BERGH-'S HEERENBERG
I.
Die Baugeschichte des Schlosses Haus B. (Huis Bergh) geht vermutlich bis zum Anfang des 12. Jh.s zurück. Die noch bestehenden Gebäudeteile datieren aus dem 14. bis 17. Jh. Zu Beginn des Achtzigjährigen Kriegs wurde Huis B. mehrmals stark beschädigt, i.J. 1735 brannte das Schloß aus.
III.
Über den Ursprung der Anlage ist nichts Genaues bekannt. Wahrscheinlich wurde um das Jahr 1100 auf einer Insel im Moor ein künstlicher Hügel angelegt, auf dem später ein Wohnturm aus Holz errichtet wurde. Später, wahrscheinlich um das Jahr 1200, wurde dieser hölzerne Wohnturm durch einen runden Turm aus Tuffstein ersetzt. Davon sind heute noch Reste in der Mauer der Hauptburg zu sehen. Um das Jahr 1300 wurde mit dem Bau des ersten Geschosses des heutigen Schlosses begonnen. Der Tuffstein-Turm wurde damals wieder abgerissen und durch den heutigen großen Turm ersetzt. Etwa zur gleichen Zeit wurde auch die Hauptburg erweitert und eine neue Ringmauer gebaut. Der große Turm wurde am Zugang zur Hauptburg errichtet. Die Arbeiten am Schloß müssen sich über längere Zeit hingezogen haben.
Im ursprünglichen Zustand bestand die Vorburg nur aus hohen Verteidigungsmauern und einem Wehrgang, der von drei Türmen flankiert wurde. Später wurden am Wehrgang mehrere Gebäude errichtet, die für die Bewirtschaftung benötigt wurden, darunter Stallungen, eine Schmiede, die Brauerei und Getreidespeicher.
Während des Achtzigjährigen Krieges wurde Huis B. stark zerstört. Um 1600 aber begann der Wiederaufbau und die Gebäude erhielten ihr heutiges Aussehen. Das Hauptgebäude wurde um eine Etage erhöht und an der nordöstlichen Seite ausgebaut, wodurch die achteckige Geometrie des Komplexes verlorenging. Zwischen 1680 und 1700 wurde das Schloß mit den Umfriedungen des Eingangs der Hauptburg und des Eingangs zum großen Saal verschönert.
Literatur
(Siehe www.huisbergh.nl/du/Bouwgeschiedenis- VanHetKasteel.aspx [11.2.11]). – Dalen, A.G. van: Van Sourgondie tot Oostenrijk. Gelre van 1477 tot 1483, naar de briefwisseling van Oswald, Heer van den Bergh, in: Bijdragen en Mededelingen der Vereniging »Gelre« 69 (1960) S. 49-138. – Heek, J. H. van: Huis Bergh: Kasteel en Collectie, Nijmegen 1987. – Keussen, Hermann: Das fürstlich Hohenzollern'sche Archiv zu s'Heerenberg bei Emmerich, in: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 11/12 (1862) S. 171-176. – Kutsch Lojenga-Rietberg, Annemarie: Huis Bergh: kasteel, kunst, geschiedenis, 's-Heerenberg 2000. – Paravicini, Werner: Moers, Croy, Burgund. Eine Studie über den Niedergang des Hauses Moers in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, in: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 179 (1977) S. 7-113. Erneut in: Ders., Menschen an Hof der Herzöge von Burgund, Stuttgart 2002, S. 237-339. – Schevichaven, Herman Diederik Johan van: Het Archief van het Huis Bergh, 9 Bde., Nijmegen 1932. – Schevichaven, Herman Diederik Johan van: Inventaris op het Nieuw Archief van het Huis Bergh, Arnhem 1952. – Schevichaven, Herman Diederik Johan van: De Leenen van het Huis Bergh, Arnhem 1929. – Schilfgaarde, Anthonie Paul van: Het archief van het huis Bergh, 15 Bde., Nijmegen 1932-1952. – Schilfgaarde, Anthonie Paul van: Het huis Bergh, Maastricht 1950. – Scholten, Frans: De steden van Achterhoek en Liemers: Bredevoort, Doesburg, Doetinchem, Groenlo, Lochem, Zutphen alsmede Borculo, Eibergen, 's-Heerenberg, Laag-Keppel, Lichtenvoorde, Terborg en Zevenaar, hg. von Jan Werner, Alphen aan den Rijn 2006 (Historische plattegronden van Nederlandse steden, 8: Gelderland, 3). – Serrure, Constant Antoon: Histoire de la Souverainité de 's Heerenberg, 's-Gravenhage 1860.