Septuaginta Summer School

In diesem Jahr mit James Aitken aus Cambridge. Mehr...

6. International Septuaginta Summer School

Dozent ist Dr. James Aitken von der Universität Cambridge

Göttingen. Unter dem Titel "From Language to Social Context - The Pentateuch and later traditions" findet vom 6. bis 10. Juli 2015 die 6. Internationale Septuaginta Summer School in Göttingen statt. Veranstalter ist das im Jahre 1908 gegründete Septuaginta-Unternehmen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Altes Testament der Theologischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen und dem Centrum Orbis Orientalis et Occidentalis (CORO). Diesjähriger Dozent ist Dr. James Aitken, Lecturer in Hebrew, Old Testament and Second Temple Studies an der Faculty of Divinity der Universität Cambridge.

Aitken initiierte das "Historical and Theological Lexicon of the Septuagint" und ist Mitherausgeber des "Bulletin of Judaeo-Greek Studies". Im Zentrum seiner Forschungsinteressen steht die Frage nach der Rolle der Septuaginta in der jüdischen und ägyptischen Gesellschaft, außerdem die Auseinandersetzung mit lexikographischen und semantischen Fragestellungen hinsichtlich des griechischen und hebräischen Alten Testaments.

Den 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Italien, Norwegen, Israel, den USA, Frankreich, Serbien, Großbritannien, den Niederlanden, Südafrika, Finnland, Russland und Deutschland wird zunächst ein genereller Überblick über die Septuaginta (d.i. die zwischen dem 3. und 1. Jh. vor Christus angefertigte griechische Übersetzung des hebräischen Alten Testaments) als besonderes Fachgebiet im Kontext der Erforschung des Antiken Judentums vermittelt. Anschließend geht es um die Analyse von Übersetzungstechnik und Umwelt der Septuaginta-Übersetzer, die für das Verständnis des griechischen Alten Testaments von zentraler Bedeutung ist. Verdeutlicht werden soll dies durch einen Vergleich der Pentateuch-Übersetzung mit den Prinzipien der späteren kaige-Tradition.

Wahlen sind bald - die Jugend lässt's kalt?

Politische Beteiligung im 21. Jahrhundert / 2. Herrenhäuser Zukunftsdialog

Göttingen / Hannover. Der Anteil der Nichtwähler nimmt zu und vor allem junge Menschen machen von ihrem Wahlrecht immer seltener Gebrauch. Müssen wir uns deshalb Sorgen machen, gar um die Zukunft unseres demokratischen Systems bangen? Allemal sollten wir uns über diesen Trend Gedanken machen. Der 2. Herrenhäuser Zukunftsdialog befasst sich am 1. Juli 2015 um 19 Uhr im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen in Hannover mit dem Thema: "Wahlen sind bald - die Jugend lässt's kalt? Politische Beteiligung im 21. Jahrhundert".

Die "Herrenhäuser Zukunftsdialoge" sind eine Veranstaltungsreihe der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen in Kooperation mit der VolkswagenStiftung und der Niedersächsischen Landesregierung, die gesellschaftsrelevante Entwicklungen aufgreift und ein Forum schafft, auf dem Wissenschaft und Politik miteinander und mit dem Publikum diskutieren. Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung im Oktober 2014 wird auch dieses Mal der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil an der Diskussion teilnehmen. Er freue sich auf die 2. Runde des Dialogs und sei gespannt, ob er wiederum wertvolle Anregungen aus dem Publikum mitnehmen könne. Die Göttinger Akademie habe mit den Herrenhäuser Zukunftsdialogen, so ihr Präsident Prof. Stefan Tangermann, "ein innovatives und ertragreiches Format für den Austausch zwischen Politik, Wissenschaft und Gesellschaft" geschaffen.

Die Impulse für den "2. Herrenhäuser Zukunftsdialog" setzen zwei Politikwissenschaftler: Prof. Andreas Busch von der Universität Göttingen und Prof. Manfred G. Schmidt von der Universität Heidelberg. Busch wird in seinem Kurzreferat auf die sinkende Bereitschaft junger Menschen zum Engagement in Parteien und bei Wahlen eingehen und der Frage nachgehen, ob sich die Jüngeren stattdessen auf neue Weise politisch engagieren, etwa im Internet oder bei NGOs. Schmidt wird sich in einem zweiten Kurzreferat kritisch mit der weit verbreiteten These auseinandersetzen, Deutschland entwickle sich zur Rentnerdemokratie. Er wird sich mit der Frage befassen, ob es tatsächlich Anhaltspunkte für die Entstehung einer Demokratie von Alten, durch Alte und für Alte gibt.

In die anschließende Diskussion wird Christine Wiezorek, Professorin für Erziehungswissenschaft an der Universität Gießen, ihre Expertise auf dem Gebiet "Jugendsoziologie" einbringen. Wiezorek beschäftigt sich mit Sozialisations- und Bildungsprozessen von Jugendlichen im Hinblick auf gesellschaftliche Teilhabe und die Ausbildung von politischen Orientierungen. Darüber hinaus erwarten Wissenschaft und Politik wieder wertvolle Anregungen aus dem Publikum. Das Gespräch wird moderiert durch die Journalistin Ines Arland.

Der Eintritt ist frei. Einlass ab 18.15 Uhr. Es stehen 250 Plätze zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es ist keine Platzreservierung möglich. Erfahrungsgemäß finden alle Interessenten Einlass.



Kontakt

Pressereferentin
Adrienne Lochte
Tel.: +49 551 39-5338
E-Mail: alochte1@gwdg.de


up