Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich

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STATUTEN VON GESELLSCHAFTEN

A.

1. Begriff und Form

Stiftungsstatuten sind die schriftliche Fixierung von gewillkürter Gesetzgebung, die der Stiftungsidee zu einer adligen Vereinigung folgte. Es handelt sich um Urkunden, die der Stifter, ein weltlicher oder geistlicher Fürst, in Auftrag gab. Die zum größten Teil ebenfalls adligen Mitglieder der Einungen bestätigten ihre Teilnahme an dem Bündnis mittels einer sogenannten Verschreibung, einem Schriftstück, das kurzgefaßt ihre persönliche Einhaltung des Stiftungsvertrages beinhaltete. Der Urkunde selbst hing immer nur das Stiftersiegel an (Storn-Jaschkowitz, Gesellschaftsverträge, hier Tl. 2, Nr. 1, 15, 18, 22, 25, 27-30, 32, 34, 35 und 42-46).

In der Forschung ist der Begriff »Ordensstatuten« bisher allgemein gebräuchlich, um die hier vorgestellte Quellengattung unter einer Überschrift zusammenzufassen. Es handelt sich dabei um eine zum Teil irreführende Bezeichnung, die kaum aus den Quellen gewonnen, sondern als Begriffsbildung der älteren Forschung übernommen wurde. Die Bezeichnung »Orden«, lateinisch ordo (Regel, Ordnung, Stand) stammt ihrer Definition nach aus dem geistlichen Milieu. Sie bezeichnet eine Klostergenossenschaft, deren Mitglieder nach eigener Regel in Klöstern leben und feierliche Gelübde ablegen. Diese Gemeinschaften hatten alle einen geistlich-bruderschaftlichen Schwerpunkt im Gegensatz zu den Adelseinungen, bei denen die weltlichen Interessen überwogen (→ Memorial- und Bruderschaftsbücher). Für sie ist die Bezeichnung »Orden« dem Sinn nach von den geistlichen Ritterorden entlehnt, die nach den Kreuzzügen im 13. Jahrhundert entstanden, um sich karitativen Aufgaben, dem Schutz der Pilger oder dem Kampf gegen Glaubensfeinde zu widmen wie beispielweise der Deutsche Orden, der ritterliches Ethos mit mönchischen Pflichten verband. Dieser spezielle Auftrag findet sich bei den spätmittelalterlichen Stiftungen von Adelsgesellschaften nicht mehr (Hold, Adelsbünde, S. 670/71 und 715ff). Schließlich ist der Begriff »Orden« auch in der Bedeutung als Ehrenabzeichen für die Charakterisierung der adligen Einungen nicht von Nutzen. Denn zum Kreis der adligen Zusammenschlüsse zählten allein jene, die sich außer durch das Tragen gleicher Abzeichen auch durch eine gemeinsame Organisation auszeichneten (Ritterorden, S. 21ff.). Es muß vielmehr von »Stiftungen« die Rede sein, und zwar von sowohl hofgebundenen als auch von solchen ohne direkte Anbindung an einen Fürstenhof. Was diese Schriftstücke ausmachte wurde eingangs bereits erwähnt und soll hier nochmals betont werden: (1.) Sie wurden ausschließlich auf Betreiben der Stifterperson aufgesetzt, und (2.) sie trugen allein das Siegel dieses Stifters (Storn-Jaschkowitz, Gesellschaftsverträge, hier Tl. 1, Kap. 3).

Der Begriff »Statut« als Entlehnung vom lateinischen statuere (aufstellen, errichten, festsetzen, bestimmen) meint in mittelalterlichen Rechtstexten Verordnung, Vorschrift, gesetzliche Bestimmung, Einung, Satzung, Eigengesetzlichkeit oder Willkür und wurde den verschiedenen Bereichen von Territorien, Städten, Herrschaften, allen möglichen Verbänden und Genossenschaften gleichsam zugestanden. Die hier relevanten höfischen Urkunden weisen den Begriff fast gar nicht auf. Vielmehr ist in ihnen die Rede von brief, divyse, geselschaft, ordnung, stifftung, satzung, stuck, articel, urkund, hauptbrief, capitel, (selten) ordinis, ordinationes (allein die St. Christoph-Gesellschaft spricht im Gründungsbrief von ordnung und statut. Storn-Jaschkowitz, Gesellschaftsverträge, hier Tl. 2, Nr. 34). Nahezu alle Dokumente werden einheitlich als »Brief« bezeichnet, was allerdings im heutigen Sprachgebrauch mißverständlich wäre. Der Form nach ist diese Quellengattung als Urkunde überliefert. Die Größe kann dabei sehr unterschiedlich ausfallen und ist generell von der Länge des Textes, d. h. von der Menge der einzelnen Anordnungen abhängig. Diese erscheinen entweder offensichtlich als untereinanderstehende Artikel oder als fortlaufender Text, in dem die Einzelbestimmungen durch markante Initialen hervorgehoben sein können. Der sich wiederholende Wortlaut zu Beginn der einzelnen Statuten sowie der Aufzählungscharakter der Urkunden wie beispielsweise item zum ersten, item zum andern […] (Storn-Jaschkowitz, Gesellschaftsverträge, hier Tl. 2, beispielsweise Nr. 25/Adler, Nr. 30.1/St. Hubertus) machen deutlich, weshalb diese Quellentexte heute zu Recht als »Statuten« (Gesetz, Satzung) oder »Verträge« bezeichnet werden.

2. Entstehung

Die Entstehungszeit dieser Quellengattung erstreckt sich, folgt man der Überlieferung, von etwa 1330 bis zur Reformation. Ältere Stiftungen, von denen wir nur hören, daß es sie gab, finden sich gehäuft um 1400. Von jenen ist kaum ein Einungsbrief auf uns gekommen. Lediglich sekundäre Quellen erwähnen die Namen der einst vertraglich fixierten Adelseinungen wie Templaise (1337), Salamander (1386), Zopf (1395), Einhorn (1398), Sichel (1400) oder Flegel (1407), später auch Tusin (1438) und St. Maria (1468) (siehe dazu: Ritterorden und Adelsgesellschaften). Zur Mitte des 15. Jahrhunderts zeichnet sich ein gewisser Höhepunkt von initiierten Stiftungen ab. Hier ist an die Stiftungsstatuten von Schwan (1440), Pelikan (1444) und St. Hubertus (1444/45) zu denken. Der jüngste Vertrag stammt aus dem Jahr 1517 (Storn-Jaschkowitz, Gesellschaftsverträge, hier Tl. 2, Nr. 46/St. Christoph). Insgesamt kennen wir nach heutigem Stand 17 (erste) Stiftungsverträge im deutschsprachigen Gebiet und können die ehemalige Existenz von weiteren 8 vermuten (den vorausgehenden Namen sind folgende zuzufügen: 1332/Ettal, 1403/1492/St. Simplicius, 1408/Drache, 1420/1435/St. Antonius, 1433/Adler, 1436/St. Georg- und St. Wilhelmschild, 1450/St. Hieronymus, 1465/St. Christoph, 1468/St. Georg, 1492/St. Georg, 1493/St. Georg, 1496/St. Martin, 1503/St. Georg; Druck der Statuten bei Storn-Jaschkowitz, Gesellschaftsverträge, hier Tl. 2). Zu den bekannten Einungsbriefen können außerdem all jene gezählt werden, die eine bestehende Stiftung im Lauf der Zeit erneuert oder verändert haben, so daß etwa 30 spätmittelalterliche Stiftungen von Adelsgesellschaften schriftlich vorliegen.

Impulse für die Initiierung einer solchen Stiftung und damit für die in Auftraggabe der Urkunde dürften sehr vielfältig gewesen sein. Nur wenige Quellen berichten von konkreten Ereignissen, die den Stifter zum Handeln bewogen haben. Die St. Hubertus-Einung von Jülich-Berg, heißt es im Bundbrief, wurde aus Dankbarkeit nach gewonnener Schlacht am St. Hubertustag 1440 von Herzog Gerhard ins Leben gerufen (Storn-Jaschkowitz, Gesellschaftsverträge, hier Tl. 2, Nr. 30.4; ausführlich Lahrkamp, Beiträge, S. 3-49). Eine Gesellschaftsgründung zur Ehre Gottes, seines Sohnes, Mariens oder auch bestimmter Heiliger wird am häufigsten in den einleitenden Worten der Urkunden als Motivation genannt. Nur in wenigen Fällen können durch Sekundärquellen andere, nicht religiöse Beweggründe verifiziert werden. Erhaltene Mitgliederlisten geben etwa bei Schwan (1440), Pelikan (1444) und St. Hubertus (1444) Auskunft über die »Vertragspartner« des Stifters, d. h. über die Personen, die an der Einung beteiligt waren und ihrer Einhaltung zustimmten. Jene Adlige waren keineswegs Unbekannte am Hof des Gründers. Ihre Familien und sie selbst gehörten in manchen Fällen seit Generationen zum inneren Zirkel der fürstlichen Verwaltung und Herrschaftsausübung. Diese fürstliche Klientel und ihre Beziehung zum Stifter, die ähnlich einem Lehnsverhältnis Schwankungen unterlag, machen den Wert einer höfischen Einungsstiftung für die Herrschaftsausübung des Stifters deutlich. Der Nutzen und damit auch die Motivation für die Tätigung einer solchen Stiftung lagen in der Verstärkung der Anbindung von jener Klientel an den Hof. Denn der Stiftungsvertrag verpflichtete alle Mitglieder zu regelmäßigen Treffen und erhöhte so die Kommunikation der am Hof angebundenen adligen Eliten. Auch konnten Angehörige der Ritterschaft mit der Aufnahme in die Gesellschaft relativ unkompliziert gegenüber einer Lehen- oder Ämtervergabe belohnt werden. Die Machtbestrebungen der Grafen, Herren und Ritter konnten kontrolliert und ihre Unabhängigkeit von der jeweiligen Herrschaft verhindert werden. Die Entstehung der Quellengattung »Stiftungsstatuten« stand folglich in enger Verbindung mit dem Vorhaben bestimmte Personengruppen noch enger und dauerhafter an die eigene Herrschaft zu binden als dies durch eine reine Lehnsbeziehung möglich gewesen wäre. Wobei hofgebundene Stiftungen dieses sicherlich direkter anstrebten als es Stiftungen ohne explizite Anbindung an ein Herrschaftszentrum taten (Storn-Jaschkowitz, Gesellschaftsverträge, hier Tl. 1, Kap. 3; vgl. dazu unten B.I. und B.II.).

Einzelne Bestimmungen und Artikel, deren Inhalt hier nicht im Mittelpunkt stehen soll, verdeutlichen die angestrebte Verflechtung von höfischer und gesellschaftlicher Verwaltung. Die Organisation der Schwan-Einung beispielsweise war eng verknüpft mit der höfischen Verwaltung in Ansbach. Die Finanzverweser der Einung fungierten in ähnlicher Position am fürstlichen Hof (Storn-Jaschkowitz, Gesellschaftsverträge, hier Tl. 1, Kap. 2.2.2.6). In diesem Fall kann von der Adelsgesellschaft als einem Bestandteil des Hofes gesprochen werden. Eine Stiftung war folglich ein Attribut der Repräsentation, welches neben anderen aussagekräftigen Instrumenten wie Repräsentationsräumen, Hofnarren, Denkmälern, Bibliotheken, Grablegen, Herolden, Hofämtern, Wappen, einer Kanzlei und vielem mehr der Legitimation von Herrschaft, ihrer Durchführung und Darstellung nach außen diente (vgl. die entsprechenden Art. in: Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Bilder und Begriffe, hier Teilbd. 1: Begriffe). Das Spätmittelalter war insgesamt gekennzeichnet von verschiedensten Bünden und Verträgen zwischen Städten, Adligen und Fürsten wie den Städtebünden und Landfrieden. Die Stiftungsverträge bilden nur einen kleinen Teil dieser Bündnisse ab, mittels derer Kurfürsten, Herzöge und (selten) Grafen versuchten, ihre Machtstellung im Reich zu erhalten.

3. Stiftungsverträge als höfische Literatur

Im Aussehen keiner klaren Linie folgend, da im Umfang und in der Überlieferung unterschiedlich, können für alle Stiftungsstatuten als Entstehungsort höfische Kanzleien weltlicher oder geistlicher Herrschaftszentren gelten wie beispielsweise Mainz (Erzbistum Mainz), Heidelberg (Pfalzgrafschaft bei Rhein), Ansbach (Kurfürstentum Brandenburg), Kleve (Herzogtum Kleve) und Blankenberg (Herzogtum Jülich-Berg). Ihre Verfasser sind die dort beschäftigten höfischen Schreiber, in jüngerer Zeit wohl mit juristischer Vorbildung.

Neben den Stiftungsurkunden sind andersartige Schriftstücke erhalten, die die Einungsverträge in Zweckmäßigkeit und Information ergänzen wie die oben genannten Verschreibungen, Einblatt-Bestätigungen, meist nicht länger als vier bis fünf Zeilen. Sie begleiteten oder ersetzten die persönliche Beeidung der Statuten und wurden in der Kanzlei des Stifters gemeinsam mit dem Stiftungsvertrag verwahrt. Dabei lag möglicherweise eine Kopie des Gründungsbriefes. Pfalzgraf Ludwig IV. bei Rhein ordnete beispielsweise die Aufbewahrung der Dokumente in einer Truhe an (vgl. unten B.I., Art. 21). Wir hören auch von sogenannten Gesellschaftsbüchern, → Rechnungen (vgl. unten B.II., Art. 16), → Wappenbüchern und Tatensammlungen der Mitglieder, die von einem Herold in ein Buch geschrieben werden sollten (vgl. unten B.I., Art. 19). Auch schriftliche Nachweise späterer Altarstiftungen der Einung für das Seelenheil der Mitglieder angelegt finden sich. Die gesamte Überlieferung kann dem weiten Feld der höfischen Literatur zugerechnet werden. Sie zählt zu den heute archivalisch erhaltenen Zeugnissen jener fürstlichen Stiftungen und deren Existenz bisweilen über Jahrzehnte hinweg.

B.

I. Pelikan-Einung

Kommentar: Dieser Text gibt in Auszügen die Stiftung der Pelikan-Einung wieder, die Pfalzgraf Ludwig IV. 1440 tätigte. Dem ersten Vertrag folgte 1446 ein weiterer, der inhaltlich kaum Änderungen aufweist, wenngleich er rein äußerlich als Prachtausfertigung einer Urkunde gelten kann. Bei der Pelikan-Einung handelt es sich um eine sogenannte hofgebundene Stiftung, deren Zentrum in Heidelberg identisch mit dem Herrschaftssitz des Pfalzgrafen war. Einzelne Artikel erinnern an das rechtliche Verhältnis zwischen Lehnsherrn und Lehnsmann.

Wir Ludwig, von Gots gnaden pfalczgrave bij Ryne, des Heiligen Romischen Rychs erczdruchsesse und herczog in Beyern, bekennen und tun kunt oftembare mit diesem brieffe, das wir dem allmechtigen Gote, der hymmel koniginne Marien und dem heiligen ritter Sant Jorgen zu lobe und ere, auch uns, unserm furstenthume, dem adel und der ritterschafft zu nucze, fromen und eren eyn gesellschafft furgenommen haben. Und wir und die mit uns in der gesellschafft sin und darinn komen werden, sollen eynen pellicane an eynem gebremsten halszbande tragen und tun und halten als hernach geschriben steet.

[1] Zum ersten sollen in dieser unser gesellschafft zu uns nit mee sin noch offgenommen werden dann drisszig personen, also das wir, herczog Ludwig, das heubt und der herre und furste in dieser gesellschafft und der eyn und drisszigste sin sollen. Und under denselben sollen sin zehen graven und frijherren, zehen ritter und zehen knechte, die zum thorner gehoren und gethornert haben.

[2] Und sal nymant unser gesellen dieser unser gesellschafft, die yeczunt sind oder hernach darinne kumen werden, den halszbant noch pellicane kostelicher oder werder machen lassen oder tragen, dann wir die zu dieser zijte uszgegeben haben.

[3] Item sollen noch wollen wir nyemand mee uber die vorgescbriben zale in diese unser gesellschafft offnemen oder die tragen lassen, es were dann, das wir eynem fremden uszlendigen als usz Franckrych oder Engelland oder der glichen solich gesellschafft zutragen uns und unser gesellschafft zu eren geben wolten, das mochten wir tun. Doch so solte derselbe fremde dieser verschribunge nit wissen noch der zutunde han, aber ime solte offgeseget werden, die gesellschafft zutragen off den heyligen Cristag, aller unser lieben frauwen tag und Sant Jorgen des heiligen ritters tag. Und off dieselben tage solle derselbe auch zum mynsten ein gancze messe horen.

[4] Item weres, das eyner oder mee in dieser unser gesellschafft von todes wegen abegienge oder uszer der gesellschafft gesaczt worde als hernachgeschriben steet, das Got lange verhuten wolle, so sollen wir, herczog Ludwig, macht han, mit willen und wissen der andern unser gesellen dieser unser gesellschafft oder des merern teyls under yne zu der zijte, so wir zu Heydelberg zusamen kumen werden als hernachgeschriben steet, an der stat andere, die zu uns und unser pfalcze gehorent oder die uns gewant und erlichen und bequeme sin beduncket, in die gesellschafft zunemen und yne die zugeben.

[…]

[6] Item es sal auch keyner unser gesellen in dieser unser gesellschafft des andern fyent werden oder das sine mit gewalt wissentlichen nemen oder die sinen nemen lassen. Weres aber, das in strijten, reysen oder dynsten unser gesellen dieser unser gesellschafft widdereynander quemen, worde dann ein geselle von dem andern mit der hand gefangen, derselbe solle den gefangen sinen gesellen dieser unser gesellschafft ledig sagen. Und mochte auch ein geselle dem andern in solichen reysen, dynsten oder strijten sinen lyp behalten, das solle er schuldig sin zutunde, soferre er das mit eren getun kunde. Und wem unser gesellen dieser unser gesellschafft, eyner oder mee, also rijten oder dienen oder im strijte bij yemant sin worden, so sollen sie dem herren oder heuptman, dem sie rijten oder dienen oder bij dem sie in dem strijte weren, zuvor sagen, ob yemant von unser gesellschafft bij der widderparthie were; worde er von siner hant gefangen, so solte er yne ledig sagen, mochte er yme auch sinen lyp behalten, das wer er schuldig zutun.

[…]

[9] Item, wir, herczog Ludwig, sollen den allen, die zu eyner yeglichen zijte in dieser unser gesellschafft sin oder darinn komen werden, ein gnediger herren sin und yne zu yrem rechten hilffe tun und bewysen, da wir das mit eren getun mogen. Und sie sollen uns auch widderumb fur iren gnedigen herren halten und uns getruwe sin und uns zu unserm rechten und unrecht zustraffen nit lassen off unsern costen, wo sie das mit eren getun mogen, ane alle geverde.

[10] Item sollen wir noch nyemand, der in dieser unser gesellschafft ist oder darinn kumen wirdet, numermee offenbaren mit worten, schrifften oder in ander wyse, was diese unser gesellschafft off ir oder nit off ir habe oder eyner dem andern zutunde oder nit zutunde verbunden oder nit verbunden sij. Doch so solle ein yeglicher unser geselle diese unser gesellschafft zu eren schuldig sin.

[11] Item sollen wir und die mit uns zu eyner yeglichen zijte in dieser unser gesellschafft sin eyns yeglichen jares off Sant Jorgen des heiligen ritters und mertelers abent zunacht, ungeverlichen, zu Heydelberg sin. Und darnach oft Sant Jorgen tag sollen dieselben unser gesellen mit uns samentlichen ein singende messe in unserm stieffte zum Heiligen Geyste horen und nach der messen bij uns off unser burg zu Heidelberg essen und alsdann von der gesellschafft wegen reden, was noit were oder sin wirdet. Und were yemands in dieser unser gesellschafft von todes wegen abegangen in demselben jare, das Got lange verhalten wolle, so solte man off denselben Sant Jorgen tag nach der vesper vigilie und off den andern tag darnach selemessen singen lassen zu dem obgnant unserm stieffte zum Heiligen Geyste, dabij wir und ander unser gesellen dieser unser gesellschaftt in swarczen kleydern sin sollen. Und des abegangen nehste frunde sollen helme und schilte zu oppfer tragen, und wir und die andern dieser unser gesellschafft sollen den zum oppfer nachgeen und oppfern der selen zu troste und hilffe. Weres aber, das der nehste tag nach Sant Jorgen tag ein sonntag were oder nach dem sonntage ein vyertag queme, so solte die selemesse gehalten werden off den nehsten tag darnach in massen vorgeschriben steet.

[…]

[13] Item welicher under uns in vorgeschribner massen uszblijbe und die schriffte off sinen eydt nit dete als vorgeschriben steet. Treffe das uns, herczog Ludwigen, an, so solten wir vier und zweinczig gulden der gesellschafft verfallen sin und geben, die auch ein yeglicher, der zu zijten unser huszhoifemeyster zu Heidelberg sin wirdet, sodicke des noit gescheen worde der gesellschafft von unsern wegen uszrichten und geben sal. Und in solicher massen solte ein grave oder fryerherre sechczehen gulden und ein ritter oder knechte acht gulden verfallen sin und geben und die off dieselbe zijte gein Heidelberg eynem, der dann zu zijten unser huszhoifemeister daselbs sin wirdet, schicken, die forter der gesellschafft zuantwortn. Und dasselbe gelte sal auch nach unser und der gesellschafft rate in Gotes ere gewant und gekeret werden.

[…]

[15] Item, wer in diese unser gesellschafft von uns offgenommen wirdet als vorgeschrieben steet, der sal nit macht han, die gesellschafft offzusagen oder abezustellen die wyle er lebet, es geschee dann mit unserm und aller andern, die in dieser unser gesellschafft sin, willen und wissen. Es were dann, das er sich der werlde abetun und geystlich werden wolte.

[…]

[18] Item, was auch in der gesellschafft gerett wirdet, die gesellen oder yemand, von dem rede weren, in die gesellschafft offzunemen antreffend, das sal auch von uns, herczog Ludwigen, und andern, die in dieser unser gesellschafft sin oder darinn kumen werden, verswigen bliben und nit geoffenbaret werden in dhein wyse.

[19] Wir, herczog Ludwig obgnant, wollen auch treffliche, ritterliche wercke oder ander woltat, die von yemant in dieser unser gesellschafft begangen oder getan werden, durch unsern heralt in ein buch anschriben und offenbaren lassen.

[20] Item es sal auch ein yeglicher, der in diese unser gesellschafft von uns offgenommen wirdet als vorgeschriben steet, geloben und lyplichen zu den heiligen sweren und des sinen besiegelten brieff geben, das alles als vorgeschriben steet getrulichen zuhalten, zuvollenfuren und zutunde, das an diesem brieffe geschriben steet.

[21] Und sollen dieser unser brieff und ander brieffe, die also unser gesellen in dieser unser gesellschafft geben werden als vorgeschriben steet, in unserm stieffte zum Heiligen Geiste zu Heydelberg ligen und beslossen werden mit drijen slosseln, der wir, herczog Ludwig, eynen und eyner user den graven und herren eynen und eyner uszer der ritterschafft eynen haben und behalten sollen.

[22] Und sal man dises unsers heuptbrieffs der gesellschafft abschrifft nyemant geben oder werden, sunder man sal eyns yeglichen jares, so wir off die zijte als vorgeschriben steet zu Heydelberg zusammen kumen werden, diesen heuptbrieff der gesellschafft die gesellen, die alsdann geinwertig sin werden, horen lassen, alle argeliste und geverde in allen und yeglichen vorgeschriben stucken, puncten und artickeln genczlichen uszgescheyden.

Und des zu warem orkunde und vester stetickeyt, so haben wir, herozog Ludwig, obgnant unser ingesiegel an diesen brieff tun hencken. Datum Heydelberg in vigilia ascensionis, domini anno eiusdem millesimo quadringentesimo quadragesimo quarto.

Storn-Jaschkowitz, Gesellschaftsverträge, hier Tl. 2, Nr. 29.1.

Orig. Ausf., Hauptstaaatsarchiv München, Kurbayern,

Urk. 22139 (1444 Mai 20, Heidelberg).

II. St. Georg- und Wilhelmschild-Einung

Kommentar: Der Stiftungsbrief der St. Georg- und Wilhelmschild-Einung vermittelt die rechtlichen Bestimmungen der fürstlichen Gründung von Herzog Friedrich IV. von Österreich ohne räumlich feste Anbindung an einen Herrschaftssitz. Es ist zudem der einzige erhaltene Brief einer zeitlich begrenzten Stiftung. Üblicherweise wurden solche Initiationen auf ewige Zeit hin angelegt.

Wir Fridrich der elter, von Gots gnaden herczog zu Oͤsterrichn, tůn kunt menglichem und bekennen offenlich mit dem brieff, daz wir dem allmechtigen Gott und siner wirdigen můter und magt Marien zelob und ze eren uns und gemeiner ritterschafft zu einhellikeit und werlicheit ein gesellschafft mit Sant Gerigen und Sant Wilhelms schilt furgenomen, geordent und gemaht haben und auch die usgeben wellen mit soͤlichen verbuntnissen, uunderscheid und artikeln als hienach geschriben steet.

[1] Das ist also item des ersten, daz alle, die soͤlich gesellschafft tragen, uns getruw und hold sien. Wan wir denselben desglichen hinwider tůn wellen, ungeverlich.

[2] Und ob einer des andern ere und gelimpffen yendert horte beruͤren, wa das were, daz derselb den versprechen sol nach dem besten untz an in, ungeverlich.

[3] Welich soͤliche [vor soͤliche stehen zwei gestrichene unleserliche Buchstaben, vermutlich: ge] geselschafft mitenander tragen, die soͤllen widerenander nicht tůn und enander auch getruw und hold sin. Und ob einer mit dem andern zuschaffen gewunn, so soͤllen sy komen fur den haubtmann und gesellen, darunder sy sind, soͤlichs vor in infruntschafft oder mit dem rechten ustragen.

[4] Wer aber, daz wir zů der einem, der die gesellschafft mit uns truͤg, anspraͤh oder vordrung gewunnen, die […]h [das Wort ist aufgrund von Beschädigung nicht vollständig lesbar] hin fur in der zit diser gesellschafft machen wurden, darumb soͤllen wir oder unser anwelt an unser statt und derselb komen fur den haubtmann, darunder derselb dann ist und gesellen, die derselb haubtmann zů im n0m, die in by siner eyd uff bedstt die gemeinsten sin bedunkt. Und wie da soͤlich sachen mit fruntschafft oder recht usgetragen wurden, daby sol dann das ouch beliben und gehalten werden ane intrag, ungeverlich.

[5] Wer aber, ob der gesellen, einer oder mer, zů uns zůspruch hinfur gewunnen, der oder die soͤllent darumb komen fur uns und unser rete oder fur unseren landvogt und rete in Elsass, zu Swaben oder an der Ettsch, wo im oder in das am nachsten aller fůglichest ist. Doch in den vor geschribnen stugken und artikeln vorbehebt unser gewaltsamm, unser empten und gerichten, gen den die uns mit mannschafft, lehenschafft oder ander gehorsamen gewant oder phlichtig sind, wo das soͤlch unser herlikeit und gewaltsame berůrte, daz es uns daran unvergriffenlich sie, ouch ungeverlich.

[6] Es mag auch ein gesell wider den andern stozzen, recht sprechen in eins fursten oder herren rat oder an lantgerichten. Ouch mag einer by sinen brůdern, vettern oder angelornen frund, die nicht in der gesellschafft sind, steen.

[7] Den schilt und das zeichen diser gesellschafft sol ouch offenlich und schinbarlich obwendig der gurteln getragen werden. Welicher das nit tete, und das ein ander in der gesellschafft sehe, dem sol er all tag ein mal, so er die gesellschafft nit offenlich als vor stat truͤge einen plapphart oder dafur sovil muntz geben by dem eyd, den er der gesellschafft swert. Und derselben blaphart oder die muntz eins plappharts wert, sol der inn0mer armen menschen, einem oder mee, fur sich geben in den eren unser lieben frowen, Sand Gerigen und Sand Wilhelms.

[8] So soͤllen wir houbtlut alszvil zu der gesellschafft notdurfft wirdet seczzen und entseczzen. Und die, so also ye zu ziten geseczzt werden, sullen gewalt an unser statt gesellen ufzenennem, ouch brieff, gelubde und eyd van denselben, als darzů nach dis briffs sag gehoͤrt und notdurfftig ist. Doch soͤllen wir noch dieselben haubtlut soͤlich gesellschafft nyemanden geben nach gunnen zetragen, nuer den, die wapens genoss, ritterm0ssig und von alterhar edel sind. Und waz gesellen yeglicher houbtmann also ufnympt, die sol er uns und den andern houbtluten verkunden, damitt wir die erkennen und darnah wissen zehalten.

[9] Soͤlichen haubtluten, wer die ye zu ziten sind, sol empholhen werden, by iren eiden in allen sachen der gesellschafft zu handlen als einen houbtmann zů [z3 wurde über der Zeile nachgetragen] geburt nach siner [es folgt gestrichen besten] verstentnisse und vermoͤgen gelich, getrulich und ungeverlich das best zetůn.

[10] Und daz ein jeglicher houbtmann in siner ryfier mit den gesellen, so under im sind, im jar einest zu enander kaͤmen an soͤlich end und uff soͤlich zit, als dann das ye der haubtmann schribt und verkundet, sich zu underreden soͤlicher notdurfft, die die gesellschafft antr0ff und was sy notdurfftig bedunkt, daz uff soͤlhen underredungen an uns zu bringen sie, das sy das tůn.

[11] So sol die gesellschafft weren zehen jar die nechsten nachenander komend doch unvergriffenlich, ob wir ainig wurden, die zu verlengen.

[12] Und ob einer, der nicht in der gesellschafft wer, zu einem gesellen zůspruch hett, derselb gesell sol darzů gehalten [im Text steht zweimal hintereinander gehalten] werden, daz er dem ussern recht tů vor dem haubtmann und gesellen, die dann der haubtmann zů im nympt. Dessgelichen der usser dem gesellen hinwider damitt eins mit dem andern zůgang.

[13] Es mag auch ein jeglicher gesell imselbs, sinen heren und von dem er belehent ist usnemen und vorbehalten.

Wir der vorgenannte herczog Fridrich gereden by unsern furstlichen wirden disen brieff nach vorgeschribnem begriff und meynung getrulich [es folgt getrichen zehalten] und ungeverlich zehalten, darumb so haben wir disen brieff versigelt mit unserm anhangendem insigel, geben etc.

[14] Item, graff Hanns von Tierstein, ritter uff mins herren gnaden gevallnisse, daz man rittern und knechten, so in den stetten burger weren, die gesellschafft nit versagen sol, denn es minen gnedigen herren nuczzer sie zetůn den zu lassen.

[15] Item, in andern gesellschafften stat gewanlich, was sachen zum recht uff die houbtlut gebitten und usgenomen werden [es folgt gestrichen oder], und [vnd wurde über der Zeile nachgetragen] was kriegen sich machten von der gesellschafft wegen, die vile oder ir eme nit zu ustrag kemen in der zit, die wile die gesellschafft w0ret, der sol man danocht beladen sin und die helffen zu ustrag bringen gelicher wise, als ob die gesellschafft dennocht werrte, ane geverde.

(16) Item, ouch ist gewonlich, daz ein jeglicher gesell by sinen eyde hinder sinen houbtmann zu jeglicher fronvasten oder zum halben jar einen guldin daitwurte hinder den houbtmann zu der gesellschafft sachen und notdurfft zebruchen, darumb sol ouch ein jeglicher houbtmann des jars ein mal rechnung geben, etc.

Storn-Jaschkowitz, Gesellschaftsverträge, hier Tl. 2, Nr. 27.1.

Kopie (zeitgenöss.),

Österreichisches Staatsarchiv Wien, Familienurkunden,

Nr. 499 und 500, fol. 2 (rotulus, 1436/37).

C.

(allgemein) Borgolte, Michael: Der König als Stifter. Streiflichter auf die Geschichte des Willens, in: Stiftungen und Stiftungswirklichkeiten: Mittelalter bis zur Gegenwart, hg, von Michael Borgolte, Berlin 2000, S. 39-58 (Stiftungsgeschichten, 1). – Borgolte, Michael: Stiftungen des Mittelalters im Spannungsfeld von Herrschaft und Genossenschaft, in: Memoria in der Gesellschaft des Mittelalters, hg. von Dieter GEUENICH und Otto Gerhard OEXLE, Göttingen 1994, S. 267-85 (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte, 111). – Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Bilder und Begriffe, hg. von Werner Paravicini, bearb. von Jan Hirschbiegel und Jörg Wettlaufer, Teilbd. 1: Begriffe. Teilbd. 2: Bilder, Ostfildern 2005 (Residenzenforschung, 15,II,1-2). – Hold, Hermann: Adelsbünde und Rittergesellschaften im Spätmittelalter, Diss. Univ. Wien 1975. – Kutter, Christoph: Zur Geschichte einiger schwäbischer Rittergesellschaften des 14. Jahrhunderts, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 50 (1991) S. 87-104. – Lahrkamp, Helmut: Beiträge zur Geschichte des Hubertusordens der Herzöge von Jülich-Berg und verwandter Gründungen, in: Düsseldorfer Jahrbuch 49 (1959) S. 3-49. – Moraw, Peter: Die Funktion von Einung und Bünden im spätmittelalterlichen Reich, in: Alternativen zur Reichsverfassung in der Frühen Neuzeit, hg von Volker Press, München 1995, S. 1-21. – Oexle, Otto Gerhard: Konsens – Vertrag – Individuum. Über Formen des Vertragshandelns im Mittelalter, in: Das Individuum und die Seinen. Individualität in der okzidentalen und in der russischen Kultur in Mittelalter und früher Neuzeit, hg von Yuri L. Bessmertny und Otto G. Oexle, Göttingen 2001 (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte, 163), S. 15-37. – Paravicini, Werner: Die ritterlich-höfische Kultur des Mittelalters, 2. Aufl., München 1999 (Enzyklopädie Deutscher Geschichte, 32). – Paravicini, Werner: Art. »Ritterbünde«, in: Lexikon des Mittelalters V, 1991, Sp. 876-77. – Paravicini, Werner: Ritterorden und Rittergesellschaften im Spätmittelalter. Zu Formen der Regulierung und Internationalisierung ritterlich-höfischen Lebens in Europa, in: Militia sancti sepulcri, Ides e istituzioni, hg. von Kaspar Elm u. a., Città del Vaticano 1998, S. 89-110. – Ranft, Andreas: Adelsgesellschaften, Gruppenbildung und Genossenschaft im spätmittelalterlichen Reich, Sigmaringen 1994. – Ritterorden und Adelsgesellschaften im spätmittelalterlichen Deutschland. Ein systematisches Verzeichnis, hg. von Holger Kruse, Werner Paravicini und Andreas Ranft, Frankfurt am Main u. a. 1991 (Kieler Werkstücke. Reihe D: Beiträge zur europäischen Geschichte des Spätmittelalters, 1). – Schreiner, Klaus: Religiöse, historische und rechtliche Legitimation spätmittelalterlicher Adelsherrschaft, in: Verletzte Ehre. Ehrkonflikte in Gesellschaften des Mittelalters und der frühen Neuzeit, hg. von Klaus Schreiner und Gerd Schwerhoff, Köln u. a. 1995, S. 376-430 (Norm und Struktur, 5). – Schwob, Anton: Die Lebenszeugnisse Oswalds von Wolkenstein: Edition und Kommentar, Bd. 1: 1382-1419, Wien 1999. – Spiess, Karl-Heinz: Kommunikationsformen im Hochadel und am Königshof im Spätmittelalter, in: Formen und Funktionen öffentlicher Kommunikation im Mittelalter, hg. von Gerd ALTHOFF, Stuttgart 2001 (Vorträge und Forschungen, 51), S. 261-290. – Stillfried, Rudolf, Haenle, Siegfried: Das Buch vom Schwanenorden. Ein Beitrag zu den Hohenzollerischen Forschungen, Berlin 1881. – Storn-Jaschkowitz, Tanja: Gesellschaftsverträge adliger Schwureinungen im Spätmittelalter – Typologie und Edition, Tl. 1: Typologie, Tl. 2: Edition (im Druck).

(zu den Beispieltexten) Der Griff nach der Krone. Die Pfalzgrafschaft bei Rhein im Mittelalter. Ausstellungskatalog zur gleichnamigen Ausstellung in Heidelberg vom 23.9. bis zum 10.12.2000 im Schloß Heidelberg, Regensburg 2000 (Schätze aus unseren Schlössern, Eine Reihe der staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, 4). – Mötsch, Johannes: Die Christophorus-Bruderschaft in Kloster Veßra, in: Archiv und Regionalgeschichte, Meiningen 1998, S. 21-60, hier S. 25. – Ranft, Andreas: Adelsgesellschaften, Gruppenbildung und Genossenschaft im spätmittelalterlichen Reich, Sigmaringen 1994, hier S. 18, 29f., 123f. – Ranft, Andreas: Reichsreform als Adelsreform? Das Beispiel der Adelsgesellschaften, in: Reform von Kirche und Reich zur Zeit der Konzilien von Konstanz (1414-1418) und Basel (1431-1449), hg. von Ivan Hlaváček, Konstanz 1996, S. 135-156, hier S. 156. – Die Renaissance im Deutschen Südwesten. Zwischen Reformation und Dreißigjährigem Krieg. Ausstellungskatalog zur gleichnamigen Ausstellung im Badischen Landesmuseum Karlsruhe 1986, 2 Bde., Heidelberg 1986, hier Bd. 1, S. 454f., Abb. G 33. – Ritterorden und Adelsgesellschaften im spätmittelalterlichen Deutschland. Ein systematisches Verzeichnis, hg. von Holger Kruse, Werner Paravicini und Andreas Ranft, Frankfurt am Main u. a. 1991 (Kieler Werkstücke. Reihe D: Beiträge zur europäischen Geschichte des Spätmittelalters, 1), hier S. 347-351 Nr. 70 und S. 316-320 Nr. 66. – Speck, Dieter: St. Georg- und St. Wilhelmschild am Oberrhein – ein Mittel habsburgischer Politik bei der Umstrukturierung des Personalverbandes zum modernen Territorialstaat, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 139 (1991) S. 95-122.