Annalen der baierischen Litteratur : vom Jahr Stammdaten Inhalt Statistische Auswertung Zeitschriftenprofil Druckorte Stammdaten Titel : Annalen der baierischen Litteratur : vom Jahr Erschienen : Nürnberg : Grattenauer Erscheinungsverlauf : 1.1778/80(1781) - 3.1782(1783)[?] Nummern : ID (PPN): 001914642 Zitierlink : https://gelehrte-journale.adw-goe.de Zitierlink in Zwischenablage kopiert ZDB-ID : 340565-5 https://ld.zdb-services.de/resource/340565-5 DNB-Nr. : 011969210 OCoLC-Nr. : 631767487 https://www.worldcat.org/oclc/631767487 AdW-Nr. : 304 Projekt : Gelehrte Journale und Zeitungen der Aufklärung (GJZ 18, 2011-2025) Inhalt Statistische Auswertung auf GJZ18-Datenbank Bearbeitungsstand Fächerverteilung Zeitraum Einzeljahrgang Zwei Jahrgänge Auswahl: Auswahl: Auswahl: vs. Fachentwicklung Wissenschaftskunde (Wiss.) Philologie (Philol.) Theologie (Theol.) Jurisprudenz (Jur.) Medizin und Pharmazie (Med.) Philosophie (Phil.) Pädagogik (Päd.) Staatswissenschaften (Pol.) Kriegswissenschaften (Mil.) Naturkunde (Nat.) Technologie und Gewerbekunde (Tech.) Mathematik (Math.) Geographie (Geo.) Geschichte (Gesch.) Bildende Kunst, schöne Literatur, Musik (Kü.) Literär-/Gelehrtengeschichte (Lit.) Vermischte Schriften (Verm.) Profil Digitalisat : http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10370366-7 Personen : Milbiller, Joseph Anton (Rezensent ; Herausgeber) Schmidt, Michael Ignaz (Rezensent ; Herausgeber) Vacchiery, Karl Albrecht von (Rezensent/Beiträger) Zaupser, Andreas (Rezensent/Beiträger) Redaktionsstil : Der Redaktionsstil ist weniger von Aktualität als vielmehr von einem Chronik-Charakter geprägt. Großen Raum nimmt die Schilderung der bayerischen Kulturentwicklung, insbesondere seit Maximilian III. Joseph Kurfürst von Bayern, ein. Der Redaktionsstil ist subjektiv im Sinne von harscher Kritik am Überkommenen, teilweise auch persönlich diffamierend, häufig polemisch. Es gibt etliche Verrisse, besonders im theologischen Bereich. Die Grundtendenz ist anti-jesuitisch. Informationen : Die "Annalen der baierischen Litteratur" sind als Organ der süddeutschen katholischen Aufklärung zu verstehen. "Es ist ein unterhaltendes Schauspiel für einen Philosophen, wenn er die Schritte einer Nation auf dem Wege zur Aufklärung betrachtet: - wie muthig unternehmende Kopfe, in deren Ohren die Stimme der Wahrheit erklang, sich aufraffen vom niederdrückenden Schlummer […] Der Plan unserer Annalen ist folgender: I. Nachrichten von der Universität zu Ingolstadt. II. Schriften, und Nachrichten von der Akademie der Wissenschaften in München. III. eben dieses von der sittlichen, und landwirthschaftlichen Gesellschaft in Burghausen. IV. Nachrichten von Schulanstalten, wozu auch das Prediger-Institut gehört. V. Anzeige der herausgekommenen Bücher nach ihren Fächern, mit einer kurzen Recension, oder meistens mit einem Auszuge ihres Innhaltes, und einer Stelle, die uns besonders auffiel, und von dem Werthe des Buches zeuget. VI. Anzeige der Todfälle gelehrter Baiern, Ankündigungen, und andere Nachrichten. VII. Am Ende eines ieden Jahrgangs, oder Hefts die Biographie eines verstorbenen, und vor jedem Heft die Silhouette eines lebenden baierischen Gelehrten. [...]" (Bd. 1, 1781, Vorbericht) Alle Artikel sind anonym verfasst ohne Signatur und stammen vermutlich zum großen Teil von den Herausgebern Milbiller und Schmidt, beides Weltgeistliche. Die "Annalen der baierischen Litteratur" sind als Konkurrenz zu Lorenz von Westenrieders "Jahrbuch der Menschengeschichte in Baiern" zu verstehen. Rezensionen und Nachrichten halten sich in der Gesamtheit der Zeitschrift ungefähr die Waage, allerdings überwiegen nach 1781 die Buchanzeigen. Der Inhalt besteht zum großen Teil aus Nachrichten, Buchanzeigen sowie Verordnungen zum Schulwesen, die teilweise komplett abgedruckt werden. Großes Wohlwollen erfährt dabei die Schulreform von Heinrich Braun. Es gibt eine Übernahme aus Kohlbrenners "Churbaierischen Intelligenzblättern". Themenschwerpunkte sind die bayerische Literaturgeschichte von den Anfängen bis 1777, wissenschafts- und geschichtsbezogen, die Aufklärungsgeschichte von Bayern (u.a. die Gründungsgeschichte der Akademie der Wissenschaften in München sowie ihre Publikationen seit den 1750er Jahren). Sehr ausführliche Beiträge gibt es zum Schulwesen in Bayern (teilweise vollständige Abdrucke von Lehrplänen und Verordnungen). Bei den theologischen Publikationen wird bevorzugt reformistische bzw. antiklerikale Literatur besprochen, des weiteren Schriften zur Klosterreform. Theologische Auseinandersetzungen zwischen Vertretern der Aufklärung und orthodoxen Theologen werden ausführlich begleitet, wie beispielsweise die zwischen dem Landshuter Dominikaner Thomas Aquinas Jost und dem Münchner Hofkriegsratssekretär Andreas Zaupser. Das Programm der Zeitschrift mit ihrer bewussten Reduktion auf das bayerische Schrifttum verzichtet auf internationale Bezüge. Regionale Schwerpunkte sind Ingolstadt, München und Burghausen. Besondere Verlagsschwerpunkte sind nicht erkennbar. In der Regel erfolgen keine Preisangaben der rezensierten Werke. Lobende Erwähnung findet die Zeitschrift in der "Litteratur des katholischen Deutschlands" aus Kloster Banz (1784/85) und in J. G. Meusels "Historischer Litteratur für das Jahr 1784". Erscheinungsverlauf : 1.1778/80(1781)-3.1782(1783)[?] 1778-1780 erschienen in einem Band Erscheinungszyklus : jährlich Umfang : 302 S. (Bd. 1) 404 S. (Bd. 2) 176 S. (Bd. 3) durchschnittlicher Artikelumfang bei den Berichten zur bayerischen Literaturgeschichte 40-100 S., bei den Rezensionen ca. 1-3 S. VD-18-Nr : 90289056 Kirchner-Nr : 330 Signatur : BSB München: Bavar. 97 weiterführende Literatur : Dorette Hildebrandt: Das kulturelle Leben Bayerns im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts im Spiegel von drei bayerischen Zeitschriften, München 1971. Bayerische Bibliothek. Die Literatur des 18. Jahrhunderts. Das Zeitalter der Aufklärung, hrsg. von Hans Pörnbacher, München 1990. Verfasser des Profils : Maja Eilhammer Erstellungsdatum : 2016-12-13 Druckorte Mit dieser interaktiven Karte erhalten Sie eine Übersicht über die Druckorte der in der Zeitschrift rezensierten Schriften. Sie können sich damit einen Eindruck über eventuelle regionale Schwerpunkte und die internationale Anbindung der Zeitschrift verschaffen. Die Häufigkeit vorkommender Orte wird mit Markern farblich unterschieden und in der Legende am rechten unteren Kartenrand erklärt. Die Karte ist zoombar und fasst in den niedrigeren Zoomstufen einzelne benachbarte Ortsmarker als blaue lokale Cluster zusammen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, die Ortsnamenliste direkt über der Karte gezielt nach einzelnen Druckorten zu durchsuchen. Die Auswahl einzelner Orte generiert ein Trefferset der entsprechenden besprochenen Werke innerhalb der Zeitschrift in einem neuen Tab. München 123 Ingolstadt 13 Augsburg 11 Burghausen 5 Regensburg 4 Freising 4 Frankfurt am Main 4 Eichstätt 4 Nürnberg 3 Leipzig 3 Wien 2 Straubing 2 Landshut 2 Salzburg 1 Freistadt 1 Kempten (Allgäu) 1 Halle (Saale) 1 Günzburg 1 Göttingen 1 Prag 1 München (123) Ingolstadt (13) Augsburg (11) Burghausen (5) Regensburg (4) Freising (4) Frankfurt am Main (4) Eichstätt (4) Nürnberg (3) Leipzig (3) Wien (2) Straubing (2) Landshut (2) Salzburg (1) Freistadt (1) Kempten (Allgäu) (1) Halle (Saale) (1) Günzburg (1) Göttingen (1) Prag (1) Results count per location