ISENBERG-LIMBURG
I.
Die bei Hattingen/Ruhr auf einem schmalen Bergsporn gelegene Stammburg der Gf.en von → Isenberg wurde nach 1193 erbaut. Architektonisch betrachtet zählte das castrum Ysenberch (um 1200) mit 245 m Länge und 40 m Breite zu einer der größten Befestigungen.
Die mit einem Wehrturm, einem großen Palas, einer Burgkapelle sowie weiteren Gebäuden mit Wohn- und Wirtschaftsfunktionen ausgestattete zweiteilige Höhenburg wurde allerdings nur rund acht Jahre genutzt. Nach der Hinrichtung Friedrichs II. von → Isenberg (1226) erfolgte die Zerstörung seiner Anlagen Nienbrügge und I. Die I. wurde vermutlich sogar kampflos übergeben. Belege über eine gewaltsame Eroberung sind weder den überlieferten Quellen noch den bisher bekannten archäologischen Befunden zu entnehmen.
Literatur
Aders, Günter/Hulshoff, Adam Lambert/Theuerkauf, Gerhard: Burgen und Sitze, in: Die Grafen van Limburg Stirum, hg. von Günther Aders und Adam Lambert Hulshoff, Tl. II, Bd. 4, Assen u. a. 1968, S. 256-269. – Eversberg, Heinrich: Die Isenburg und der Isenberg in Hattingen a.d. Ruhr, Hattingen 1976 (Hattinger heimatkundliche Schriften, 24). – Leenen, Stefan: Die Isenburgen an der Ruhr, Bamberg, Univ., Diss., 2004/09. – Leenen, Stefan: Die Burg Isenberg in Hattingen, Ennepe-Ruhr-Kreis, hg. von der Altertumskommission für Westfalen, Münster 2006 (Frühe Burgen in Westfalen, 25). – Lorenz, Herbert: Archäologen zu Gast auf Burgen der Grafen von Isenberg und von der Mark. Skript zu den Exkursionen im Rahmen des Essener Archäologischen Sommers 1993, Essen 1993.