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Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716). Gemälde nach Kop. von Scheits. Mit freundlicher Genehmigung der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Bibliothek Hannover.
Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716). Gemälde nach Kop. von Scheits. Mit freundlicher Genehmigung der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Bibliothek Hannover.

Universalgenie hinterließ 100.000 Blatt Schriften 

Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) war eine der prägenden Gestalten der europäischen Geistesgeschichte. An seinem Leben und Werk lässt sich exemplarisch der Modernisierungsprozess verfolgen, der im 17. Jahrhundert den größten Teil Europas erfasste. Kaum ein Gelehrter hinterließ einen solch umfangreichen Nachlass wie Leibniz: Etwa 100.000 Blatt umfassen seine Schriften, darunter ca. 20.000 Briefe von und an Leibniz, die zu erfassen sich die Wissenschaftler des Akademie-Vorhabens „Leibniz-Edition“ zum Ziel gesetzt haben.
Leibniz beschäftigte sich mit Philosophie, Theologie, Sprachwissenschaft, Geschichts-, Rechts- und Staatswissenschaften ebenso wie mit Mathematik und Physik. Darüber hinaus äußerte er sich zu praktischen Fragen aus der Volkswirtschaft, Medizin, Technik und Politik. Einen großen Teil seiner Schriften verfasste er in Latein und Französisch.
Die Katalogisierung des Nachlasses begann 1901. Die Edition wurde aber durch die beiden Weltkriege in ihrem Fortgang erheblich behindert. Seit 1985 wird das Projekt gemeinsam von der Berlin-Brandenburgischen und der Göttinger Akademie betreut, die editorische Arbeit ist nach Disziplinen auf vier Arbeitsstellen verteilt (Münster, Hannover, Berlin, Potsdam).

 Arbeitsstellen der Göttinger Akademie:

 Briefportal Leibniz

In Kooperation der Göttinger Akademie mit der SUB Göttingen wurde im Rahmen eines Pilotprojektes im Herbst 2016 ein Briefportal zur Leibniz-Korrespondenz online aufgeschaltet. Das Portal soll ausgewählte Briefwechsel der Leibniz-Korrespondenz im Zusammenhang und (im Unterschied zur Akademie-Ausgabe) bandübergreifend in einer komfortablen und volltextdurchsuchbaren html-Version zugänglich machen. Die verschiedenen Textzeugen eines Briefes sind dabei einzeln anwähl- und darstellbar, wodurch eine flexible, elegante Durchsicht des Variantenapparates der Akademie-Ausgabe ermöglicht wird. Zudem sind die bibliographischen Grunddaten zur Briefüberlieferung aufrufbar. Ferner führt ein Link („Zitiervorschlag anzeigen“) direkt zur zitierfähigen Vollfassung des Briefes in der historisch-kritischen Edition der Akademie-Ausgabe (im PDF-Format). Derzeit sind im Briefportal Leibniz 150 Briefe der Leibniz-Korrespondenz von und an Johann Bernoulli (1667-1748) zugänglich.

 

 

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