Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich

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MANSFELD

C. Allstedt

III.

In der vom 10. bis 13. Jh. von den dt. Kg.en häufig aufgesuchten Pfalz fanden unter den Edelherren von → Querfurt (zweite Hälfte 15. Jh.) und unter den Kfs.en Friedrich der Weise und Johann der Beständige (erstes Viertel 16. Jh.) umfängliche Umbauten statt. Zwischen 1526 und 1575 befand sich die Burg im Besitz der Gf.en von → Mansfeld (und teilw. der Gf.en von → Stolberg). Anhand umfänglicher archivalischer Überlieferung und überkommener Bauteile erfolgten bis 1542 ein Ausbau des Nord- und teilw. Neubau des Ostflügels der Kernburg (Hofwand mit Tür- und Fenstergewänden). Nach einem Brand von 1536 wurden auf den gotischen Torturm der Vorburg »welsche Giebel« aufgesetzt sowie verschiedene Baumaßnahmen in den dort benachbarten Gebäuden (Amtsstuben u. ä.) durchgeführt.

Rüger, Reinhard/Schmitt, Reinhard: Schloß Allstedt. Baugeschichte und Denkmalpflege. Allstedt 1989 (1990). – Stahl, Andreas: Die Burgen und Schlösser der Grafschaft Mansfeld en miniature, in: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt 19 (2010) S. 396–417.