Akademientag 2017

Umburch, Aufbruch, Vielfalt: Die Reformation und ihre Wirkungen. Mehr

 

Als Autorenwörterbuch und Thesaurus ist das Goethe-Wörterbuch in der Lage, den Goetheschen Sprachgebrauch sehr detailliert zu erläutern: Denn neben den allgemeinsprachlichen Bedeutungen des überlieferten Wortmaterials werden in den Wörterbuchartikeln die autorspezifischen Charakteristika sowie textspezifischen Funktionen und Bezüge herausgearbeitet. Das Goethe-Wörterbuch hat damit zunächst eine texterklärende Funktion. Der Umfang und die Vielschichtigkeit von Goethes Wortschatz gibt jedoch nicht nur individualsprachliche Aufschlüsse, sondern erlaubt auch Rückschlüsse hinsichtlich des allgemeinen zeitgenössischen Sprachgebrauchs.

Zudem stellt das Goethe-Wörterbuch einen sprach- und kulturhistorischen Zugang zur Goethezeit dar, erschließt zeitspezifische Begriffe und Ideen sowie die Gefühlswelt und Sachkultur des 18. und 19. Jahrhunderts und bietet somit einen Fundus von Spezialinformationen, den andere historische Bedeutungswörterbücher mit einem epochenspezifischen wie ­übergreifenden Fokus konzeptuell nicht leisten können.

Basis der lexikographischen Arbeit stellen die Textzeugnisse im Belegarchiv dar, die zunächst auf Grundlage der Weimarer Ausgabe erstellt wurden. Ergänzend wurden weitere Editionen sowie „verstreut“  publizierte Texte und diverse Fassungen der Gespräche mit Goethe hinzugezogen.


Projektleitung

N.N.

Mitglieder der Göttinger Akademie der Wissenschaften in der Interakademischen Kommission des Goethe-Wörterbuchs

Prof. Dr. Andreas Gardt   
Prof. Dr. Nikolaus Henkel


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