Preis für Geisteswissenschaften

Die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen verleiht jährlich einen von ihren Mitgliedern gestifteten Preis für Geisteswissenschaften für hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der geisteswissenschaftlichen Forschung, die einen wesentlichen methodischen oder sachlichen Fortschritt der wissenschaftlichen Erkenntnis bedeuten. Die auszuzeichnenden Arbeiten sollen den Disziplinen entstammen, die in der Geistes- und Gesellschaftswissenschaftlichen Klasse der Akademie der Wissenschaften vertreten sind.
Der Preis wird für bereits gedruckt vorliegende Arbeiten an promovierte Gelehrte vergeben, die zur Zeit der Preisvergabe das vierzigste Lebensjahr nicht überschritten haben. Die Kandidatin oder der Kandidat muß dem Plenum der Akademie von der Geistes- und Gesellschaftswissenschaftlichen Klasse mit einer Dreiviertelmehrheit der bei der Auswahlsitzung anwesenden Mitglieder vorgeschlagen werden.
Der Preis für Geisteswissenschaften wurde 2007 zum erstenmal verliehen. Eine Selbstbewerbung ist nicht möglich.

Preisträger

2021
Dr. Linus Möllenbrink, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Germanistische Mediävistik. Ausgezeichnet für seine Dissertation „Person und Artefakt. Zur Figurenkonzeption im Tristan Gottfrieds von Straßburg“.
und
Dr. des. Esther Köhring, Goethe-Universität Frankfurt, Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik. Ausgezeichnet für ihre Dissertation „Theatralisieren, experimentalisieren, bestiarisieren: Tiere auf Bühnen des Wissens von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart“.

2019
Dr. Ferdinand Heinz Johann Weber, Göttingen. In Anerkennung seiner Dissertation „Staatsangehörigkeit und Status. Statik und Dynamik politischer Gemeinschaftsbildung.“

2014
Dr. Berenike Herrmann, Göttingen. In Anerkennung ihrer Arbeiten auf dem Gebiet der korpusgestützten Metaphernforschung.

2013
Friederike Valerie Lange, Karlsruhe. In Anerkennung ihres Werkes "Grundrechtsbindung des Gesetzgebers. Eine vergleichende Studie zu Deutschland, Frankreich und den USA".

2011
Dr. Yukiyo Kasai, Berlin. In Anerkennung ihrer Arbeit "Die uigurischen buddhistischen Kolophone".

2010
Dr. Alexander Ziem, Düsseldorf. Ausgezeichnet für sein Buch "Frames und sprachliches Wissen. Kognitive Aspekte der semantischen Kompetenz"

2009
Dr. Kerstin Brückweh, London. Ausgezeichnet wurde ihr Buch „Mordlust. Serienmorde, Gewalt und Emotionen im 20. Jahrhundert“.

2008
Prof. Dr. Klaus Pietschmann, Schweiz; für sein Buch „Kirchenmusik zwischen Tradition und Reform. Die Päpstliche Kapelle und ihr Repertoire unter Papst Paul III. (1534-1549)“

2007
Dr. Martin Dönike, Humboldt-Universität zu Berlin; für sein Buch "Pathos, Ausdruck und Bewegung. Zur Ästhetik des Weimarer Klassizismus 1796-1806"