Residenzstädte im Alten Reich (1300-1800)

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Minden

Minden

(1) M. entstand an einer Weserfurt etwa fünf Kilometer nördlich der Porta Westfalica, bei der eine hochwassergeschützte Uferterrasse an das Flussufer herantrat und es die Möglichkeit zur Bildung eines Hafens gab; 1232 wird erstmals eine Brücke über die Weser erwähnt. Die günstige Lage wird ausschlaggebend für die Bildung eines Handelsortes, eines Wiks, im Frühmittelalter gewesen sein. Im Rahmen der Christianisierung entstand vor 800 eine Kapelle (Kaufmannskirche, nicht identisch mit dem Vorgängerbau des Doms). Die Gründung des Bm.s M. erfolgte um 800. Durch die königliche Immunitätsverleihung 961 und die des Markt-, Münz- und Zollrechts 977 wurde der Bischof zum Stadtherrn von M. Anfang des 13. Jahrhunderts begann die Lösung der Stadt aus der Herrschaft des Bf.s, 1307 zog dieser aus der Stadt aus und ließ sich in Petershagen nieder, M. blieb aber Kathedralstadt und Sitz des Domkapitels und höherer geistlicher Einrichtungen. 1648 wurde das Fbm. M. säkularisiert und den Kurfürsten von Brandenburg erblich übereignet. 1719 wurde M. zum Sitz der Verwaltung für den mit der Grafschaft Ravensberg gebildeten, von den anderen westlichen Besitzungen Brandenburg-Preußens isoliert liegenden Landesteil M.-Ravensberg (1815 in der Provinz Westfalen aufgegangen).

(2) Erstes Element der städtischen Verfassung war das frühmittelalterliche und bis ins 18. Jahrhundert bestehende Amt des Wichgf.en, d.h. kgl.er bzw. bfl.er Richter. Das selbständige Agieren der Gemeinde (der bfl.en Ministerialen, Kaufleute, Angehörigen der geistlichen Korporationen, Handwerker und Kaufleute und Bewohner benachbarter Dorfsiedlungen) äußerte sich im Baubeginn der Stadtmauer wohl schon zur Zeit Bischof Thietmars von Stromberg (1185-1206). In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts umfasste die ummauerte Fläche 56 ha, die nördlichen Teile der Stifte St. Marien und St. Johannis Evangelistae lagen außerhalb der Mauer, ebenso der neue Umschlagplatz an der Weser. Im Spätmittelalter kamen drei Vorstädte hinzu, bereits im 13. Jahrhundert die Fischerstadt, die Simeonsvorstadt (das vormalige Dorf Beldersen) und die Marienvorstadt, die jeweils einen eigenen Bürgermeister hatten, die Fischerstadt auch ein eigenes Rathaus (Simeons- und Marienvorstadt aus Sicherheitsgründen 1553 abgebrochen). Frühes Zeugnis der Gemeindebildung ist das 1231 nachweisbare Siegel (Siegelstempel bereits 1225, bis 1723 als »großes Stadtsiegel« verwendet). Der bischöfliche Stadtherr stellte im 13. Jahrhundert Urkunden aus im Einvernehmen mit den arbitri sive rectores, den Pfarrern und Prälaten der geistlichen Konvente, die als Mitsiegler und als Repräsentanten der Bevölkerung erscheinen. Weltliche Ratsmänner (consules) werden erstmals 1244 erwähnt, ein Bürgermeister (proconsul) erstmals 1303; ein Rathaus erscheint 1300. 1261 wird die Zusammenfassung der bisherigen städtischen Statuten und Rechtsregeln, die weitgehend vom Recht Dortmunds abgeleitet waren, als »M.er Stadtrecht« vom Bischof der Marktsiedlung Wunstorf übertragen (es folgen 1263 Hannover, zweite Hälfte 13. Jahrhundert Lübbecke, 1284 Holzhausen bei Stolzenau). 1266 gewährten die Ratsmänner den Bürgern Rechtsschutz, womit die Gerichtsbarkeit des Wichgf.en eingeschränkt wurde, 1303 wurde das Amt des Wichgf.en vorübergehend der Stadt übergeben (eventuell nur für die Freiwillige Gerichtsbarkeit). 1301 verabschiedeten die Ratsmänner das Ratswahlstatut, dass die jährliche Wahl von zwölf Ratsmitgliedern in einem aufwendigen Verfahren vorschrieb, das spätestens 1405 geändert wurde: Nun gab es zwei Wahltermine, der erste unmittelbar nach dem 6. Januar, an dem sechs »Winterherren«, der zweite nach dem Johannistag (24. Juni), an dem sechs »Sommerherren« in den Rat gewählt wurden.

Die Bischöfe förderten ihre Stadt durch die Einrichtung eines Wochenmarkts 1232, die Befreiung der Marktbesucher von Markt- und Brückenzoll, die Überlassung der Hälfte der Almosen aus der Weserbrückenkapelle 1258 zum Brücken- und Straßenbau (andere Hälfte zum Dombau), die Schenkung eines Waldes 1260 und des Areals Rodenbeck außerhalb M.s 1280. Wirtschaftlich bedeutsam war das Stapelrecht für Getreide, Bau- und Floßholz. Ein größeres, auf den Export ausgerichtetes Handwerk gab es nicht, sieht man von der Bierherstellung ab. Grundlegend war die in der Stadtmark betriebene Garten- und Landwirtschaft. Um 1350 errichtete der Rat auf einer dem St. Mauritiuskloster gehörenden Fläche auf dem Ostufer der Weser einen Ziegelhof. Im 15. Jahrhundert werden vier »Hauptmärkte« erwähnt, zu Mariä Geburt (8. September), zum Tag des Hl. Gorgonius (11. März), zum Martinitag (11. November) und zu Mariä Reinigung (2. Februar). 1528 wurden sie vom Landesherrn auf zwei reduziert, so acht Tage nach St. Walburgis (1. Mai) und acht Tage vor St. Martinus (11. November). Von Bedeutung dürfte der Bronzeguss des 12./13. Jahrhunderts gewesen sein. Im 14./15. Jahrhundert werden gelegentlich Goldschmiede erwähnt, die u.a. liturgische Gegenstände herstellten. Die kleineren Handwerksämter kämpften in der »M.er Schicht« (1405-1408) erfolgreich um politische Beteiligung, sie waren hinfort an dem Wahlmännergremium der »Vierziger« beteiligt.

Abgesehen vom »Wortzins«, einer bfl.en Grundsteuer, hatten Bürger den »Giebelschoss« zu zahlen, eine Vermögenssteuer, die auf den Häusern lag. Andere Giebelformen waren formelles Zeichen der Steuerfreiheit und standen nur Adligen, Geistlichen u.a. zu. Das Häuserwertverzeichnis aus der Zeit um 1510 enthält 573 steuerpflichtige Hausbesitzer mit 620 Wohnhäusern, das Schossregister von 1557 weist 825 steuerpflichtige Hausbesitzer nach, was auf eine Einwohnerzahl von ungefähr 2500 bis zu knapp 4000 schließen lässt (für 1500 werden ca. 250 Geistliche vermutet).

(3) M. kannte eine reiche geistliche Ausstattung. Als erste Kirche ist eine Tauf- und Missionskirche, die in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts entstand und auf dem späteren Domhügel lag, aber nicht mit dem nach 800 zu bauen begonnenen Dom identisch ist. Außerhalb der Domimmunität entstanden drei Kapellen bzw. Oratorien. Anfang des 11. Jahrhunderts folgte das Benediktinerinnenkloster St. Marien, welches im 13. Jahrhundert in ein adeliges Kanonissenstift umgewandelt wurde und Pfarrechte erhielt. 1026 wurde das Kollegiatstift St. Martini gegründet, das Pfarrrechte besaß. Im 13. Jahrhundert erhielt eine der drei frühen Kapellen, St. Simeonis, ebenfalls Pfarrrechte. Bedeutsam war das Kollegiatstift St. Martini, dessen Propst zugleich Domherr und Archidiakon war, und dessen Kanoniker und Vikare auf vielfältige Weise (Stadtschreiber, Kirchenjuristen, Geldverleiher, Altaristen an gestifteten Altären) der Stadt verbunden waren. Auf einer Weserinsel wurde um 1042 das Kloster St. Mauritii gegründet, welches im 15. Jahrhundert in die Stadt verlegt wurde, wo ihm 1435 die Pfarrstelle von St. Simeonis inkorporiert wurde. Um 1200 gründete ein M.er Domherr das nichtadlige Kollegiatstift St. Johannis Evangelistae. 1236 kamen Dominikaner nach M., deren Kloster mit Kirche St. Pauli eine der größten Bibliotheken beheimatete, aus dem Kloster gingen viele Gelehrte hervor.

Außerdem gab es das um 1250 gestiftete Hl.-Geist-Hospital, als adlige Stiftung von 1295 ist ein Beginenhaus zu nennen.

Die Reformation wurde von der Gemeinde während der Vakanz im Bistum 1529/30 durchgesetzt mit der Berufung eines lutherischen Pfarrers für die Pfarrkirche St. Martini, der auch als Superintendent fungierte (Kirchenordnung 1530 vom Rat verabschiedet). Trotz Widerstandes der Kanoniker und der Gegenreformation blieb M. lutherisch, die geistlichen Einrichtungen hingegen katholisch. Die Judengemeinde fiel dem Pogrom von 1350 zum Opfer, seit der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts ließen sich wieder jüdische Familien nieder.

(4) Baulich geprägt war M. von den Kirchen mit ihren von weit her zu sehenden Türmen. Zu nennen sind der Dom, Domkloster, Bischofshof als eigentlicher bfl.er Residenz (unter Bischof Volquin [1275-1293] erneuert, 1555-1566 instandgesetzt), Domherrenkurien, Dompropstei und Domdechanei und die nicht mehr klar abgegrenzten Areale der Stifts-, Kloster- und Pfarrkirchen. Einen Eindruck der älteren Zustände gibt die Planvedoute Wenzel Hollars (um 1635, publiziert 1657) wieder, u.a. die im 16. Jahrhundert verstärkte Stadtmauer zeigend, die ab 1636 durch Festungswerke ersetzt wurde (1764 geschleift). Die Weserbrücke wurde um bzw. ab 1340 mit steinernen Pfeilern versehen, erst im 17. Jahrhundert war sie komplett aus Stein gebaut. Am Übergang von der Domimmunität zum Markt befand sich das Amtshaus des Wichgrafen. Wohl schon im ausgehenden 13. Jahrhundert wurde das Rathaus (Markt 1) direkt vor das Amtshaus des Wichgf.en gesetzt. 1300 wird es erstmals erwähnt, später als das »Neue Werk« bezeichnet. Später wurden beide Häuser zu einem Komplex vereinigt, doch behielten sie ihr je eigenes Dach. Der am Rathaus befindliche Laubengang an der Marktseite diente als Gericht, aber auch dem Lebensmittelverkauf. Für den Wichgf.en wird bereits um 1280 ein neues Gebäude erwähnt, der »Wichgrafenhof«. Als weiterer kommunaler Bau ist das Kaufhaus zu nennen, das bezeichnenderweise nicht mehr am ehemaligen Ufermarkt (»Sack«) lag, sondern am Markt (Nr. 6). Ob das Kaufhaus vor oder nach dem Bau des Rathauses errichtet worden war. lässt sich nicht feststellen. Im 14. Jahrhundert errichteten auch reiche Bürger ihr Haus aus Sandstein von der Porta Westfalica, der vom Edelherrn zum Berge, später vom Bischof gekauft werden musste. Die preußische Verwaltung des Fsm.s zog in den Bf.shof ein.

(5) Auch nachdem Bischof Gottfried von Waldeck (reg. 1304-1324) 1306 mit dem Bau der Burg Petershagen begonnen hatte, wo ab dieser Zeit auch der bischöfliche Weserzoll erhoben wurde, behielt M. Bedeutung als Haupt der bfl.en Verwaltung für das Hochstift und in geistlicher Hinsicht für die Diözese. Neue Bischöfe hielten auch nach 1307 zum Amtsantritt ihren Lehnstag zur Neubelehnung ihrer Vasallen in M. ab (auf dem Großen Domhof) nach dem feierlichen Einritt und der Huldigung der Stadt und der anderen Landstände. Die Einbindung in überörtliche Handelsstrukturen erhellt aus der Teilnahme am Ladberger Stadtbund 1246 mit Münster, Osnabrück, Herford und Coesfeld, dessen Ziel die Sicherung des Handelsverkehrs war. 1295 ist die Beteiligung an der Hanse belegt. Politische Bündnisse ging M. ein 1309 mit den Grafen von Schaumburg und Hoya und 1310 im Landfrieden mit dem Erzbischof von Köln. Gelegentlich festigten förmliche Bündnisse das Verhältnis von Bischof und Stadt.

Die Stadt verfügte über den eigenen »M.er Wald«. 1280 schenkte der Bischof der Stadt den sogenannten Rodenbeck mit einem den Stadtgraben speisenden Bach. Viele Ländereien innerhalb der im 14. Jahrhundert nachweisbaren Landwehr gehörten anfangs geistlichen Einrichtungen oder Dynasten (Gf.en von Schaumburg, Hoya, Edelherren zum Berg). Später unterstand das Landgebiet dem Bischof als Landesherrn, vertreten durch die Amtmänner von Petershagen und Hausberge. Im Laufe der Zeit kamen zahlreiche Ländereien in die Hände M.er Bürger.

(6) M. als Residenzstadt zu klassifizieren, fällt schwer, da der Bischof ab 1307 in der Regel auf seiner Burg Petershagen residierte. Doch fällt die Phase der Gemeinde- und Ratsbildung in das 13. Jahrhundert, als der Bischof noch vor Ort weilte. Alle Strukturmerkmale der Stadt, die sich in dieser Zeit entwickelt hatten, bestimmten die Geschicke der Stadt über Reformation und Säkularisation des Fbm.s 1648 hinweg bis zur Integration M.s in den »Gesamtstaat« Preußen 1711 bzw. 1723, dem Ende der städtischen Autonomie. Durchweg besaß M. zentrale Funktion als Sitz der geistlichen und weltlichen Verwaltung des Bm.s bzw. Hochstifts und des weltlichen Fsm.s M. ab 1648, 1723-1807 durch die Kriegs- und Domänenkammer auch für die Grafschaften Ravensberg, Tecklenburg und Lingen. An bedeutenden höfischen Ereignissen ist die Trauung Heinrichs des Löwen mit der englischen Königstochter Mathilde 1168 im M.er Dom und der kurze Aufenthalt Kaiser Karls IV. 1377 zu nennen; letzterer ordnete an, dem 1370 gestorbenen gelehrten Dominikaner Heinrich von Herford ein Hochgrab in der Klosterkirche zu errichten.

(7) An erster Stelle ist das Kommunalarchiv Minden zu nennen, als Bestandsübersicht: Kommunalarchiv Minden. Archiv der Stadt Minden und des Kreises Minden-Lübbecke. Geschichte, Bestände, Sammlungen, hg. von Hans Nordsiek, Minden 1993 (Veröffentlichungen des Kommunalarchivs Minden, 1); Stadtrechnungen sind nur lückenhaft überliefert. - Schulte, Monika M.: Mindener Urkundenüberlieferung, in: Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen, Bd. 50, Teil I, 1, Essen 2003, S. 14-45. Für die herrschaftliche Seite ist das Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Westfalen (bis 2008 Staatsarchiv) Münster zu beachten, siehe hierzu: Das Staatsarchiv Münster und seine Bestände, 5: Territorialarchive von Minden, Ravensberg, Tecklenburg, Lingen und Herford, bearb. von Wilfried Reinighaus, hg. vom Nordrhein-Westfälischen Staatsarchiv Münster, Münster 2000. Ferner ist zu berücksichtigen: Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Berlin: I. Hauptabteilung Rep. 32: Fürstentum Minden, 1582-1808.

Als erzählende Quellen sind zu nennen: Die Bischofschroniken des Mittelalters (Hermanns von Lerbeck Catalogus episcoporum Mindensium und seine Ableitungen), bearb. von Klemens Löffler, Münster 1917 (Mindener Geschichtsquellen, 1). - Das Chronicon Domesticum et Gentile des Heinrich Piel, bearb. von Martin Krieg, Münster 1981 (Geschichtsquellen des Fürstentums Minden, 4). - Des Domherrn Heinrich Tribbe Beschreibung von Stadt und Stift Minden (um 1460), hg. von Klemens Löffler, Münster 1932 (Mindener Geschichtsquellen, 2). - De origine antiquitate et celebritate urbis Mindae ad ripam Visurgis in veteri Saxonia sitae, brevis declaratio: Johannis Boceri, Rostochii excudebat Stephanus Myliander 1563, als Faksimile gedruckt: Johannes Bocerus: Ursprung, Alter und Bedeutung der Stadt Minden, Übersetzung ins Deutsche, Kommentar, Biografie und Bibliografie des Johannes Bocerus von Sievert Graf von Wedel, Minden 1998 (Mindener Beiträge, 26).

Culemann, Ernst Albrecht Friedrich: Sammlung derer vornehmsten Landes-Verträge des Fürstenthums Minden, mit einem Alphabetischen Register verfertiget von E. A. F. C., Minden 1748. - Westphälisches Magazin zur Geographie, Historie und Statistik, Bd. 1, hg. von Peter Florens Weddigen, Bielefeld 1786, Bd. 2, Bückeburg 1787. - Leonhardi, Friedrich Gottlob: Erdbeschreibung der Preußischen Monarchie, Bd. 4, Abt. 2, Halle/Saale 1791.

Regesta Historiae Westfaliae accedit Codex Diplomaticus …, Bd. 1 (bis 1125), hg. von Heinrich August Erhard, Münster 1847 (ND Osnabrück 1972 [Westfälisches Urkundenbuch, Bd. 1]; Bd. 2 (1126-1200), Münster 1851 (ND Osnabrück [1972] [Westfälisches Urkundenbuch, 2]). - Westfälisches Urkundenbuch, Bd. 6: Die Urkunden des Bistums Minden vom Jahr 1201-1300, bearb. von Hermann Hoogeweg, Münster 1898; Bd. 10: Die Urkunden des Bistums Minden 1301-1325, bearb. von Robert Krumbholtz, Münster 1940, 2. Auflage bearb. von Joseph Prinz, Münster 1977. - Das Mindener Stadtbuch von 1318, bearb. von Martin Krieg, Münster 1931 (Mindener Geschichtsquellen, 3). - Mindener Stadtrecht. 12. Jahrhundert bis 1540, bearb. von Johann Karl von Schroeder, Münster 1997 (Westfälische Stadtrechte, 2). - Necrologien, Anniversarien- und Obödienzenverzeichnisse des Mindener Domkapitels aus dem 13. Jahrhundert, bearb. von Ulrich Rasche, Hannover 1998 (Monumenta Germaniae Historica Libri memoriales et necrologia, nova series, 5). - Die Lehnregister der Bischöfe von Minden bis 1324, bearb. von Hugo Kemkes und Manfred Wolf, Münster 2010 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, 28: Westfälische Lehnbücher, 4). - Evangelische Kirchenordnungen des 16. Jahrhunderts, Bd. 21: Nordrhein-Westfalen I: Die Vereinigten Herzogtümer Jülich-Kleve-Berg, Das Hochstift und die Stadt Minden, Das Reichsstift und die Stadt Herford, Die Reichsstadt Dortmund, Die Reichsabtei Corvey, Die Grafschaft Lippe, Das Reichsstift und die Stadt Essen, bearb. von Sabine Arend, Tübingen 2015.

Westfalia Picta. Erfassung westfälischer Ortsansichten vor 1900, hg. vom Institut für vergleichende Städtegeschichte, Bd. 7: Minden-Ravensberg. Stadt Bielefeld, Kreis Gütersloh, Kreis Herford, Kreis Minden-Lübbecke, bearb. von Michael Schmitt, Münster 2002. - Schmitt, Michael: Historische Stadtansichten, in: Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen, Bd. 50, Teil I, 1, Essen 2003, S. 690-721. - Die Inschriften der Stadt Minden, bearb. von Sabine Wehking. Geleitwort von Raymund Kottje, Wiesbaden 1997 (Die Deutschen Inschriften, 46).

(8) Zu den einzelnen Kirchen siehe die entsprechenden Abschnitte in: Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen, Bd. 50, Tl.e 1-4 (mit Teilbd.en), Essen 1998-2003. - Zu den Klöstern die Beiträge in: Westfälisches Klosterbuch, hg. von Karl Hengst, Tl.e 1-3, Münster 1992-2003.

Lampmann, Theodor: Die Stadt Minden in ihrem Verhältnis zum brandenburgisch-preußischen Staate 1648 bis 1723. Besonders die Regulierung des rathäuslichen Wesens unter Friedrich I. und Friedrich Wilhem I., Minden 1927 (Mindener Jahrbuch, 3). - Krieg, Martin: Art. »Minden«, in: Westfälisches Städtebuch, Stuttgart 1954 (Deutsches Städtebuch, III, 2), S. 246-251. - Scriverius, Dieter: Die weltliche Regierung des Mindener Stiftes von 1140 bis 1397, Phil. Diss. Hamburg 1966. - Kulke, Leopold: Das Zoll- und Akzisewesen in Minden bis 1813, in: Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins 40 (1968) S. 7-35. - Kahsnitz, Rainer: Das Mindener Stadtsiegel des 13. Jahrhunderts. Hinweise und Probleme, in: Zwischen Dom und Rathaus. Beiträge zur Kunst- und Kulturgeschichte der Stadt Minden, hg. von Hans Nordsiek, Minden 1977, S. 147-156. - Ehbrecht, Wilfried: Form und Bedeutung innerstädtischer Kämpfe am Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit. Minden 1405-1535, in: Städtische Führungsgruppen und Gemeinde in der werdenden Neuzeit, hg. von Wilfried Ehbrecht, Köln/Wien 1980 (Städteforschung, A 9), S. 115-152. - Linnemeier, Bernd-Wilhelm: Der bischöfliche Hof zu Minden. Anmerkungen zur historischen Topographie des Mindener Dombezirks zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert, in: Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins 67 (1995) S. 9-42. - Nordsiek, Marianne: Brühl und Fischerstadt. Untersuchungen zur mittelalterlichen Siedlungsgeschichte der Stadt Minden, in: Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins 69 (1997) S. 149-184. - Schlipköther, Bernd: Klerikerwissen und Stadtgesellschaft. Die Dominikaner in Minden von 1236 bis 1530, in: Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins 69 (1997) S. 85-148. - Schulte, Monika M.: Macht auf Zeit. Ratsherrschaft im mittelalterlichen Minden, Warendorf 1997 (Beiträge und Quellen zur Stadtgeschichte Niederdeutschlands, 4). - Behr, Hans-Joachim: »Schutzfürsten« und »Schutzverwandte«. Der welfische Schutz und Schirm über die Stadt Minden, in: Vom Heerlager zur Hansestadt. Untersuchungen zur Mindener Geschichte 798-1648, hg. von Hans Nordsiek, Minden 1998, S. 185-203. - Kruppa, Nathalie: Emanzipation vom Bischof. Zum Verhältnis zwischen Bischof und Stadt am Beispiel Minden, in: Bischof und Bürger. Herrschaftsbeziehungen in den Kathedralstädten des Hoch- und Spätmittelalters, hg. von Uwe Grieme, Nathalie Kruppa und Stefan Pätzold, Göttingen 2004 (Veröffentlichungen des MPI für Geschichte, 206; Studien zur Germania Sacra, 26), S. 67-87. - Nordsiek, Hans: Die Anfänge der Reformation in Minden 1529-1535. Bürgerbewegung, Rat und Klerus in einer westfälischen Bischofsstadt, in: Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins 78 (2006) S. 43-99. - Nordsiek, Hans: Minden an der Weser. Stadtentwicklung, Stadtautonomie und Stadtherrschaft von den Anfängen bis 1806, in: Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins 89 (2017) S. 7-94.

Hans Nordsiek