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Göttinger Akademie im Literaturherbst

Leistungswahn, religiöser Fanatismus, Politikverdrossenheit: Mitglieder moderieren Veranstaltungen zu brisanten Themen

GÖTTINGEN. Die Göttinger Akademie beteiligt sich in diesem Jahr mit drei Veranstaltungen am Göttinger Literaturherbst. Akademiemitglieder moderieren Buchpräsentationen, die sich mit so brisanten Themen wie Leistungswahn, religiöser Fanatismus und Politikverdrossenheit befassen. „Die Akademie bereichert den Literaturherbst mit Diskussionspartnern und stärkt die geisteswissenschaftliche Seite des Festivals“, sagt Johannes-Peter Herberhold, Leiter des Festivals.

Den Auftakt der Akademie-Reihe im Rahmen des Göttinger Literaturherbstes macht am 13. Oktober um 17 Uhr im FREIgeist Hotel Göttingen Akademiemitglied Prof. Bettina Schöne-Seifert, Direktorin des Instituts für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin mit der Historikerin Dr. Nina Verheyen und deren Buch „Die Erfindung der Leistung“. Die Autorin hat sich mit der Entwicklung des Themas „Leistungswahn und Selbstoptimierung“ befasst. Im essayistischen Stil stellt sie wissenschaftliche, juristische und staatliche Diskurse vor und markiert Stationen vom Suizidanstieg im Fin de Siècle bis zum heutigen Burnout.

Am 18. Oktober um 19 Uhr wird Prof. Daniel Göske, Literaturwissenschaftler und Akademiemitglied, im Haus des Geistes (Geiststraße 10) mit Stephan Thome über dessen neuen Roman „Gott der Barbaren“ diskutieren. Thome ist mit diesem weitblickenden Roman über religiösen Fanatismus nun bereits zum dritten Mal für den Deutschen Buchpreis nominiert. Der Sinologe, der in Taipeh lebt, lässt seinen Roman in China spielen, wo Mitte des 19. Jahrhunderts ein christlicher Konvertit einen Gottesstaat errichtet.

Um „Sprache und Politik“ geht es in einem Gespräch, das die Akademiemitglieder Prof. Andreas Busch (Politikwissenschaft) und Prof. Gerhard Lauer (Literaturwissenschaft) mit der Politikwissenschaftlerin Dr. Astrid Séville am 19. Oktober 2018 um 19 Uhr im Alten Rathaus führen. Séville benennt in ihrem Buch „Der Sound der Macht“ deutlich die Konsequenzen des phrasendreschenden Sprachverhaltens und plädiert für eine neue demokratische Streitkultur.



Kontakt

Pressereferentin
Adrienne Lochte
Tel.: +49 551 39-5338
E-Mail: alochte1@gwdg.de


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