Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich

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ISENBERG-LIMBURG

C. Neu-Isenburg

I.

Die nach 1240 errichtete N.-I. bei Essen dokumentierte den Anspruch Dietrichs I. von → Isenberg, Sohn und Erbe des 1226 hingerichteten Friedrich II. von → Isenberg, auf die väterlichen Vogteirechte über die Reichsabteien in Werden und Essen. Diese sollten offenbar die Eckpfeiler einer angestrebten Rückeroberung des nach 1225 eingezogenen Territoriums seiner Familie bilden. Die Anstrengungen Dietrichs I. von Isenberg waren letztlich nur bedingt erfolgreich, weil er nur einen kleinen Teil des früheren Familienbesitzes zurück gewinnen konnte.

Die provokativ auf dem Gebiet der Reichsabtei Werden errichtete Anlage mußte Gf. Dietrich I. allerdings bereits einige Jahre nach ihrer Fertigstellung an den Kölner Ebf. abtreten. Die Burg wurde anschl. als Dienstsitz des Kölner Vogtes genutzt. Nach der Niederlage des Ebm.s Köln in der Schlacht bei Worringen im Juni 1288 zerstörte Gf. Eberhard I. von der Mark die N.-I.

Aders, Günter/Hulshoff, Adam Lambert/Theuerkauf, Gerhard: Burgen und Sitze, in: Die Grafen van Limburg Stirum, hg. von Günther Aders und Adam Lambert Hulshoff, Tl. II, Bd. 4, Assen u. a. 1968, S. 256-269. – Leenen, Stefan: Die Isenburgen an der Ruhr, Bamberg, Univ., Diss., 2004/09. – Lorenz, Herbert: Archäologen zu Gast auf Burgen der Grafen von Isenberg und von der Mark. Skript zu den Exkursionen im Rahmen des Essener Archäologischen Sommers 1993, Essen 1993.