Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

Goethe-Wörterbuch

Die Wörterbuchartikel

Aufbau und Aussageprogramm

Öffentliche Sommersitzung

Verleihung der Lichtenberg-Medaille. Mehr...

Ein größerer Artikel des Goethe-Wörterbuchs baut sich standardgemäß aus acht Teilen auf:

Stichwort, Vorbemerkung, Bedeutungsbeschreibung, Stellenzitate, Stellenangaben, Angaben zu Verwendungsbereichen, Angaben zur Wortbildung (i.w. Linkserweiterungen), Angaben zur Synonymik.

Dabei sind die Belegzitate, die Stellenangaben und die Angaben zu Verwendungsbereichen in den Hauptteil, die Bedeutungsbeschreibung, integriert. Die Minimalform eines Artikels enthält nur das Stichwort und eine Stellenangabe. Strukturell sehr komplex kann außer dem Bedeutungsteil auch die Vorbemerkung sein.

Die Vorbemerkung kann u.a. enthalten:

  • eine Gliederungsübersicht zu dem Artikel,
  • Angaben zur Schreibung, Lautung, Wortform, Rektion,
  • Angaben zur Frequenz und Verteilung auf die Textgruppen bzw. die Bedeutungen,
  • Angaben zur Wortfeldumgebung,
  • Angaben zur Wort- oder Begriffsgeschichte,
  • Angaben zu Besonderheiten oder Auffälligkeiten des Gebrauchs bei Goethe.


Der Bedeutungsteil ist hierarchisch mit alphanumerischen Gliederungsmarken (römisch I, A, 1, a, alpha) strukturiert und kann u.a. enthalten:

  • Angaben zu den lexikalischen Bedeutungen, gewöhnlich in Form von Definitionen, Synonymen oder Paraphrasen,
  • Angaben zu Kontrastwörtern,
  • Angaben zu individualtypischen, werk-, figuren- oder kontextspezifischen Bedeutungsmodifikationen, Konnotationen, Wertungen, Perspektivierungen, Referenzen,
  • Angaben zu poesiesprachlichen Besonderheiten, z.B. Metaphorik, Symbolik, Ambiguität, Assoziativität,
  • Angaben zu begrifflich-terminologischer Verwendung.

Angaben zu Verwendungsbereichen (z.B. anatomisch, architektonisch, bergmännisch), Stilmustern (z.B. Briefstil, Amtsstil) und Stilwerten (z.B. scherzhaft, derb) erscheinen gewöhnlich in Verbindung mit den Bedeutungsangaben.

Die Stellenzitate haben die Funktion, die jeweilige Bedeutung zu belegen und zugleich eine Vorstellung von der Vielfalt der Gebrauchsmöglichkeiten in unterschiedlichen Kontexten zu vermitteln. Sprechende Zitate können die Bedeutungserklärung auch ersetzen. Zitate und Stellenangaben können oft nur in strenger Auswahl gegeben werden.

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