Das Projekt bringt familiäre und institutionelle Fotosammlungen zusammen und präsentiert 50 bislang unveröffentlichte Archivfotografien aus den Jahren 1927 bis 1938, die im Nordirak – u.a. in Laliş, Başîqa-Bahzanê und Şingal – bei archäologischen Ausgrabungen des Penn Museum entstanden. Nach fast einem Jahrhundert im Archiv wurden diese historischen Aufnahmen im Rahmen des Sersal-Projekts identifiziert, katalogisiert, digitalisiert und den Gemeinschaften in der Herkunftsregion sowie der Diaspora wieder zugänglich gemacht.
In Deutschland lebt mit geschätzten 150.000 bis 250.000 Menschen die weltweit größte êzîdische Diasporagemeinde, mit Schwerpunkt in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Die Stadt Celle nimmt dabei eine besondere Rolle ein: Sie gilt als die größte êzîdische Gemeinde Deutschlands und bildet die erste Station dieser Wanderausstellung, die im weiteren Verlauf in verschiedenen êzîdischen Kulturzentren zu sehen sein wird.
Der Titel „ÇIRAYÊ ME“ bedeutet sinngemäß „Unser Licht“. Im Êzîdentum steht die çira (das Licht) für Leben, Weisheit, Wahrheit und inneres Licht. Die Ausstellung versteht sich als Einladung, Erinnerung über Generationen und Grenzen hinweg zu teilen, Begegnungsräume zu schaffen und das êzîdische fotografische Erbe zu bewahren.
Erste Station der Wanderausstellung:
21. bis 24. Oktober 2026
Mala Êzdiyan Celle / Êzîdisches Kulturzentrum e. V., An der Koppel 21, 29227 Celle
Eröffnung: Mittwoch, 21. Oktober 2026, 18:00 bis 20:30 Uhr (Einfinden ab 17:30 Uhr)