Die Arbeitsstelle Inschriften in Greifswald wurde 2002 von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen in Kooperation mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern an der Universität Greifswald eingerichtet. Sie ist dem dortigen Historischen Institut angegliedert. Ziel ist die Erfassung und Publikation der bis 1650 entstandenen historischen Inschriften in den Städten und Landkreisen entlang der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns. Die erste, gegenwärtig laufende Arbeitsphase widmet sich den Universitäts- und Hansestädten Greifswald, Stralsund, Wismar und Rostock. Die Bestände Greifswald und Stralsund wurden im Druck publiziert und sind auch online zugänglich (www.inschriften.net), die Inschriften von Rostock und Wismar werden gegenwärtig bearbeitet. Die Bischofs- und Residenzstadt Schwerin folgt als letztes städtisches Projekt im Bundesland. Danach beginnt die Bearbeitung ausgewählter Landkreise. Vorbereitet werden die einzelnen Editionsprojekte durch eine auf das gesamte Bundesland sich erstreckende, stetig fortschreitende Breitenerfassung der Inschriften.

Eine Besonderheit vor allem der städtischen Bestände des Bearbeitungsgebietes ist die Vielzahl steinerner Grabplatten des späten Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Sie sind bis heute oftmals zu Hunderten in den Fußböden der Kirchen zu finden. Über viele Jahrhunderte hinweg wurden sie weiterverwendet und neu beschriftet, aber auch abgenutzt. Dieser Erhaltungszustand macht sie einerseits schwer lesbar; andererseits stellen ihre Inschriften einzigartige Quellen für die Sozial- und Familiengeschichte des städtischen Bürgertums dar.


Kontakt

Universität Greifswald
Historisches Institut
Arbeitsstelle Inschriften
Domstraße 9a
17487 Greifswald

Zi. 2.11-13
Tel. +49 (0)3834 420 3342
e-Mail: cmagin@uni-greifswald.de


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