Göttingen Academy of Sciences and Humanities

Byzantine Legal Sources Research Center

Folk Narrative Studies Today

Symposium der Enzyklopädie des Märchens am 25 und 26. Juni

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800 erhaltene Handschriften sprechen von Recht und Gesetz

Das Mittelalter war geprägt von der bis heute nachwirkenden Trennung in einen lateinischen Westen und einen griechischen Osten. Sie betraf auch das Recht. Das justinianische Corpus Iuris Civilis, im Westen über mehrere Jahrhunderte fast vergessen, wurde im Osten noch im Rechtsunterricht des 6. Jahrhunderts mehrfach ins Griechische übersetzt. Es blieb als Grundlage der reichen und vielfältigen Rechtsliteratur des oströmischen Reichs stets präsent und wurde durch neue Gesetzgebung (Novellen) ergänzt.
Den Grundstock des kanonischen Rechts bilden die Kanones der Synoden und Kirchenväter. Vor allem das Kirchenrecht strahlte auch in andere „orthodoxe“ Regionen des „Christlichen Orients“ aus.

Die Forschungsstelle verfügt über eine nahezu lückenlose Sammlung von Mikrofilmen der ca. 800 erhaltenen Handschriften. In den „Forschungen zur byzantinischen Rechtsgeschichte“ sind bisher 25 Bände erschienen – darunter der erste von drei Bänden eines Repertoriums der Handschriften des byzantinischen Rechts.


Justinian I., Mosaik aus San Vitale in Ravenna. Auf den oströmischen Kaiser (ca. 482–565 n. Chr.) geht das Corpus Iuris Civilis zurück.

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