Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich

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KÖNIGSEGG

C. Aulendorf

I.

Schloß A., das sich von 1355-1941 im Besitz der Familie befand und zum namengebenden Sitz der Linie der Reichsgf.en zu → Königsegg-A. wurde, ist im 12. Jh. auf einem Moränenhügel über der Schussen als Burg errichtet worden. Es ist als Landmarke weithin in Oberschwaben sicht- und von den Allgäuer Alpen aus erkennbar.

In Bauphase I des 12./13. Jh.s wurde eine Ringmauer errichtet, die zum Teil noch als Fundament der heutigen Anlage nachweisbar ist. Für das 14. und 15. Jh. lassen sich in Bauphase II innerhalb der am Hang der Moräne gelegenen Kernburg verschiedene Bauabschnitte nachweisen und 1480/81 in Bauphase III wurde das Innengerüst des Nordteiles der Burg ausgebaut. Mitte 15. bis Mitte 16. Jh.s in Bauphase IV erweiterte man die Kernburg nach W hin, wobei hauptsächlich Wehrtürme und Mauern festzustellen sind. So fanden 1535-41 in Bauphase V Um- und Ausbauten der Kernburg statt und 1595/96 in Bauphase VI eine südliche Erweiterung der Kernburg, wobei die alte Wehrmauer durchbrochen und nach außen geschoben wurde. Am 7. Nov. 1608 wurde ein Erweiterungsbau des Schlosses in Bauphase VI urkundlich erwähnt, der von Frfr. Kunigunde zu → Königsegg, geb. Gf.in zu → Zimmern, Gemahlin des seligen Frh.n Berthold. X. zu → Königsegg, welche in ihrem Testament vom 18. Dez. 1595 u. a. einen Betrag zue erbawung des Schloß zue Aulendorff festlegte. Für das heutige Bild entscheidend war noch die 1699 und 1701 erfolgte Erweiterung der alten Burganlage mit einem L-förmigen-Flügel zum barocken Schloß durch den Vorarlberger Baumeister Johann Beer.

In der ersten Generation, seit 1155, war die Familie auch schon mit Berg belehnt, wonach sich ein Zweig nannte. Der Ort liegt an den westlichen Anhöhen des Schussentals nahe Weingarten. Das heutige Gemeindewappen zeigt, angelehnt an das Wappen der Herren von Tobel, in Rot zwei schräggekreuzte goldene Leitern. Reste einer Wasserburg der Herren von Tobel finden sich im Weiler Burg bei Tobel, wobei ein gemauertes Erdgeschoß mit einem spätgotischen Fachwerkaufsatz erhalten ist.

Egg (Ekka) bei Ebenweiler wird als Ringburg, deren Grundmauern noch erkennbar sind, i.J. 970 erstmals erwähnt. Die Wallanlage befand sich damals im Besitz der Landolte aus dem Familienverband der Edelfreien von Entringen, die dem Reich als Vögte der Reichenau und Thurgaugf.en dienten. Sie waren Abkömmlinge der Etichonen und später in den Investiturstreit verwickelt. Seit Mitte des 13. Jh.s im Straßburger Klerus aussterbend stieg ihr verbliebener weltlicher Zweig in die Bedeutungslosigkeit ab. Als Begräbnisstätte diente anfangs Wald, das heutige Königseggwald, wo 970 von Landolt I. ein dem Hl. Georg geweihtes Bethaus gegr. wurde, doch überführte der Urenkel des Gründers, der St. Georgener Kl.stifter Hezelo, die Gebeine seiner Familienangehörigen Ende des 11. Jh.s ins neue Schwarzwaldkl. Die Burganlage gehörte schon zu Zeiten der Königsegg'schen Spitzenahnen zu deren Lehen und Ebenweiler wurde selbst bis zu den Erbteilungen des 17. Jh.s als eigene und demnach wohl bedeutende Herrschaft angesehen, was wahrscheinlich auf ihre ursprgl. Bedeutung zurückgeht. Daß aber die Burg Egg jemals von den Königseggern als Res. genutzt wurde, ist unsicher. Denkbar wäre allerdings eine Nutzung vor dem Ausbau des → Königsegg, als man wg. der besseren Verteidigungsmöglichkeiten von Nieder- auf Höhenburgen auswich und im konkreten Fall viell. sogar den Namen der alten Anlage tradierte. Die Anlage befindet sich bis heute im Besitz der gfl. Familie.

Im Gegensatz zu Egg steht in Fronhofen noch ein recht trutzig wirkender Wohnturm. Es handelt sich um einen typischen Wehrturm in Buckelquaderbauweise, der bereits 935 in Welfenhand nachgewiesen ist und dies auch noch i.J. 1090. So erscheint es nicht ausgeschlossen, daß frühe Mitglieder des Königsegg- beziehungsweise Fronhofen-Clans schon Mitte des 10. Jh.s dort den Welfen dienstbar waren. Nachgewiesen ist die Res., die ausweislich der Namensführung ihrer Bewohner wohl die zu Anfang wichtigste war, seit 1155 als Lehen und späterer Besitz der Familie. Urkundlich wurde der Burgstall zu Fronhofen zusammen mit dem Gut Argetsweiler 1380 ans Kl. Weingarten verkauft.

Am 3. Juli 1289 schenkte Berthold III. von Fronhofen und Königsegg dem Kl. Weingarten seinen Hof in Baienbach und eine Schuppose in Mündelshof wg. eines dem Kl. zugefügten Schadens. Er siegelte und stellte die Urk. in domo mea Hazenberc aus, womit Hatzenturm gemeint war und somit die Ersterwähnung des Hatzenturm in Familienbesitz darstellt. Es handelt sich wie bei Fronhofen um einen klassischen Wohnturm aus Buckelquadern. Hatzenturm ging durch Verkauf von den sich bereits in Ostpreußen aufhaltenden Brüdern Hans auf Korschen und die beiden Deutschordensritter Conrad und Martin am 7. April 1419 ans Ravensburger Spital über, wobei Hans eigens für diesen Zweck in die alte Heimat gereist war.

Das neue Stadtschloß in → Immenstadt, von 1564 bis 1803 im Besitz des Familienzweiges, der sich später von → Königsegg-Rothenfels nannte, stellt als Res. insofern einen Sonderfall dar, als beim Kauf der Gft. von den → Montforter Gf.en das bisherige Stadtschloß und die Burg Hugofels bereits verfallen waren. Auch wenn schon 1630 erstmals ein Sohn im Schloß geb. wurde, kann man es als Res. im eigtl. Sinne erst ab 1662 bezeichnen. Erst Georg II. verlegte 1588 überhaupt seinen Wohnsitz nach → Immenstadt, wohnte jedoch nicht in der noch gut erhaltenen Burg Rothenfels, sondern im Alten Hof zu → Immenstadt. Er richtete zwar bis 1597 die namengebende Burg wieder wohnlich her, nahm aber trotzdem kein Quartier in ihr, da sie abseits der Res.stadt und auf beengtem Felsvorsprung thronte. Den Neubau des Stadtschlosses begann Georg II. 1603 und ließ bis 1620 ein Steingebäude am Marktplatz errichten, das durch Vereinigung mit dem seit 1550 existierenden Amtshaus zu einem Schloß umgebaut wurde. Das alte Amts- und Rathaus am Marktplatz war noch unter den Montfortern gebaut worden und bildete nun die Südhälfte des späteren Stadtschlosses. Aus dem Jahre 1630 wird erstmals berichtet, daß ein Sohn Hugos II., der spätere Reichsvizekanzler Leopold Wilhelm, im Stadtschloß geb. und aufgewachsen sei, der Enkel von Georg II. und Urenkel des Käufers Johann Jakob I. Erst durch Hugo II. erfolgte vertraglich am 9. Okt. 1662 mit seinem jüngsten Bruder Johann Georg II. die Teilung der Gesamtherrschaft in Rothenfels und A. Zuvor hatten die Rothenfelser in A. und die A.er in Rothenfels durchaus ihre Rechte wahrgenommen. Am 15. Juni 1803 wurde die völlig überschuldete Gft. an das Haus Habsburg verkauft, 1806 gelangte Rothenfels ans neue Kgr. Bayern.

»Der Königsegg«, die während der Stauferzeit errichtete Höhenburg, befindet sich seit 1251 als Lehen und seit 1311 als Eigen mit Ausnahme weniger Jahre bis heute im Besitz der gfl. Familie. 1251 markiert auch gleichzeitig die erste Erwähnung des → Königsegg, dessen Name wohl nach der Geländeformation entstand, andererseits, wie bei der Niederburg Egg erwähnt, auch durch die Übernahme des alten Namens in Zusammenhang mit der Besiedelung durch Kg.sministerialen zusammengezogen worden sein könnte. Ein erster Rechtsakt auf Burg → Königsegg fand i.J. 1268 statt. Zwei Jahre zuvor hatte Berthold II. sich schon einmal danach gen. 1290 wurde Ulrich I. als Lehensnehmer des Gf.en Eberhard von Landau bezeichnet, von dem er Hof und Burg → Königsegg zu Lehen hatte. Durch diese Belehnung hatte Ulrich den Namen von → Königsegg als den für ihn entscheidenden angenommen und führte ihn als erster fast durchgehend und über lange Zeit, so daß nunmehr, wiewohl noch nicht in festem Besitz, die Herrschaft → Königsegg als für die Familie gesichert angesehen werden kann. Familienrechtlich bedeutsam war der 19. Dez. 1311, als die drei Brüder Ulrich II., Berthold IV. und Eberhard III. für eine Summe von 20 Mark Silbers von Gf. Eberhard von Landau aus dem Veringen-Nellenburgischen Familienverband die Burg → Königsegg mit Zugehör zu ain recht Aigen kauften. Hierzu gehörten (Königsegg-)Wald, Riedhausen, Egerden, Egg, Rapoltsreute, Schwarzenbach, Rantzenreute, Hiltmishaus, Watt, Oberwaldhausen, Bauhof, Ebenweiler, Kefersulgen, Kreenried, Lugen, Brunnen, Markdorf, Affalterbach, Hasslach, Guggenhausen, Muttenhausen, Stefansreute, Hosskirch, Ober- wie Unterweiler und Meckingen. Einmal noch gelangte die Veste → Königsegg für einige Zeit in fremden Besitz, als sie Anastasia I. von → Königsegg mit ihrer Heirat um 1380 von deren Vetter Eberhard V. und dessen ältestem Sohn Albrecht I. gekauft hatte. Wenige Jahre später nannte sich ihr Gemahl Hans von Bodman zu → Königsegg. Durch Urk. vom 17. Aug. 1389 löste jedoch Erhardt I., der jüngere Bruder Albrechts, die Veste mit allem Zubehör zum Preis von 7.800 Pfund Heller wieder aus und sicherte damit den Besitz für das Haus bis auf den heutigen Tag.

Schloß Königseggwald, lange urkundlich und heute noch umgangssprachlich nur Wald gen., gehörte, wie unter der Res. Egg bemerkt, seit Anbeginn zum Lehen und späteren Besitz der Familie. Daß. gilt für das umgebende Dorf, das um das 970 errichtete Bethaus entstanden sein dürfte. Die grundherrlichen Rechte gingen 1806 an Württemberg verloren, während Schloß, Rentamt und Grundbesitz bis heute bei der Familie verblieben. Als wirkliche Res. bekam das Schloß erst seit 1880 Bedeutung, als es Sitz des Erbgf.en wurde. Einziger früherer Resident war Frh. Hans Dionys I. von → Königsegg zum Königseggerberg (1489-1545) und nur am 27. Sept. 1513 wurde Königseggwald als Res. der Linie zum Königseggerberg überhaupt erwähnt, die aber mit dem Gen. 1545 ausstarb und an → Königsegg-A. überging. In der zweiten Hälfte des 17. Jh.s diente das Schloß einmal als Witwensitz. Nachdem die Familie Schloß A. 1935 verlassen hatte, wurde Königseggwald zur endgültigen Res. der Linie der Reichsgf.en zu → Königsegg-A.

Eine Res.engründung auf Burg Marstetten bei Aitrach war planmäßig in Angriff genommen worden, wurde dann aber zugunsten des Kaufs der Gft. Rothenfels aufgegeben. Ulrich II. von → Königsegg erwarb 1351 zusammen mit den Brüdern Berthold IV. und Eberhard III. die Herrschaft Marstetten an der Iller von den Erben Friedrichs von Lachen, die sie als Stiftkemptisches Lehen besaßen. Das Kapital nahmen die Brüder aus dem Verkauf des Burgstalls Stuben, einer kleinen Herrschaft, die in engem familiärem Zusammenhang mit den Herren von → Königsegg stand. Doch erst der Enkel Ulrich V. errichtete auf Marstetten einen neuen Herrschaftsmittelpunkt, der durch den ksl. Illerzoll bes. Bedeutung bekam und auf gutem wirtschaftlichem Grund fußte. Ulrich V. residierte nicht nur auf der nordwestlich Aitrachs auf einem Bergrücken am Rande des Illertales gelegenen Höhenburg, während der → Königsegg von der Verwandtschaft zum Königseggerberg genutzt wurde, sondern wurde auch zum Stammvater der beiden heutigen Gf.enlinien, der → Königsegg-Rothenfels und der → Königsegg-A. Er nannte sich von → Königsegg zu Marstetten, A. und → Königsegg, wobei letzteres vorerst nur Anspruch blieb und erst nach Ulrichs Tod mit dem Aussterben der Vettern zum Königseggerberg Realität wurde. Am 2. April 1525 wurde Marstetten, dann im Besitz von Hans VII., von Bauern geplündert und wenig später eroberte der Seehaufen den → Königsegg, richtete dort aber kaum Schaden an. Der Schaden auf Marstetten war entschieden größer. Beim Sturm erbeutete der Anführer, der »Knopf von Leubas«, fast 6000 fl. Geldes, doch kann man kaum von einem Sturm sprechen, da zur Verteidigung überhaupt nur vier Mann Besatzung vorhanden waren und Ende März die Mannschaft, die meist bäuerlicher Herkunft war, die Burg verlassen hatte, nachdem die bäuerliche Bundesordnung ergangen war. Am 29. Juli 1566 wurde Marstetten, das über 200 Jahre in Familienbesitz gewesen war, durch Johann Jakob I., der für den Erwerb der Gft. Rothenfels Kapital benötigte, an Gf. Carl zu → Hohenzollern-Sigmaringen und den Erbtruchsessen Jakob von → Waldburg verkauft. Auch beim Verkauf war die Herrschaft noch Stiftkemptisches Lehen. So wurde der durchaus vielversprechende Versuch, hier eine echte Res. aufzubauen, zugunsten des Erwerbs einer neuen und größeren Herrschaft aufgegeben.

Für den Burgstall Reute bei Fronhofen, von dem keine baulichen Reste mehr zu finden sind, gelten dies. Bedingungen wie für Fronhofen. Reute war bereits 1155 Urlehen der Familie und wohl der frühere und anfangs auch bedeutendere Sitz der Ministerialen, da er der älteren Linie unter Ortolf von Reute, gest. vor 1170, verblieb. Wann der Grund den → Königsegg nicht mehr gehörte, läßt sich nicht mehr feststellen. Spätestens wird er 1806 ans Kgr. Württemberg übergegangen sein.

Für den Burgstall Tobel, nordwestlich Ravensburgs, ebenfalls schon 1155 bei der Familie, gilt Ähnliches wie für Reute. Nicht ausgeschlossen ist aber, daß die Burg nach einem Brand von 1449 verkauft wurde.

Die heute noch beeindruckende Ruine Wartstein beim Auslauf des Großen Lautertals war von 1394-1459, möglicherw. auch bis 1508 im Besitz einer Linie der Familie, die sich einen neuen Herrschaftsmittelpunkt aufzubauen gedachte. Erstmals im Besitz des Gf.en Heinrich von Wartstein gen., verkaufte ein gleichnamiger Gf. von Wartstein die Burg und den gesamten Besitz am 5. März 1392 an die Hzg.e von Bayern. So gelangte sie am 24. Jan. 1394 als Pfand Hzg. Stefans von Bayern in den Besitz Walthers II. von → Königsegg, der die Burg, bei der es sich um eine Schildmaueranlage auf einem Kalksteinsporn der südlichen Schwäbischen Alb handelte, zu seiner Res. ausbaute. Der heute noch zu sehende bedeutende Rest besteht in der zwölf Meter hohen turmartigen Schildmauer, in deren Schutz sich der doppelgiebelige Palas mit einer Grundfläche von etwa sieben auf elf Metern befand. An der Stirnseite der Schildmauer sind noch die Reste der Umfassungsmauer erkennbar, zu Füßen des Kalksteinsporns noch Mauern der Vorburg. Der geplante neue Herrschaftsmittelpunkt auf Burg Wartstein scheiterte aber bereits mit seinem Enkel Walther V., der als »Städtefeind« 1467 von den Ulmern hingerichtet wurde. Die Veste allerdings ging schon 1441 durch Zerstörung verloren, als Walther IV., der Vater Walthers V., nach einer Belagerung durch die Memminger gerade noch aus ihr fliehen konnte. Am 18. Febr. 1508 ging die Ruine in den Besitz der Herren von Speth zu Granheim über, lt. Familienpapieren gehörte sie noch bis 1459 den Königseggern, die Zeit zwischen 1459 und 1508 ist jedoch unklar.

Die Weiherburg bei Riedhausen wurde i.J. 1485 von Georg I. von → Königsegg zum Königseggerberg zusammen mit seinem Bruder Hans VI., Domherrn zu Konstanz, erbaut. Nachdem Georg nicht mehr auf dem → Königsegg residierte, suchte er sich damit wohl einen neuen Mittelpunkt, denn als er am 14. Febr. 1488 im Bundbrief zu den Gründern des Schwäbischen Bundes gezählt wurde, nannte er sich Jörg von → Königsegg zu Riethausen. Allerdings war er der einzige, der mit der Burg in Verbindung gebracht werden kann, so daß kaum von einer wirklichen Res.enbildung gesprochen werden kann, zumal Georg 1489 starb und sein Aufenthalt in der Weiherburg keine vier Jahre gedauert hatte. Domherr Hans VI. siegelte noch am 13. März 1490 ein Leibgeding auf der Weiherburg für seine Schwägerin Margarethe Swelher, Wwe. Georgs; die Burg verblieb bis 1806 bei der Familie.

II.

Die Region um A. entstand nach der Würmeiszeit, welche die typische oberschwäbische Seenlandschaft hinterließ. Aus dem Federseebecken entspringt noch heute die Schussenquelle. Diese Gegend ist bes. in den letzten Jahren ergiebig archäologisch untersucht worden (Grabungen am Henau-Hof) und war Heimstätte nomadisierender Steinzeitjäger. Mit Hilfe der Radio-Carbon-Methode konnte die Siedlung in die zweite Hälfte des 6. vorchristlichen Jahrtsd.s dat. werden. Seit dieser Zeit ist in A. eine kontinuierliche Siedlungstätigkeit bis in die Römer- und Nachrömerperiode nachweisbar; Grabhügel aus der Bronzezeit mit entspr. Beigaben wurden gefunden. Das Schloß A. liegt inmitten der gleichnamigen Stadt auf einem Moränenhügel über der Schussen.

Das Marktrecht erhielt die Stadt erst 1682. Eine eigene Münze besaß sie nicht, doch übten die Gf.en von → Königsegg ihr Münzrecht aus, das allerdings nie überregionale Bedeutung erlangte.

Vor dem 19. Jh. hatte A. wirtschaftlich wenig Bedeutung; die Bevölkerung lebte im wesentlichen von der Agrarwirtschaft, in der Res. sind die üblichen Handwerke nachgewiesen.

Die Stadt gehörte zum Argengau, der auch Ravensburg und das Kl. Weingarten umfaßte. Gaugf.en waren die Welfen, beginnend mit Ruthard (769), der als ihr Stammvater gilt. Landtagsort war Altdorf (Weingarten), wobei die Gf.en von → Königsegg von den Habsburgern die Landvogtei innehatten.

Die gesamte Gft. → Königsegg-A. gehörte zum Bm. Konstanz. Die Gft. → Königsegg-Rothenfels gehörte zum Bm. Augsburg.

A. wurde erstmalig i.J. 935 gen., 1355 der Besitz durch die Familie von → Königsegg bestätigt. Spätestens 1390 übte sie über die Kirche St. Martin das Patronatsrecht aus und erhielt von Ks. Friedrich III. 1468 die hohe und niedere Gerichtsbarkeit. Bis 1650 ist A.er Geschichte mit Königsegg-Geschichte identisch. 1682 erhielt der Ort durch Ks. Leopold das Marktrecht, das Stadtrecht jedoch erst am 19. Sept. 1950. Die Bevölkerung war bäuerlich geprägt und zu großen Teilen im Dienst der Herrschaft tätig.

Im Verhältnis zwischen Stadt und Res. ragt für die neuerworbene Gft. Rothenfels ein Ereignis heraus, sieht man einmal von den Unruhen und Kriegszügen des Bauernkrieges ab, die natürlich die oberschwäbische Landschaft bes. betrafen, jedoch nicht zu einer Zerstörung → Königsegg'scher Res.en geführt haben, ein fast zwanzigjähriger Streit zwischen dem Grundherrn und Teilen seiner Bürger- und Bauernschaft in der Gft. → Königsegg-Rothenfels, um den sich heute noch Legenden ranken.

Von 1593 bis 1606 und noch mit Auswirkungen bis 1612 und 1622 lassen sich für → Immenstadt Unruhen nachweisen, die 1622 in der Ermordung Georgs gipfelten. Dessen Sohn Hugo II. sorgte zwar für eine harte Bestrafung des Täters, führte dann aber entspr. Reformen ein, die zur Befriedung der Situation führten. Nicht ungewöhnlich bei einem Herrschaftswechsel, der erst mit dem Umzug Georgs nach → Immenstadt unmittelbar fühlbar wurde, kam es zu Auseinandersetzungen um die Bewahrung der »alten Rechte«. Begonnen hatten die Streitigkeiten 1593 mit einem eklatanten Rechtsbruch seitens des Grundherrn, der versuchte, die vom Reichstag beschlossene Türkensteuer auch auf die in der Gft. lebenden laubenbergischen Untertanen auszudehnen. Die Laubenberger Herren waren offensichtlich zu schwach, um ihre eigenen Leute wirksam zu schützen. Im Gegensatz zu den Gf.en von → Montfort verfügte Georg über keine weiteren Einnahmen und mußte so alle Einkünfte aus den beiden ererbten Herrschaften Rothenfels und → Staufen ziehen. Die Steuerabgaben wurden wenigstens verdoppelt, freie Bauern ihrer Freibriefe beraubt und in die Leibeigenschaft gezwungen. Davon waren selbst Familien betroffen, deren Vorfahren sich schon 1445 freigekauft hatten. So reichten 1595 die beiden »Landschaften« Rothenfels und → Staufen schriftlichen Protest bei ihrem Herrn ein und Mitte März 1596 zogen Angehörige von Familien aus → Staufen, die bereits unter den Montfortern 1467 ihre Freiheit verloren hatten, mit über tsd. Mann bewaffnet nach → Immenstadt. Georg schloß einen Vergleich, der den Untertanen aber nicht weit genug ging, worauf sie drohten, ihn zum Fenster hinauszustürzen. So sah er sich genötigt, am 13. Dez. mit → Staufen und den sieben nördlichen Pfarreien einen Vertrag zu schließen. Auch die diplomatische Karte wurde gespielt, die zwar den gewaltsamen Zusammenrottungen nicht Einhalt gebieten konnte, am Ende aber zur Einigung führte. Georg, der sich in die Burg Rothenfels geflüchtet hatte, wo er sich verschanzte, war inzwischen auch daraus vertrieben worden und hatte sich nach → Staufen gerettet, wo er von der dort zurückgebliebenen Bevölkerung in Schutz genommen wurde. Nach Meinung mancher Historiker führte ein Vergleich zu einem weitgehenden Sieg der Herrschaft. Es habe etlich Irung vnd mißverstendt, so der übliche Terminus, gegeben vmb vnd von wg. bezahlung vnd erlegung der ordinari Land oder Jar, auch Reichs vnd Kreiß Türggensteuren, deßgleichen der erneuerten Stattuten vnd gebotten, deß vmb gelts vnd anderer mehr sachen halber. Nach anderer Interpretation war das Ergebnis eher ausgeglichen, da die → Staufener Bauern zwar fußfällig um Gnade bitten mußten, jedoch Abgaben und Lasten aufgrund eines unter → Montfort abgeschlossenen Vertrages von 1468 genau festgelegt wurden und Georg ein Zwölf-Männer-Gremium aus Vorschlägen der Untertanen bestimmen mußte, was Willkür einen Riegel vorschob. Dieser Vertrag hatte auch Geltung für andere Ortschaften einschließlich Immenstadts. Dagegen beharrten die »oberen« Pfarreien in ihrem Widerstand. Trotz ksl. Drohung mit der Reichsacht zogen diese am 13. Febr. 1597 mit 800 Mann vor → Immenstadt, das nur durch die Besonnenheit des Stadt- und Landammannes Stuber gerettet werden konnte. Die Rebellen verschanzten sich in Bleichach, und Georg warb inzwischen Bewaffnete an. Nach langwierigem Rechtsstreit wurde auch hier eine Einigung erreicht. Im selben Jahr noch wandten sich die Immenstädter Untertanen an Ks. Rudolf II., da sich Frh. Georg ihrer Meinung nach an keinerlei Verträge gehalten habe. Angeblich wurden die städtischen Freiheitsbriefe, Rechtsverleihungen und andere Urk.n, die die Rechte der Bürger hätten beweisen können, durch Beauftragte Georgs vorsätzlich verbrannt. So zogen sich die Prozesse und Widerstände noch über Jahre hin und auch 1598 muß es noch einmal bewaffneten Aufruhr gegeben haben, wie aus einem entspr. Gesuch Georgs um Unterstützung an das Reichsgfl.-Schwäbische Kollegium zu entnehmen ist. Die zu Kempten tagenden Johann Adam, Abt des Reichsstifts Kempten, und Christoph Thumb von Neuburg, Deutschordenslandkomtur der Ballei Elsaß, verkündeten als ksl. Kommissare am 23. Aug. 1606 die Entscheidung über die Streitigkeiten und gaben den Untertanen in fast allen Punkten recht, die zuviel bezahlte Türkensteuer bekamen sie allerdings nicht zurück! Damit war die Auseinandersetzung, die mehr als 15 Jahre gedauert hatte, beendet, wenn auch Wut und Furcht auf beiden Seiten noch nicht ausgerottet waren. Die von Georg eingeführten Neuerungen für die Pfarreien wurden wieder abgestellt und Abgaben und Lasten fixiert. Doch auch hier verhielt der Frh. letztlich nicht rechtskonform und zwang noch im selben Jahr die verbliebenen 19 freien Bauern seiner Gft. in die Leibeigenschaft. Nach der noch heute die Meinung bestimmenden Legende wurde Frh. Georg von → Königsegg-Rothenfels am 29. Aug. 1622 von dem Bauern Egidius Zobel aus Blaichach aus Rache für eine zu harte Strafe wg. Wilderei aus dem Hinterhalt mit einer silbernen Kugel erschossen. Der Mörder sei gefaßt und von Ochsen gevierteilt worden. Wie jedoch inzwischen nachgewiesen werden konnte, stand Georgs Ermordung in keinem Zusammenhang mit dem Aufruhr seiner Untertanen von 1595 oder der folgenden Jahre. Er soll dazu selbst die Ursache gesetzt haben, nachdem er widerrechtlich einen österr. Wildschützen, der ihn dann erschoß, mehrfach hart bestraft habe, wobei die Bestrafung eines Wildschützen sicherlich kein Unrecht war, wohl aber der Übergriff auf einen österr. Untertanen. Daß dieser andererseits seine Zugehörigkeit zum Erzhaus möglicherw. als Freibrief auffaßte, in fremdem Gebiet zu wildern, ist nicht auszuschließen. Nach den Akten der Innsbrucker Administration waren die Übergriffe Georgs sehr wohl bekannt und wohl auch der Mord durch einen Moriz Riezler. Dieser habe Georg, als er mit einer kleinen Jagdgesellschaft von einer Hirschhatz zurückgekehrt sei, meuchlings ermordet. Nach dem Steckbrief der Österreicher war der Täter ain lange schwartze Person, mit ainem rot braunen Bart, und gelblechten Haar, an dem ainen Arm, als wann er laam were, verbunden mit ainem rotbraunen Röckel. Erst nach gut fünf Monaten schien man einen konkreten Verdacht gehabt zu haben, der sich auf Riezler konzentrierte, da dieser offenbar ein Motiv für den Anschlag hatte, weil er geäußert habe, wann er nit so übel von ihm alte Herrn traktiert worden, daß derselbe noch bei Leben wäre. Erst im Febr. 1623 kam es zu einer Durchsuchung in Mittelberg im Kleinwalsertal, die den Wildereiverdacht bestätigte, doch der Gesuchte war gewarnt worden und auf der Flucht. Ende Febr. faßte man ihn im Bregenzerwald, er gestand wohl zunächst ohne Folter, widerrief aber später und wurde vorerst nicht an Georgs Sohn Hugo II. ausgeliefert, obwohl der mit allen Mitteln versuchte, des Täters habhaft zu werden. Als aber der Verdächtige mit Hilfe seines Sohnes einen Fluchtversuch plante, schien die Geduld der Innsbrucker Behörden am Ende zu sein und sie lieferten ihn entgegen ihrer Gewohnheit an Hugo aus. Ein Geständnis hatte man inzwischen auch wieder erreicht, allerdings nach Tortur. Da als Bedingung neutrale Richter gefordert wurden, kam der kuriose Fall zustande, daß Hugo aus der Nachbarschaft, dem Hochstift Augsburg und dem Fs.stift Kempten Richter auslieh, obwohl er ja die Blutgerichtsbarkeit besaß. Das Urteil der zwölf Richter lautete auf Tod auf dem Rad und anschließende Vierteilung. An zwei verschiedenen Orten wurden dem Delinquenten mit glühenden Zangen nacheinander beide Arme ausgerissen, anschl. wurde er vom Scharfrichter gerädert und ihm der Gnadenstoß gegeben, der Leichnam in vier Teile gehackt und diese an den Landstraßen aufgehängt. Dies geschah am 17. Juli 1623 unter reger Beteiligung der Bevölkerung. Die Legende um Bauer Zobel soll etwa eine Generation später entstanden sein.

III.

Für die Kirche St. Martin zu A. wurde 1275 in der Bauphase I (wobei diese nicht den Bauphasen des Schlosses entsprechen) eine romanische Urkirche erwähnt, die später mit der jetzigen Schloß- und Stadtkirche überbaut wurde. Als »vorgotisch« sind in Bauphase II und III zwei Bauabschnitte im Kirchturm nachweisbar und in Bauphase IV wurde die Kirche »frühgotisch« annähernd auf ihre heutigen Ausmaße erweitert. Vor 1498 erfolgte in Bauphase V der Bau der Gruftkapelle und in den Jahren 1559 bis 1562 erweiterte man in Bauphase VI den Choranbau, ein Vorhaben des Frh.n Johann Jakob I. zu → Königsegg-A., Herrn auf Marstetten, von dem eine Urk. vom 6. Brachmond (Juni) 1558 berichtet. Zwischen 1629 und 1662 wurden in Bauphase VII Kirche und Kapelle innen verschönert, während man später noch den Anbau der Sakristei und eine Kirchenrenovierung durchführte.

Der Hl. Konrad, Bf. von Konstanz (934-975), war in A. begütert, ein erstgenannter Kirchherr ohne Namensnennung wurde am 18. Okt. 1236 erwähnt, 1266 ein vicarius Heinrich und 1300 Simpreth, der Leutpriester. Unter den erwähnten Kirchherren finden sich auch zwei illegitime Königsegg-Nachkommen: Heinrich 1390 und Michael 1490-1497. Die Kirche St. Martin dürfte nach Ausweis ihres Namenspatrons schon fränkischen Ursprungs sein. Noch 1353 hatten die Herren von Schellenberg zu Kißlegg das Patronatsrecht, bevor es mit Berthold IV. von → Königsegg und Fronhofen endgültig an die nun herrschende Familie überging. Etwa auf 1355 dürfte die Stiftung einer Pfründe in der St. Martinskirche in A. zu datieren sein.

Die sog. »Bildkapelle« an der Straße von → Immenstadt nach Gunzesried wurde im Gedenken an den am 29. Aug. 1622 ermordeten Frh.en Georg II. zu → Königsegg errichtet, der angeblich von einem Untertanen aus Rache für eine zu harte Strafe wg. Wilderei aus dem Hinterhalt mit einer silbernen Kugel erschossen worden sei. Die Kapelle zieren eine Inschrift und die Abbildung des Mordes. Die wahren Hintergründe siehe → C.II.

Eine erste Grablege der Herren von → Königsegg, deren erste Nennungen sie vor 1179/80 als welfische Ministerialen auswiesen, welche in engem Kontakt zu Heinrich dem Löwen und zur Reichenau standen und die bereits zu dieser Zeit im Traditionskodex des Kl.s Weingarten verzeichnet waren, beherbergt neben den Gebeinen der süddeutschen Welfen zu späterer Zeit auch die der → Königsegger. Eine erste Bestattung, falls nicht schon der Spitzenahn Meingoz hier seine letzte Ruhe fand, ist für Eberhard I. von Fronhofen bezeugt, für dessen Begräbnis in der sog. → Königsegger Gruft des Kl.s eine eigene Grabkapelle auf das Jahr 1246 dat. wurde. 1276 und 1296 amtete Ulrich I. von → Königsegg und Fronhofen als Vogt des Kl.s. Der Weingartener Nekrolog erwähnt ihn mit der Gabe eines Pfundes jährl. Einkünfte. Beim Abbruch der Kl.kirche i.J. 1715 sind die Grabmäler der Gf.en zu → Königsegg aufgelassen und die Gebeine in eine Holzkiste unter den Ablösungsaltar verbracht worden. Eine Tafel kündete von den ossa comitum Kynsegg. Es handelte sich um die Gebeine von Eberhard I. (gest. 1246) bis Marquard I. (gest. 1545). Eine 1909 erfolgte Öffnung förderte eine Holzkiste mit Gebeinen und einem Zinkblechtäfelchen unter dem Öffnungsbügel mit folgender Aufschrift zutage: Anno 1751 d. 3. Martij hic ossa Comitum de Königseck translata sunt.

Hatten noch im Frühjahr 1456 Hans III. und sein Vater Ulrich V. der Grablege der → Königsegg in der Kapelle zu Weingarten weitere Stiftungen gemacht, löste der Sohn dann aber einen Teil der Jahresgült für Weingarten ab und bestimmte fürderhin die Kirche zu A. zur Grablege seines Geschlechts. In der A.er Gruftkapelle fand dann er als Erster am 8. Mai 1465 seine letzte Ruhestätte. Die Königsegg-Gruft in St. Martin wurde bis in jüngste Zeit durchgehend genutzt und birgt zahlr. Epitaphe und Gedenkinschriften. In den Fenstern der Kapelle sind Wappenglasmalereien angebracht.

Eine weitere Grablege schuf sich die Linie → Königsegg-Rothenfels in der Kapuzinerkirche zu → Immenstadt, angelegt durch Hugo II., der das Kl. zwischen 1653 und 1655 errichten ließ und, als er am 1. Dez. 1666 starb, als erster dort beigesetzt wurde. Insgesamt sind 24 Bestattungen nachgewiesen, die letzte 1801.

Sources

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