Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich

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MANSFELD

C. Mansfeld

I.

Das Schloß, der Stammsitz der Gf.en von M., erhebt sich als imposante, weiträumige, stark befestigte Anlage östlich oberhalb der gleichnamigen Stadt am Rand einer steil zum Tal abfallenden Hochebene in den Ausläufern des Südostharzes. Vorausgegangen ist eine vermutlich im 11. Jh. errichtete Burg. – D, Sachsen-Anhalt, Regierungsbez. Halle, Lkr. M.-Südharz.

II.

Die ma. Burg wird 1229 erstmals urkundlich gen., als Gf. Burchard I. (gest. 1229) iuxta castrum Mansfelth ein Zisterzienserinnenkl. stiftete (1234 nach dem jetzt wüsten Rothardesdorf, 1258 nach Helfta und in den 40er Jahren des 14. Jh.s als Neu-Helfta nach → Eisleben verlegt). Für die 60er Jahre des 13. Jh.s ist eine rege Bautätigkeit unter Gf. Burchard III. überliefert. 1267 wird die Burg in einem Tauschvertrag zwischen diesem und dem Bm. Halberstadt als castrum Mansvelt […] intra fossata et muros bezeichnet. Im 14. Jh. wurde die Burg derart verstärkt, daß sie Belagerungen 1342 durch den Halberstädter Bf. und 1362 durch die Markgf.en von Meißen standhielt.

Aufgrund geringer oberirdischer Reste und archäologischer Befunde wird die Burg vermutlich dem Umfang des heutigen großen Schloßhofs entsprochen haben. Dies lassen auch die zahlr. in den Erbteilungsverträgen von 1420, 1430, 1450 und 1495 gen. Wohn- und Wirtschaftsgebäude annehmen. Demzufolge war die Burg bereits im 15. Jh. in zwei bzw. drei Teile (Orte) geteilt.

Nach der einschneidenden Erbteilung i.J. 1501, die die Entstehung der Linien Vorderort, Mittelort und Hinterort zur Folge hatte, begannen die Gf.en – besessen von einer großen Bauleidenschaft (dem bauwurmb lt. Spangenberg) und dem Wunsch, sich gegenseitig zu übertreffen – den Bau der drei repräsentativen Res.schlösser Vorderort, Mittelort und Hinterort sowie der starken Befestigung. Den äußeren Anlaß für diese frühneuzeitliche Festung gab die Errichtung des Schlosses Hinterort außerhalb der alten Anlage. Offenbar ließ aber auch die zu dieser Zeit bereits bedrohte Machtstellung der Gf.en eine wirkungsvolle Sicherung ihres Stammsitzes nach den modernsten Grundsätzen der Befestigungsbaukunst ratsam erscheinen.

Nach der Sequestration der Besitzungen des Vorderorts und der Mediatisierung des Mittel- und Hinterorts 1570 begann mit dem Ende der Selbständigkeit der Gft. M. der bauliche Verfall der Schlösser, insbes. des Mittelorts und des Hinterorts. Als eine der stärksten Festungen des 16./17. Jh.s in Dtl. erlebte M. im Dreißigjährigen Krieg mehrfache Belagerungen und Besitzwechsel, ohne jedoch jemals im Sturm erobert worden zu sein, wurde jedoch 1674/1675 auf Beschluß der magdeburgischen und kursächsischen Landstände, v.a. aber auf Betreiben Kursachsens geschleift. Nachdem die M.er Gf.en 1780 ausgestorben waren, wurde das Schloß von wechselnden Privatbesitzern bewohnt, die Schloß Vorderort, v.a. das Hauptschloß instand hielten. Nach 1815 gehörte das Schloß zur preußischen Provinz Sachsen. Von 1859 bis 1945 war es im Besitz der Frh.en von der Recke (Reck), die in den Jahren 1860-1862 den neugotischen Umbau der Gebäude des Schlosses Vorderort sowie des Torhauses durch den Hamburger Architekten Maximilian Wallenstein, teilw. nach Plänen von Friedrich August Ritter vornehmen ließen.

Seit 1947/48 Tagungs- und Freizeitheim der evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen, dient das Schloß heute als Christliche Jugendbildungs- und Begegnungsstätte des »Fördervereins Schloß Mansfeld e.V.«.

III.

Die einstige prachtvolle Res.architektur der drei Frührenaissanceschlösser mit »welschen Giebeln«, Zwerchhäusern, Treppentürmen (Wendelsteinen), Erkern, Außengalerien, großen Fenstern u. a., wie auf dem Kupferstich von Matthäus Merian (um 1650) und anderen historischen Abbildungen wiedergegeben, ist heute teilw. in ruinösem Zustand, teilw. durch den neugotischen Ausbau überformt. Dennoch zählt die Anlage zu den frühesten und größten Renaissanceschlössern nördlich der Alpen. Die Schloßbauten zeigen die für die Kunst des M.er Landes während der ersten Jahrzehnte des 16. Jh.s eigentümliche Verbindung von Formen der Spätgotik mit solchen der Frührenaissance und weisen Beziehungen auf zu Halle (Saale), jenem geistig-künstl. Zentrum der frühen md. Renaissance unter Kard. Albrecht von Brandenburg. Die Renaissanceschmuckformen treten in M. sehr früh auf, gehen teilw. sogar der hallischen Renaissance voraus, sind später auch von ihr beeinflußt.

Die großzügige Neubebauung in den ersten Jahrzehnten des 16. Jh.s ersetzte die unregelmäßigen einzelnen Gebäude der ma. Burg durch gleichmäßige, durchgehende Schloßbauten und schuf neue Raumstrukturen. Dabei wurden die älteren Bauten bis auf wenige Teile oberirdisch fast vollkommen abgebrochen, wie es beim Umbau von Burgen zu frühneuzeitlichen Schlössern mehrfach zu beobachten ist und wie es auch jüngste archäologische Untersuchungen in M. bestätigt haben. Der tiefe in den Felsen gehauene, oben gemauerte Brunnen (Aufbau 1931) war mit Sicherheit Bestandteil der ma. Burg.

Die Gesamtanlage auf rechteckig-verzogenem Grdr. von etwa 350 m Länge und 230 m Breite vertritt den Typ des »befestigten Schlosses«. Die Gebäude der Schlösser Vorderort und Mittelort mit fünf Treppentürmen umgeben den großen unregelmäßigen, fünfeckigen Hof. Zwischen beiden Schlössern erhebt sich auf der Hangseite die spätgotische Schloßkirche. Durch den inneren Graben getrennt, schließt sich südöstlich Schloß Hinterort an. Der Zugang zum Gesamtschloß erfolgt durch das 1861 gotisierend umgebaute Torhaus. Den Schloßkomplex umzieht v.a. an der Ost- und Südseite der gewaltige, selbständige Befestigungsring, während die West- und teilw. auch die Nordseite durch den Steilabfall stärker geschützt sind. Nördlich des Schloß- und Festungsgeländes lag einst ein weiträumiger, später zum Park umgestalteter Tiergarten, der jetzt verwildert ist. Auf dem Haupthof erstreckt sich ein kleiner Landschaftsgarten, südwestlich des vorderortischen Hauptschlosses eine burggartenähnliche Anlage, beide aus der Zeit um 1860/62.

Von der ma. Burg ist v.a. die auffälligerweise nach SO orientierte Schloßkirche St. Marien und St. Georg überkommen, mit ihrer reichen Ausstattung der Spätgotik und der Frührenaissance eine der beachtlichsten in Mitteldtl. Der einschiffige, zweijochige Bau mit 5/8-Chorschluß wurde im 15. Jh. errichtet und war seit 1478 bis zur Reformation mit einem Kollegiatstift (Ecclesia Collegiata) verbunden. Die seit 1229 mehrfach urkundlich bezeugte romanische Burgkapelle konnte bislang nicht nachgewiesen werden, verbirgt sich aber in Resten möglicherw. im nordwestlichen Teil der Schloßkirche.

Das zwischen 1509 und etwa 1518 unter dem als Kunstmäzen bekannten Gf.en Hoyer VI. (III.) (1482-1540) errichtete und bis in die Mitte der 1520er Jahre mit bauplastischem Schmuck ausgestattete Schloß Vorderort setzt sich zusammen aus dem Hauptschloß an der Talseite, dem ehem. Gemeinen Saal (nur hofseitige Mauer mit zwei Fensterpaaren erhalten) und weiteren ehem. Wohnbauten an der Nord- und Ostseite des Hofs (im 19. Jh. stark verändert). Das Hauptschloß wird im wesentlichen von dem neugotischen Ausbau (1860-1862) geprägt. Vom Bau des 16. Jh.s haben sich v.a. der stattliche, frz. wirkende spätgotische Treppenturm mit großem Wappen Gf. Hoyers VI. (III.) (1518), das Erdgeschoß mit der kreuzgratgewölbten ehem. Hofstube und der Küche, ferner ein auf die Sakristei der Schloßkirche aufgesetzter Appartementbau sowie zwei rechteckige Stabwerkportale erhalten. Die halbkreisförmigen Aufsätze dieser Portale füllen Reliefs von Hans Schlegel (um 1525), deren Darstellungen – auf dem einen Bacchus, auf dem anderen trinkende und raufende Landsknechte (nach graphischen Vorlagen von Hieronymus Hopfer, Hans Sebald Beham und Georg Pencz) – Zeugnis geben von der verschwenderischen Hofhaltung der M.er Gf.en wie auch von dem im 16. Jh. verbreiteten Grobianismus. Gleichfalls auf das Hofleben spielt die Bauplastik des rundbogigen Portals (bisher als Werk Ludwig Binders vermutet, was neuerdings ausgeschlossen wird) am Treppenturm des Wohnbaus B an der Nordseite (später Sitz der vorderortischen Linie → Bornstedt) an, das wiederum eine große Wappentafel Hoyers VI. (III.) von 1518 bekrönt. Das Portal eines weiteren Treppenturms am Wohnbau A an der Ostseite des Hofs (später Sitz der vorderortischen Linie → Artern) zeigt mit dem renaissancehaft umgedeuteten Vorhangbogensturz ebenfalls Übergangsformen von der späten Gotik zur frühen Renaissance (um 1520.)

Schloß Mittelort – unter Gf. Gebhard VII. (1478-1558) von Grund auf neue gebauet (C. Spangenberg) und etwa 1532 vollendet – besteht aus einem längsrechteckigen Hauptbau mit einem kleineren, etwa quadratischen Nebenbau an der Talseite (Appartementbau) und einer tonnengewölbten Durchfahrt zum Schloß Hinterort. Dominanten der Außengliederung sind der reizvolle Erker mit qualitätvollen Frührenaissancereliefs (Ritter und Putti) und -ornamenten an der Nordecke (dat. 1532) – eines der Hauptwerke Hans Schlegels –, ein vermutlicher Erker an der Südecke, eine ehem. hölzerne Galerie an der Talseite und insbes. der große runde, nur noch in den Umfassungsmauern nachweisbare Treppenturm an der Hofseite. Im Erdgeschoß des Hauptbaus befand sich die gewölbte Hofstube, im Obergeschoß der große Festsaal, wg. seiner einst prachtvollen Ausstattung »Goldener Saal« gen.

Das nach der Erbteilung 1501 geplante, bei den Gf.en heftig umstrittene, schließlich von 1511 bis etwa 1523 unter Gf. Albrecht IV. (VII.) (1480-1560) errichtete Schloß Hinterort (sehr ruinös) erhebt sich südöstlich des inneren Grabens und wird an der Nordost- und Südostseite von dem schmalen, teilw. verschütteten mittleren Graben umzogen. Für den völligen Neubau des Hinterorts wurde ein älteres Vorwerk abgebrochen, durch das bislang der gemeinsame Zugang zu den Schloßbauten führte und den man nun an die Ostseite der Hauptanlage verlegte. Den großen, etwa rechteckigen Hof umschließen […] vier schöne Steine Häuser ins Gevierte alle mit Schiefern und drei zierlichen Türmen daran [auf dem Gemälde »Bekehrung des Paulus« von Lucas Cranach d.J. (1549) und auf dem Merianstich nur zwei sichtbar – I. R.-L.], mit Kupfer gedecket, […] (C. Spangenberg). Mit diesen »Häusern«, deren Wohn- und Wirtschaftsbauten funktional klar voneinander abgegrenzt waren, und mit den (ehem.) Ecktreppentürmen verkörpert Schloß Hinterort eine frühe, nahezu regelmäßige Vierflügelanlage der Renaissance, wenn auch die Einzelformen noch spätgotisch sind. Ein bes. Gliederungs- und Schmuckmotiv bilden Fenster- und Türrahmungen aus rotliegendem Sandstein, insbes. die spätgotischen Vorhangbogenfenster am talseitigen Flügel (Hauptschloß). Hier befindet sich auch ein 1523 datierter Türsturz (möglicherw. nicht in situ) mit flachreliefierten Trinkgefäßen (vermutlich von Hans Schlegel). Im nordwestlichen Flügel, der wie der nordöstliche Flügel vorwiegend Wirtschaftszwecken diente, hat sich neben der Durchfahrt die ehem. Küche mit durchgehendem Kamin und kleinem Backofen erhalten.

Die starke frühneuzeitliche Befestigung, den sog. gemeinen Bau, ließen die Gf.en gemeinsam nach jahrelangen Verhandlungen zwischen 1517 und etwa 1549 erbauen. Mitgewirkt haben der Nürnberger Gießer, Zeug- und Festungsbaumeister Matern Harder, der sich 1518 auf der Festung aufhielt und 1521 ein Geschütz für Gf. Hoyer VI. (III.) faßte, ferner der ebenfalls in Nürnberg tätige Geschützgießer Andreas Pe(n)gnitzer d.Ä. sowie der Magdeburger Baumeister Christoph Stieler, der 1549 die Verstärkung der Festung im Zusammenhang mit dem Schmalkaldischen Krieg leitete. Möglicherw. war auch der Festungsbaumeister Gf. Reinhard von → Solms beteiligt, der in verwandtschaftlichen Beziehungen zu den M.er Gf.en stand und 1537 in M. weilte. Im einzelnen ist der Anteil dieser Baumeister an den Festungswerken schwer auszumachen, da diese infolge der Schleifung und der Durchgrünung nur in (wenn auch teilw. imposanten) Resten überkommen sind.

Die Hauptanlage (mit den Schlössern Vorderort und Mittelort) umschließt ein Befestigungsring mit dem zum Teil in den Felsen gehauenen tiefen inneren Graben im O und S und mit der Eskarpenmauer im W und N, aus der an der Nordwestecke die Minenbastei (Mine, Talbastei), an der Nordecke ein Rondell (Nordrondell) hervorspringt. An diesen ersten Befestigungsring schließt sich der Schloß Hinterort einbeziehende starke zweite Befestigungsgürtel an, der im wesentlichen aus mächtigen, mit einer Mauer umschlossenen kegelförmigen Erdwerken im N (Tiergartenbastei oder »Fuchs«) und im S (Katzenbastei oder »Katze«) sowie aus zwei ehem. Basteien an der Ostseite (Rondell im Graben und Mittelbastei) besteht. Die Befestigungswerke waren einst größtenteils durch gewölbte Kasematten verbunden. Den zweiten Befestigungsring umgab der gemauerte, an der Nordseite erhaltene äußere Graben, den teilw. ein gedeckter Weg zur Bestreichung des Glacis umzog. An das Rondell im Graben grenzte der rechteckige Bau des Zeughauses, das entsprechend der einst reichen Bestückung der Festung eine beachtliche Größe besaß. Es ist 1594 vollkommen abgebrannt.

Von den Befestigungswerken sind noch deutlich erkennbar die das Aussehen der Anlage vom Tal her prägende, 1546 begonnene Minenbastei – mit ihrem leicht gebrochenen Umriß die modernste der Basteien – mit Zinnenkranz (19. Jh.) und später hierher versetztem Frührenaissance-Erker (1868, 1966 und 2009 instand gesetzt), ferner das zweigeschossige, einst überwölbte und mit einer Geschützplattform versehene Nordrondell, die angebaute sog. Münze (zur Aufbewahrung von Munition, Holz u. a.) und die angrenzende Tiergartenbastei sowie die Katzenbastei mit dem Südrondell und der starken zweigeschossigen Streichwehr an der Talseite.

Das gewaltige Befestigungssystem weist eine unregelmäßige Enceinte auf, da die Werke auf den felsigen Untergrund und auf die vorhandenen oder im Bau befindlichen Schlösser Rücksicht nehmen mußten. Dagegen verkörpert die seit etwa 1518 erbaute mansfeldische Festung → Heldrungen eine beeindruckend regelmäßige Rechteckanlage. Während hier die Rondelle bzw. Basteien, die an den Ecken des von je einem Wassergraben umzogenen inneren und äußeren Befestigungsgürtels vorspringen, und die Werke in der Mitte der Kurtinen sich gegenseitig sicherten, konnten die vier Hauptwerke in M. – Katzenbastei, Mittelbastei, Tiergartenbastei, Minenbastei – sich nicht ausreichend flankieren, da die dazwischenliegenden Kurtinen zu lang sind und nicht geradlinig verlaufen. Für Gesamtanlage und Einzelformen der Werke sowohl in M. als auch in → Heldrungen dürfte die süddeutsche Festungsbaukunst vorbildlich gewesen sein, aber auch Verbindungen nach Hessen sind wahrscheinlich.

Außer → Heldrungen wurden die Burgen in → Seeburg (am Süßen See), → Arnstein (Harkerode), → Friedeburg/Saale, Burgörner, → Bornstedt, → Eisleben, → Leimbach (Stadt Mansfeld), → Artern, Schraplau (nicht erhalten), Rammelburg (Friesdorf) u. a. als (zwar kleine und kurzzeitige) Res.en der verschiedenen Linien des M.er Gf.enhauses v.a. in der ersten Hälfte des 16. Jh.s zu repräsentativen Wohnschlössern mit teilw. umfangr. Befestigungen umgestaltet. Mit Schloß und Festung M. und mit diesen Nebenres.en spielt die Gft. M. in der md. »Res.enlandschaft« eine stärkere Rolle als bisher gesehen und rückt damit in das Blickfeld der Res.enforschung.

Sources

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