Stellenausschreibung

Wissenschaftliche Redakteurin / wissenschaftlicher Redakteur für das Frühneuhochdeutsche Wörterbuch

Die Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (NAWG) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt für das Projekt „Frühneuhochdeutsches Wörterbuch“ in Göttingen

eine wissenschaftliche Redakteurin / einen wissenschaftlichen Redakteur (w/m/d) TV-L E 13/100%

Das seit 2013 an der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen angesiedelte Frühneuhochdeutsche Wörterbuch (FWB) zählt zu den großen Sprachstadienwörterbüchern des Deutschen. Als ein kultursemantisches Wörterbuch mit einem in der Wörterbuchlandschaft einzigartigen Informationsprogramm beleuchtet und dokumentiert es den Wortschatz des Frühneuhochdeutschen in seinen soziokulturellen und pragmatischen Verwendungszusammenhängen (fwb-online).

Ihre Aufgaben

  • eigenständiges Verfassen und Redigieren von Artikelstrecken im Sinne des FWB-Informationsprogramms
  • aktive Mitarbeit im Redaktionsteam und in den Arbeitsschritten, die den redaktionellen Prozess begleiten

Ihr Profil

  • Promotion in einem Teilfach der historischen Sprach- und Literaturwissenschaften des Deutschen. Bei ausgewiesener Eignung sind auch Bewerberinnen und Bewerber aus anderen historischen Disziplinen willkommen
  • nachgewiesene Erfahrung im Umgang mit frühneuhochdeutschen Texten sowie grundlegende Kenntnisse der Kultur des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit
  • philologisches Fingerspitzengefühl sowie Freude und Interesse am Umgang mit der Vielfalt frühneuhochdeutscher Textwelten
  • hervorragende, regelsichere Schreib- und Ausdruckskompetenz einschließlich der Fähigkeit zur knappen und präzisen Informationsvermittlung
  • Teamfähigkeit und Bereitschaft zur intensiven (selbständigen und angeleiteten) Einarbeitung in die Artikelproduktion und zur Integration in den eng vernetzten Workflow der Arbeitsgruppe

Vorteilhaft wären außerdem

  • einschlägige Erfahrungen mit redaktionellen Textkorrekturen (sowohl eigener als auch fremder zur Publikation vorzubereitender Texte)
  • Erfahrungen im lexikographischen Arbeiten und der Erstellung von Wörter­buchartikeln
  • Lateinkenntnisse

Die Stelle ist zunächst bis zum 31. Dezember 2027 befristet. Die Verlängerung der Projektlaufzeit bis 2031 ist beantragt. Die Stelle ist prinzipiell teilzeitgeeignet. Dienstort ist Göttingen.

Wir bieten

  • ein vielseitiges und spannendes Tätigkeitsfeld innerhalb eines innovativen und auf Nachhaltigkeit angelegten lexikographischen Großprojekts
  • ein erfahrenes, gut eingespieltes und kollegiales Team
  • ortsflexibles Arbeiten im Sinne der Dienstvereinbarung der NAWG (2/5-Regelung)
  • flexible Arbeitszeiten
  • verschiedene Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten innerhalb des Programms der NAWG und der Universität Göttingen
  • eine Sonderzahlung zum Jahresende sowie eine betriebliche Altersversorgung (VBL)

Ansprechpartner bei Fragen: Dr. Jan Marco Sawilla (jan.sawilla@adwgoe.de).

Weitere Informationen zum Vorhaben unter: https://adw-goe.de/forschung/forschungsprojekte-akademienprogramm/fruehneuhochdeutsches-woerterbuch/

Die Akademie strebt in den Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, eine Erhöhung des Frauenanteils an und fordert daher qualifizierte Frauen ausdrücklich zur Bewerbung auf. Sie versteht sich zudem als familienfreundlich und fördert die Vereinbarkeit von Wissenschaft/Beruf und Familie. Schwerbehinderte Menschen werden bei entsprechender Eignung besonders berücksichtigt.

Ihre aussagekräftige Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse) senden Sie bitte bis zum 15. Dezember 2025 als eine PDF-Datei (max. 5 MB) per E-Mail an: adw.bewerb@gwdg.de, an die Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Theaterstraße 7, 37073 Göttingen.

Reise- und Bewerbungskosten können nicht erstattet werden.

Wir weisen darauf hin, dass die Einreichung der Bewerbung eine daten­schutzrechtliche Einwilligung in die Verarbeitung Ihrer Bewerbungsdaten durch uns darstellt. Näheres zur Rechtsgrundlage und Datenverwendung finden Sie unter: adw-goe.de/ueber-uns/datenschutzerklaerung/

EDIKILEX (Edition, KI und Lexikographie) - Interdisziplinäre Zugänge und digitale Methoden im Umgang mit frühneuhochdeutschen Texten

Neuer Forschungsverbund bewilligt

GÖTTINGEN. Das gemeinsame Wissenschaftsförderprogramm der niedersächsischen Landesregierung und der VolkswagenStiftung hat ein neues Verbundprojekt namens „EDIKILEX“ genehmigt. Es ist an der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen angesiedelt und nutzt das dortige Akademienprojekt „Frühneuhochdeutsches Wörterbuch“ (FWB) als Basis.

EDIKILEX“ ist im besten Sinne des Wortes interdisziplinär. Es kombiniert geisteswissenschaftliche und informationstechnologische Methoden und hilft dabei, digitale Editionen frühneuhochdeutscher Texte automatisiert mit dem FWB zu verknüpfen. Das reduziert bisher unumgängliche Hürden bei der Worterkennung und beim Wortverstehen, die sich einerseits aus der nicht normierten Rechtschreibung im Frühneuhochdeutschen und andererseits aus der Vielzahl möglicher Bedeutungen eines Wortes ergeben. Das Wort gnade wurde im Frühneuhochdeutschen mit 20 verschiedenen Deutungsmöglichkeiten gebraucht, das Verb lassen mit 37.

Die Lektüre digital edierter Texte, die dieser Sprachstufe angehören, wird in Zukunft durch ein unaufdringlich verfügbares und auf jedes Wort eines Textes zugeschnittenes Angebot kulturhistorischer, textpragmatischer und textsemantischer Verständnishilfen unterstützt, die aus dem FWB generiert sind. Sie wird zudem in ein Wissenssystem eingebettet, das gesicherte Expertise nachhaltig, kompakt und mit weiteren Vernetzungsmöglichkeiten zur Verfügung stellt. Der Zugang zu frühneuhochdeutschen Texten wird somit niedrigschwelliger und für einen größeren Benutzerkreis möglich. „EDIKILEX“ macht – bildlich gesprochen – die Einbahnstraße vom Wörterbuch in eine Vielzahl von Texten zu einer in beiden Richtungen befahrbaren Schnellstraße.

Das Projekt stellt zudem ein Modell für die KI-basierte Erforschung von sog. Low Resource Languages bereit, das auf andere Sprachen und deren Varietäten übertragbar sein wird. Die durch hybride Intelligenz erarbeiteten Ergebnisse konfrontiert die Benutzer nicht mit einem Überangebot an uninterpretierten Informationen, sondern bietet vertrauenswürdige Ressourcen mit klarem, erkenntnisförderndem Kompass.

Projektpartner sind Prof. Peter Burschel und Dr. Johannes Mangei (Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel), Prof. Thomas Kaufmann (Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen), Prof. Bela Gipp (Georg-August-Universität Göttingen), Prof. Ulrich Heid und Prof. Thomas Mandl (Universität Hildesheim), Prof. Anja Lobenstein-Reichmann (Sprecherin; Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen).

Die Bedeutungsnetze des Frühneuhochdeutschen

Das „Frühneuhochdeutsche Wörterbuch“ ist das erste und im internationalen Vergleich bislang einzige Wörterbuch, das den Wortschatz in seiner semantischen Vernetzung sichtbar macht. Seit März 2025 stellt es über die Webseite (fwb-online) knapp 125.000 individuell anpassbare Netzwerke zur Verfügung, durch die Bedeutungsverwandtschaften, Gegensätze und Orientierungsfelder innerhalb des frühneuhochdeutschen Wortschatzes anschaulich vermittelt werden. So erkennt man mit einem Blick, wie die geschichtlichen Schreiber von Texten ihre Wirklichkeit verfasst und versprachlicht haben - ein Meilenstein der interaktiven Lexikografie!

LandLex Colloquium

Vom 22. bis 26. Mai 2019 fand in den Räumen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, das vom Frühneuhochdeutschen Wörterbuch in Kooperation mit EMLex - Europäischer Master für Lexikographie veranstaltete DFG-geförderte LandLex Colloquium statt.

Die internationale Forschergruppe LandLex („landscape and lexicography“) sowie Lexikographen, Sprachwissenschaftler und Nachwuchswissenschaftler aus ganz Europa sprachen aus historischer und gegenwartssprachlicher Perspektive zur lexikographischen Darstellung von Wörtern aus der Domäne „Landschaft“. Ein weiterer zentraler Bestandteil des Treffens war das Nachdenken über Zukunftsstrategien der (historischen) Lexikographie im digitalen Zeitalter.

Luther und die deutsche Sprache

Welchen Einfluss hatte Luther auf die deutsche Sprache und wie prägt er sie bis heute? Welche gesellschaftlichen und religiösen Erkenntnisse werden über Luthers Texte transportiert? Über diese Fragen diskutierten die Sprachwissenschaftlerin und Leiterin der Göttinger Arbeitsstelle Frühneuhochdeutsches Wörterbuch Prof. Dr. Anja Lobenstein-Reichmann und der Professor für Kirchengeschichte an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster und Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste Prof. Dr. Albrecht Beutel bei einem einschlägigen Panel auf dem Akademientag 2017 in Heidelberg. Es moderierte der Präsident der Akademie zu Göttingen Prof. Dr. Andreas Gardt.

Hier können Sie die gesamte Vortrags- und Diskussionsrunde verfolgen:

www.br.de/mediathek/video/akademientag-2017-luther-und-die-deutsche-sprache-av:5a4cca7ff731190017a2a2c1.

Verleumdung, Volksverhetzung, Gewaltaufrufe - Ein neues Phänomen?

Verleumdung, Volksverhetzung und Gewaltaufrufe im Netz - das hat sich zu einem echten Problem entwickelt. Dazu kommen die Fake-News, die bewusst in die Irre führen wollen. Die Politik ist dabei, Gesetze zu erlassen, um dem wieder Herr zu werden. Man bekommt das Gefühl, dass die über die geschriebene oder gesprochene Sprache ausgeübte Gewalt mit der Verbreitung der neuen Medien zugenommen hat.

Stimmt aber nicht, sagt die Sprachwissenschaftlerin Anne Lobenstein-Reichmann. Das habe es schon immer gegeben. Burkhard Vogt hat sich mit ihr über dieses Phänomen unterhalten. Hören Sie das Interview Interview hier.

Aufsatz zur Rolle Martin Luthers bei der Entstehung der deutschen Sprache

Frau Prof. Dr. Anja Lobenstein-Reichmann veröffentlichte im März 2017 in der »Oxford Research Encyclopedias - Religion« den Aufsatz »Martin Luther, Bible Translation, and the German Language«, der sich mit der Rolle Martin Luthers für die deutsche Sprachgeschichte beschäftigt.

Der Aufsatz kann hier nachgelesen werden.

BibCast zu FWB-online

Im Vorfeld des Bibliothekarstags 2017 in Frankfurt am Main wurde FWB-online in einem Live-Webcast vorgestellt.

Daniel Beucke von der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen und Dr. Henning Wolf von der Arbeitsstelle Frühneuhochdeutsches Wörterbuch der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen referierten gemeinsam unter dem Titel »FWB-online - Die Erschließung eines Wörterbuchschatzes« über den Weg des Frühneuhochdeutschen Wörterbuchs vom Druckwerk bis ins Internet. 

Nachzuhören ist der Webcast jederzeit auch bei Youtube unter https://youtu.be/5vjk_XlxCBM 

Das Frühneuhochdeutsche Wörterbuch ist online!

Seit Aufnahme des Frühneuhochdeutschen Wörterbuchs in das Akademienproramm im Jahr 2013 arbeitete die Göttinger Arbeitsstelle außer an der Fortsetzung des gedruckten Wörterbuchs daran, das Werk auch kostenfrei online verfügbar zu machen. Ziel war es dabei nicht in erster Linie eine schnelle Online-Präsenz zu erreichen. Vielmehr sollte schon in der ersten Version der zentralen Forderung moderner Online-Lexikographie nach Zugang zu tief strukturierten lexikographischen Daten mittels elaborierter Suchmöglichkeiten entsprochen werden.

Dieses Ziel ist nun erreicht!

Am 1. März 2017 wurde die Online-Präsenz des Frühneuhochdeutschen Wörterbuchs für die Öffentlichkeit freigeschaltet. FWB-online kann unter fwb-online.de aufgerufen werden

Diskussionsrunde zum Thema "Dem Volk aufs Maul geschaut? - Die neue Lutherbibel"

Am 14.10. 2016 fand im Rahmen des SWR2 Forum eine Diskussionsrunde über die kurz vor ihrer Veröffentlichung stehende Neuedition der Luther-Bibel statt. Daran nahmen unter der Gesprächsleitung von Holger Gohla der Theologe Prof. Dr. Christopher Kähler (Vorsitzender des Lenkungsausschusses der Lutherbibel), die Literaturwissenschaftlerin Dr. Caroline Sauter (Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin) sowie die Arbeitsstellenleiterin des Frühneuhochdeutschen Wörterbuchs Prof. Dr. Anja Lobenstein-Reichmann teil.

Sie können die Diskussion unter folgendem Link nachverfolgen:

www.swr.de/swr2/programm/sendungen/swr2-forum/swr2-forum-dem-volk-aufs-maul-geschaut/-/id=660214/did=18058068/nid=660214/13we1zo/index.html

 

Neuerscheinung im August 2016

Unter Beteiligung der Göttinger Forschungsstelle "Frühneuhochdeutsches Wörterbuch" entstand der von der Forschungsstellenleiterin Prof. Dr. Anja Lobenstein-Reichmann in Zusammenarbeit mit dem Erlanger Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Peter O. Müller herausgegebene Sammelband »Historische Lexikographie zwischen Tradition und Innovation«, der - neben anderen - auch drei Beiträge von Mitarbeitern des Frühneuhochdeutschen Wörterbuchs enthält.

Deutscher Sprachpreis 2013 für Prof. Oskar Reichmann

„Frühneuhochdeutsches Wörterbuch unschätzbarer Beitrag zum kulturellen Gedächtnis“

Der Leiter des Forschungsprojektes „Frühneuhochdeutsches Wörterbuch“ der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Prof. Dr. Oskar Reichmann, ist von der Henning-Kaufmann-Stiftung mit dem Deutschen Sprachpreis 2013 ausgezeichnet worden. Die Stiftung würdigt den emeritierten Ordinarius für Germanistische Sprachwissenschaft der Universität Heidelberg, für seine herausragenden Verdienste um die deutsche Sprach- und Kulturgeschichte. Mit dem von ihm konzipierten, teils von ihm selbst, teils von Kollegen nach seinen Vorgaben bearbeiteten „Frühneuhochdeutschen Wörterbuch“ habe Reichmann einen unschätzbaren Beitrag zum kulturellen Gedächtnis der Deutschen geleistet.

Die anerkannt hohe wissenschaftliche Qualität des Wörterbuches und seine Funktion als Grundlagenwerk für alle geisteswissenschaftlichen Disziplinen fanden ihre Anerkennung in der Aufnahme des Projektes in das Akademienprogramm, wo es seit Anfang des Jahres von der Göttinger Akademie betreut wird.

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Neuerscheinung (im August 2013)

Anja Lobenstein-Reichmann

Sprachliche Ausgrenzung im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit

Es sind sprachliche Zuschreibungen, die aus einem Brandfleck eine Brandmarkung machen, aus einem Leberfleck ein Hexenmal und aus einer Person mit einem gelben Hut einen stigmatisierten Juden, dem man dann sofort ansieht, dass er als typischer Vertreter einer Gruppe mit bestimmten Eigenschaften ausgestattet ist. Kurzum: Das symbolische Zeichensystem Sprache schafft die grundlegende Inhalts- und Bewertungssozialisation, ohne die weder Indices und Ikone noch andere nonverbale Symbole verstanden oder kommunikativ eingesetzt werden können. Die Sprache ermöglicht die Gesamtvernetzung aller verbalen und nonverbalen Zeichensysteme, deren gegenseitige Identifizierbarkeit, vor allem die positive wie negative Bewertung. Zusammen mit anderen Zeichentypen schafft sie nicht nur Normen, sondern legt auch fest was oder wer dieser Norm wie entspricht. Die vorliegende Arbeit zeigt auf welche Weise sprachliche Zeichensetzungshandlungen im späten Mittelalter und der Frühen Neuzeit dazu genutzt wurden, andere Menschen oder Menschengruppen zu beleidigen, zu stigmatisieren und auszugrenzen.

Anja Lobenstein-Reichmann; Göttingen, Heidelberg, Prag

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Vortrag von Prof. Dr. Anja Lobenstein-Reichmann

Im Rahmen der Sommerschule an der Universität Heidelberg hielt die Leiterin der Forschungsstelle Frühneuhochdeutsches Wörterbuch im Juli 2014 einen Vortrag zum Thema "Sprache und Geschichte", in dem Sie sich u.a. auch mit der angeblichen Existenz von Hexen auseinandersetzte. Der Deutschlandfunk berichtete in einem Artikel über die Tagung auch ausführlich über diesen Vortrag.

Sie finden diesen Artikel hier: 

www.deutschlandfunk.de/sprachentwicklung-umbrueche-und-krieg-hinterlassen-spuren.1148.de.html