Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

Residenzstädte im Alten Reich (1300–1800)

Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich - Digitalversion

Die von 1985 bis 2010 rsp. 2011 arbeitende Residenzen-Kommission verfolgte die Aufgabe, „Hof und Residenz im spätmittelalterlichen Deutschen Reich (1200–1600)“ unter kultur-, sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Fragestellungen im europäischen Vergleich zu untersuchen. Im Zentrum des Interesses stand zunächst die Entstehung der landesherrlichen Residenzen im späteren Mittelalter. Jene „Gehäuse der Macht“ waren freilich keine leeren Anlagen, wiewohl les- und verstehbar als Träger von Formen und Symbolen, denen Zeiten und Zugehörigkeiten eingeschrieben waren, Ausdruck von Selbstverständnis und Gestaltungswillen ihrer einstigen Bewohner und Besitzer. Denn die Höfe als wichtigste Machtzentren Alteuropas nahmen dort im Prozess der zunehmenden Ab- und Ansiedlung von Macht und Herrschaft mit all ihren administrativ und organisatorisch, vor allem aber auch repräsentativ notwendigen Einrichtungen im Schnittpunkt von Politik und Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft schließlich auf Dauer Quartier. Somit nahm das Forschungsvorhaben auch und vor allem die (ritterlich-)höfische Gesellschaft und die (ritterlich-)höfische Kultur in den Blick. Ausdruck fanden die Forschungsbemühungen in zahlreichen Vorträgen, Konferenzen, Tagungen und Symposien, in Publikationen und einer regelmäßig erscheinenden Zeitschrift, siehe auch die publizierte Übersicht aus Anlass des 25jährigen Bestehens des Projekts, schließlich in einer siebenbändigen Handbuchreihe, in der die spätmittelalterlichen weltlichen wie geistlichen Höfe und Residenzen selbst, die mit diesen verbundenen Herren, die königlichen, fürstlichen, gräflichen und herrlichen Dynastien und Familien, die entsprechenden Begrifflichkeiten, die bildliche und schriftliche Überlieferung erfasst sind.

Auf Grundlage dieser Handbuchreihe wurde ein von Dr. Jörg Wettlaufer durch die Göttinger Akademie der Wis­senschaften in Kooperation mit der SUB Göttingen realisiertes Portal etabliert:
Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich.
Die künftigen Ergebnisse des aktuellen Projekts Residenzstädte im Alten Reich (1300–1800) wiederum sollen hier nach Maß­gabe der­selben technischen Standards eingebunden werden.

Die in den genannten Handbüchern versammelten Ergebnisse erscheinen als digital aufbereitetes vernetztes textliches, bildliches und kartographisches Angebot, zu erschließen über eine umfassende Suchfunktion.

Das ca. 5000 Seiten und mehrere hundert Abbildungen umfassende Werk besteht aus über 1000 Einzelartikeln, die dynastisch, topographisch und sachlich gegliedert und vielfältig miteinander verknüpft sind. Der topographische Schwerpunkt liegt auf den Höfen und Residenzen des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation in der Zeit von etwa 1200 bis 1650. Das digitale Handbuch bietet grundsätzlich zwei Zugriffsmöglichkeiten, zum einen über das zentrale Suchformular im oberen Teil der Seite, zum anderen über eine Karte, über die auch die miteinander verknüpften Artikel erreichbar sind. Beide Zugänge verfügen über einen gemeinsamen Index, aus dem die Ergebnisse sowohl in der Text- als auch in der Kartendarstellung generiert werden. Wenn kein Suchbegriff eingegeben wird, werden alle Artikel der vier Handbuchteile angezeigt.
Eine Facettierung zu Handbuchteilen, Autoren und Artikeln erlaubt zudem die Einschränkung der Suchergebnisse auf bestimmte Teilmengen. Texte und Bilder werden sowohl über eine HTML-basierte Ansicht als auch im PDF-Format präsentiert. Zudem können einzelne Artikel oder Artikelgruppen als PDF geladen werden. Abkürzungen werden zur besseren Verständlichkeit aufgelöst, wenn man mit dem Cursor überfährt. Angaben zur Überlieferung Quellen und zur Forschungsliteratur können bei Bedarf ausgeklappt und angezeigt werden. Ein Zitierlink erlaubt die Referenzierung zur seitenidentischen Druckausgabe des Handbuchs. Die Suche mit dem Formular ist als logische UND-Verknüpfung eingestellt, die eine Einschränkung der Suchergebnisse aufgrund der eingegebenen Zeichenketten erlaubt, die durch ein Leerzeichen getrennt sind. Die Suchergebnisse werden in der Textanzeige gelb markiert. Treffer bei einer Suchanfrage führen zunächst zu einer Trefferliste, die durch klicken auf „Details“ expandiert werden kann. Von dort kann man wieder auf die Trefferliste und über das Menü auf der rechten Seite das Suchformular erreicht werden. Die Handbücher I und IV sind mit Querverweisen im Text mit Sprungzielen innerhalb der Bände ausgestattet, die eine verbesserte Navigation auch innerhalb des Volltextes ermöglichen. In Einzelfällen können die automatisch generierten Hyperlinks hier allerdings mehrdeutig sein oder auch auf eine falsche Referenz bzw. Artikelgruppe verweisen.

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