Residenzstädte im Alten Reich (1300-1800)

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Hachenburg

Hachenburg

(1) Ausgangspunkt der Besiedlung war der ältere Kirchspielsort Altstadt, der archäologisch in das späte 10./11. Jahrhundert zu datieren ist. Nordöstlich von Altstadt entstand die Siedlung H. vermutlich kurz vor oder um 1200 als unmittelbarer Annex zu der erstmals 1215 indirekt bezeugten gleichnamigen Burg der Grafen von Sayn, die etwas erhöht über der Siedlung liegt. H. entstand auf einer Hochfläche über dem Tal der Großen Nister, wo sich die Köln-Leipziger-Straße mit der Hohen Straße von Limburg nach Frankfurt kreuzten.

Als Mittelpunkt saynischer Herrschaft ersetzte H. zunächst den am Unterlauf der Sieg gelegenen Ort Blankenberg (um 1170/80 entstanden, geriet dieser 1248 auf dem Erbweg an die Herren von Heinsberg sowie 1363 als Pfand und 1469 endgültig an die Grafen bzw. Herzöge von Berg). Direkter Vorläufer H.s war die ältere Burg Nister (auf er anderen Seite der Großen Nister gelegen, etwa ein Kilometer Luftlinie nördlich H.s), die der edelfreien Familien Nister gehörte; Mitglieder der Familie Nister standen 1215 in saynischen Diensten. Als Sitz eines saynischen Vogtes ist H. bereits 1222 bezeugt. Der Ort entwickelte sich zum Herrschaftsmittelpunkt der Grafschaft Sayn und wurde unter Graf Gerhard II. (†1493) Residenz.

Mit dem Tod Graf Heinrichs III. 1246/47 erlosch die Dynastie der älteren Grafen von Sayn. Sein Neffe, Johann (1218-1266) aus dem Hause Sponheim, begründete das Haus der jüngeren Grafen von Sayn, deren durch Erbteilungen reduziertes Territorium sich vornehmlich auf den Westerwald mit dem Herrschaftsmittelpunkt H. und das oberbergische Homburg erstreckte. 1294 teilten sich das jüngere saynische Haus in die Johann- und die Engelbert-Linie, wobei der Westerwälder Besitz an die Johann-Linie kam, der Oberbergische Besitz mit Homburg an die Engelbert-Linie, die 1362 das im Rothaargebirge liegende Erbe der Grafen von Wittgenstein übernahm (Gf.en von Sayn-Wittgenstein). Nach dem Erlöschen der Johann-Linie 1606 gelangte deren Besitz für wenige Jahrzehnte an die Grafen von Sayn-Wittgenstein, ehe die Grafschaft nach 1652 endgültig an die weiblichen Erben verloren ging. In mehreren Teilungen (1652, 1662 und 1671) entstanden aus der ehemaligen Grafschaft Sayn zwei selbständige Territorien, die Reichsgft.en Sayn-H. und Sayn-Altenkirchen. Sayn-H. ging an Salentin Ernst von Manderscheid-Blankenheim über und gelangte auf dem Erbweg 1715 an die aus Thüringen stammenden Burggrafen von Kirchberg-Farnroda. 1799 fiel die Grafschaft Sayn-H. an den Fürsten Friedrich Wilhelm von Nassau-Weilburg (†1816), der 1788 Luisa Isabella (†1827), die Tochter des letzten Grafen Wilhelm Georg von Sayn-H. geheiratet hatte. Das Paar verlegte seine Hofhaltung nach Weilburg, die Landesregierung sowie das 1743 neu gebildete Landeskonsistorium verblieben in H. und wurden erst im Zuge einer Verwaltungsreform im Herzogtum Nassau 1809 aufgelöst. Kirchlich gehörte H. zum Erzbistum Köln.

(2) Präurbane Funktionen sind bereits für den Kirchspielsort Altstadt belegt, der sich im 10./ 11. Jahrhundert um die St. Bartholomäuskirche gebildet hatte. Überflügelt wurde Altstadt durch die vor bzw. um 1200 bei der Burg entstandene Siedlung H, die 1247 als oppidum bzw. 1253 als civitas bezeichnet wird. H. verfügte 1298 über einen Markt, führte 1292 ein eigenes Siegel und erhielt 1314 in einem von König Ludwig dem Bayern für die Grafen von Sayn ausgestellten Sammelprivileg das Frankfurter Stadtrecht (auch für Altenkirchen und Weltersburg). 1232 ist für H. ein gfl.er Schultheiß nachweisbar, der gemeinsam mit den Schöffen dem Stadtgericht vorstand. Die Führung der Stadt oblag einem seit 1470 jährlich zu wählenden Bürgermeister sowie dem Schöffenkollegium (1354 erwähnt), aus dem spätestens Mitte des 15. Jahrhunderts der Stadtrat hervorging. In der von Graf Gerhard II. 1470 erlassenen »Stadtregimentsordnung« erscheint der Stadtrat als ein aus zwölf Personen bestehendes Gremium. Zu den vier Ratsschöffen traten acht Personen aus der Bürgerschaft, die dem Schultheiß durch Eid verbunden waren. Nach dem Regierungsantritt Graf Ernst Salentins von Manderscheid-Blankenheim 1652 waren in der Stadtverwaltung alle drei in H. präsenten Konfessionen vertreten: Der Stadtrat bestand aus je zwei reformierten, zwei katholischen und zwei evangelischen Schöffen, die den siebten Schöffen wählten. 1773 gehörten dem Stadtrat neben dem Bürgermeister acht Gerichtsschöffen und neun bürgerliche Ratsmitglieder an.

In einem Verzeichnis der wachtpflichtigen Bürger werden 1461 214 Personen aufgeführt, was auf über 800 Einwohner schließen lässt. Im Laufe der frühen Neuzeit schwanken Angaben zu den Haushalten um knapp über 100 (Sendschöffenregister 1581 104 Haushalte, 1593 bzw. 1596 119 bzw. 105 Feuerstellen, Kriegskostenliste 1623 ca. 100 Haushaltsvorstände, 1747/48 156 Bürger); Bewohner des Schlosses, Beamte und Geistliche wurden jeweils nicht mitgezählt. Eine zuverlässige Bürgerliste liegt für 1791 vor: In 198 Häusern lebten 1470 Einwohner.

Ein vermutlich bereits Ende des 13. Jahrhunderts bestehender, 1439 erwähnter Wochenmarkt wurde 1493 bestätigt. Ausgehend von den Kirchweihfesten entwickelten sich mehrere Jahrmärkte, von denen der St. Bartholomäusmarkt 1462 und der St. Katharinenmarkt 1463 erstmals erwähnt werden. Von 1595 bis 1729/30 ist der so genannte Mendelsmarkt zu Ostern nachweisbar. Ein Pfingstmarkt ist 1764 bezeugt.

Zu den frühesten Zünften zählen die Wollweber (Zunftbrief von 1343). Nachweise vom Handel mit H.er Tuchen auf den Messen zu Friedberg, Frankfurt und Basel sowie für Köln liegen aus dem 14. und 15. Jahrhundert vor. Ebenfalls von Bedeutung war die Lederverarbeitung (1440 Erwähnung einer Lohmühle, 1461 von Sattlern und Schuhmachern), wofür die Erneuerung des Zunftbriefs der Lohgerber 1485 spricht. Als weitere Zünfte erscheinen die Bäcker (Zunftordnung 1437) und die Schmiede- und Schlosserzunft (Stauten 1508). Das Bauhandwerk war 1461 mit Maurern und 1463 mit Zimmerleuten präsent. Die Gewerke in der Stadt und in dem Amt H. wurden 1733 in einer Bauzunft zusammengefasst, bereits 1737 aber wieder zwischen Stadt und Land getrennt. Hinweise auf nicht-zünftiges Hofhandwerk (Apotheker, Bäcker, Gärtner, Metzger, Sattler, Schlosser und Schreiner) liegen seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert vor. Zu den nicht-zünftig organisierten Berufen zählen ferner Uhrmacher (1596), Silberschmied (1733) und Buchbinder (1764), sowie Friseure und Perückenmacher (1791). 1728 gründete Johann David Müller eine Druckerei. Auf die Initiative der Landesherren geht 1750 die Einrichtung einer Färberei und Strumpfweberei sowie einer 1765 bezeugten Baumwollspinnerei zurück. Der Jude Baruch Löw erhielt 1792 das Privileg für eine Seifensiederei.

Das Straßengitternetz der etwa sechs Hektar großen, ummauerten Fläche lässt auf eine planmäßige Gründung schließen. Im Nordosten bildete die Burg eine Ecke der vermutlich vor 1292 entstandenen Stadtbefestigung, die außer dem Niedertor im Westen und dem Obertor im Osten mit der Rahmpforte an der Süd- und dem Nottor an der Nordseite vier Stadttore aufweist. Die Hauptachse der Stadt mit dem zentralen rechteckigen Marktplatz bildeten die dem Verlauf der Köln-Leipziger Handelsstraße folgende Nieder- (Wilhelmstraße) und Obergasse (Friedrichstraße). Seit der Mitte des 14. Jahrhunderts verfügte H. über eine kleine Vorstadt (in der Vryheit), die von Graf Johann II. 1367 dieselben Rechte und Freiheiten, wie sie H. und Altstadt hatten, erhielt, doch entwickelte sie sich kaum.

(3) Die Schloss- bzw. Katharinenkirche ging aus einer im 13. Jahrhundert entstandenen, erst 1303 sicher bezeugten Kirche hervor. Sie unterstand bis 1656 der St. Bartholomäus-Kirche in Altstadt, an der es im 14. Jahrhundert die Bruderschaft Unser Lieben Frau gab (1414 bestätigt). Die Vermögensverwaltung beider Kirchen oblag 1372 den Kirchgeschworenen (1393 als Baumeister, 1572 und 1621 als Kirchenmeister bezeichnet). Ende des 16. Jahrhunderts ist ein Hospital bezeugt. Den ältesten Bauteil der mehrfach durch Brand beschädigten Kirche bildet der spätgotische Chor. Die Unterhaltung des Turms oblag 1484 der Stadt. In der gfl.en Burg gab es eine St. Nikolaus-Kapelle (Patrozinium 1454 erstmals belegt).

Zeitweise existierte eine Beginenniederlassung, die urkundlich erstmals 1293 greifbar ist. Im Weichbild der Stadt lassen sich für das 15. Jahrhundert vier Heiligenhäuschen nachweisen. Nach Pfingsten und Michaelis unternahm die Stadtbevölkerung, wie 1462 belegt ist, Wallfahrten zum Zisterzienserkloster Marienstatt. Die letzte Prozession erfolgte 1559.

Gf. Adolf von Sayn (reg. 1560-1568) und seine Gattin Maria von Mansfeld führten 1560 das lutherische Bekenntnis ein. Einkünfte geistlicher Einrichtungen sollten der neuen Schule zufallen. 1562 wurde die lutherische Kirchenordnung des Kurfürsten Ottheinrich von der Pfalz übernommen. Seit 1582 näherte sich die Landesherrschaft der reformierten Konfession an. Die 1605 von Graf Wilhelm von Sayn-Wittgenstein durchgeführte calvinistische Reformation blieb so gut wie folgenlos. 1609 schloss Graf Wilhelm eine zweite Ehe mit einer lutherischen Gf.in von Nassau-Saarbrücken, so dass 1622 die reformierten Sayner Gemeinden zur lutherischen Kirchenordnung zurückkehrten. Nach dem Tod Graf Ludwig von Sayn-Wittgenstein-Sayns 1626 zog der Kölner Erzbischof Stadt, Schloss und Amt H. als erledigtes Lehen ein und betraute den kurkölnischen Premierminister Franz Wilhelm von Wartenberg mit der Herrschaft, der den katholischen Gottesdienst wieder einführte, jedoch nicht missionierte. 1637 ließ der Fbf. von Osnabrück katholische Gottesdienste in der Schlosskapelle halten und berief 1638 die Franziskaner nach H., die nach mehrfachem Wechsel ihres Quartiers schließlich 1662 Häuser am Markt erhielten und zu einem Kloster umgestalteten (1663 zum Konvent erhoben). Konflikte zwischen den nachfolgenden evangelischen Landesherren aus dem Hause der Burggrafen von Kirchberg endeten 1732 mit einer Niederlage der Franziskaner.

Eine erste Judengemeinde wurde 1349 im Zuge des Pestprogroms ausgelöscht. In den Quellen ist zwar 1583 und 1587 von einem Judenfriedhof außerhalb der Stadt die Rede, doch gibt es keine Hinweise auf eine Judengemeinde. Unter landesherrlichem Schutz waren erstmals 1642 erneut Juden ansässig, die im Vieh- und Weinhandel und in Geldgeschäften tätig waren.

(4) Bis heute beherrscht das aus der um 1200 entstandenen Burg hervorgegangene Schloss auf dem Schlossberg die Silhouette der Stadt. Stadt und Burg bildeten eine gemeinsame fortifikatorische Anlage, die in der Nordostecke gelegene Burg war mit der wohl vor 1300 entstandenen Stadtbefestigung verbunden. Nach dem Dreißigjährigen Krieg sowie dem Großbrand, der 1654 u.a. das Schloss, die Katharinenkirche, das Rathaus sowie weite Teile der Stadt zerstört hatte, entfalteten Landesherren und Stadt beachtliche Aktivitäten, die mit dem barocken Neubau des Residenzschlosses 1717-1726 und 1737-1747 ihren Höhepunkt erreichten. Am Alten Markt entstand ab 1664 das vom Grafen geförderte Franziskanerkloster, dessen Kirche 1734-1738 durch einen barocken Neubau ersetzt wurde. Die an der Ostseite des Marktes gelegene Katharinenkirche diente zugleich als Schlosskirche, sie war durch einen Verbindungsgang mit dem Schloss verbunden. Die im Kern spätgotische Kirche (Chor 15. Jh.) erhielt 1774-1776 einen frühklassizistischen Saalbau.

In dem 1292 nachweisbaren Stadtsiegel ist ein steinernes, von zwei Türmen bewehrtes Stadttor mit Fallgatter und dem über den Zinnen befindlichen saynischen Wappenschild mit dem Löwen erkennbar. Die städtischen Befestigungsanlagen erfuhren keine nennenswerten Erweiterungen (im 19. Jahrhundert niedergelegt, allein der Poppenturm [Eiskeller] überdauerte).

In die Landwehr (um 1400 belegt) einbezogen war offenbar auch der sich östlich an den Schlossberg anschließende Burggarten, der 1404 genannt wird und auf dessen Areal im beginnenden 18. Jahrhundert der Barockgarten angelegt wurde. Dieser wurde nach dem Verlust der Residenzfunktion 1799 teils als Baum- und Pflanzschule genutzt, teils zu einem englischen Landschaftspark umgestaltet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Am östlichen Ende des Gartens hat sich das sog. Burggartenhaus erhalten, der 1723/34 errichtet wurde und als Orangerie sowie als Wohnquartier des Hofgärtners diente.

Bis heute bilden Untergasse (Wilhelmstraße), Alter Markt und Obergasse (Friedrichstraße) die von West nach Ost verlaufende Hauptachse der Stadt. An der Ecke Alter Markt/Herrnstraße befand sich ursprünglich das Rathaus. Der erste Bau fiel 1439 einem Stadtbrand zum Opfer. 1493 berichten die Quellen von einem Rathausneubau. In der Folgezeit wurde das Gebäude mehrmals durch Brandkatastrophen zerstört. Das nach der Feuersbrunst von 1654 wiederaufgebaute Rathaus wurde schließlich 1820 bzw. 1835 niedergelegt.

Die städtische Bebauung ist geprägt von der giebelständigen Stellung der Häuser. Ausnahmen sind 1. der 1606 an der Stelle eines Vorgängerbaus errichtete Vogtshof (Mittelgasse), 2. das wohl aus einem spätmittelalterlichen Burgmannensitz hervorgegangene, Ende des 17. Jahrhunderts zeitweise als Witwensitz der gfl.en Familie dienende, 1765/66 frühklassizistisch umgestaltete Beustsche Haus (Herrngasse), 3. das vor 1670 entstandene Magdeburgische Haus des Amtsverwalters, 4. das 1692 datierte Bergratshaus (Perlengasse) sowie 5. das 1706 entstandene Haus Schlossberg 2, die traufständig zur Straße ausgerichtet sind. Zu den Repräsentationsbauten der Stadt zählt ferner das 1461 erwähnte, am Alten Markt gelegene Steinerne Haus, das 1617/18 zu einem prächtigen Spätrenaissancebau umgestaltet wurde und sich zeitweise in landesherrlichem Besitz befand.

(5) Außer der Funktion als Herrschaftssitz und Residenz für die Grafschaft Sayn ist über Stadt-Umland-Beziehungen H.s nicht viel bekannt. Von einer gewissen Bedeutung scheint die Ausfuhr von Tuchen und Leder bzw. Lederprodukten gewesen zu sein. Als Markt mag H. eine gewisse, über eine rein örtliche Bedeutung hinausgehende Rolle gespielt haben. Eine Beteiligung H.s an Städtebünden ist nicht belegt. Bezeichnend ist, dass H. in der an Städten nicht sehr reichen Landschaft einen besonderen Status als Stadt, Herrschaftsmittelpunkt und Residenz gegenüber den anderen saynischen Stadtrechtsorten (Freusburg, Sayn, Weltersburg und Altenkirchen) innehatte. Nur Altenkirchen erlebte als Residenzstadt eine ähnliche Entwicklung wie H.

(6) H. bildete ab der Mitte des 13. Jahrhunderts den Herrschaftsmittelpunkt der Grafschaft Sayn und wurde von den Landesherren bzw. deren Amtsträgern dominiert. H. profitierte von seiner Lage an der Köln-Leipziger Straße sowie von der Präsenz des saynischen Landesherren, die etwa seit der Mitte des 15. Jahrhunderts über eine ortsfeste Residenz in H. verfügten. Kirchlich blieb H. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts von der älteren Pfarrkirche in dem Ort Altstadt abhängig. H. kannte nur ein bescheidenes Wachstum, das sich in der vor den Mauern der Stadt gelegenen kleinen »Freiheit« niederschlug. In auffallendem Kontrast zum großzügigen barocken Um- und Ausbau des Schlosses im 18. Jahrhundert, entfaltete die Stadt zu dieser Zeit kaum bauliche Aktivitäten. Hinsichtlich der Verflechtung von Stadtgemeinde und Hof ist herauszustellen, dass die am Alten Markt gelegene Katharinenkirche zugleich als Hofkirche diente. Über die weitere Verflechtung von Stadtgemeinde und Hof ist nichts bekannt.

(7) Archivalien befinden sich im Landeshauptarchiv Koblenz (LHAKo), im Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden (HHStAW) sowie im Stadtarchiv Hachenburg. Die erhaltene städtische Rechnungsüberlieferung setzt Mitte des 15. Jahrhunderts ein (HHStAW und LHAKo).

Menzel, Karl: Regesten der im Archiv des Vereins für Nassauische Alterthumskunde und Geschichtsforschung aufbewahrten Urkunden aus den Jahren 1145-1807, in: Nassauische Annalen 15 (1879) S. 143-264. - Schaus, Emil: Eine Sammlung von Hachenburger Archivalien, in: Mitteilungen des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung an seine Mitglieder 8 (1904/1905) S. 86-88. - Inventar des Archivs der Stadt Hachenburg, bearb. von Peter Brommer, Koblenz 1989 (Veröffentlichugnen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Kleine Reihe, 46).

(8)Söhngen Wilhelm: Geschichte der Stadt Hachenburg. Erster Teil, Hachenburg 1914. - Gensicke, Hellmuth: Aus der Geschichte der Stadt Hachenburg, in: 650 Jahre Stadt Hachenburg 1314-1964, hrsg. von der Stadtverwaltung Hachenburg, Hachenburg 1964, S. 5-85. - Gensicke, Hellmuth: Vom Mittelalter bis zur Neuzeit, in: Hachenburg in Geschichte und Gegenwart, hrsg. von der Stadtverwaltung Hachenburg, Hachenburg 1985, S. 11-102. - Gensicke, Hellmuth: Das Kirchspiel Altstadt, in: Nassauische Annalen 97 (1986) S. 192-216. - Struif, Bruno: Fürstbischof Wilhelm Graf von Wartenberg (1593-1661) als »Dominus in Hachenburg«, in: Nassauische Annalen 114 (2003) S. 105-138. - Grathoff, Stefan: Der Vogtshof in Hachenburg, Hachenburg 2011 (Hachenburger Hausgeschichten, 1). - Müller, Markus: Gemeinden und Staat in der Reichsgrafschaft Sayn-Hachenburg 1652-1799, Wiesbaden 2005 (Beiträge zur Geschichte Nassaus und des Landes Hessen, 3). - Struif, Bruno: Vom Franziskanerkloster Sancta maria Regina Angelorum zur katholischen Kirche Maria Himmelfahrt in Hachenburg, Hachenburg 2010 (GWH-Publikationen, 2). - Grathoff, Stefan: Geschichte der Stadt Hachenburg, hrsg. von der Stadt Hachenburg, Hachenburg 2011. - Grathoff, Stefan: Die Evangelische Schlosskirche in Hachenburg/Westerwald, Hachenburg 2011. - Friedhoff, Jens: Sayn, in: Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Grafen und Herren, Teilband 2, hrsg. von Werner Paravicini, Ostfildern 2012 (Residenzenforschung, 15, IV), S. 1278-1300. - Friedhoff, Jens: Hachenburg. Topographie, Stadtentwicklung und Stadtbefestigung im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Ein Beitrag zur 700jährigen Wiederkehr der Stadtrechtsverleihung am 16. Dezember 2014, in: Jahrbuch für Westdeutsche Landesgeschichte 39 (2013) S. 119-165. - Friedhoff, Jens: Burg und Schloss Hachenburg. Neue Erkenntnisse zur Baugeschichte der saynischen Residenz vor der barocken Umgestaltung ab 1719, in: Burgen und Schlösser 54 (2013) H. 1, S. 40-50. - Friedhoff, Jens: Hachenburg, Blankenberg und Sayn. Burgen, Städte und Talsiedlungen als Herrschaftsmittelpunkte der Grafen von Sayn, in: Nassauische Annalen 125 (2014) S. 67-106. - Friedhoff, Jens: Hachenburg 1314 bis 2014 - Streifzüge durch 700 Jahre Stadtgeschichte, Hachenburg 2014 (Schriften des Stadtarchivs Hachenburg, 2). - Friedhoff, Jens: Reformation und Gegenreformation. Hachenburg und die Grafschaft Sayn im Zeitalter des konfessionellen Wandels, Hachenburg 2017 (Schriften des Stadtarchivs Hachenburg, 5). - Friedhoff, Jens: Stadtplanung und Stadtentwicklung. Das Hachenburger Stadtbild im Wandel der Jahrhunderte, Hachenburg 2018 (Schriften des Stadtarchivs Hachenburg, 6).

Jens Friedhoff