11. Göttinger Akademiewoche

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Die koptische Bibel und die koptische Literatur im digitalen Zeitalter

Internationale Sommerschule in Göttingen und Hamburg

Göttingen/Hamburg. Unter dem Titel "The Coptic Bible and Coptic Literature in the Digital Age" findet in Göttingen und Hamburg vom 20. Juli bis 1. August 2015 eine internationale Sommerschule statt. Diese bringt mehrere Zentren für die Erforschung und Vermittlung der christlich-ägyptischen Kultur zusammen: In Göttingen wird die Sommerschule vom Seminar für Ägyptologie und Koptologie der Georg-August-Universität in Kooperation mit dem Forschungsprojekt "Digitale Gesamtedition und Übersetzung des koptisch-sahidischen Alten Testaments" der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen ausgerichtet. In Hamburg ist Gastgeber das Hiob-Ludolf-Zentrum für Äthiopistik der Universität mit dem dort beheimateten Projekt Corpus of Coptic Literary Manuscripts. Die Sommerschule wird von der VolkswagenStiftung gefördert.

Drei international anerkannte Spezialisten zur koptischen Bibel und Literatur, Prof. Nathalie Bosson (Université de Genève/Institut Catholique Paris), Prof. Paola Buzi und Prof. Alberto Camplani (beide Università La Sapienza, Rom), werden das Programm gemeinsam mit Mitarbeiter/innen des Vorhabens und des Göttinger Seminars gestalten. Die 18 Teilnehmer/innen kommen aus fast allen Erdteilen: aus Ägypten, Japan, Australien, den USA und verschiedenen europäischen Ländern. In Göttingen erhalten sie eine Einführung in die Entstehung und Überlieferung des koptischen Alten Testamentes, das vom 3.-5. Jh. aus der griechischen Septuaginta in die ägyptische Sprache übersetzt wurde. In Hamburg steht die nicht-biblische Literatur im Zentrum des Interesses.

Eine Besonderheit dieser Sommerschule liegt darin, dass die Teilnehmer auch in Werkzeugen und Methoden der digitalen Erschließung und Auswertung von koptischen Bibelhandschriften und -texten und von literarischen Handschriften eingeführt und in deren praktischer Anwendung unterwiesen werden. Hier werden in Göttingen Prof. Ulrich Schmid (Göttinger Akademie), Dr. Marco Büchler (Göttingen Centre for Digital Humanities) und Uwe Sikora, M.A. (Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen) ihre Expertise einbringen. In Hamburg wird einer der Pioniere der digitalen Geisteswissenschaften in Italien, Prof. Tito Orlandi (Rom/Hamburg), diesen Part übernehmen.



Kontakt

Pressereferentin
Adrienne Lochte
Tel.: +49 551 39-5338
E-Mail: alochte1@gwdg.de


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