Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

Funktion des Gesetzes in Geschichte und Gegenwart

Akademientag 2017

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Die Kommission „Die Funktion des Gesetzes in Geschichte und Gegenwart“ wurde 1984 von den juristischen Akademiemitgliedern Okko Behrends, Ralf Dreier, Wolfram Henckel, Christoph Link, Karl Michaelis, Friedrich Schaffstein, Wolfgang Sellert, Christian Starck und Franz Wieacker gegründet. Die Kommission sieht nach wie vor ihre Aufgabe darin, den damit gestellten Fragenkreis aus dem modernen Problembewusstsein nach allen Seiten unter rechtshistorischen, rechtsphilosophischen und rechtsdogmatischen Aspekten zu bearbeiten. Auf den bisher 17 Symposien haben sich drei Themenkomplexe herauskristallisiert: (1) Die Gesetzgebungslehre (Legistik): Wie hat der Gesetzgeber gearbeitet?; (2) Recht und Gesetz: Wie hat der Gesetzgeber sich mit den ihm vorgegebenen Normen auseinandergesetzt?; (3) Steuerung durch Gesetz: Was hat der Gesetzgeber gewollt und hat er es erreicht?

Dem ersten Schwerpunkt galt das 2. Symposion „Die Allgemeinheit des Gesetzes“, ferner das 3., „Gesetzgebung und Dogmatik“, das 7., „Die Rangordnung der Gesetze“ und das 8., „Das missglückte Gesetz“.

Der zweite Schwerpunkt wurde auf dem 4. Symposion „Das Gesetz in Spätantike und frühem Mittelalter“, dem 6., „Nomos und Gesetz – Ursprünge und Wirkungen des griechischen Gesetzesdenkens“, dem 9. und 10., „Der Kodifikationsgedanke und das Modell des Bürgerlichen Gesetzbuches“ und „Das BGB im Wandel der Epochen“ sowie auf dem 13., „Der biblische Gesetzesbegriff“ behandelt.

Mit dem dritten Schwerpunkt beschäftigten sich das 5. Symposion „Rechtsvereinheitlichung durch Gesetz“, das 11. und 12. zum Thema „Gesetz und Vertrag“, das 14. „Gesetzgebung, Menschenbild und Sozialmodell im Familien- und Sozialrecht“, das 15. Symposion „Das strafende Gesetz im Sozialstaat“ und das 16. Symposium "Das erziehende Gesetz".

Eine Darstellung der Kommissionsarbeit gibt es auch im Jahrbuch der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 2003 von Okko Behrends, S. 146-158

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