Buchpräsentation

Erste Bände der Karlstadt-Edition werden am 26.4. in der Alten SUB vorgestellt. Mehr

Lüneburger Inschriften einzigartig in ihrer Fülle

100. Band der Reihe „Die Deutschen Inschriften“

GÖTTINGEN / LÜNEBURG. Die Göttinger Arbeitsstelle des interakademischen Forschungsvorhabens „Die Deutschen Inschriften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit“ wird am 26. April 2017 um 18.00 Uhr im Rathaus der Stadt Lüneburg den 100. Band der Reihe „Die Deutschen Inschriften“ der Öffentlichkeit vorstellen. Der Band „Die Inschriften der Stadt Lüneburg“ präsentiert einen der bedeutendsten Inschriftenbestände Norddeutschlands und ist daher als Band 100 der Reihe „Die Deutschen Inschriften“ ausgewählt worden. Er umfasst über 1000 Inschriften aus der Zeit vom 10. Jahrhundert bis zum Jahr 1650 und enthält über 500 Abbildungen. Bearbeitet wurde der Band von Dr. Sabine Wehking. Die Mitarbeiterin des Akademienprojekts wird bei der Buchvorstellung über „Eine Stadt unter dem Patronat des Friedens – Die Lüneburger Inschriften als Quellen für die Stadtgeschichte“ sprechen.

Die Lüneburger Inschriften sind einzigartig in ihrer Fülle, denn die umfangreiche originale Überlieferung wird ergänzt durch eine schon zu Beginn des 16. Jahrhunderts einsetzende kopiale Überlieferung der Inschriften von inzwischen längst zerstörten Grabdenkmälern. Die Dichte des Lüneburger Inschriftenbestands lässt erst spürbar nach, als die Stadt im Dreißigjährigen Krieg  ihre Selbständigkeit und damit auch das patrizische Selbstbewusstsein verliert. Die Lüneburger Inschriften demonstrieren gleichermaßen die spätmittelalterliche Frömmigkeit der städtischen Oberschicht und ihr Bekenntnis zur Lehre Luthers nach 1531. Die Rezeption lutherischer Grundgedanken lässt sich an vielen Inschriften, ganz besonders auch in den großen Bild-/Text-programmen des Rathauses nachweisen. Aus den einzelnen Artikeln des Bandes ergibt sich zum einen ein enges personelles Geflecht der Patrizier-familien untereinander, zum anderen zeigen verschiedene auf dieselbe Person bezogene Inschriften diese als Stifter und Initiator, als Hausbesitzer und als schon zu Lebzeiten um ein repräsentatives Grabdenkmal bemühten Bürger oder Patrizier.

Die Inschriften der Stadt Lüneburg, gesammelt und bearbeitet von Dr. Sabine Wehking, Wiesbaden 2017 (Die Deutschen Inschriften, Band 100, Göttinger Reihe 19. Band). Zwei Teilbände mit 1072 S. sowie 144 Tafeln mit  276 S/W- und 256 Farbabb.

Das Vorhaben „Die Deutschen Inschriften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit“ gehört zum Akademienprogramm, dem größten geisteswissenschaftlichen Forschungsprogramm der Bundesrepublik Deutschland, das von der Union der Deutschen Akademien koordiniert wird.



Kontakt

Pressereferentin
Adrienne Lochte
Tel.: +49 551 39-5338
E-Mail: alochte1@gwdg.de


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