(1) G. (von lat. Gravia) entstand an der Maas an der Stelle, wo ein größerer Bach namens Raam, gespeist aus dem Peel, einem Hochmoorgebiet, in den Fluss mündet. Mit einer Fähre war das auf dem gegenüberliegenden Ufer befindliche Nimwegen zu erreichen, Landwege führten nach ’s-Hertogenbosch und nach Cuijk bzw. Boxmeer.
G. und das »Land von Cuijk« wurden von 1100 bis 1400 regiert von den Herren von Cuijk, benannt nach Cuijk (latinisiert in die Form Ceuclum), dem ersten Stammsitz dieser Familie, etwa zehn Kilometer ostsüdöstlich G.s. Nach der Verwüstung der Cuijker Burg durch den Grafen von Holland, einer Racheaktion wegen der Ermordung seines Bruders 1133, ließen die Herren von Cuijk ab etwa 1140 etwas weiter maasaufwärts eine neue Burg errichten. Zwischen ihr und der Maas entstand die Stadt G. 1214 wird G. das erste Mal urkundlich erwähnt, 1254 sind ein Schultheiß und Schöffen belegt. Im 13./14. Jahrhundert fungierte G. durchgehend als Residenz der Herren von Cuijk, war Ort des von den Herren erhobenen Maaszolls, zudem auch Münzstätte (Münzen mit der Umschrift »moneta de G.« sind überliefert). Eine Blüte erlebte G. während der langen Regierungszeit Jans I. (1254-1308), einem der führenden Adligen dieses Raums zu dieser Zeit. Sein Sohn Otto musste 1323 die Stadt G. an den Herzog von Brabant als Lehen übereignen, das ganze Land von Cuijk folgte 1356. Außerdem verpfändete Jans I. Enkel, Jan III., 1352 die Stadt G. und das Herrschaftsgebiet an einen illegitimen Sohn des brabantischen Hzg.s Jan II., Jan van Wijtvliet. Hierüber kam es zu heftigen Auseinandersetzungen, die zu einer Besetzung G.s durch Brabant führten. Nach Tod Herzog Wenzels von Brabant 1383 setzten sich die Streitigkeiten um den Besitz G.s fort, nun zwischen den Hzg.en von Brabant und denen von Geldern, welche Wilhelm I. von Geldern für sich entschied. Mit dem Verzicht auf den größten Teil der Cuijkschen Güter durch Johanna, der überlebenden Erbin, im Jahr 1400 endete deren Herrschaft, sie behielt nur einen kleinen Lehnsbesitz bis 1426.
Unter den Hzg.en von Geldern spielte G., wo ansonsten ein Amtmann den Landesherrn vertrat, mehrmals eine Rolle für den fsl.en Hof. Der 1423 von Adel und Städten gewählte Herzog Arnold aus der holländische Familie van Egmond (reg. 1423-1473 mit Unterbrechung 1465-1471) bevorzugte ab den 1430er Jahren G., das kurzfristig an den Herrn von Buren verpfändet worden war, als Aufenthaltsort; in seiner Jugend war er dort zeitweilig am Hof der Maria von Geldern erzogen und durch die Städter vor einer Entführung bewahrt worden. 1465 wurde Herzog Arnold von seinem Sohn abgesetzt und in Haft genommen, worauf der Sohn Adolf wiederum von Karl dem Kühnen von Burgund inhaftiert wurde und 1471 dessen Vater Arnold wieder als Herzog eingesetzt wurde. Bis auf G. fand dieser keine Anerkennung bei den geldrischen Städten, sodass er bis zu seinem Tod 1473 hauptsächlich in dieser Stadt verblieb; als Sitz der Verwaltung fungierte Arnheim, wo die Herzöge ebenfalls über einen Hof verfügten, in G. gab es während dieser zweier Jahre nur eine kleine Kanzlei. 1467 wurde in G. der spätere Herzog Karl von Geldern geboren. Unter der Herrschaft Karls des Kühnen von Burgund in Geldern (1473-1477) war G. Sitz eines Amtmanns. Nach Karls Tod gab es eine Phase heftiger Unruhen, die für G. damit endeten, dass dieser Ort zusammen mit Nimwegen 1481 an Maximilian I. als Ehemann der burgundischen Erbin Maria Herrscher der Niederlande übergeben wurden; G. und das Land von Cuijk wurden hiermit Teil Brabants, was 1543 definitiv bestätigt wurde.
Ab 1496 wurde G. und das Land von Cuijk immer wieder von den Landesherren verpfändet, so an Cornelis van Glymes-Bergen 1496-1508, darauf an Floris van Egmond Graf von Buren 1508-1538, dann dessen Sohn Maximiliaan 1539-1549 und später wiederum dessen Schwiegersohn Fürst Wilhelm von Oranien 1559-1568. Die ersten dieser Pfandinhaber residierten in G. Floris van Buren nahm große Veränderungen an der Burg vor; seine Enkelin Anna wurde 1533 in G. geboren, 1551 heiratete sie den späteren Statthalter Wilhelm von Oranien.
Während des Niederländischen Aufstands, des Achtzigjährigen Kriegs, fiel G. 1602 in die Hände Fürst Moritz von Oraniens. Bis 1794 blieb G. im Privatbesitz der Fürsten von Oranien, zugleich Statthalter der Nördlichen Niederlande. G. wurde allerdings nur gelegentlich aufgesucht, hauptsächlich residierten sie in Den Haag.
(2) Beim Bau der Burg ab ca. 1140 wählten die Herren von Cuijk eine Stelle, an der die Maas einen Bogen vollführte, auf dessen Streichhang sich Schwemmland bildete, was die Form der späteren Stadt bestimmt haben konnte. Die Stadt blieb flächenmäßig klein. Der Ort der Burg, die Führung des Baches Raam zur Versorgung der Gräben der Wasserburg, die Lage der Kirche auf einem erhöhten, trockenen Grund mit dem längsrechteckigen Markt, die verhältnismäßig große Breite der Parzellen und der parallele Verlauf der Straßen sprechen für eine von Anfang an durchdachte Anlage. Zu Zeiten Jans I. (1254-1308) gab es bereits eine Kirche und einen Beginenhof, nun kamen ein »Gasthuis« (Hospital) und eine Vorstufe des Rathauses hinzu. Im Spätmittelalter wurde eine mit Türmen bewehrte Mauer errichtet, die von einem doppelten, stellenweise dreifachen Graben umgeben war. Es gab fünf, später drei Tore. Wilhelm von Oranien ließ unter seiner Pfandherrschaft G. zur Festung im Alt-Niederländischen System ausbauen, im 17. Jahrhundert wurden große Außenwerke angelegt. Nach einer Verwüstung 1674 erfolgte ein großmaßstäbiger Ausbau nach dem Vaubanschen System, welche einer Ausbreitung der Stadt im Wege war. Angaben zur Einwohnerzahl sind schwierig, im 17. Jahrhundert geben Steuerlisten Hinweise auf eine schwankende Größe zwischen 1200 und 1800 Einwohnern. Es gab keine Pflicht zum Erwerb des Bürgerrechts, wenn man in G. wohnte und arbeitete.
Jan I. van Cuijk muss verschiedene Privilegien verliehen haben, spätere Herrscher, so bereits auch sein Sohn Otto, verwiesen bei ihren Bestätigungen auf diese, gelegentlich wurden sie erweitert, wofür die Stadt sich erkenntlich zeigte. Marktrecht besaß G. höchstwahrscheinlich schon um 1250, es gab einen Pferdemarkt am Sonntag Oculi (3. Fastensonntag) und einen »snijmarkt« (dt. Schneidemarkt) am Sonntag Judica (5. Fastensonntag). 1456 verlegte Herzog Arnold diese auf Werktage und dehnte sie auf zwei bis drei tägige Pferde- und Viehmärkte aus.
G. kannte bis zur französischen Besetzung vier Viertel (Markt-, Maas-, Brücken- und Hamquartier) zur Organisation der Stadtwache und des Brandschutzes. Die Schützenbruderschaft der »Cloveniers« wurde 1527 durch Floris van Buren eingerichtet, sie unterstand direkt dem Befehl des landesherrlichen Amtmanns.
Im 15. Jahrhundert gab es zwei Bürgermeister, sieben Schöffen und acht Geschworene (zwei pro Viertel), letztere waren nicht in die Alltagsgeschäfte eingebunden. Der Amtmann nahm die Ratsumsetzung vor. Einer der Bürgermeister wurde durch den Stadtherrn eingesetzt, der andere auf Vorschlag der Stadt ausgewählt. Die Bürgermeister führten Rechnung, im 16. Jahrhundert entstand das Amt des städtischen Rentmeisters. Alle Verwaltungsfragen lagen in den Händen von Amtmann und Rat. Ein Schultheiß saß der Schöffenbank von G. und der übrigen Bänke des Landes von Cuijk vor, wo auch städtische Streitigkeiten in Zivilsachen geregelt wurden. Erst 1731 wurden die unterschiedlichen Zuständigkeiten schriftlich festgehalten. Eine städtische Führungselite entstand nicht, ein zu weiter Personenkreis wurde für die Ämterbesetzung herangezogen. Nur gelegentlich übernahmen niedere Hofamtsträger städtische Funktionen, wohnten dann auch in der Stadt. Außer einer Übergabe von Geschenken an den Herrn scheint es keine besonderen finanziellen Beziehungen gegeben zu haben.
Als erste Zunft erscheint die Gilde der Tuch- bzw. Wollweber (1342). Eine Tuchhalle gab es bereits 1326. Die Schuhmacher erhielten ihren Gildebrief 1416, die Schmiede 1438, Gewandschneider 1459 (eventuell älter), weitere folgten im 17. Jahrhundert Die Brauer zu G. hatten von Karl dem Kühnen ein Monopolrecht zur Versorgung des Landes von Cuijk erhalten, bildeten jedoch keine Zunft. Die Schlachter hatten zwar keine Gilde, doch standen sie unter strengerer Aufsicht der Stadtobrigkeit.
(3) G. unterstand kirchlich dem Bistum Lüttich, ab 1559 dem Bistum Roermond. Die St. Elisabeths- oder Große Kirche wurde um 1250 gegründet und als spätromanische Kirche mit Turm erbaut. Ihr Patrozinium war die Hl. Elisabeth von Thüringen, verliehen kurz nach deren Heiligsprechung von 1235; das Weihdatum ist nicht genau bekannt. Das Patronatsrecht stand den Herren von Cuijk zu. 1308 erhob Jan I. van Cuijk die Kirche zu einem (mit sechs Stellen kleinen) Kanonikerstift mit einem Dekan an der Spitze. 1312 wurden wichtige Reliquien der Hl. Elisabeth übereignet. Die Kirche wurde bis ins 16. Jahrhundert, stetig erweitert und umgebaut. Im Hochchor befanden sich die gemeinsame Grabstelle von Herzog Arnold (†1473) und seinem Bruder Willem van Egmond (†1483); 1795 wurden sie zerstört, als das Gewölbe einstürzte. Auch Jan I. van Cuijk war hier beigesetzt worden, doch finden sich von seinem Grab keine Spuren mehr. Die meisten älteren Särge aus der Zeit vor 1602 sind verschwunden. Die Burg hatte ihre eigene Kapelle, die dem Hl. Georg gewidmet war. Ihr gehörten drei bis sechs Geistliche an.
Um 1290 stiftete Jan I. van Cuijk einen Beginenhof. Ein Teil dessen Bewohnerinnen schloss sich 1459 dem Dritten Orden der Franziskanerinnen an, 1463 erteilte der Bischof die Erlaubnis zur Gründung eines Klosters, das sich aus einem Teil der Einkünfte des Beginenhofs finanzieren sollte. Die Schwestern bezogen ein Haus an der Stadtmauer, dem Herzog Adolf 1469 den Namen »Mariën Grave« gab, verkürzt zu »Maria Graf«; die Kapelle wurde erst 1526 geweiht, sie existiert noch heute (jetzt »Bagijnenkerk« genannt). Der Beginenhof wurde bei der Belagerung 1602 zerstört.
Jan I. van Cuijk stiftete zudem 1291 das St. Katharinen-Gasthaus (nach der Hl. Katharina von Alexandrien), das er 1294 reich ausstattete. Über die Jahrhunderte hinweg erhielt es weitere Legate vermögender Personen, wodurch es seinen Stiftungszweck, die Versorgung von Kranken und Pilgern, in besonderem Maße erfüllen konnte. Es war keinem Orden angeschlossen, sondern blieb eine weltliche Einrichtung. Die Provisoren wurden durch die Stadt eingestellt. Sicher ab 1308 gab es eine geistliche Einrichtung, die an die Seite gestellt war, die Tafel des Hl. Geists, mit deren Hilfe die Hausarmen der Stadt versorgt wurden. In den Jahren 1537-1543 betraf dieses immerhin 80-85% der Bevölkerung (bei einigen Bewohnern aber nur kurzfristig). Im weiteren Verlauf des 16. Jahrhunderts wurden beide Einrichtungen zusammengelegt, die Reformation von 1602 brachte keine Veränderung, da es sich um eine weltliche Einrichtung handelte. Daneben gab es die Armenversorgung durch die Zünfte und mehrere Bruderschaften (es gab sowohl religiöse als auch Schützenbruderschaften), die alle aber nur ihre Mitglieder bedachten; bis 1602 hatten sie ihre eigenen Altäre in der Elisabeth-Kirche.
Mit der Übernahme durch Moritz von Oranien 1602 wurde der Protestantismus als Konfession vorgeschrieben, die Klosterkapelle wurde weltlichen Zwecke zugeführt. Dennoch blieben die Protestanten in der Minderheit, die Katholiken konnten sich halten und passten sich an. 1798 wurden die Verhältnisse nach Anzahl der Gläubigen verändert, wodurch die Katholiken wieder den Zugriff auf die St. Elisabeths-Kirche erhielten, den Protestanten fiel die vormalige Klosterkapelle zu.
An dem Kapitel wurde nach Absprache mit der Stadt eine Schule eingerichtet zur Unterrichtung der Kinder einheimischer Familien.
(4) Das ältere Stadtbild wurde bestimmt von der Burg und der Elisabeth-Kirche. Die Burg wurde rund 1680 bis auf die Fundamente abgebrochen. Das Rathaus, dessen bauliche Anfänge nicht bekannt sind, stand noch bis in die 1970er Jahre und wurde dann restaurativ in den Zustand einer Zeichnung von Cornelis Pronk (1732) versetzt. Die St. Elisabeth-Kirche ist das hervorragendste Baudenkmal, der Südgiebel wird Alessandro Pasqualini zugeschrieben. Von den Toren steht noch das Hampoort von 1688. Das wichtigste und heute einzige repräsentative Zeugnis der Herren von G. ist das Grabmal Herzog Arnolds im Hochchor der Elisabeths-Kirche. Es stammt aus dem Jahr 1802 und ersetzte das ältere, 1795 zerstörte; früher stand es im Hochchor und befindet sich nun im Nebenjoch.
Die älteste bekannte Darstellung G.s ist ein farbiger Grundriss des Kosmographen Matteo Neroni von ca. 1560, der nur den Verlauf der Stadtmauer wiedergibt, aber nicht die Straßen. In späterer Zeit sind eine ganze Reihe von Abbildungen und Grundrissplänen geschaffen worden. Die Belagerungen G.s von 1586, 1602, 1674 und 1794 waren ein beliebtes Motiv nicht nur des Buchdrucks und der losen Blätter, sondern auch in der Pamphletistik. Hervorzuheben ist ein koloriertes Aquarell, das um 1602 von Pierre Le Poivre (Werke aus dem Zeitraum 1585-1622 belegt) angefertigt wurde und die Belagerung von 1586 wiedergibt.
(5) Überregionale Bedeutung besaß G. wegen der Fähre nach Nimwegen, über die Maas waren andere Städte gut zu erreichen. Für die Umgebung und das Land von Cuijk hatte G. als Markt eine zentrale Funktion, desgleichen als Sitz der landesherrlichen Verwaltung (des Amtmanns, des Schultheißen, des Landschreibers und des Rentmeisters des Hospitals und der Domänen); die wichtigeren Dörfer des Landes von Cuijk hatten ihre eigenen Schöffenbänke, die mittlere und höhere Strafgerichtsbarkeit lag ab etwa 1450 allein bei den Schöffen von G. Unter den Hzg.en von Geldern stand G. in engem Austausch mit den anderen Städten im Nimwegener Landesviertel, ohne eine führende Rolle einzunehmen. 1418-1436 war G. Mitglied eines gegen die Herzöge Rainald IV. und Arnold gerichteten Städtebunds.
(6) Als Residenzstadt fungierte G. für die Herren von Cuijk im 13. und 14. Jahrhundert sowie vor allem für Herzog Arnold von Geldern in den 1430er bis Mitte der 1470er Jahre. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts nutzten Cornelis van Glymes und Floris van Buren als Pfandherren G. als Herrschaftssitz, wenn auch nur zeitweise. Der Ort ist jedoch sichtlich von den Herren geprägt worden, insbesondere der für eine lange Zeit regierende Jan I. van Cuijk ist zu nennen.
Über den Hof der Herren von Cuijk ist kaum etwas bekannt, so dass sich über Verflechtungen zwischen Stadt und Gemeinde nichts sagen lässt. Bei den späteren Herrschern ist die Überlieferung zwar besser, aber G. stand als Verwaltungsort durchweg hinter Arnheim zurück. Ein Kennzeichen von G.s Funktion bestand darin, dass die Burg stets soweit in Stand gehalten wurde, dass sie den Hof mit seinen vielen Amtsträgern aufnehmen konnte.
(7) Archivalien zur Geschichte Graves sind hauptsächlich im Brabants Historisch Informatiecentrum (BHIC, www.bhic.nl) in ’s-Hertogenbosch zu finden. Daneben ist das Gelders Archief in Arnheim zu nennen (für die herzogliche Zeit), das Belgische Staatsarchiv in Brüssel (für die Zeit der Pfandherrschaften; Microfiches im BHIC benutzbar, »toegang 1107«) und das Nationaal Archief in Den Haag (Archief van de Nassause Domeinraad, für die Zeit der Oranier). Das BHIC bewahrt an erster Stelle das umfangreiche Archiv der Stadt Grave 1290-1810 auf (toegang 7156). Die Urkunden sind vollständig regestiert, das gesamte Archiv steht als Scan zur Verfügung. Bei einem Brand 1902 wurden zahlreiche Stücke in Mitleidenschaft gezogen, doch sind die wichtigsten größtenteils restauriert. Das BHIC bewahrt auch die Archivalien der Schöffenbank 1529-1811 (toegang 7041), die Überlieferung des Amtmans (toegang 745), die Notarsarchive 1648-1935 (toegang 7128), die Sakramentsbruderschaft 1375-1896 (toegang 7070), die Unsere-Liebe-Frau-Bruderschaft 1371-1939 (toegang 7068), das Kapitel von St. Elisabeth 1308-1575 (toegang 1656), die Pfarreiverwaltung St. Elisabeth 1703-1963 (toegang 1519) inkl. eines Zusatzes zum Kapitelsarchiv (toegang 7054) und diverse andere, kleinere Überlieferungen. In der Sammlung Coebergh (toegang 1723) befinden sich mehrere Urkunden, die eigentich zum Archiv des St. Elisabeth-Gasthauses gehörten. Dieses Archiv selbst wird ebenfalls in Grave aufbewahrt bei der Stichting Erfgoed Maaszicht. Es ist von einem inhaltlichen Reichtum gekennzeichnet und einzig in seiner Art. Es wird z.Zt. (2020) digitalisiert und nach Fertigstellung über das BHIC zugänglich sein. Ein Teil seiner Urkunden ist aufgenommen in das Digitale Urkundenbuch Noord-Brabant (www.donb.nl).
Das Stadsmuseum Grave (www.stadsmuseumgrave.nl) besitzt eine Sammlung mehrerer DVD.s mit Fotografien von Quittungen des 16. Jahrhunderts, die Grave und das Land von Cuijk betreffen, die aus dem Archiv der Rechenkammer in Brüssel stammen. Die Bibliothek der Radbouduniversiteit Nimwegen besitzt eine Handschrift (ms. 260) mit Küren und Ordnungen Graves des 15. und 16. Jahrhunderts. Das Stadsmuseum Grave besitzt darüber hinaus mehrere Hundert Abbildungen, Einblattdrucke und Flugschriften u.a. über die Belagerungen Graves und andere politische Ereignisse, u.a. von Jan Luyken und Romeyn de Hooghe, inbesondere die Jahre 1586, 1602 en 1674 betreffend.
Paringet, Diederik: Memoriaal of beschryving van de stad Grave en den lande van Cuyk. Uytgegeven en met Aantekeningen vermeerdert, door Mr. Paul van Alen, Utrecht 1752.
(8)Hendrikx, Petrus: Geschied- en aardrijkskundige beschrijving der stad Grave, Grave 1845-1846. − Nijhoff, Isaac Anne: Gedenkwaardigheden uit de geschiedenis van Gelderland door onuitgegeven oorkonden; Bd. 4: Arnold van Egmond hertog van Gelre, Arnhem 1847. − Wap, Jan: Geschiedenis van het land en der heeren van Cuyk, Utrecht 1858. − Merlet. Uitgave van de archiefdienst Land van Cuijk/Uitgave van de historische kring Land van Cuijk, 1966. − Essink, Henk: Een onderzoek naar absolute rechten van de heren van Cuijk. Een bijdrage tot de rechtsgeschiedenis van het land van Cuijk en de stad Grave, Grave 1967 (Anna van Egmondreeks, 1). − Essink, Henk: Het Land van Cuijk tussen 20 april 1308 en 31 december 1839, Grave 1969 (Anna van Egmondreeks, 3). − Essink, Henk: Grave en Gelre tussen 1423 en 1481, Grave 1971 (Anna van Egmondreeks, 4). − Essink, Henk: Grave-Cuijk tussen 1481 en 1543, Grave 1973 (Anna van Egmondreeks, 6). − Coldeweij, Jacob: De heren van Kuyc. 1096-1400, Tilburg 1981 (Bijdragen tot de geschiedenis van het zuiden van Nederland, 50). − Janssen, Jan: Kerkelijke ontwikkelingen in de stad Grave tijdens de zestiende en zeventiende eeuw. Een terreinverkenning, in: Zesde colloquium De Brabantse stad, Antwerpen 1983, S. 235-278. − Kuys, Jan: De ambtman van Grave en het Land van Cuyk Johan van der Donck (1443-1479), in: Bijdragen en Mededelingen Gelre 76 (1985) S. 20-35. − Kuys, Jan: De ambtman in het kwartier van Nijmegen (ca. 1250-1543), Nijmegen 1987. − Kuys, Jan: De stad Grave onder de heren van Kuyc, in: De heerlijke stad. Achtste colloquium de Brabantse stad, Bergen op Zoom 1988, S. 47-56. − Lieshout, Leny van: Hugenoten in Grave, in: Jaarboek van het centraal bureau voor genealogie 46 (1992) S. 147-168. − Nijsten, Gerard: De ontwikkeling van residenties in het hertogdom Gelre ten tijde van de vorsten uit het huis Gulik en Egmond, in: Flink, Klaus, Janssen, Wilhelm: Territorium und Residenz am Niederrhein, Kleve 1993 (Schriftenreihe des Stadtarchivs Kleve, 14), S. 118-149. − Hoof, Joep van, und Roozenbeek, Herman: Grave als militaire stad, ’s-Gravenhage 1998. − Douma, Harm, Brand, Rien van den: Land van Cuijk, 33 dorpen en één stad, Cuijk 2002. − Lieshout, Leny van, Vankan, Leon: De canon van Grave, Grave 2012. − Fierst van Wijnandsbergen, Ron: Ghenge ende gheve in Grave. Fondsvorming van armeninstellingen en middeleeuwse monetaire problematiek, Tilburg 2013 (Stichting Zuidelijk Historisch Contact, derde reeks, 45). − Fierst van Wijnandsbergen, Ron: Stedelijke sociale zorg in de eerste helft van de zestiende eeuw in Grave, Grave 2019.