Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich

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NEUHAUS

A. Neuhaus

I./II./III./IV.

Nach der Legende, deren schriftliche Version aber erst vom Ende des 16. Jh.s stammt, war der Vorfahr der Herren von N. Wittigo, der irgendwann im frühen MA nach Böhmen aus Italien kam und dessen fünf Söhne zu Vorfahren fünf böhm. Adelsfamilien wurden, die durch ihr Wappenzeichen verbunden waren, einer Rose mit fünf Blättern, aber verschiedenen Farben. Zusammen mit den → Rosenbergern, den Herren von Landštejn, Stráž und Sezimovo Ústí gehörten zu diesen Familien, nach dem Familienvorfahr als Wittigonen bezeichnet, auch die Herren von N. (páni z Hradce). Ihr Wappen war eine goldene Rose mit fünf Blättern im blauen Feld. Der erste bekannte Vertreter der Herren von N. war der älteste Sohn Wittigos von Prčice (gest. 1194) Heinrich. Das Zentrum seines Besitzes im südöstlichen Teil Böhmens bei der Landesgrenze wurde Anfang des 13. Jh.s Jindřichův Hradec/→ N. Obwohl Heinrich I. von N. (erwähnt von 1205, gest. 1237) sich um die Erweiterung seiner Domäne kümmerte, war er auch mit dem Hof des böhm. Kg.s Přemysl Ottokar I. verbunden, an dem er 1217-1222 das Marschallsamt (marescalcus) innehatte. Von beiden Söhnen Heinrichs – Wittigo (1224-1259) und Sezima – erreichte eine bedeutsamere Stelle Wittigo von N. Als Kg. Přemysl Ottokar II. Mgf. von Mähren war, hatte Wittigo das Amt des Kastellans der Olmützer Burg inne; später war er sein Mundschenk. Im Dienste des Kg.s nahm er auch an dem Friedenschluß mit dem ungarischen Kg. Bela IV. 1254 teil und beteiligte sich ebenso an dem ersten Kreuzzug Přemysls nach Preußen. Von den drei Söhnen Wittigos findet sich im Dienst Přemysl Ottokars II. auch Ulrich I. und sein Bruder Heinrich; der jüngste Brüder Dietrich wählte dagegen eine kirchliche Karriere, wobei er zum Olmützer Bf. wurde (1281-1302). Ulrich I. von N. (1254-1282) gehörte zwar zunächst zu den Anhängern des böhm. Kg.s, aber bei dem Konflikt der Wittigoner mit Přemysl stellte er sich gegen den Kg. Seine Ehefrau war Maria von → Hardegg, wodurch die Herren von N. verwandtschaftliche Beziehungen zum österr. Adel anknüpften. Sein Sohn Ulrich II. (1281-1312) blieb zwar zunächst in Opposition, was ihm 1286 das Amt des Znaimer Bgf.en brachte, aber dann kehrte er in das Lager des neuen Kg.s Wenzel II. zurück. Ulrich II. versprach sogar in seinem Testament sein ganzes Vermögen dem Kg., wenn er keinen männlichen Erben hinterließe. Mit seiner Ehefrau Mechtild hatte er zwei oder drei Töchter (Elisabeth heiratete Smil von Lichtenburg und Agnes Mainhart von Lipník und dann Meinhart von Schaumberg) und auch einen Sohn Ulrich, so daß die Domäne im Besitz der Familie blieb. Ulrich III. von N. (ca. 1300-1348) blieb der Familientradition treu, die v.a. die Souveränität über das eigene Besitztum sowie die Beziehung zur kgl. Macht betraf. 1316-1317 schloß er sich dem Widerstand des böhm. Adels gegen den neuen Kg. Johann von Luxemburg an, aber schließlich ging er zu diesem über und nahm an zahlreichen Kriegszügen teil. Er kümmerte sich aber auch um die Familiengüter, die er wesentlich vergrößerte, v.a. durch den Gewinn des südmähr. Telč/→ Teltsch. Seine erste Ehefrau war Margaret, Prinzessin von Kärnten, und nach ihrem Tod Klara. Von seinen vier Söhnen (Heinrich, Ulrich, Meinhart, Hermann) wurde v.a. Heinrich II. von N. (ca. 1323-1363) bekannt, der im Dienst Karls. IV. an Kriegszügen gegen den bayerischen Hzg. Ludwig in der Oberpfalz und im Rheinland teilnahm. Dadurch gewann er das Scharfrichteramt des Pilsner Kreises (1349) sowie eine Stelle im engsten kgl. Rat. 1350 nahm Heinrich II. mit dem Herrscher am Reichstag zu Nürnberg teil und fünf Jahre später lud ihn der Kg. zu seiner römischen Krönungsfahrt ein. Gleich danach wies ihn aber der Kg. wg. Verachtung des Landesgerichts für zwei Jahre aus dem Lande, aber schon nach einem Jahr forderte er ihn zu einem Streitzug nach Schwaben. Von Heinrichs Bruder verdient auch Meinhart einige Aufmerksamkeit, Kanoniker des Prager Kapitels, der 1349 zum Titularbf. von Trient wurde. Mit seiner Ehefrau Margaret von Lichtenburg, Wwe. des Johann von Hals, hinterließ Heinrich II. vier Söhne und eine Tochter. Der älteste von ihnen, Heinrich III. (1363-1398), nahm in den 1390er Jahren an der Revolte eines Teiles des böhm. Adels, der sog. Herreneinheit, gegen Kg. Wenzel IV. teil. 1398 erreichte er eines der obersten Landesämter, als er zum Bgf.en der Prager Burg ernannt wurde. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Elisabeth von → Hardegg hatte er drei Söhne (Johann d.J., Ulrich und Eberhard) und zwei Töchter (Klara heiratete 1384 Georg Krajíř von Krajek, Anna Bernard von Liechtenstein).

Nach dem Tod Heinrichs Onkels Hermann (1404) kam es zur Teilung der bisher meistens einheitlichen Domäne zwischen Johann (d.J.) von N. (1391-1422), 1411-1413 auch den obersten Prager Bgf.en, der in der südmähr. → Teltsch herrschte, und seinen Bruder Ulrich (1390-1421), der N. übernahm. Beide Brüder unterschieden sich nicht nur in Vermögensbedingungen und Ambitionen, sondern auch in religiösen Ansichten. Während Johann d.J. ein überzeugter Katholik blieb und in manchen Quellen aus dem Anfang des 15. Jh.s als der christlichste Herr Böhmens bezeichnet wurde, schloß sich sein Bruder Ulrich (benutzend den Spitznamen Vavák), ein außerordentlich gebildeter Adeliger, 1390 immatrikuliert an der Heidelberger Universität, der hussitischen Partei an und wurde nach dem Ausbruch der Revolution auf dem Landtag 1421 zum Mitglied des Landesregierung gewählt. In die hussitischen Kriege griff am bedeutsamsten Meinhart von N. ein, Sohn des Utraquisten Johann d.Ä. von N. (1391-1449). Als erfahrener Krieger und geschickter Diplomat, zuerst Anführer des utraquistischen Adels, der zu der Niederlage des radikalen Hussitentums in der Schlacht bei Lipany 1434 wesentlich beitrug, gewann er die Gnade Kg. Sigismunds von Luxemburg. 1434 gelang es ihm, Prag zu erobern, von wo er bis 1448 aufgrund des Amtes als oberster Prager Bgf. praktisch das ganze Land beherrschte. Mit seiner Ehefrau Margaret von Valsee hatte er drei Söhne (Ulrich, Johann und Heinrich).

Meinharts Sohn Ulrich V. von N. stand an der Spitze des Widerstandes gegen den neuen Kg. Georg von Poděbrady, der den Fall seines Vaters verursachte. Der Widerstand wurde 1450 durch einen Frieden beendet. Ähnlich wie sein Vater Meinhart hatte auch Ulrich V. das Amt des obersten Prager Bgf.en inne. Schon 1452 starb er aber ohne Nachfolger, und da er keinen männlichen Erben hinterließ, ging die ganze Familiendomäne in die Hände Ulrichs Bruder Johanns über, Besitzer von → Teltsch. Nach der Urk. Ladislavs Posthumus aus dem Jahre 1453 sollten die bisher unmündigen Söhne Johanns Hermann und Heinrich die Herrschaft N. übernehmen. Nach der vormündlichen Verwaltung und dem Tod Hermanns von N. (um 1460) übernahm die Herrschaft am Anfang der 1460er Jahre Heinrich IV. von N. (um 1440-1507). Es war seine Aufgabe, die Familiendomäne wieder zu vereinigen und der Familie ihre Bedeutung zurückzugewinnen. Der Katholik Heinrich IV. stellte sich an die Spitze der sog. Grünberger Einheit, die gegen den utraquistischen Kg. Georg von Poděbrady auftrat und stand an der Seite seines Gegners Mathias Korvin, den Poděbrads Widersacher im Mai 1469 zum Kg. wählten. Nach dem Tod Georgs von Poděbrady und dem Antritt Wladislaws Jagiello 1471 blieb er zwar Corvin treu, aber 1479 ging er definitiv zu dem neuen Kg. über. In seinen Diensten hatte er die bedeutsamsten Landesämter inne, so diejenigen des Oberstkämmerers (1485-1503) und des obersten Prager Bgf.en (1503-1507). Heinrich IV. war viermal verh. Während seine ersten drei Ehen mit Elisabeth von → Sternberg, Agnes von → Cimburk (gest. 1485) und Magdalene von → Gleichen (gest. 1492) kinderlos blieben, wurde in der Ehe mit Anna von Münsterberg (gest. 1545) der Sohn Adam und die Tochter Anna (gest. 1570) geb.; Anna war nacheinander mit Hynek Boček von Kunštát (1513), Ladislav von → Sternberg (1520) und Heinrich VII. von → Rosenberg (1522) verh.

Adam I. von N. (1494-1531) trat an die Spitze der Familie nach einer vierjährigen vormundschaftlichen Verwaltung im Sept. 1511. 1523 wurde er in das einflußreiche Amt des Oberstkanzlers des Kgr.s Böhmen ernannt, das er bis zu seinem Tod innehatte. Bei den Verhandlungen um die Nachfolger des leeren böhm. Kg.sthrons nach dem Tod Ludwigs Jagiello (1526) war der N.er Herr einer der bedeutsamsten Anhänger der Kandidatur Ferdinands I. von Habsburg. Dies zeigte sich v.a. bei der Verhandlung der böhm. Stände mit dem Kg. über die Wahlkapitulationen in Wien im Dez. 1526. Auch nach Ferdinands Wahl gehörte Adam I. zu den bedeutsamsten Beförderern seiner Politik und wurde für ein informelles Haupt der habsburgischen Partei in Böhmen gehalten. Adam I. kann also als Gründer einer neuen politischen Orientierung der Herren von N. angesehen werden, die die ständischen Stellungen mit der Ergebenheit der neuen Dynastie verband; in seinem Fall überlagerte aber der Dienst für die Dynastie die traditionellen ständischen Interessen. Adam I. starb unerwartet an den Folgen der Pestepidemie vom Juni 1531 im 37. Lebensjahr. Mit seiner Ehefrau Anna N. von → Rožmitál (gest. 1563) hatte er zwei Söhne (Joachim und Zacharias) und drei Töchter: während Urschule (1516-vor 1580) und Magdalene (1519-1580) ledig blieben, heiratete Elisabeth (1524-1585) Denis Slavata von Chlum und Košumberk.

Der älteste Sohn Adams Joachim von N. (1526-1565) wurde dank dem Einfluß seines vorzeitig gest. Vaters am Wiener Hof erzogen, wo er zu einem der Pagen der Kg.in Anna wurde. Der Aufenthalt am Herrscherhof hatte eine grundsätzliche Bedeutung für seine künftige Karriere und machte aus ihm einen kosmopolitischen Adeligen, der nicht befürchtete, sich dem habsburgischen Herrscherhof zu nähern. Bei seiner Kavalierreise lernte er einen großen Teil West- und Südeuropas kennen. Mit nur 25 Jahren wurde er als Bgf. von Karlstein (1551-1554) Mitglied der Landesregierung und parallel dazu war er 1553 und 1554 Kämmerer Ferdinands I. Schon 1554 wurde er zum böhm. Oberstkanzler ernannt, in dessen Amt er bis zu seinem Tod verblieb. 1577 erhielt er als der zweite böhm. Kanzler Zugang zum Geheimen Rat Ferdinands I. Für seine Dienste an der Dynastie bekam er 1561 den ritterlichen Orden des Goldenen Vlieses. Er starb in der Adventszeit 1565, als eine Brücke bei seiner Rückkehr aus Wien durchbrach und er in der Donau ertrank. 1546 wurde Anna N. von → Rosenberg (gest. 1580) zu seiner Ehefrau, mit der er zwei Söhne (Adam und Heinrich Adam, der aber 1551 starb) und drei Töchter hatte: Anna (gest. 1553) und Elisabeth (gest. 1555) starben im jungen Alter, Anna heiratete 1579 Ulrich Felix von → Lobkowitz.

Die Karriere Joachims jüngeren Bruders Zacharias (1527-1589), der 1550-1589 das südmähr. → Teltsch besaß, äußern sich dagegen nur in den Landesämtern der Mgft. Mähren. In Mähren hatte Zacharias nacheinander die Ämter des Oberstkämmerers (1558-1567, 1573-1587) und des mähr. Landeshauptmanns (1567-1573) inne. Zu seiner ersten Ehefrau wurde 1553 Katharina von Wallenstein (gest. 1571), nach deren Tod heiratete er 1576 Anna von Schleinitz. In der ersten Ehe wurde der Sohn Menhart Lev (gest. 1579) geb. und in der zweiten die Tochter Katharina (zu ihrem Ehemann wurde 1591 Ladislav Berka von Dubá).

Der einzige Sohn Joachims von N., der die Mündigkeit erreichte, war Adam II. (1549-1596), der an der Spitze der Familienprimogenitur seit 1568 stand. Auch Adam II. von N. gewann Erfahrungen mit dem Wiener Habsburgerhof als Kämmerer der Erzfs.en Rudolf und Ernst. Nach der Absolvierung einer Kavalierreise durch West- und Südeuropa heiratete er 1574 bei einer von Ehzg. Karl von Steiermark veranlaßten Ehe in Graz Katharina, die Tochter Johanns von → Montfort aus der steirischen, stark katholisch orientierten Familienlinie. Trotz der günstigen Karrierebedingungen, unterstützt von den Stellungen seines Großvaters Adam I. und seines Vaters Joachim und von seinem eigenen Höflingsdienst für die habsburgischen Nachfolger, blieb Adam II. bis zur Mitte der 1580er Jahre politisch passiv. Erst 1585 ernannte ihn Kg. Rudolf II. zum Oberstkanzler; als Oberstkanzler wurde der N.er Herr auch zum Mitglied des Geheimen Rates Rudolfs II. Das Amt des Oberstkanzlers hatte er bis 1593 inne, als er zum obersten Prager Bgf.en ernannt wurde, und so stand er an der Spitze der böhm. Landesregierung. In seiner Ehe mit Katharina von → Montfort (gest. 1631) wurden die Söhne Wilhelm Zacharias (1575-1589) und Joachim Ulrich sowie drei Töchter geb.: Bohunka (1576-1577), Anna Katharina (1578-1596) und Lucia Othilia.

Joachim Ulrich von N. (1579-1604) war aufgrund der Familientradition und dem katholischen Glauben für die obersten Landesämter bestimmt, so wurde er 1600 mit 21 Jahren als der überhaupt jüngste Adelige zum Mitglied der Landesregierung. Schon vier Jahre später starb er aber. Im Jan. 1598 heiratete Joachim Ulrich in → Sigmaringen Maria Maximiliane von → Hohenzollern. Da ihre Ehe keine Kinder brachte, die die Mündigkeit erreichten (wahrscheinlich starben zwei Kinder kurz nach der Geburt), starb die Familie mit dem Tod Joachim Ulrichs im Jan. 1604 in männlicher Linie aus; Maria Maximiliane (gest. 1649) heiratete 1605 den böhm. Oberkämmerer Adam von → Sternberg. Die einzige Erbin des Familienvermögens der Herren von N. wurde Lucia Othilia (1582-1633), seit Jan. 1602 verh. mit dem katholischen Konvertiten und eigenen Verwandten Wilhelm Slavata von Chlum und Košumberk (1572-1652), einer der bedeutsamsten Personen der tsch. Geschichte der ersten Hälfte des 17. Jh.s.

Quellen

Bůžek, Václav/Hrdlička, Josef: Rodinný život posledních pánů z Hradce ve světle jejich korespondence [Das Familienleben der Herren von Neuhaus im Licht ihrer Korrespondenz], in: Poslední páni z Hradce, hg. von Václav Bůžek, České Budějovice 1998 (Opera historica, 6), S. 401-512. – Král, Pavel: Pohřby posledních pánů z Hradce [Die Begräbnisse der letzten Herren von Neuhaus], in: Poslední páni z Hradce, hg. von Václav Bůžek, České Budějovice 1998 (Opera historica, 6), S. 401-512. – Kubeš, Jiří: Rodinné vztahy pánů z Hradce a Rožmberků v předbělohorském období [Die Familienbeziehungen der letzten Herren von Neuhaus und Rosenberg], in: Poslední páni z Hradce, hg. von Václav Bůžek, České Budějovice 1998 (Opera historica, 6), S. 401-512. – Rezek, Antonín: Dopisy rodů hradeckého a rosenberského od roku 1450 do 1526 [Die Briefe der Herren von Neuhaus und Rosenberg von 1450 bis 1526], in: Archiv český, Bd. 7, Praha 1887, S. 201-400, Bd. 8, Praha 1888, S. 1-160, Bd. 9, Praha 1889, S. 121-240, Bd. 10, Praha 1890, S. 1-120, Bd. 11, Praha 1892, S. 121-240.

Bůžek, Václav/Hrdlička, Josef u. a.: Dvory velmožů s erbem růže. Všední a sváteční dny posledních Rožmberků a pánů z Hradce [Die Höfe der Herren mit dem Wappen der Rosen. Alltag und Feste am Hofe der letzten Rosenberger und Herren von Neuhaus], Praha 1997. – Hrdlička, Josef: Poslední páni z Hradce v pramenech a literatuře [Die letzten Herren von Neuhaus in Quellen und Literatur], in: Poslední páni z Hradce, hg. von Václav Bůžek, České Budějovice 1998 (Opera historica, 6), S. 33-62. – Kavka, František: Zlatý věk Růží. Kus české historie 16. století [Die goldene Zeit der Rosen. Ein Stück der böhmischen Geschichte des 16. Jahrhunderts], Praha 1966. – Ledvinka, Václav: Úvěr a zadlužení feudálního velkostatku v předbělohorských Čechách. Finan- ční hospodaření pánů z Hradce 1560-1596 [Kredit und Verschuldung des feudalen Großgrundbesitzes in Böhmen vor der Schlacht am Weißen Berg. Das finanzielle Wirtschaften der Herren von Neuhaus 1560-1596], Praha 1985. – Poslední páni z Hradce [Die letzte Herren von Neuhaus], hg. von Václav Bůžek, České Budějovice/Budweis 1998 (Opera historica, 6). – Rull, František: Monografie města Hradce Jindřichova [Die Monographie der Stadt Neuhaus], Jindřichův Hradec 1875. – Teplý, František: Dějiny města Hradce Jindřichova [Geschichte der Stadt Neuhaus] I/1-4, II/1-3, Jindřichův Hradec 1927-1934.