Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

Buchvorstellung: Peter Rückert, Die Benediktinerabtei Gottesaue. Studien zur Germania Sacra NF 11

Unter dem Titel "Vom Reformkloster zum badischen Schloss" findet am 1. Oktober 2020 im Generallandesarchiv Karlsruhe die Vorstellung des elften Bandes in der Reihe der Studien zur Germania Sacra, Neue Folge, statt.

Nähere Informationen zur Veranstaltung auf der Webseite des Generallandesarchivs Karlsruhe 

Coronabedingt ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Bitte melden Sie sich daher per E-Mail unter glakarlsruhe@la-bw.de schriftlich an.


Peter Rückert, Die Benediktinerabtei Gottesaue. Studien zu ihrer Geschichte und den benediktinischen Reformen im deutschen Südwesten (Studien zur Germania Sacra. Neue Folge 11), Berlin/Boston 2020.

Die Benediktinerabtei Gottesaue wurde im Jahr 1094 von Graf Berthold von Hohenberg unweit seiner Burg in der Rheinaue gegründet. Über viereinhalb Jahrhunderte haben die Gottesauer Mönche die Kulturlandschaft und das geistige Leben am Oberrhein mit geprägt, bis sich der Konvent um die Mitte des 16. Jahrhunderts mit dem Tod des letzten Mönchs auflöste. An die Stelle der verlassenen Klosteranlage trat ein prächtiges markgräflich-badisches Schloss, heute Schloss Gottesaue inmitten von Karlsruhe.

Ausgehend von der erhaltenen Überlieferung, den schriftlichen Zeugnissen, den Resten der Gottesauer Bibliothek und liturgischer Handschriften, von archäologischen Befunden und sakralen Kunstwerken, wird ein eindrückliches Bild der Gottesauer Entwicklung gezeichnet – von den Anfängen im Rahmen der „Hirsauer Reform“ über die spätmittelalterlichen Reformen und die Auflösung des Konvents bis zur kurzfristigen Wiederbelebung Gottesaues im Dreißigjährigen Krieg. Herrschaft und Besitz, Wirtschaft und Umwelt, geistiges und religiöses Leben der Mönche und Pfründner in Gottesaue stehen dabei besonders im Fokus. Damit wird das Kloster Gottesaue nicht nur als wesentlicher Teil der Sakrallandschaft am Oberrhein greifbar, seine Bedeutung als religiöses und wirtschaftliches Zentrum tritt darüber hinaus deutlich hervor.

 

 

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