dem Weg nach Preußen (1362/63)
Item ghegheven meyster Matthijs tot sheren bevelen van Haerler een glasvenster mede te doen maken an zine camer daer mijns heren, sheren van Haerler, heren Hughe ende heren Gillis van Arremuden wapene in staen souden 4 lb. 5 s. – Item ghelevert heren Zydow mijns heren waert te Coninxberghe [Königsberg] tot heren Hughe bevelen van Barbenchon de tafelen in den doem mede te doen hanghen ende Jofrijt den maelre te gheven als hi mijns heren zijnre ridderen ende knapen wapene ende helme daer an ghemaect hadde 4 marc f[acit]12 lb.
c) Wappentafeln für den Königsberger Dom nach den Reiserechnungen des Grafen Wilhelm von Ostrevent (1386/87)
Item tot den monster te Coninxberghe [Dom zu Königsberg] daer myns hern tafel in ghehanghen was ghegheven iij marck facit vij Dordr[echtsche] Gulden vj grote. – Item cost myns hern tafel op te hanghen en die kerke tot arbeyts loen ij marck facit iiij Dordr[echtsche] Gulden xxiiij grote. – Item thout daer die tafel of ghemaect was cost j marc xv ß. facit iij Dordr[echtsche] Gulden. – Item coste die tafel te malen vj marc vj ß. facit xiiij Dordr[echtsche] Gulden xxj grote. – Item Zelant en Ghelre die te Coninxberghe bleuen om dit werck voirsz. [die vorgenannte Arbeit] te doen maken ghegheue te teerghelde [Zehrgeld] viij marc facit xix Dordr[echtsche] Gulden vj grote.
d) Herstellung und Anbringung einer Wappentafel auf Rhodos nach den Reiserechnungen des Earl of Derby (19. Februar 1393)
a) Lateinische Fassung
Item apud Rodes, redeundo, per manus Mowbray Herauld, pro viij tabulis per ipsum emptis ibidem pro scochons domini, militum et scutiferorum suorum faciendis in Castello, iij duc. di. – Item pro pictura dictarum tabularum, ix duc. di. – Item ad pendendum dictas tabulas in Castello et pro cheynes, clavic, hokes, j duc. di.
b) Deutsche Fassung
Item bei Rhodos, auf dem Rückweg [aus dem Heiligen Land], durch den Herold Mowbray für acht Tafeln, die durch ihn selbst gekauft worden waren, und ebendort die für die Herstellung der Wappen des Herrn, seiner Ritter und Knappen im Kastell [Hochmeisterpalast] drei Dukaten. – Item für die Bemalung der besagten Tafeln 9 Dukaten. – Item für die Aufhängung der besagten Tafeln im Kastell und für Ketten, Nägel und Haken einen Dukaten.
e) Ausgaben für das Anbringen einer heraldischen Inschrift in Jerusalem nach dem Rechnungsbuch des Grafen Reinhard von Hanau (1550)
iiij batz. vonn m[eines] g[nädigen] h[errn] wappenn inn ein stein zu schneydenn in Jherusalem.
f) Ephemerer heraldischer Schmuck nach Rechnungsbucheinträgen des Herzoglich Sächsischen Archivs in Weimar (1553/54)
xxvj fl. xviij gl. Für viij Wapen, die man an die herbergen zu schaen pflegt zu machen vnd anders laut des Rechenbuchs.
iiij fl. xviij gl. Peter Malern vonn M[eines] g[nädigen] f[ürsten] vnd h[errn] wapen zu malhen welches zu Naumbugk ann Ihrer f[ürstlichen] g[naden] Herberg geschlagen worden.
Alle Zitate nach Kraack, Monumentale Zeugnisse, S. 391-395 und 440-441
(vgl. dort auch S. 390-474 die zahlreichen weiteren Beispiele
im Repertorium zu Wappen, Inschriften und Graffiti
in der schriftlichen Überlieferung).
C.
Literatur
Boockmann, Hartmut: Einführung in die Geschichte des Mittelalters, 3. Aufl., München 1985. – Die Deutschen Inschriften, hg. von den Akademien der Wissenschaften in Berlin, Düsseldorf, Göttingen, Heidelberg, Leipzig, Mainz, München und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien, bisher 64 Bde., Stuttgart u. a. 1942-2006. – Eberhard im Bart und die Wallfahrt nach Jerusalem im späten Mittelalter, hg. von Gerhard Faix und Folker Reichert, Stuttgart 1998 (Lebendige Vergangenheit, 20). – Faix, Gerhard: Traditionen und Legenden. Anmerkungen zur Rezeptionsgeschichte der Pilgerfahrt Eberhards, in: Eberhard im Bart und die Wallfahrt nach Jerusalem im späten Mittelalter, hg. von Gerhard Faix und Folker Reichert, Stuttgart 1998 (Lebendige Vergangenheit, 20), S. 85-135. – Fey, Carola: Hochgrab und Wanddenkmal. Ausdrucksformen adliger Sepulkralkultur im Wandel, in: Adelige und bürgerliche Erinnerungskulturen des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit, hg. von Werner Rösener, Göttingen 2000 (Formen der Erinnerung, 8), S. 125-143. – Heinrich Rantzau (1526-1598). Statthalter in Schleswig und Holstein. Ein Humanist beschreibt sein Land. Eine Ausstellung des Landesarchivs Schleswig-Holstein, Schleswig 1999 (Veröffentlichungen des Schleswig-Hosteinischen Landesarchivs, 64). – Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Bilder und Begriffe, hg. von Werner Paravicini, bearb. von Jan Hirschbiegel und Jörg Wettlaufer, Teilbd. 1: Begriffe. Teilbd. 2: Bilder, Ostfildern 2005 (Residenzenforschung, 15,II,1-2), hier Teilbd. 1: Begriffe, S. 296. – Kraack, Detlev: Monumentale Zeugnisse der spätmittelalterlichen Adelsreise : Inschriften und Graffiti des 14.-16. Jahrhunderts, Göttingen 1997 (Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen. Philologisch-Historische Klasse. Folge 3, 224). – Kraack, Detlev: Das Selbstverständnis und die Selbstdarstellung Heinrich Rantzaus (1526-1598) im Spiegel von Schrift, Bild und Monument. Der Humanist als Sohn des unbezwungenen Feldherrn und Sproß einer traditionsreichen Familie des Landesadels, in: Schriftlichkeit und Identität in der Neuzeit, hg. von Martin Rheinheimer, Neumünster 2004 (Studien zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte Schleswig-Holsteins, 38), S. 15-43. – Lohmeier, Dieter: Heinrich Rantzau. Humanismus und Renaissance in Schleswig-Holstein, Heide 2000 (Kleine Schleswig-Holstein-Bücher, 50). – Steinmetz, Wiebke: Pyramiden und Obelisken als Zeichen des Herrscherlobes und adliger Selbstdarstellung, in: Heinrich Rantzau (1526-1598). Statthalter in Schleswig und Holstein. Ein Humanist beschreibt sein Land. Eine Ausstellung des Landesarchivs Schleswig-Holstein, Schleswig 1999 (Veröffentlichungen des Schleswig-Hosteinischen Landesarchivs, 64), S. 68-75.