Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

Sapere VII: Über den Gott des Sokrates

- Apuleius

Über den Gott des Sokrates, eingeleitet, übersetzt und mit interpretierenden Essays versehen von Matthias Baltes / Marie-Luise Lakmann / John M. Dillon / Pierluigi Donini / Ralph Häfner / Lenka Karfiková, Darmstadt 2004.

Die Schrift des Rhetors und platonischen Philosophen Apuleius von Madaura (Nordafrika, 2. Jh. n.Chr.) ist ein öffentlich gehaltener Lehrvortrag, in dem der Autor der in der Antike vielverhandelten Frage nachgeht, was das sog. Daimonion sei, auf das Sokrates sich in den Platonischen Dialogen und in den Schriften Xenophons so häufig beruft. Um diese Frage umfassend zu beantworten, entwirft Apuleius ein fast vollständiges System mittelplatonischer Theologie. Im Mittelpunkt steht dabei die Lehre von den Dämonen; denn Apuleius will nachweisen, dass das Daimonion der persönliche Dämon (Schutzgeist) des Sokrates ist. Die Schrift stellt das ausführlichste und reichste Dokument zur Lehre der Mittelplatoniker von den Dämonen dar. Als Lehrvortrag ist es zugleich ein spektakuläres Zeugnis für die Redekunst des 2. Jahrhunderts n.Chr.

Rezensionen:

  • H. FLÜCKINGER, Schweizerischer Altphilologenverband, Bulletin 65 (April 2005), 41f.
  • J. HILTON, Gnomon 78 (2006), 646-649.
  • New Testament Abstracts 49/1 (2005), 203.
  • B. ROCHETTE, L'Antiquité Classique 74 (2005), 356f.
  • R. TURCAN, Latomus LXVI (2007), 736f.

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