Residenzstädte im Alten Reich (1300-1800)

Urbanität im integrativen und konkurrierenden Beziehungsgefüge von Herrschaft und Gemeinde

Im Zentrum des Vorhabens steht die Erforschung der mehr als 650 spätmittelalter­lichen und frühneuzeitlichen Residenzstädte des Alten Reichs, die zwischen dem 14. und dem frühen 19. Jahrhundert ein wichtiges Element der europäischen Urbanisierungsprozesse, der Ver­klamme­rung städtischer und adlig-höfischer Lebensformen, der Entfaltung feudaler Herr­schaft und vormoderner Staatlichkeit bildeten. In interdisziplinärer Zusammenarbeit von Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Regional-, Verfassungs- und Kunstgeschichte werden vor allem die schon quantitativ dominierenden kleinen Verhältnisse außerhalb der großen Residenzstädte in den Blick genommen, versammelt in einem vierbändigen Handbuch. Darüber hinaus gelten exemplarische Studien mit geschichtswissenschaftlichen und kunsthistorischen Schwerpunkten der Behandlung spezifischer Fragestellungen. So werden beispielsweise der einstige Greifensitz Barth an der Ostseeküste oder das gräfliche Mansfeld am Rande des Harzes, das Städtchen Rappoltsweiler der Herren von Rappoltstein im Elsass oder das fürstbischöfliche Brixen in Südtirol untersucht. Der Forschung unterlegt ist dabei die These, dass die zu untersuchenden Sozialformen wie ‚Stadt‘ und ‚Herrschaft‘, ‚Staat‘ und ‚Hof‘ weniger antagonistisch als vielmehr komplementär und integrativ orientiert waren.

Aktuelles

Residenzstädte im Alten Reich (1300-1800)

Tagung: Residenzstädte in der Transformation: Konkurrenzen, Residenzverlust und kulturelles Erbe als Herausforderung | Mainz, 12.11.2021 - 14.11.2021

Residenzstädte in der Transformation: Konkurrenzen, Residenzverlust und kulturelles Erbe als Herausforderung, Mainz 12.11.2021 - 14.11.2021

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Akademie

Kolloquium: Höfe und Residenzen im Mittelalter VIII.

In Kooperation mit dem tschechischen Schwesterprojekt, dem Forschungszentrum „Höfe und Residenzen im Mittelalter“ am Historischen Institut der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik in Prag und dem Projekt „Corona regni Bohemiae“ des…

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Kontakt Arbeitsstellenleiter

Prof. Dr. Jan Hirschbiegel
Arbeitsstelle Kiel
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Philosophische Fakultät
Historisches Seminar
Olshausenstr. 40
D-24098 Kiel (Briefe)
D-24118 Kiel (Päckchen)

 

 

Telefon: [0049] 0431/880-1484
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Kontak Sekretariat

Lisa Leiber M.Ed.
 

Telefon: [0049] 0431/880-1914
E-Mail: l.leiber@histosem.uni-kiel.de