Promoviert in Medizin und habilitiert für Psychologie war er bis zu seiner Entlassung durch das NS-Regime 1937 Ordinarius der Philosophie in Heidelberg. 1948 folgte Jaspers einem Ruf an die Universität Basel, wo er bis zu seiner Emeritierung 1961 lehrte. „Wahrheit ist, was uns verbindet“, lautet einer der Schlüsselsätze Jaspers’, dessen Denken im Anschluss an das humanistische Erbe der großen Philosophen dem Versuch der Orientierung in einer fragwürdig gewordenen und ideologieanfälligen Welt gilt. Als Metaphysiker war Jaspers zugleich Mitbegründer der Existenzphilosophie – und ein prominenter Kritiker der deutschen Nachkriegspolitik. Die Karl-Jaspers-Gesamtausgabe (KJG) präsentiert sein vielschichtiges Œuvre erstmals als Ganzes. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Weiteres finden Sie in diesem Kurzvideo.