Wie wollen wir morgen leben?

1. Herrenhäuser Zukunftsdialog. Mehr...

Wie wollen wir morgen leben?

Mitglieder der Göttinger Akademie diskutieren mit Ministerpräsident Stephan Weil beim "1. Herrenhäuser Zukunftsdialog"

"Wie wollen wir morgen leben?" - Über diese spannende Frage werden Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen mit dem Ministerpräsidenten Stephan Weil und dem Publikum beim "1. Herrenhäuser Zukunftsdialog" diskutieren. Die öffentliche Veranstaltung, die am 27. Oktober 2014 um 19 Uhr im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen in Hannover stattfindet und von der VolkswagenStiftung gefördert wird, soll dazu beitragen, Entscheidungen vorzubereiten, die wir alle als Einzelne und als Gesellschaft in Zukunft treffen müssen. Sie wird die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen der Akademie und dem Land Niedersachsen intensivieren. "Als unabhängiger Gesprächspartner können wir den Entscheidungsträgern des Landes auf zahlreichen Fachgebieten mit hoher wissenschaftlicher Kompetenz zur Seite stehen", stellt Akademiepräsident Professor Stefan Tangermann fest. "In einer von hoher Veränderungsdynamik geprägten Gesellschaft ist es unerlässlich, den Dialog zwischen Wissenschaft und Politik über die anstehenden Zukunftsaufgaben zu verstärken. Dazu möchte die VolkswagenStiftung mit dieser neuen Veranstaltungsreihe beitragen", erklärt Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung.

Die Impulse für den ersten "Zukunftsdialog" setzen drei Wissenschaftler: die Soziologin Prof. Ilona Ostner, der Philosoph Prof. Holmer Steinfath und der Ökonom Prof. Stephan Klasen. In Kurzreferaten greifen sie zukunftsrelevante Themen aus unterschiedlichen Perspektiven auf. Darunter: Wir möchten alle mehr Zeit haben, aber wofür eigentlich? Sehen wir uns als Solidargemein-schaft, als Wirtschaftsunternehmen oder als Vereinigung von Interessenvertre-tern? Wie verändern sich die Erwartungen an eine feste Beziehung, aber auch die Erwartungen an den Staat und die Gesellschaft? Daneben stellt sich natürlich immer wieder die Frage aller Fragen: Wie können wir uns als Individuen bzw. als Gesellschaft das gewünschte Leben leisten? Dabei stellt uns der demografische Wandel vor gewaltige Herausforderungen. Bei der anschließenden Diskussion erwarten sich Wissenschaft und Politik wertvolle Anregungen aus dem Publikum.

Der Tunnel von Äspö - Einblicke in das weltgrößte Untergrundlabor zur Erforschung der Endlagerung von Atommüll

Vortragsabend der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen in der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund in Berlin

Göttingen/Berlin. Mit neuen Erkenntnissen zur Lagerung hochradioaktiver Abfälle präsentiert sich die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen am Mittwoch, dem 22. Oktober 2014, um 19 Uhr in der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund. Prof. Joachim Reitner, Geobiologe und Ordentliches Mitglied der Göttinger Akademie seit 1998, wird seine langjährige Tätigkeit im "Tunnel von Äspö", dem weltweit größten Untergrundlabor zur Erforschung der Endlagerung von Atommüll, vorstellen und darlegen, wie weit die internationalen Experten gekommen sind. Prof. Reitner leitet eine Gruppe aus Göttingen, die in dem Untergrundlabor bei Oskarshamn in Schweden seit rund 17 Jahren an einem Langzeit-Monitoring geobiologischer und geomikrobiologischer Prozesse mit dem Ziel arbeitet, eine mögliche langfristige Beeinflussung biologischer Aktivität auf die Endlagerung besser zu verstehen.

Im Tunnel von Äspö bei wird in einer Tiefe von bis zu 460 Metern das Konzept untersucht, abgebrannte Kernbrennstäbe in Kupferkanistern in Gesteinskavernen zu verbringen, die mit Ton (Bentonit) ausgekleidet sind. Das Konzept sieht auch vor, dass die Kanister mit dem brisanten Inhalt wieder entnommen werden können, falls erforderlich. Das Labor wird von der schwedischen Nuklearbehörde der SKB - Svensk Kärnbränslehantering AB betrieben.



Kontakt

Pressereferentin
Adrienne Lochte
Tel.: +49 551 39-5338
E-Mail: alochte1@gwdg.de


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