Residenzstädte im Alten Reich (1300-1800)

Zurück zur Liste

Vilvoorde (Vilvorde)

Vilvoorde (Vilvorde)

(1) V., gelegen in Brabant, etwa elf Kilometer nordöstlich Brüssels, entstand an einer Kreuzung des Flusses Senne (ndl. Zenne) mit einer Römerstraße, die jahrhundertelang die durch Brabant führende Verbindung zwischen Flandern und Lüttich bildete. Die erste bekannte Erwähnung findet sich 779 in einer Urkunde Karls des Großen. 972 übertrug Kaiser Otto II. die Abtei Chèvremont (bei Lüttich) mit all ihren Besitztümern - darunter auch das Gut V. - an das Reichskapitel Unserer Lieben Frau von Aachen. Obwohl das Kapitel bis ca. 1245 als Zehntherr fungierte, zersplitterte der Grundbesitz im Hochmittelalter und geriet unter den Einfluss der Grafen von Löwen. Letzteren gelang es, ihre Macht auf das Tal der Senne auszudehnen.

Die Expansionsabsichten der Grafen von Löwen im Westen ihres Herrschaftsgebietes stießen im 12. Jahrhundert auf den Widerstand der Herren von Grimbergen, die ihrerseits eine aktive Expansionspolitik am linken Ufer der Senne betrieben. Die Spannungen zwischen den beiden Parteien erreichten ihren Höhepunkt im »Grimberger Krieg« (1139-1159), der mit einem Sieg Graf Gottfrieds III. von Löwen endete. Die Rechte und Besitztümer des Aachener Kapitels in V. wurden von den Grafen von Löwen, seit Ende des 12. Jahrhunderts Herzöge von Brabant, gegen Mitte des 13. Jahrhunderts auf einen kleinen Kern reduziert. 1245 (eventuell früher) übertrug das Kapitel seine V.er Güter in langfristiger Pacht an die Zisterzienserabtei Ter Kameren in Elsene (heute ein Teil Brüssels), die eng mit dem Brabanter Hzg.en verbunden war.

Im 14. Jahrhundert entwickelte sich V. zu einem hzl.en Stützpunkt, an dem sich Herzog Johann III. (reg. 1312-1355) mehrmals aufhielt, und wo er auch Truppen zusammenzog. Auch unter den Nachfolgern, seine Tochter Johanna von Brabant (reg. 1355-1406) und ihren Ehemann Wenzel von Luxemburg (reg. 1355-1383), spielte V. eine Rolle als Aufenthaltsort 1374 und 1375, ab 1375 ließen sie am rechten Ufer der Senne eine Burg errichten, die in der Folge als landesherrliches Gefängnis, aber auch als Ort der Brabanter Ständeversammlungen, zur Aufbewahrung eines Teils des hzl.en Archivs, aber nur gelegentlich als hzl.e Residenz diente. Vom 13. Jahrhundert bis 1417 war V. Sitz einer hzl.en Münze. Mit dem Übergang an die burgundische (1406) und habsburgische (1482) Dynastien verlor V. größtenteils seine Bedeutung als herrschaftlicher Wohnsitz, war jedoch ab 1420 bedeutsam als Sitz einer Rentkammer für die Einziehung der landwirtschaftlichen Güter aus den herrschaftlichen Domänen Tevuren-V. und deren Vermarktung. Im 15. Jahrhundert begann zudem der wirtschaftliche Niedergang V.s, der sich nach der großen Zerstörung der Stadt im Krieg von 1488/89 um die Landesherrschaft in den Niederlanden beschleunigte, als V. auf Seiten Maximilians stand. Hiervon sollte sich V. nicht erholen, es blieb weiterhin eine kleine Stadt. Während des Ancien Regime diente V. als Garnison, die Burg war eines der wichtigsten Gefängnisse des Hzm.s. 1776 begannen die Landstände mit ksl.er Genehmigung, im Sinn der Aufklärung ein Zuchthaus zu errichten (1779 eröffnet). 1782 setzte die Niederlegung der Stadtmauern ein, zwei Jahre später wurde die verfallene Festung abgerissen. 1789 schloss sich V. der »Brabanter Revolution« an, die der Französischen Revolution folgte, womit sich V. dem Zugriff der Monarchie (seit 1713 der Österreichischen Niederlande) entzog.

(2) 1192 verlieh Herzog Heinrich I. von Brabant dem Ort eine Freiheitsurkunde, die die Einrichtung einer Schöffenbank als Stadtgericht vorsah, den Bürgern einen geschützten Status verlieh und sie vor Steuerwillkür bewahren sollte. Zugleich wurden Maßnahmen zur Förderung des Handels und zum Schutz der Kaufleute ergriffen. Die hierin zum Ausdruck kommende Förderung V.s ist wohl als strategische Maßnahme zur Sicherung der Westflanke des wenige Jahre zuvor geschaffenen neuen Hzm.s zu sehen, vor allem um Ausdehnungsabsichten der Grafen von Flandern oder der Herren von Grimbergen zu blockieren.

Das Schöffengericht bestand aus sieben Schöffen, die im Namen des Hzg.s urteilten. Sie wurden von ihm oder seinen Beauftragten eingesetzt. Den Vorsitz bei den Sitzungen führte der »Meier«, der Vertreter des Hzg.s vor Ort. Die Schöffen urteilten in Streitfällen, bestätigten Rechtsakte im Rahmen der freiwilligen Gerichtsbarkeit und fungierten ab 1489 als Berufungsgericht für mehrere kleinere Schöffengerichte der Umgebung. Im Spätmittelalter bildeten die Schöffen zudem den Kern der Stadtverwaltung. Zusammen mit den Ratsherren, den Vertretern der Handwerksberufe und Zünfte sowie einigen besonderen städtischen Amtsträgern wie dem Sekretär und dem Kämmerer, verwalteten sie die Stadt.

V. wandte sich in rechtlichen Zweifelsfällen an die Brüsseler Schöffen; Brüssel fungierte als Oberhof, was mit der Niederwerfung des Brüsseler Aufstands im Rahmen des Ständekriegs 1488/89 sein Ende fand. Maximilian I. erhob hingegen V. zum Oberhof für einige kleinere Schöffengerichte in der Umgebung.

Mit der Freiheitsurkunde von 1192 war der rechtliche Rahmen gegeben für das wirtschaftliche und demografische Wachstum V.s im 13. und 14. Jahrhundert Vor der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde ein neuer, großer Markt angelegt. Nach dem Brabanter Erbfolgekrieg 1356/57 erhielt V. von der Landesherrschaft die Erlaubnis zum Ausbau der Stadtbefestigung, die auf den vormaligen Gräben errichtet wurde.

Wirtschaftlich beherrschend waren die Tuchindustrie und der Transport des in der Umgebung gewonnenen Kalksandsteins. Für beide Wirtschaftszweige waren die Senne und der Hafen in V. entscheidend. Die ersten Spuren von Tuchhändlern, die sich in einer Zunft organisierten, gehen auf die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts zurück. Ab der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts entstanden weitere Handwerkszünfte, darunter Weber, Walker, Bierbrauer und Müller. Im 15. Jahrhundert stagnierte der Tuchhandel, und die Erhebung eines Zolls zu Mecheln wirkte sich nachteilig für den Verkehr auf der Senne aus. Die daraus resultierende Verschuldung war so groß, dass die Stadt von den 1430er Jahren bis zum Ende des Ancien Régime regelmäßig Ermäßigungen bei den landesherrlichen Steuern gewährt bekam.

Der die Brabanter Gesellschaft spaltende Streit zwischen einigen der Stände und Maximilian I. um die Landesherrschaft in den Niederlanden 1488/89 traf V. besonders hart. Die Stadt blieb Maximilian treu und entwickelte sich während des Konflikts zu einem militärischen Stützpunkt gegen das aufständische Brüssel, zahlte jedoch einen hohen Preis: Im März 1489 wurde sie von Brüsseler und französischen Truppen überfallen, geplündert und in Brand gesetzt. Ein Drittel der Häuser, darunter das Rathaus, der Fleischmarkt und der Tuchmarkt, wurden zerstört. Ein Ausbruch der Pest 1496 und ein weiterer Stadtbrand 1511 verhinderten eine schnelle Erholung. Von 621 Feuerstellen im Jahr 1437 (etwa 2800 Einwohner) erlebte die Stadt einen drastischen Rückgang auf 235 am Ende des 15. Jahrhunderts (etwa 1000 Einwohner). In den folgenden Jahrzehnten kam es zu einem zaghaften Aufschwung, der auf die von Karl V. ergriffenen Maßnahmen zur Förderung der Wiederbesiedlung der Stadt zurückgeführt werden kann. In der Herdzählung 1526 werden 387 Einheiten genannt, die auf 1700 Einwohner schließen lassen.

Kriegsgewalt und militärische Besetzung waren eine Konstante im 17. und 18. Jahrhundert Einquartierungen, Reparaturen und die Kriegslasten verschlechterten die finanzielle Situation der Garnisonsstadt; kürzere Erholungsphasen wie im 16. Jahrhundert vermochten daran nichts zu ändern. In der frühen Neuzeit war die Schifffahrt auf der Senne der wichtigste Wirtschaftszweig, auch dank des Kanals, der 1550-1561 zwischen Brüssel und Willebroek gebaut wurde. Am Ende des Ancien Régime (1784) besaß V. 2544 Einwohner.

Im Jahr 1789 wurde die Brabanter Revolution vom Stadtrat positiv aufgenommen, der sich sofort gegen die Habsburger Monarchie stellte.

(3) Eine Pfarrkirche wird bereits 947 erwähnt, als sie zur Abtei von Chèvremont bei Lüttich gehörte. 972 ging sie an das Reichskapitel Unserer Lieben Frau von Aachen über und kam um 1245 in die Hände der Abtei von Ter Kameren. Im 13. Jahrhundert wurde ein romanischer Neubau errichtet, von dem heute nur die Sakristei erhalten ist. Die übrigen Teile der heutigen Liebfrauenkirche (»Onze-Lieve-Vrouw van Goede Hoop«) stammen aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts und wurden im gotischen Stil errichtet. Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage verzögerte sich die Fertigstellung bis ins 15. und 16. Jh.

Etwas außerhalb der Stadtmauern, im Weiler Steenvoort (Peutie), wurde im 13. Jahrhundert ein Beginenhof eingerichtet. Mit Zustimmung Herzog Karls des Kühnen ließen sich hier ab 1469 Karmeliterinnen aus Lüttich nieder und lösten nach und nach die Beginen ab. Nach der Zerstörung des Beginenhofs 1578 infolge religiöser Unruhen ließen sich die Karmeliterinnen 1586 in der Stadt im ehemaligen St.-Nikolaus-Hospital nieder. Mehrere andere Orden gründeten im 17. Jahrhundert Niederlassungen in V., darunter die Dominikaner, die Norbertiner und die barfüßigen/unbeschuhten Karmeliten.

Erste Spuren der Rezeption lutherischen Gedankenguts gibt es aus dem Ende der 1520er Jahre, als lutherische Geistliche Versammlungen in den Waldgebieten zwischen V. und Brüssel unter freiem Himmel abhielten. Gleichzeitig wurde die V.er Burg zu einem Zentrum im Kampf der Landesherrschaft gegen den Protestantismus, in der Gefangene verhört, gefoltert und hingerichtet wurden, so u.a. der englische Reformator und Bibelübersetzer William Tyndale. Dem V.er Stadtrat gelang es nicht, den protestantischen Glauben zu unterdrücken. Vom Herbst 1577 bis 1584 unterstützte er, möglicherweise unter Druck des calvinistischen Teils der Bevölkerung, die Stände von Brabant in ihrer Haltung gegen den kgl.-spanischen Statthalter Don Juan, bis eine spanische Offensive die Stadt zur Kapitulation zwang. Anschließend vermochte die spanische Regierung den Protestantismus in der Region weitgehend zu unterdrücken. Im weiteren Verlauf der frühen Neuzeit verblieb V. unter der katholischen Konfession der Spanischen bzw. ab 1713 Österreichischen Niederlande.

(4) V. besaß einen ovalen Grundriss, da sich die Stadt einer Biegung der Senne anpasste. Dieser Fluss mündete von Süden kommend in die Stadt. An dieser Stelle ließen Herzogin Johanna und ihr Ehemann Wenzel ab 1375 eine (Wohn-)Burg errichten, die Teil der Stadtmauer war. Die Burg war ebenso wie die große Pfarrkirche stadtbildprägend (beide eventuell unter dem Hofarchitekten Adam Gheerijs umgebaut). Der hochgotische Chor der Kirche steht noch, während die Burg gegen Ende des 18. Jahrhunderts durch das Zuchthaus ersetzt wurde. Ein Stadtplan des Kartographen Jacob van Deventer aus der Mitte des 16. Jahrhunderts (Sammlung der Königlichen Bibliothek Belgiens) zeigt vier Tore, die an den Hauptverkehrsstraßen zur Grafschaft Flandern und nach Mecheln, Löwen und Brüssel liegen.

In der Stadt verband eine Straße die Burg mit der Pfarrkirche, die auf einer kleinen, von den Bächen Woluwe und Trawool gebildeten Insel inmitten der Stadt lag. Unmittelbar westlich der Kirche mündeten beide Bäche in die Senne. Einige der Kragsteine im Chor der Kirche scheinen fürstliche Bildnisse darzustellen (möglicherweise Johanna und Wenzel). Die ursprünglichen Glasfenster wurden von den Hzg.en von Burgund gestiftet. Nordwestlich der Pfarrkirche befand sich der rechteckige Marktplatz, wo sich das alte Rathaus befand. 1489 brannte es ebenso wie der Fleischmarkt, der Tuchmarkt und insgesamt ein Drittel der Bebauung ab. Wahrscheinlich wurde es im frühen 16. Jahrhundert durch einen Neubau ersetzt (1869/70 abgerissen).

(5) Das Gebiet außerhalb der Stadtmauern war ländlich geprägt und befand sich hauptsächlich im Besitz von Adelsfamilien und kirchlichen Einrichtungen. Westlich und südlich der Stadt verlief der Willebroek-Kanal, der in den Jahren 1550-1561 gegen den Widerstand Mechelns und V.s gebaut wurde, um Brüssel direkt mit der Schelde zu verbinden. Trotz seines Status als landesherrlicher Stadt und bedeutender militärischer Stützpunkt gehörte V. nicht zu den sieben »Guten Städten«, die im 13./14. Jahrhundert die Landesbildung mittrugen, auch nicht zu den vier »Hauptstädten« (Löwen, Brüssel, Antwerpen und Den Bosch). Durch seine zentrale Lage zwischen den großen Städten Löwen, Brüssel und Mecheln spielte V. immer wieder eine militärische Rolle. V. war zudem Zentralort eines Landdistrikts, der Hauptgemeinde V.-Tervuren, die siebzehn Gemeinden umfasste. 1489 löste Maximilian I. V. aus dem Rechtszug nach Brüssel und bestimmte V. als Oberhof für einige kleinere Schöffengerichte der Umgebung. V. nahm an größeren Städtebünden teil und war regelmäßig Gastgeber für Versammlungen der Brabanter Städte und Stände.

(6) V. war während des Ancien Régime eine der kleineren Städte in Brabant, die im Vergleich zu Löwen und Brüssel wenig Einfluss auf die Politik der Brabanter und später der burgundischen bzw. habsburgischen Fürsten hatte. Die genaue Funktion als Residenzstadt bleibt zu untersuchen, als solche fungierte V. vor allem in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts unter Herzog Johann III. Trotz der Errichtung einer Burg bzw. einer Festung im 14. Jahrhundert auch zu Wohnzwecken hielten sich die Herzöge und Fürsten nur selten lange dort auf, meistens standen die Aufenthalte im Zusammenhang mit kriegerischen Aktionen der Landesherren, teilweise auch gegen andere brabantische Städte. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Residenzfunktion auf die Stadt blieben daher begrenzt. V. wurde jedoch immer wieder durch die Landesherren gefördert (so nach 1489 durch König Maximilian I. und Kaiser Karl V.), die Stadt wiederum führte eine hzg.snahe Politik. Eine Ausnahme hiervon bildeten die Jahre 1577-1584, als sich V. unter dem Druck des calvinistischen Teils der Bevölkerung gegen die spanisch-habsburgische Landesherrschaft wandte. V. lässt sich daneben als Amtsstadt verstehen, da die Stadt vor allem eine administrative Funktion als Zentrum der hzl.en Grundherrschaft und als Sitz des Hauptbezirks V.-Tervuren besaß.

(7) Die Archive der Schöffenbank und des Stadtrats von Vilvoorde werden im Staatsarchiv in Löwen (Leuven, Louvain) aufbewahrt, als Inventar, in welchem die Bestände näher erläutert werden, ist zu nennen: Stevens, Willy, Vrancken, Valerie: Inventaris van het archief van de schepenbank, het stadbestuur en de meierij van Vilvoorde 1346-1795, Brüssel 2019. Aus dem Mittelalter sind durch den Stadtbrand von 1489 nur wenige Archivalien erhalten geblieben. Die meisten der großen Serien der Gerichtsarchive beginnen erst in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, einige erst im 17. Jahrhundert. Gleiches gilt für die Serien auf der Verwaltungsebene: Die Stadtrechnungen sind erst seit 1730, die Steuerregister seit 1649 kontinuierlich erhalten. Die Beschlussbücher des Stadtrates sind ab 1647 fragmentarisch überliefert. Das Archiv enthält nur ein Bürgerbuch (für die Jahre 1680-1767). Als weitere Archive sind zu nennen das Archiv der Brabanter Rechenkammer (aufbewahrt im Allgemeinen Reichsarchiv in Brüssel, Algemeen Rijkarchief Brussel, Archives Générales du Royaume Bruxelles), worin sich beispielsweise Abrechnungen über Bestechungsgelder und Subventionen, aber auch die Abrechnungen des Meiers von Vilvoorde finden. In den Archiven der in der Stadt angesiedelten Einrichtungen wie der Mautstelle von Vilvoorde-Tervuren, des Zuchthauses der Stände von Brabant und der Pfarrkirche Unserer Lieben Frau finden sich Quellen, die die Beziehungen zwischen dem Stadtrat bzw. der Schöffenbank und diesen Einrichtungen bezeugen: Lejour, Ernestine: Inventaire des Archives de la Chambre des Tonlieux de Vilvorde, Brüssel 2001. - Rotthier, Isabel: Inventarissen van de strafinrichtingen te Vilvoorde 1776-1871 en van de strafinrichting te Hemiksem 1821-1866, Brüssel 2000. - D’Hoop, Alfred: Inventaire général des archives ecclésiastiques du Brabant, Bd. 2: Eglises paroissiales, cures, chapelles, et bénéfices, Brüssel 1914.

(8)Nauwelaers, Jules (†): Histoire de la ville de Vilvorde, 2 Bde., Kortrijk 1941-1950. - Verbesselt, Jan (†): Het domein van Chèvrement-Aken te Vilvoorde en de abdij ter Kameren, in: Eigen Schoon en de Brabander 52 (1969) S. 1-28, S. 146-162, S. 205-230. - Verheyden, Alphonse (†): Vilvoorde, internationaal repressiecentrum en brandpunt van het zestiende-eeuwse protestantisme, Vilvoorde 1972. - Peeters, Jean Paul: Bloei en verval van de middeleeuwse stadsvrijheid Vilvoorde, Tielt 1975. - Verbruggen, Jan Frans (†): Vilvoorde in de Middeleeuwen 700-1500, in: Tijdschrift van het genootschap voor geschied- en oudheidkunde te Vilvoorde 1 (1995) S. 1-43. - Impe, Alfons van: Beknopte geschiedenis van Vilvoorde, Nieuwerkerken-Waas 2004. - Croon, Gerry: Adam Gheerijs, bouwmeester van kerk en kasteel in Vilvoorde en omgeving (14de eeuw), Vilvoorde 2008 - Peeters, Jean Paul: De »smalle« Brabantse stad Vilvoorde doorheen de middeleeuwen en de nieuwe tijd, in: Eigen Schoon en de Brabander 97 (2014) S. 389-408.

Valerie Vrancken