Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

Neuerscheinung: J. Stüben: Geschichte des Zisterzienserinnenklosters Uetersen

Neuerscheinung in der Reihe der Studien zur Germania Sacra, Neue Folge:

Stüben, Joachim, Geschichte des Zisterzienserinnenklosters Uetersen von den Anfängen bis zum Aussterben des Gründergeschlechts (1235/37–1302). Ein Rekonstruktionsversuch (Studien zur Germania Sacra. Neue Folge 7), Berlin/Boston 2018.

Zum Inhalt des Bandes:

Gegenstand der Abhandlung ist das Frauenkloster Uetersen in Südwestholstein während der ersten Phase seines Bestehens. Diese lässt sich anhand der Stifterfamilie, eines Zweiges des bedeutenden Geschlechtes von Barmstede, über drei Generationen verfolgen. Die Anfänge der nicht inkorporierten Uetersener Zisterze fielen in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts, als zahlreiche Frauengemeinschaften dieser Art in Europa entstanden. Im Vergleich zu ähnlichen monastischen Einrichtungen in Schleswig-Holstein (Reinbek, Harvestehude, Itzehoe, im weiteren Sinne auch Preetz und Schleswig) konturieren die erhaltenen Quellen Uetersen deutlich als landesadelige Gründung. Diese geriet allerdings schon innerhalb des Untersuchungszeitraumes immer stärker unter den Einfluss der schauenburgischen Grafen, die ihre Oberherrschaft in Nordelbingen im frühen 14. Jahrhundert weitgehend durchsetzen konnten. Behandelt werden auf der Grundlage der norddeutschen Geschichte im Allgemeinen und der schleswig-holsteinischen Geschichte im Besonderen die Gründung des Klosters Uetersen und dessen Entwicklung während der ersten 70 Jahre. Dabei finden, bedingt durch das Quellenprofil, prosopographische, ordens-, territorial-, memorial- und wirtschaftsgeschichtliche Aspekte Berücksichtigung. Flankierend dazu wird der Versuch unternommen, die Klostergeschichte im Spiegel literarischer, insbesondere historiographischer Werke des 13. bis 18. Jahrhunderts zu betrachten. Die Studie bietet in einem Anhang einen zweiteiligen, jeweils in sich chronologisch geordneten Quellenanhang, der in den wichtigsten Fällen auf Neutranskriptionen der einschlägigen Urkunden, Akten und Memorialzeugnisse beruht. Jeweils angefügte Übersetzungsvorschläge und Erläuterungen sollen das inhaltliche Verständnis dieser Dokumente erleichtern.

 

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