Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich

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BEDERKESA

C. Bederkesa

I.

Namengebende Res., wo die → B.er auch urkundeten, war die obere und untere Burg B. (1321 die husen beyde to B.). Das obere Haus kann mit dem Ringwall Holzurburg (eigentl. im Holt tor Borch) identifiziert werden, wo sich 1654 noch ein Turm befand (Ruete, B., S. 163) – Bodenfunde des 11. bis 14. Jh.s stützen das. Das untere Haus wurde im 15. Jh. vom Bremer Rat zum Amtssitz ausgebaut. Die minderstädtische Entwicklung von B. reicht wohl in die Zeit der → B.er zurück, da 1339 ein Markt erwähnt ist (Hucker/Trüper, Regesten, Nr. 320).

II.

Die um 1300 neu errichtete Niederungsburg Elmlohe wurde 1485 wieder zerstört (Hucker/Trüper, B., S. 16 und 286 f.). Aus ihrem freien Damm konnte sich ein Flecken nicht entwickeln (vgl. Pech, B.). Der 1343 neuerbauten Syverdesborch bei Sievern waren keine Res.funktionen zugedacht. Sie sollte eine Offensive gegen Wurster Friesen stützen, wurde von diesen jedoch schon bald nach 1350 niedergelegt (Hucker/Trüper, Regesten, Nr. 320).