Die Europäische Union (EU) gestaltet seit Jahrzehnten die Landwirtschaft in Europa. Etwa ein Drittel der Haushaltsmittel steht ihr dafür zur Verfügung. Der Einfluss, den die Förderpolitik auf das Landschaftsbild unserer Regionen hat, ist immens, denn zur Agrarpolitik gehören auch Naturschutz- und Biodiversitätsmaßnahmen. Sichtbar wird das durch Blüh- und Brachflächen, Feldvogelinseln und Hecken.
Doch die sogenannte Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Die EU-Kommission hat Vorschläge zur Neugestaltung der Agrarpolitik für die Zeit nach 2028 vorgelegt, die eine stärkere Flexibilisierung und vereinfachte nationale Gestaltung vorsehen. Viele befürchten, dass dadurch verbindliche Umwelt- und Naturschutzziele an Gewicht verlieren. Was genau beinhalten die Reformen? Lassen sich ökologische und ökonomische Ziele in der Landwirtschaft vereinen, und wenn ja, wie? Um diese Fragen geht es am 22. April 2026 ab 18:15 Uhr in Göttingens Altem Rathaus bei der Podiumsdiskussion über „EU Agrarpolitik – Chance oder Risiko für die Artenvielfalt?“
Wir freuen uns, einen Agrarökonomen, eine Agrarökologin und einen Landwirt gewonnen zu haben, so dass Wissenschaft und Praxis aufeinandertreffen. Nach Kurzvorträgen möchten die Beteiligten vor allem mit dem Publikum diskutieren. Moderiert wird die Diskussion von der Agrarökologin Dr. Annika Hass und dem Agrarökonomen Dr. Stefan Schüler. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Stadt Göttingen statt. Der Eintritt ist frei.
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