Die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen zeichnet mit dem Wedekind-Preis für deutsche Geschichte eine herausragende Arbeit der jeweils letzten zehn Jahre zur mittelalterlichen oder zur neueren deutschen Geschichte aus. Besondere Berücksichtigung sollen dabei bedeutende historiographische Leistungen finden (d.h. auf Synthese zielende und dem Verständnis des historischen Wandels in seiner ganzen Breite gewidmete Darstellungen), aber auch hervorragende Editionen, sofern sie für die Geschichtswissenschaft von Bedeutung sind. Unter der deutschen Geschichte ist die Geschichte des gesamten deutschsprachigen Raums samt seinem transnationalen Bezügen und ihrer globalen Vernetzung zu verstehen. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert.
Ein Vorschlagsrecht zur Preisvergabe steht jedem Mitglied der Philologisch-Historischen Klasse der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen zu. Die Vorschläge werden von einem „Preisgericht“ geprüft, das aus mindestens vier mit einfacher Mehrheit gewählten Mitgliedern der Philologisch-Historischen Klasse besteht und von dem Vorsitzenden der Philologisch-Historischen Klasse geleitet wird.
Die Philologisch-Historische Klasse entscheidet auf Vorschlag des Preisgerichts über die Vergabe des Preises. Der Wedekind-Preis für deutsche Geschichte wird nicht öffentlich ausgeschrieben.

