Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

Digital Humanities Forschungsverbund Niedersachsen (DHFV)

Akademientag 2017

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Die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen war Partner in dem Verbundprojekt "Digital Humanities Forschungsverbund" (DHFV), das von Januar 2012 bis Juni 2015 im Göttingen Centre for Digital Humanities (GCDH) angesiedelt war. Ziel des Forschungsverbundes ist es gewesen, die Digitalen Geistes- und Sozialwissenschaften in ihrer ganzen Breite in Südniedersachsen zu stärken und über Forschungsprojekte sowie die Etablierung von Studiengängen an der Georg August Universität in Göttingen zu verankern.

In dem Verbundprojekt haben sich neben der Göttinger Akademie und der Universität die Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) die Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG), die Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel (HAB) sowie das Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen (MPI-MMG) unter dem Dach des GCDH zusammengeschlossen. Die Förderung des Verbundes erfolgt durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, das in einer ersten Phase knapp 2.5 Mio. Euro von VW Vorab hierfür zur Verfügung gestellt hat. Das Projekt wird von einem Steuerungsgremium geleitet, dem die Akademiemitglieder Prof. Gerhard Lauer und Prof. Andreas Busch vorsaßen.

Die erfolgreiche Arbeit des Verbundes hat inzwischen u.a. zur Etablierung einer Digital Humanities Professur am Institut für Informatik an der Georg-August Universität zu Göttingen geführt. Der Schwerpunkt des Forschungsprogramms liegt in den digitalen Geistes- und Sozialwissenschaften. Dabei werden sowohl Prozesse der digitalen Transformation der Gesellschaft (Netzsperren, Nutzung digitaler Medien) als auch der Digitalisierung der wissenschaftlichen Arbeit selber untersucht (Projekte zu digitaler Bibliothek und virtuellem Museum). In den Ergebnissen des Akademieprojekts, das sich mit der semantischen Modellierung der Verknüpfungen von Texten und Objekten des Göttinger Gelehrten Johann Friedrich Blumenbach (1752-1840) beschäftigt, zeigt sich u.a. die zentrale Rolle der Computerlinguistik für eine automatisierte semantische Wortdisambiguierung sowie von einheitlichen standardisierten Datenformaten für die dauerhafte und freie Verfügbarkeit von Forschungsdaten- und Ergebnissen in verteilten digitalen Repositorien. 

Die verantwortlichen Verbundpartner der Göttinger Akademie im DHFV waren der Akademiepräsident Prof. Stefan Tangermann und die Generalsekretärin der Akademie, Dr. Angelika Schade. Für die Göttinger Akademie arbeitete - finanziert aus Projektmitteln - ein Mitarbeiter im DHFV. Dr. Jörg Wettlaufer bearbeitete im Teilprojekt 1 des Forschungsverbundes das Projekt "Semantic Blumenbach", mit dem die Akademie die Verwendung von Technologien des Semantic Web für die digitale Forschung in den Projekten des Akademieprogramms, hier konkret an Material des Projekts Blumenbach-online, erprobt. Neben der Projektarbeit unterstützte er auch die Etablierung der Lehre im Fach Digital Humanities im Studiengang Angewandte Informatik der Universität.



Kontakt

Dr. Jörg Wettlaufer
Göttingen Centre for Digital Humanities
Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
Papendiek 16
37073 Göttingen
Tel. +49 551 39 20477
mail: jwettla@gwdg.de
skype: joewett
http://www.gcdh.de/en/people/team/joerg-wettlaufer/


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