Akademie im Göttinger Literaturherbst

Urbanity within the integrative and competing relationship structure of seigniorial rulership and civic community

At the centre of the project is the study of the approximately 900 late medieval and early modern residential cities of the Holy Roman Empire, which formed an important element of the European urbanisation processes between the 14th and the early 19th century, the fusion of urban and aristocratic forms of life, the development of the feudal rule and pre-modern statehood.

In interdisciplinary collaboration between social and economic history, regional, constitutional, and art history, the focus is primarily on the already quantitatively dominant small-scale contexts outside the major residence cities, compiled in a four-volume handbook. In addition, exemplary studies with historical and art-historical emphasis address the treatment of specific research questions. For example, the project examined the former residence of the Dukes of Pomerania, Barth, on the Baltic coast or the comital Mansfeld on the edge of the Harz, the small town of Rappoltsweiler of the Lords of Rappoltstein in Alsace or the prince-bishop’s Brixen in South Tyrol. The underlying hypothesis was that the social forms investigated, such as ‘town’ and ‘rule,’ ‘state,’ and ‘court,’ were less antagonistic than complementary and integrative in orientation.

The project is carried out at the Göttingen Academy of Sciences and Humanities in Lower Saxony and is funded within the framework of the Academies Programme by the Federal Republic of Germany and the State of Schleswig-Holstein.

 

Akademie im Göttinger Literaturherbst

Akademie der Wissenschaften zu Göttingen Kategorien News und Veranstaltungen Akademie

Auch in diesem Jahr engagiert sich die Akademie beim Göttinger Literaturherbst in größerem Umfang. In vier Veranstaltungen stellt sie Autoren und Moderatoren.

Volker Depkat

Die Amerikanische Revolution

Samstag, 3. Oktober, 19 Uhr, Altes Rathaus

Um die turbulente US-Politik zu verstehen, blickt man am besten zurück. Der Historiker und Professor für Amerikanistik Volker Depkat, Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, erklärt nicht nur in seinem Deutschlandfunk-Podcast Amerika verstehen, wie die USA ticken, sondern auch in seinem Buch „Die Amerikanische Revolution“ (C.H. Beck 2026), das zum 250. Geburtstag der USA erschienen ist. Er beschreibt den nach 1763 eskalierenden Konflikt zwischen Mutterland und Kolonien, gibt einen Überblick über Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur und zeigt, wie die Amerikanische Revolution die Staaten bis heute prägt. Ein USA-Deepdive mit Volker Depkat und Amerikanist Daniel Göske, Präsident der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.

Franziska Meier, Tempera Mente

Giovanni Boccaccio: Dichter in schwarzen Zeiten

Freitag, 9. Oktober, 19 Uhr, Klosterkirche Nikolausberg

Als Wegbereiter der Renaissance ist er bekannt, durch den Decameron mit seinen freizügigen erotischen Geschichten weltberühmt. Giovanni Boccaccios Leben (1313-1375) war ein spannendes: Pandemie, Klimawandel, Bankenkrise und der politische Umschwung zur Oligarchie – er war der Seismograph all dieser Erschütterungen seiner Zeit. Literaturwissenschaftlerin und Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen Franziska Meier zeigt Boccaccio in ihrer Biographie „Dichter in schwarzen Zeiten“ (C.H. Beck 2025) als unruhigen Zeitgenossen am Beginn der Neuzeit und spricht darüber mit Jonas Maatsch, Generalsekretär der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Das niederländische Vokalensemble Tempera Mente sorgt für die zeitlich passende Livemusikerfahrung.

Bettina Schöne-Seifert

Leben, Körper, Tod
Zwölf aktuelle Kontroversen der Medizinethik

Sonntag, 11. Oktober, 19 Uhr, St. Johannis Kirche

Organspende, Leihmutterschaft, KI-Medizin, Suizidhilfe. Die Möglichkeiten moderner Medizin sind in der Erfassung komplex, genau wie ihre Folgen. Bettina Schöne-Seifert, Medizinerin, Philosophin und Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, verhandelt in „Leben, Körper, Tod“ (Wallstein 2025) zwölf aktuelle Streitthemen der Medizinethik. Stets eingeleitet von einer fiktionalen Kurzgeschichte folgen sachliche Hintergrundinformationen, bevor es um die eigentlichen Kontroversen geht. Was sind die strittigen Fragen? Wie lauten die Argumente? Was überzeugt? Im Gespräch mit Holmer Steinfath bietet dieser Abend Medizinethik zum Mitdenken.

Ute Daniel

Im Zwischenreich
Eine Geschichte der Weimarer Republik 1918 bis 1933

Samstag, 10. Oktober, 19 Uhr, Literaturhaus Göttingen

Wie die erste deutsche Demokratie endete, ist bekannt. Heute sind nicht nur in der Bundesrepublik rechte Parteien wieder auf dem Vormarsch. Aber vorschnelle Vergleiche mit der Zwischenkriegszeit verursachen Panik, sagt Historikerin Ute Daniel. Umso dringlicher ist es, erneut über die Entwicklungen der Weimarer Republik zu reden und zu streiten. Mit ihrem Historikerkollegen Dirk Schumann (beide Mitglieder der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen) diskutiert Daniel ihr Buch Im Zwischenreich (Hamburger Edition 2026) und zieht Bilanz.

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Prof. Dr. Jan Hirschbiegel
Arbeitsstelle Kiel
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Philosophische Fakultät
Historisches Seminar
Olshausenstr. 40
D-24098 Kiel (Briefe)
D-24118 Kiel (Päckchen)

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Fax: [0049] 0431/880-1524
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