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Wortwelten: Lexikographie, historische Semantik und Kulturwissenschaft

10. bis –12. Juni 2015 | Beginn 10. Juni, 14 Uhr
Saal der Paulinerkirche | Papendiek 14 | Göttingen

ausgerichtet von den Akademieprojekten Deutsches Wörterbuch, Frühneuhochdeutsches Wörterbuch, Mittelhochdeutsches Wörterbuch in Verbindung mit dem Seminar für Deutsche Philologie der Universität Göttingen

Die Auseinandersetzung mit den Wortwelten der Vergangenheit – ihrer radikalen Andersartigkeit und ihrer immer überraschenden Vertrautheit – ist Gegenstand der historischen Semantik und der historischen Lexikographie. Die historische Semantik hat in den letzten beiden Jahrzehnten weit über die Sprachgeschichte hinaus in den Literaturwissenschaften ebenso wie in Kultur- und Sozialwissenschaften eine ungeahnte Konjunktur erlebt, und auch die historische Lexikographie, für die semantische Fragestellungen seit jeher eine besondere Rolle spielen, hat sich neuen methodischen Zugängen geöffnet.
Dies wirft eine ganze Reihe von Fragen auf, an die die Tagung anknüpfen möchte:

 

  • Inwiefern ist die historische Semantik als Grundlagenwissenschaft in den verschiedenen Fachkulturen aufgenommen worden?
  • Welche Spielarten der historischen Semantik haben sich in den einzelnen Fächern herausgebildet?
  • In welcher Relation stehen unter diesem Aspekt historische Lexikographie und historische Semantik?
  • Was können vergangenheitsbezogene Wörterbücher in diesen Kontexten leisten?
  • Welche Rolle spielen Wörterbücher für die historisch-semantischen Fragestellungen der Einzelphilologien?


Mittwoch, 10. Juni 2015

14:00 Thomas Kaufmann: Begrüßung
14:15 Oskar Reichmann: Lexikographie im Lichte neuerer sprachphilosophischer Strömungen
15:30 Kaffeepause
15:45 Peter O. Müller: Lexikographische Wortwelten in der Frühen Neuzeit
16:30 Klaus Grubmüller: Wortwelten? Zum Verhältnis von Sprache und Welt – im Wörterbuch
17:15 Kaffeepause
17:45 Francisca Loetz: Die Welt der Worte: Ein fiktiver Dialog über historische Semantik, historische Lexikographie und semantische Pragmatik für die Geschichtswissenschaft
18:30 Andreas Deutsch: Das deutsche Rechtswörterbuch – ein Fachwörterbuch zwischen Recht, Sprache und Geschichte
19:30 Empfang in der Akademie | Theaterstraße 7


Donnerstag, 11. Juni 2015

9:00 Carola Redzich: 'Was steht denn da bei Luther...?' Historische Lexikographie und Bibelübersetzung – und das Frühneuhochdeutsche Wörterbuch
9:45 Ute Mennecke: Historische Semantik als Hilfsmittel zur Erforschung der Sprache evangelischer Theologie und Frömmigkeit
10:15 Kaffeepause
10:45 Jörg Riecke: Herausforderungen einer Lexikographie der medizinischen Fachsprache
11:30 Barbara Schmidt-Thieme: Namengebung in der Mathematik oder was historische Lexika uns über Mathematik und Mathematikdidaktik sagen
12:15 Mittagspause
14:00 Jochen A. Bär: Diskurslexikographie – was kann sie wollen, was will sie können?
14:45 Jan Dirk Müller: Historische Semantik zwischen Linguistik und Literaturwissenschaft: Das Beispiel triuwe
16:00 Bibliotheksführung



Freitag, 12. Juni 2015

9:00 Brigitte Bulitta: Probleme der Bedeutungserschließung in 'Wortwelten' des Althochdeutschen
9:45 Ingrid Schröder / Sabina Tsapaeva: Komplexe Semantik in der historischen Lexikographie: Das Mittelniederdeutsche Wörterbuch als Exempel
10:30 Kaffeepause
11:00 Bernhard Luxner: Augmentation im Mittelhochdeutschen
11:45 Nathalie Exo: Brief in der Brust und Hase im Busen – gleich- und gegenläufige Bedeutungsveränderung bei Teilsynonymen
12:15 Mittagspause
14:00 Yvonne Luther: Zwischen Semantik und Syntax – zur Polyfunktionalität von frnhd. tun
14:45 Hans-Joachim Solms: Vom wortwelten der Wortstruktur
15:30 Abschlussdiskussion

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