Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich

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LEISNIG

A. Leisnig

I.

Die Ursprünge des Bgf.engeschlechts sind wahrscheinlich in einer edelfreien Familie zu suchen, die aus dem Raum → Querfurt stammte. Dort hatte sie noch bis Ende des 12. Jh.s nachweislich Besitz. Spätestens 1158 wurde ein aus dieser Familie stammender Heinricus als kgl. Amtsträger der kurz zuvor geschaffenen Bgft. L. an der Freiberger Mulde eingesetzt. Allerdings tauchte er mit der dann namensgebenden Herkunftsbezeichnung de Liznik bereits seit 1143 in den Quellen auf. Administratives Zentrum der Bgft. war die Burg in L. (später »Mildenstein« gen.), die bis 1365 auch Stammsitz der Bgf.enfamilie blieb.

Die Bgf.en von L. sind nicht zu verwechseln mit einer vom 12. bis in die zweite Hälfte des 14. Jh.s nachgewiesenen Familie von Reichsministerialen, die im Altenburger Land begütert war und sich als Herren von L. bezeichneten. Allerdings geht dieser Name vermutlich auf den Ort Leißling bei Weißenfels zurück.

II.

Spätestens seit 1143 nahmen die Bestrebungen Kg. Konrads III. um den weiträumigen Ausbau einer Bgft.sverfassung östlich der Saale konkrete Formen an. Als Gegengewicht zur wachsenden Konkurrenz durch die aufstrebenden Wettiner als Mgf.en von Meißen versuchten die Staufer die Verwaltung des dortigen Reichsgutes neu zu organisieren, indem sie auf wichtigen Reichsburgen Bgf.en einsetzten und mit weit reichenden Vollmachten, wie Hochgerichtsbarkeit und Münzrecht, versahen. In diesem Zuge wurden neben den Bgft.en Meißen und → Dohna auch die pleißenländischen Bgft.en Altenburg, Döben und L. geschaffen. Als Bgf.en setzte der Kg. jeweils edelfreie Vertrauensleute ein, deren Nachkommen erblich Titel und Amt weiterführten.

Mit ihrem selbstständig betriebenen Herrschaftsausbau durch Rodung und Kolonisation, hauptsächlich südlich der Freiberger Mulde, schienen sich die Bgf.en von L. bald auf dem Weg zur Errichtung einer eigenen Landesherrschaft zu befinden, zumal angesichts des schwindenden Einflusses der Kg.sherrschaft während des 13. Jh.s. Diese Ambitionen erhielten jedoch einen deutlichen Rückschlag, als 1253 Mgf. Heinrich der Erlauchte von Meißen, der gefährlichste machtpolitische Konkurrent der nach Emanzipation strebenden Reichsamtsträger in Mitteldtl., vom Kg. zum Pfandherrn des Pleißenlandes eingesetzt wurde. Im Zuge einer vorübergehenden Erneuerung der kgl. Machtposition in den Gebieten an Saale und Elbe unter Rudolf von Habsburg, Adolf von → Nassau und Albrecht von Habsburg, gelang es den Bgf.en von L. dann noch einmal, sich für einige Zeit vom Druck der Wettiner zu befreien. Die günstige Situation erlaubte ihnen sogar einen bedeutenden Ausbau ihrer Besitzungen durch den Erwerb der Herrschaft Mutzschen und die Übernahme der benachbarten Bgft. Döben (beides kurz nach 1290). Aber auch als nach der Schlacht bei Lucka (1307) und dem Tod Albrechts von Habsburg (1308) die Wettiner ihre Herrschaft in Mitteldtl. endgültig gegen die Ansprüche des Kgtm.s behaupten konnten, setzten die Bgf.en von L. ihren Besitzerwerb fort. Es entsprach jedoch den sich verändernden Machtverhältnissen, daß sie dabei die Herrschaft Lauenstein im östlichen Erzgebirge (nach 1307-1320) von den Mgf.en von Meißen zu Lehen nahmen.

Der weitere Rückzug des unmittelbaren kgl. Einflusses aus den md. Reichsgebieten begünstigte den Herrschaftsausbau der Wettiner gegenüber den kleineren Konkurrenten. 1311 verpfändete Kg. Heinrich VII. das Pleißenland für 10 Jahre an Mgf. Friedrich den Freidigen von Meißen, dessen Nachkommen den Pfandbesitz auch nach Ablauf der Pfandzeit bis zur Neuverpfändung (1324) faktisch behaupten konnten. Und schließlich unterstellte am 23. Juni 1329 Kg. Ludwig der Bayer die Bgft. L. der wettinischen Lehnshoheit. Ungefähr gleichzeitig mit dem Verlust der Reichsunmittelbarkeit ihres ursprgl. kgl. Amtes und des dazugehörigen Herrschaftsgebietes gelang den Bgf.en jedoch ein erheblicher Ausbau ihres Eigenbesitzes, der ihnen zugl. auf neuer Basis die Reichsunmittelbarkeit erhielt. Die Grundlage dafür schuf Kg. Ludwig der Bayer, der 1323 Bgf. Albrecht IV. von Altenburg und seinen Schwiegersohn Bgf. Otto I. von L. zu gesamter Hand mit den Reichslehen der Altenburger Bgf.en belehnte. Auf diese Weise traten 1327/28 die Bgf.en von L. in das Erbe des söhnelosen Albrecht von Altenburg ein, womit ihnen ein umfangr. Komplex von Eigenbesitzungen und Lehnsrechten zufiel. Der Kern dieser Herrschaft lag in den Reichslehen um Rochsburg und → Penig an der Zwickauer Mulde. Als meißnische Lehen gehörten seit 1323/24 u. a. noch die große Herrschaft Lauterstein im Erzgebirge (bis 1434) sowie Stadt und Herrschaft Waldheim (bis 1364) dazu. 1338 gelang den Bgf.en von L. zudem der Erwerb der Herrschaft Strehla an der Elbe (bis 1365) als Lehen des Hochstifts Naumburg. Die somit deutlich vermehrten Herrschaftsrechte wurde dann noch in der ersten Hälfte des 14. Jh.s zur Grundlage für eine Besitzteilung unter den Söhnen Bgf. Albrechts II. (gest. 1308) auf die Linien der Familie zu L., Mutzschen und → Penig/Rochsburg.

Der bald darauf eintretende endgültige Verlust der namensgebenden Burg und Herrschaft L. traf daher v.a. die dort residierende Linie der Bgf.en, während die anderen Linien davon offenbar weitgehend unberührt blieben, zumal sich mit der Burg L. seit dem Verlust der Reichsunmittelbarkeit der dortigen Bgft. 1329 für sie keine bes. Ansprüche mehr verbanden. Im Juni 1365 nutzten die Mgf.en von Meißen einen Streit zwischen den Bgf.en von L. und ihrem Hauskl. Buch aus, um mit Waffengewalt gegen die Bgf.en vorzugehen. Nach mehrwöchiger Belagerung und Beschießung der Burg L. wurden die Bgf.en Heinrich II. und Albrecht III. gezwungen, einem Verkauf von Herrschaft, Burg und Stadt L. an den Mgf.en zuzustimmen. Nachfolgend fand der Titel als Bgf.en von L. in der Familie nur als Name Verwendung und war weder an das bereits zuvor verlorene Reichsamt noch an die Herrschaft über L. gebunden.

Den verschiedenen Linien der Bgf.en von L. verblieben weiterhin Besitzungen um die Herrschaftszentren in Mutzschen und Rochburg/→ Penig sowie lehnsherrliche Rechte, die sich hauptsächlich im Gebiet der ehem. Bgft. Döben bzw. des wettinischen Amtes Grimma konzentrierten. Zwischenzeitlich kamen auch die großen Herrschaften Zschopau (1378-1392) und Schwarzenberg im Erzgebirge (1356-1422) in den Besitz der Rochsburg-Peniger Bgf.enlinie. Offenbar aus finanzieller Not mußten in der ersten Hälfte des 15. Jh.s jedoch neben dem wg. seiner Bergbaumöglichkeiten attraktiven Schwarzenberg nacheinander noch die großen Herrschaften Lauterstein, Mutzschen und Rochsburg verkauft werden.

Erst in der zweiten Jh.hälfte trat eine wirtschaftliche Konsolidierung ein, die wohl hauptsächlich mit Gewinnen aus Sondersteuern und zielgerichteter Förderung von Gewerbe und Handel sowie nicht zuletzt mit Einkünften aus verschiedenen milit. Aktivitäten der Bgf.en, etwa im Sold des ungarischen Kg.s Matthias Corvinus oder – im Gefolge Hzg. Albrechts von Sachsen – im Reichsdienst in den Niederlanden, zusammenhing. Bezeichnenderweise setzte man die nun vorhandenen Mittel jedoch nicht mehr zum Herrschaftsausbau um den verbleibenden Hauptsitz → Penig herum ein, sondern folgte einem unter md. Dynastengeschlechtern und vermögendem Niederadel im 14. bis 16. Jh. verbreiteten Muster und bemühte sich um Besitzerwerb in Böhmen, der auch durch familiäre Verbindungen zum böhm. Adel gefördert wurde. Für die Bgf.en von L. läßt sich bereits relativ frühzeitig ein solches Ausgreifen nach Böhmen feststellen. Seit 1277 ist ein Albrecht von Seeberg nachzuweisen, der sich zwar nach einer nordböhmischen Burg (Žeberk bei → Bilin/Bílina) nannte, aber offenbar ein enger Verwandter, wahrscheinlich ein Bruder, des L.er Bgf.en Albero III. war. Dieser betrieb er einen zielgerichteten Herrschaftsausbau am Osthang des Erzgebirges um → Bilin herum. Zwischenzeitlich (1285-1297) hatte er auch die westböhmische Stadt und Herrschaft Tachau/Tachov inne. Ende des 13. Jh.s war Albrecht von Seeberg kgl. Bgf. zu Kaaden/Kadaň und wird in einer Quelle aus dem Jahr 1289 sogar als Marschall des Kgr.s Böhmen bezeichnet. Gestützt auf diese wichtigen Ämter sowie auf seine guten verwandtschaftlichen Beziehungen zum böhm. Hochadel und zum kgl. Hof übte Albrecht einigen Einfluß in der böhm. Politik um die Jh.wende aus, bis hin zu den Auseindersetzungen um die böhm. Thronfolge zu Beginn des 14. Jh.s Allerdings verstarb Albrecht von Seeberg 1321 ohne männlichen Erben, so daß er nicht zum Begründer eines böhm. Zweiges der Bgf.en von L. wurde.

Ein neuen Anlauf in Böhmen Fuß zu fassen, unternahmen zu Beginn des 16. Jh.s die Bgf.en Hugo und Alexander von L. Zur Herrschaft Pomeisl/Nepomyšl, die 1508 gekauft wurde, kamen bald weitere nordwestböhm. Besitzungen wie Haunstein/Haunštejn (ab 1523) Waltsch/Valeč (nach 1526) und Duppau/Doupov (spätestens 1528) hinzu. Die finanzielle Potenz der Bgf.en in dieser Zeit zeigte sich auch mit der Beteiligung Alexanders von L. an den Anfängen des Bergbaus in St. Joachimsthal 1516. Allerdings blieb auch dieses Ausgreifen nach Böhmen nur eine Episode, da mit Hugo, der sowohl seinen jüngeren Bruder Alexander (gest. 1528) als auch seinen Sohn Georg (gest. 1537) überlebte, die Bgf.en von L. im Mannesstamm ausstarben.

Für das 15. und 16. Jh.s läßt sich die Stellung der Bgf.en und ihrer Herrschaften zwischen Reichsunmittelbarkeit und wettinischer Oberherrschaft nur unpräzise erfassen. Das lag v.a. an verschiedenen Mehrfachvasallitäten sowohl der Bgf.en selbst als auch ihrer niederadeligen Lehnsleute, die sich immer mehr in die Verwaltungsorganisation der Wettiner einbezogen sahen. Dieser Tendenz suchten die Bgf.en durch straffere Führung ihres Lehnhofes zu → Penig, mit der Einrichtung einer gut organisierten Kanzlei und schließlich durch stärkere Mitbeteiligung ihrer Lehnsleute entgegenzusteuern. Gegen Ende des 15. Jh.s fanden in → Penig sogar als »Landtage« bezeichnete Versammlungen der Lehnsleute statt. Gleichzeitig wurde der Bezug zum Reich weiter aufrechterhalten. Bgf. Albrecht II., gen. Wirt zu Rochsburg und → Penig trat auf dem Konzil zu Konstanz als nichtgefürsteter Gf. des Reiches auf. Erst zwischen 1507 und 1521 jedoch fanden die Bgf.en von L. – vermutlich wg. einiger aus dem Erbe der Bgf.en von Altenburg stammenden Eigengüter – Aufnahme in die Reichsmatrikel. Mit einem Roß und zwei Mann zu Fuß sowie 10 Gulden waren sie dort am untersten Rand der Leistungsfähigkeit veranschlagt. Danach fielen sie, wie die meisten anderen kleinen sächsischen Dynastengeschlechter, auf Betreiben der Wettiner wieder aus den Reichsmatrikeln heraus.

III.

Repräsentative Darstellungen des voll ausgebildeten Wappens der Bgf.en von L. aus dem 16. Jh. befinden sich am Rathausportal von → Penig, an Schloß Hinterglauchau in → Glauchau und auf dem Totenschild für Hugo und Georg von L. (1538, mit Darstellung der Verstorbenen in voller Rüstung, aber offenem Visier), heute in den Kunstsammlungen auf Schloß Hinterglauchau. Sie zeigen gevierteltes Wappen mit Herzschild und drei Helmen. Das erste und das vierte Feld tragen schwarze Rauten auf goldenem Grund und sind jeweils durch einen schwarzen Faden schrägrechts geteilt. Die Felder zwei und drei sind rot und gold bzw. gold und rot gespalten. Im Herzschild befindet sich ein nach rechts gewandter stehender roter Löwe in einem Silberfeld. Die Wappenhelme tragen als Helmzier ein goldenes Schirmbrett mit schwarzen Rauten und Schrägrechtsfaden, rot-goldene Büffelhörner und rot-goldenen offenen Flug.

Von den Burg- und Schloßbauten der Bgf.en von L. in L., Rochsburg oder → Penig hat sich auf Grund späterer Zerstörungen oder durchgreifender Umbauten nur sehr wenig erhalten. Auf Burg Mildenstein in L. sind als äußerlich erkennbare Bauten aus der Bgf.enzeit nur noch wesentliche Teile des Bergfrieds und der romanischen Burgkapelle zu nennen. In → Penig ist v.a. die große Stadtkirche Unserer Lieben Frauen auf dem Berge mit der Herrschaft der Bgf.en von L. in Zusammenhang zu setzen, insbes. die um 1380 als Grabkapelle für Bgf. Albrecht VI. (gest. 1411, Grabplatte mit Wappen und Umschrift heute in der Vorhalle) errichtete Kapelle zur Herrlichkeit. Zu erwähnen sind auch die Reste des von Bgf. Heinrich I. 1192 begründeten L.er Hauskl.s Buch, aus dessen Gründerzeit sich noch geringe Teile der Kl.kirche und das Kapitelhaus erhalten haben.

Zu einer eigenen Hausgeschichtsschreibung der Bgf.en ist es nicht gekommen. Mit einigem Abstand widmen sich ihnen als Stiftern die Annales coenobii Buchaviensis seu de Buchae coenobii fundatione des Bucher Mönches Anton Seifried von Zschoppau von 1531 und als Stadtherren das Chronicon Penicense des Sebastian Meyer von 1549. Eine erste genealogische Übersicht erstellte Petrus Albinus 1587 (alle in Mencke, Bd. 3).

IV.

Eine im späten MA angenommene und später noch gelegentlich vermutete Abstammung der Bgf.en von L. von Wiprecht von Groitzsch (gest. 1124) als Vorbesitzer von L. war eine genealogische Legende. Tatsächlich läßt sich die Bgf.enfamilie erst ab der Mitte des 12. Jh.s sicher in den Quellen greifen und dann von ihrem ersten Auftreten mit Bgf. Heinrich I. (gest. 1203) an recht gut verfolgen, auch wenn im Einzelnen noch Unklarheiten bleiben. Nach dem Tod Bgf. Albrechts II. (gest. 1308) begründeten seine drei Söhne Albrecht d.Ä., Heinrich und Otto (ein weiterer Sohn Albrecht trat in den geistlichen Stand ein) eigene Linien der Familie zu Mutzschen (ausgest. 1421), L. (ausgest. um 1391) und Rochsburg/→ Penig (ausgest. 1538). Eine 1436 vorgenommene Teilung zwischen → Penig und Rochsburg währte nur bis zum Verkauf von Rochsburg 1448.

Das Konnubium der Bgf.en von L. blieb auf den Stand und die weitere Region beschränkt, d. h. es bewegte sich ausschließlich im Rahmen der md. Dynastengeschlechter (Herren von → Waldenburg, von Colditz, von Ilburg, von → Schönburg, Vögte von Plauen, Gf.en von → Schwarzburg, Gf.en von → Mansfeld, Bgf.en von Altenburg u. a.) und des böhm. Herrenstandes (Herren von Colditz, von → Lobkowitz, Švihovský von Riesenburg, Kapler von Sulowitz, Gf.en → Schlick). Auch die geistlichen Karrieren folgten dem für Stand und Region üblichen Muster. Die Bgf.en von L. stellten u. a. einen Bf. von Meißen (Albrecht, gest. 1312), mehrere Domherren zu Magdeburg, Halberstadt und Meißen sowie Äbt.nen zu Nimbschen und Marienstern.

Quellen

Da das Archiv der Bgf.en von L. nach deren Aussterben 1538 in die Hände der Wettiner überging, haben sich im SäHStA Dresden breite zusammenhängende Bestände erhalten. Dazu gehören nicht nur die Originalurk.n, sondern insbes. auch ein einzigartiger Korpus von 15 Kopialen der bgfl. Kanzlei zu Penig aus der zweiten Hälfte des 15. Jh.s, der neben Lehnbüchern mit Register auch Missiven etc. enthält. – Altenburger Urkundenbuch (976-1350), hg. von Hans Patze, Jena 1955. – Gabelentz, Hans Conon von der: Regesten, die Burggrafen von Leisnig betreffend, in: Mittheilungen des Geschichts- und Alterthums-Vereins zu Leisnig 4 (1876) S. 1-14. – Hingst, Carl Wilhelm: Abschriften einiger Leisnig betreffenden noch ungedruckten Urkunden, in: Mittheilungen des Geschichts- und Alterthums-Vereins zu Leisnig 4 (1876) S. 15-18. – Hingst, Carl Wilhelm: Annalen des Klosters Buch, Tl. 1, in: Mittheilungen des Geschichts- und Alterthums-Vereins zu Leisnig 5 (1878) S. 39-67; Tl. 2, 7 (1886), S. 1-30. – Mencke, Johann Burkhard: Scriptores rerum Germanicarum, Praecipue Saxonicarum, Bd. 3, Leipzig 1730. – Schöttgen, Christian/Kreysig, George Christoph: Diplomataria et scriptores historiae Germanicae medii aevii, Bd. 2, Altenburg 1755.

Beer, Karl: Albert von Seeberg. Eine Gestalt aus dem Kolonisationszeitalter des Sudetenlandes, in: Bohemia 3 (1962) S. 150-172. – Beil, Arthur: Burggraf Hugo von Leisnig, der Letzte seines edlen Stammes, in: NASG 34 (1913) S. 32-60. – Dehio-Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Sachsen, Tl. 2: Regierungsbezirke Leipzig und Chemnitz, bearb. von Barbara Bechter, Wiebke Fastenrath und Heinrich Magirius, München u. a. 1998. – Helbig, Herbert: Der wettinische Ständestaat. Untersuchungen zur Geschichte des Ständewesens und der landständischen Verfassung in Mitteldeutschland bis 1485, Münster u. a. 1955. – Hingst, Carl Wilhelm: Leisnig. Schloß, Stadt und Amt vor fünfhundert Jahren, in: Mittheilungen des Geschichts- und Alterthums-Vereins zu Leisnig 2 (1871) S. 1-102. – Kamprad, Johann: Leisnigker Chronica, oder Beschreibung der sehr alten Stadt Leisnigk […] beygefügt eine gleichmäßige Beschreibung oder Chronica der benachbarten Stadt Colditz, Leisnig 1753. – Kobuch, Manfred: Die Lehnsherrschaft der Burggrafen von Leisnig. Untersuchungen auf Grund der Lehnbücher der Burggrafen von Leisnig im Sächsischen Landeshauptarchiv Dresden, ungedr. Ms., Potsdam 1958. – Kobuch, Manfred: Leisnig im Tafelgüterverzeichnis des Römischen Königs, in: NASG 64 (1993) S. 29-60. – Kobuch, Manfred: Leisnig im Hochmittelalter, in: Burgenforschung aus Sachsen 8 (1996) S. 11-32. – Kobuch, Manfred: Herrschaftspraxis und Verwaltung der Burggrafen von Leisnig im 15. Jahrhundert, in: Hochadelige Herrschaft im mitteldeutschen Raum (1200 bis 1600). Formen – Legitimation – Repräsentation, hg. von Jörg Rogge und Uwe Schirmer, Stuttgart 2003, S. 117-133. – Kreysig, Georg Christoph: Versuch einer Historie der abgestorbenen Herren von Liznik, in: Kreysig, Georg Christoph: Beyträge zur Historie derer Chur- und Fürstlichen sächsischen Lande, Tl. 2, Altenburg 1755, S. 61-75. – Leisering, Eckhart: Die Wettiner und ihre Herrschaftsgebiete 1349-1382. Landesherrschaft zwischen Vormundschaft, gemeinschaftlicher Herrschaft und Teilung, Halle an der Saale 2006. – Reitzenstein, Carl Chlodwig von: Der Landherr Albert von Seeberg, ein Burggraf von Leisnig; seine Vorfahren und Nachfolger, in: Viertelhjahrsschrift für Heraldik, Sphragistik und Genealogie 1 (1873) S. 137-158. – Schlesinger, Walter: Handbuch der historischen Stätten, Bd. 8: Sachsen, Stuttgart 1965. – Schneider, Joachim: Dynastengeschlechter zwischen Saale und Elbe vom 14. bis zum 16. Jahrhundert. Das Spannungsfeld zwischen adliger Selbstbehauptung, Landesherrschaft und Reichsunmittelbarkeit, in: NASG 78 (2007) S. 1-26. – Sedláček, August: Hrady, zámky a tvrze království českého, Bd. 13, 2. Aufl., Praha 1937, ND Praha 1998; Bd. 14, 2. Aufl., Praha 1936, ND Praha 1998. – Thieme, André: Die Burggrafschaft Altenburg. Studien zu Amt und Herrschaft im Übergang vom hohen zum späten Mittelalter, Leipzig 2001. – Thieme, André: Im Spannungsfeld von Adels- und Landesherrschaft. Burg und Herrschaft Rochsburg im Mittelalter, in: Schloß und Herrschaft Rochsburg, hg. von Matthias Donath, Beucha 2006, S. 11-26.