Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich

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BRABANT, HZG.E VON (LÖWEN, GF.EN VON)

I.

Der Name B. erscheint erstmals im Vertrag von Mersen (870): in Brachbanto comitatus IIII, und bezeichnet ein Gebiet, das von der Dijle im O, der Haine im S und der Schelde im W und N begrenzt wird. Die Herkunft des Namens ist unklar. Der Ausdruck bant meint vermutl. Gegend oder Region. Der Name Löwen (Leuven) wird zum ersten Mal in den »Annales Vedastini« aus dem Jahre 884 (Kopie aus dem 11. Jh.) als Luvanium wiedergegeben. Der Wortkern der Bezeichnung geht zurück auf den PersonennamenLubanios, der Geliebte.

Nach der B.er Genealogie ist der älteste Stammvater des Hauses Löwen Pippin I., Sohn Karlmanns von Landen. Tatsächl. ist eine Abstammung der Vorfahren der B.er Hzg.e von den ältesten Karolingern mögl. Realist. scheint es aber, Lambert I., den Bärtigen (977/98-1015), aus dem mächtigen Geschlechtes der Reginare (Reiniers), Hzg.e von Niederlothringen, als Stammvater des Hauses B. zu betrachten. Lambert I. war Gf. der Gft. Löwen und Vogt des Kl.s → Nivelles. Der brabant. Historiographie nach schuf er durch seine Ehe mit Gerberga, die als Erbin die Gft. Ukkel (Brüssel) mitbrachte, dieGrundlage, auf der das spätere Hzm. B. entstand. Ukkel war eine der vier Gft.en, aus denender alte pagus B. bestand. Die übrigen drei Gft.en gingen in der Gft. Hennegau auf.

Lambert I. errichtete seinen Hof in Löwen. Die Gft. Löwen lag nicht im pagus B., sondern im pagus Haspengau. Einzig die äußerste Südwestecke des Hzm.s B. war ehedem Teil des pagus dieses Namens. Unter Gf. Heinrich II. (1063-79) kam die Titulatur Henricus Bracbatensis patrie comes et advocatus auf.

Die Herzogswürde stammt aus späterer Zeit. Im Jahre 1106 wurde sie von Gottfried I., dem Bärtigen (1095-1139), erworben, der deshalb geraume Zeit mit den Hzg.en von Limburg stritt. Formell umfaßte das Hzm. Niederlothringen die gesamten Niederlande, d. h. das Gebiet zw. Schelde, Rhein, Vinxtbach und der Nordsee. Die ideolog. Bedeutung des lothring. Titels mag groß gewesen sein, die damit verbundene tatsächl. Macht aber war viel geringer. In Wirklichkeit beherrschte der Hzg. ledigl. die Gft. Antwerpen und einige kleinere Besitzungen. Lange Zeit wurde der lothring. Titel von den Hzg.en vonLimburg angefochten. 1140 wurde er definitiv auf das Haus Löwen übertragen. Allen Ansprüchen auf ein größeres Territorium wurde auf dem Reichstag von Schwäbisch Hall 1190 endgültig eine Absage erteilt, denn hier wurde der lothring. Titel fakt. aller Macht enthoben.

Nach und nach veränderte sich auch die Bezeichnung der Dynastie. Wurden die Hzg.e zuerst als Dux Lotharingiae bezeichnet, so ab 1125 als Dux et marchio Lotharingiae atque comes Lovanii. 1142 und in den folgenden Jahren erscheint allmähl. Dux Lotharingiae et comes Brabantie als Titel, um 1188 endl. erstmals vereinzelt Dux Brabantiae und ab der zweiten Hälfte des 13. Jh.s dann mehr oder minder konsequent Dux Lotharingiae et Brabantiae oder Dux Brabantiae zulauten. In historiograph. Quellen erscheinen die Bezeichnungen Dux Brabantiae und Dux Lovaniensis schon etwas früher. Paul Bonenfant wies auf das bemerkenswerte Faktum hin, daß die Bezeichnung Brabantini oder Brabantiones für die Einw. älter ist als der dynast. Titel.

1288 erwarb Hzg. Johann I. in der Schlacht bei Worringen das Hzm. und den Herzogstitel von Limburg. Dieser Titel war zwar ebenso wie derjenige von B. vom lothring. Titel abgeleitet, doch nannten sich die Hzg.e von B. nun Hzg.e von → Lothringen, B. und Limburg und Mgf.en des Heiligen Römischen Reiches.

Im 14. Jh. fügte Wenzel (1356-83) diesen noch den Titel Hzg. von → Luxemburg zu. Nach seinem Tode wurden die Titel wieder getrennt, um in der Mitte des 15. Jh.s von den burgund. Hzg.en mit vielen anderen erneut zusammengeführt zu werden.

Die Reginare hatten tatsächl. eine starke Machtposition in Niederlothringen. Sie waren Abkömmlinge der Karolinger und mit den einflußreichsten Häusern im Hzm. verwandt und hatten wichtige Besitzungen in Hennegau und Haspengau. Mutmaßl. erwarb Lambert I. durch seine Hochzeit mit Gerberga, der Tochter Hzg. Karls I. von Niederlothringen, dem letzten Erben Karls des Großen, seine Machtbasis in der Umgebung von Brüssel.

Die Hzg.e von B. rühmten sich im 13. und 14. Jh. vielfach ihrer karoling. Abstammung aufgrund ihrer Verwandtschaft zu Karl von Lothringen. Wg. dieser karoling. Abstammung konnten sich die B.er nicht nur auf ihre Zugehörigkeit zur stirps regia berufen, sie konnten ebenso auf territoriale Konsequenzen verweisen.

Viele Orte in Niederlothringen waren auf die eine oder andere Weise direkt mit der karoling. Dynastie verbunden, etwa weil dort mit den Karolingern verwandte Heilige begr. waren oder sie, wie Landen und Herstal, mit Pippin I. und Pippin II. in Verbindung gebracht wurden bzw. werden. In Bezug auf die karoling. Herkunft ist regelmäßig die Rede von einem trojan. Ursprung der Dynastie.

Eine etwas abwegige Tradition nennt den Schwanenritter Lohengrin als Stammvater der B.er Dynastie. Im frühen 14. Jh. führte dies oft zu heftiger Polemik. Als Folge davon wurde diese Legende »rationalisiert«: der Schwanenritter wurde in Beziehung zu den röm. Herrschern Cäsar und Oktavian gestellt. Sein Name wurde zu »Brabon«, oder gelegentl. auch Brabon Sylvius. Der Name B. wird dann von diesem Brabon hergeleitet.

II.

→ Brabant, Abschn. I.

III.

Die B.er Dynastie war Kristallisationspunkt des Selbstbewußtseins B.s. Ab der Mitte des 13. Jh. scheinen die Städte, d. h. die städt. Eliten eine Schlüsselrolle in der Verbreitung einer fsl. Ideologie zu spielen. Selbstverständl. arbeiteten die Fs. selbst und ihre direkte Umgebung daran mit. Lange führten die Hzg.e das Wappen von → Lothringen, einen roten Schild mit silbernem Balken, das gleichfalls das Wappen der Stadt Löwen war. Unter noch ungeklärten Umständen wurde es kurz nach 1190, während der Herrschaft Hzg. Gottfrieds III., durch einWappen mit einem goldenen Löwen auf schwarzem Feld ersetzt. Kurz nach 1294, nach der Eroberung von Limburg, wurde das Wappen geviertelt, mit dem B.er und dem Limburger Löwen jeweils in zwei Feldern. Seit Hzg. Johann I. führten die Hzg.e eine Helmzier in Form eines feuerspeienden Drachens, welches der Artustradition entlehnt war.

Einer der ältesten Titel des Hauses Löwen war der des Vogtes von → Nivelles. Wenn die Angaben der Genealogien stimmen, wurden die ältesten Mitglieder des Geschlechts dort auch begr. Das »Monasticon Belge« zeigt, daß Mitglieder der B.er Dynastie oftmals als Donatoren bei der Stiftung und dem Erhalt von Kl.n verschiedener Orden auftraten. Als wichtigstes Engagement in dieser Richtung darf wohl die Stiftung des Benediktinerkl.s Affligem durch Gf. Heinrich III. i. J. 1083 gelten. Doch wurden auch Kl. anderer Orden begünstigt. Gottfried I. war an der Stiftung von nicht weniger als elfKl.n beteiligt. Nicht allein fromme Motive bewegten die Hzg.e dazu, mehr noch waren es die Förderung des Handels, die Kultivierung des Landes sowie der Aufschwung der Städte. Von besonderer Bedeutung ist das Engagement Johanns III., Johannas und Wenzels bei der Gründung des Kl.s Groenendael, wo Johann von Ruusbroec lange Zeit lebte. Mitglieder der B.er Dynastie stifteten die Kollegiatskirchen Löwen (Anfang des 11. Jh.s) und Brüssel (1073).

Die Gf.en von Löwen und Hzg.e von B. errichteten eine Anzahl von Res.en in Löwen, Brüssel, Genappe, Tervuren, Bosvoorde und Turnhout, die zum Teil mit Geldern des Niederlassungsortes gebaut wurden, in der Hoffnung, der Hzg. möge seine Res. dort errichten.

Nur von wenigen B.er Hzg.en der ma. Zeit sind Abbildungen überliefert, wenn man die Siegel außer Acht läßt. Von einigen sind Grabbildnisse bekannt, zum Teil als pleurants aus der burgund. Zeit. Manche Grabmäler sind auf uns gekommen, andere kennen wir nur von späteren Abbildungen. Antonio de Succa († 1620) kopierte Abbildungen verschiedener B.er Hzg.e anhand von Grabmälern. Seine detaillierten Zeichnungen sind oftmals die einzigen brauchbaren Darstellungen der betreffenden Hzg.e.

Von Hzg. Heinrich III. und seiner Frau Aleidis von Burgund kennen wir ein Porträt aus einer Handschrift des 13. Jh.s (Wien, Österreichische Nationalbibliothek, 2621). Ein berühmtes Bildnis Hzg. Johanns I. findet sich im Codex Manesse aus dem 14. Jh. Auch in dem Wappenbuch »Gelre« befindet sich ein Bildnis von Hzg. Johann III., der vom Herold von Gelre/Bayern als Eber abgebildet wird. Zwei ma. Inventare des B.er Urkundenschatzes (Brüssel, Algemeen RA, Manuscrits divers 983 aus dem Jahr 1438, und ebd., Inventare der zweiten Abt. 66) enthalten verschiedene Darstellungen B.er Hzg.e. Es istanzunehmen, daß verschiedene Stadthäuser des 15. und 16. Jh.s mit Bilderfolgen der B.er Dynastie dekoriert waren.

IV.

Um 1270 ließen die Hzg.e von B. eine Reihe von Genealogien ihres Hauses unter Anlehnung an Stammbäume der Häuser Boulogne, sowie der frz. und karoling. Dynastien anfertigen. Doch auch auf der Basis älterer B.er Geschlechtertafeln wurde ein beeindruckender Stammbaum konstruiert. Lange glaubte man, diese Ahnentafeln seien im Kl. Affligem entstanden, doch ebenso ist eine Erstellung im Kl. → Nivelles möglich. In diesen Arbeiten wird die Abstammung der Hzg.e auf die karoling. Fs.en zurückgeführt, wobei insbes. Karl der Große und Pippin der Kurze eine dominanteRolle spielen. Urahn ist Pippin I., Sohn Karlmanns. Die Abstammung des B.er Hauses von Karlmann beruht auf zwei kognat. Bindegliedern: Begga, die Tochter Pippins I., und Gerberga, die durch ihre Hochzeit mit Lambert I. aus dem Hause der Reginare karoling. Blut an die B.er Dynastie weitergab. Nach und nach wurden die Genealogien immer komplizierter und weiter in die Geschichte zurückverfolgt. In späteren Ausgaben wurde als Stammvater Brabon angeführt, einer der Offiziere aus Cäsars Heer, der bei Ant-werpen einen Riesen erschlagen haben soll. Er gilt als Namensgeber für das Hzm. B. In den Genealogien wurde die dynast. an eine territoriale, brabant. oder niederlotharing. Kontinuität gekoppelt. Ein wesentl. Tenor liegt auf den Heiligen, die mit den karoling. Fs.en verwandt und nahezu alle im Gebiet Niederlothringens begr. sind.

Im späten 13. Jh. wurden die Genealogien immer feiner ausgearbeitet, was 1294 in die »Chronica de origine ducum Brabantiae« mündete, die vermutl. im Kl. Affligem geschrieben wurde. 1316 bildete die Abstammung der Hzg.e von B. den Ausgangspunkt für die »Brabantsche Yeesten« des Antwerpener Schöffenschreibers Jan van Boendale - mit Fortsetzungen van Boendales bis 1349, dann von anderen bis 1430. Dieses bedeutsame Werk ist nicht nur die erste gereimte mittelniederländ. Geschichte B.s, sondern kann sogar als Nationalchronik B.s gelten. Die »Brabantsche Yeesten« zeigen, daß diedynast. Geschichte des Fürstenhauses auch von den städt. Eliten getragen wurde. Diese Beobachtung wird durch eine Vielzahl weiterer Beispiele aus dem 14. und 15. Jh. gestützt.

Daß, abweichend vom sonst im Reich geltenden Lehnsrecht, in B. im späten 14. und im 15. Jh. die Tradition der kognat. Erbfolge bei Fehlen eines männl. Erben gepflegt wurde scheint eine opportunist. Schöpfung brabant. und burgund. Diplomaten gewesen zu sein.

Drei weitere Chroniken müssen hier gen. werden, welche die Stellung B.s im Reichskontext dokumentieren: Johann van Heelu's »Rijmkroniek van de slag bij Woeringen« (Reimchronik der Schlacht bei Worringen, ca. 1290), worin die Regierungszeit Hzg. Johanns I. (1267-94) detailliert beschrieben wird, und v. a. natürl. diese für B. wichtigste Schlacht, in der Johann den Herzogstitel von Limburg eroberte. Eine andere wichtige Chronik ist die »Voortzetting van de Spiegel Historiael« von Lodewijk van Velthem (1315). Schließl. die anonyme »Rijmkroniek van de Grimbergse oorlog« (ca. 1350?),die den heroischen Kampf Gottfrieds III. mit dem Geschlecht derer von Berthouts erzählt. Auch in anderen literar. Werken, die im Umfeld des B.er Hofes entstanden sind, finden sich zahllose Verweise auf dynast. Aspekte und die lothring. Ambitionen der Hzg.e. Weitere Untersuchungen sind hier nötig.

In der B.er Heiratspolitik lassen sich zwei Tendenzen erkennen. Einserseits gibt es eine lange Reihe von Verbindungen mit Verwandten aus den Königshäusern des Reiches, Frankreichs und in geringerem Maße Englands: B. befand sich stets in einem Machtvakuum zw. diesen drei Ländern. Vermutl. wurden die genannten Fürstenhäuser vom hohen Status des B.er Titels angezogen. Zum anderen lag ein Schwerpunkt auf Ehepartnern aus Fsm.ern, die unmittelbar an B. grenzten wie Namur, Flandern, Hennegau/Holland und → Geldern. Nur ein Beispiel sind in diesem Zusammenhang die Ehen, die Hzg. Johann III. inder ersten Hälfte des 14. Jh.s für seine sechs Kinder schloß. Seine drei Söhne verheiratete er allesamt mit Prinzessinnen aus Frankreich, seine Töchter mit den Erbprinzen von Holland (später mit Wenzel von Böhmen), von Flandern und von → Geldern.

Beachtenswert ist die Handlungsweise von Hzg.in Johanna nach dem Tod Wenzels 1383. Ohne Rücksicht auf frühere Versprechen entschied sie sich nun konsequent für die Seite ihrer Nichte, die mit Hzg. Philipp dem Kühnen von Burgund vermählt war. Auf diese Weise bereitete sie den Übergang B.s in die burgund. Lande vor.

Ein jüngerer Sohn Hzg. Heinrichs II. von B. (1235-48), ebenfalls Heinrich genannt, wurde Gf. von Hessen und kann als Stammvater des Hessischen Hauses gelten. Noch 1430 sollten sich die Fs.en von Hessen auf der Grundlage ihrer agnat. Abstammung vom B.er Herzogshaus als die einzig überlebenden rechtmäßigen Erben des Hzm.s B. präsentieren.

Quellen

Eine Übersicht der relevanten historiograph. Literatur wird gegeben bei: Bayot 1900. Die digitale Datenbank »Narrative sources of the Low Countries« - über das Internet verfügbar - ist aktueller und ausführlicher. Die wichtigsten mittelniederländ. Chroniken (und weitere Literatur, zusammen mit dem Mittelniederländischen Wörterbuch) sind inzw. selbständig erschienen auf der CD-ROM »Middelnederlands« ('s-Gravenhage 1998). Diese Ausgabe beruht auf den alten Editionen. Kurz verwiesen sei hier auf folgende Titel:Genealo- giae ducum Brabantiae, 1880. - De Grimbergse Oorlog, riddergedicht uit de XIVe eeuw, hg. von Philip Blommaert, 2 Bde., Gent 1852-54. - Jan van Heelu, Rymkronyk betreffende de slag bij Woeringen, van het jaar 1288, hg. von Jan-Frans Willems, Brüssel 1836. - Brabantsche Yeesten, 1-3, 1839-69. - Lodewijk van Velthem, Voortzetting van den Spiegel Historiael (1248-1316), hg. von Herman vander Linden, Willem de Vreese, Paul deKeyser und Adolf von Loey, 3 Bde., Brüssel 1906-38. - Sigebert von Gembloux, Chronographia, in: MGH SS VI, 1844, S. 300-525 [mit Fortsetzung, erste Hälfte 12. Jh., wichtigste Quelle für die Geschichte der B.er Dynastie].

Literatur

Über die B.er Dynastie ist sehr viel geschrieben worden. Relevant scheinen die folgenden Publikationen: Avonds, Piet: Art. »Johann I«, »Johann II«, »Johann III«, in: NBW XV, 1996, Sp. 386-392, 392-403, 377-386. - Avonds, Piet: Brabant en Limburg 1100-1403, in: Algemene geschiedenis der Nederlanden, Bd. 2, Haarlem 1982, S. 452-482. - Avonds, Piet: Brabant tijdens de regering van Herzog Johann III (1312-1356). De grote politieke krisissen, Brüssel 1984 (Verhandelingen vande Koninklijke academie voor wetenschappen, letteren en schone kunsten van België. Klasse der letteren, 46,114). - Avonds, Piet: Brabant tijdens de regering van Herzog Johann III (1312-1356). Land en instellingen, Brüssel 1991 (Verhandelingen van de Koninklijke academie voor wetenschappen, letteren en schone kunsten van België. Klasse der letteren, 53,136). - Avonds 1999. - Blöte, J. F. D.: Das Aufkommen der Sage von Brabon Silvius, dem brabantischen Schwanritter, Amsterdam 1904 (Verhandelingen van deKoninklijke akademie van wetenschappen, afdeeling letterkunde, Nieuwe reeks, V,4). - Bonenfant, Paul/Bonenfant-Feytmans, A.-M.: Du duché de Basse-Lotharingie au duché de Brabant, in: Revue Belge de Philologie et d'histoire 46 (1968) S. 1129-65. - Bonenfant 1951. - Brabant en Mechelen, 2000. - Hage, Anton L. H.: Sonder favele, sonder lieghen. Onderzoek naar vorm en functie van de Middelnederlandse rijmkroniek als historiografisch genre, Groningen1989. - Heymans, Jo G.: Vanden derden Eduwaert, coninc von Ingelant, hoe hij van over die zee is comen in meyningen Vrancrijc te winnen ende hoe hij Doernic belach. Uitgegeven met een inleiding over de Brabantse historiografie tussen ca. 1270 en ca. 1350, Nimwegen 1983. - Jéquier, Léon, Anrooy, Wim van: Les généalogies armoriées de l'armorial du héraut Gelre et du manuscrit 131 G 37 de la Bibliothèque Royale de La Haye, in: Schweizer Archiv für Heraldik 101 (1988) S. 1-44. -Knetsch, Carl: Das Haus Brabant. Genealogie der Herzöge von Brabant und der Landgrafen von Hessen, Bd. 1: Vom 9. Jahrhundert bis zu Philipp dem Großmütigen, Darmstadt 1917. - Knetsch, Carl: Des Hauses Hessen Ansprüche auf Brabant, Marburg 1915. - Laurent, René: Les sceaux des princes territoriaux belges du Xe siècle à 1482, 3 Bde., Brüssel 1993. - Linssen, Conrad A. A.: Lotharingen 880-1106, in: Algemene geschiedenis der Nederlanden, Bd. 1, Haarlem1981, S. 305-353. - Mingroot 1980. - Mohr 2, 1976. - Monasticon Belge, VI: Province de Brabant, 6 Bde., Brüssel 1964-72. Monasticon Belge, VIII: Province d'Anvers, 2 Bde., Brüssel 1992-93. - Mulier, K.: Grafmonumenten van de Herzöge van Brabant, in: Handelingen van het Eerste Congres van de Federatie van nederlandstalige vereningingen voor oudheidkunde en geschiedenis organisaties in België, Mechelen 1988-90, S. 251-266. - Nelis, Hubert: L'origine du titre: »Duc deBrabant«, in: Revue des Bibliothèques et Archives de Belgique 1908, S. 145-161. - Ridder, Paul de: Dynastiek en nationaal gevoel in Brabant onder de regering van Herzog Johann I (1267-1294), in: Handelingen van de Koninklijke Zuidnederlandse maatschappij voor taal- en letterkunde en geschiedenis 33 (1979) S. 73-99. - Smets, Georges: Henri Premier, duc de Brabant 1190-1235, Brüssel 1908. - Stein 1994. - Stein 1995. - Stein, Robert: Recht undTerritorium. Die lotharingischen Ambition Philipps des Guten, in: ZHF 25 (1998) S. 364-386. - Steurs 1993. - Thomas, Heinz: Die Ernennung Herzog Wenzels von Luxemburg-Brabant zum Reichsvikar, in: Festschrift Ferdinand Seibt, 1992, S. 143-152. - Uyttebrouck 1975. - Uyttebrouck 1991. - Uytven, Raymond van: Kloosterstichtingen en stedelijke politiek van Godfried I van Leuven (1095-1139), in: Bijdragen voor de geschiedenis der Nederlanden 13 (1959)S. 177-188. - Uytven, Raymond van: De hertog, in: Brabant en Mechelen, S. 35-50. - Wauters 1862 [siehe auch seine Biographien der Gf.en und Hzg.e in der Biographie nationale de Belgique, 28 Bde., Brüssel 1866-1944].