Am Donnerstag, den 8. September 2016, laden wir zu folgendem Gastvortrag von Dr. Dylan Burns (Freie Universität, Berlin) zum Thema “Blutrache, Kontroverse, und Gnostische Schriften entdeckt in Nag Hammadi. Die Entdeckung des Nag Hammadi Archivs” ein. Der Vortrag findet um 14:30Uhr im Lagarde-Haus (Friedländer Weg 11) statt.

Dylan Burns (PhD Yale University, 2011) ist Dienststellenleiter des DDGLC (Database and Dictionary of Greek Loanwords in Coptic)-Projektes am Seminar für Ägyptologie, Freie Universität Berlin.

 

 

"Schenute: Klostervorsteher und bedeutender koptischer Schriftsteller des 4./5. Jh."

Dienstag, 17. Mai 2016, 18Uhr im Tagungszentrum an der Sternwarte (Raum 1)

• Stephen Emmel: “Schenute (ca. 348–465): koptischer Mönch, Klostervorsteher, Schriftsteller”
• Bentley Layton: “The Structure of Monastic Life in Shenoute’s Monastery”
• Alin Suciu: “The Library of Shenoute’s Monastery: Center of Monastic Knowledge and Culture”
• Frederik Wisse: “Shenoute and the Bible”

The Coptic Bible and Coptic Literature in the Digital Age - International Summer School Göttingen/Hamburg 2015

Göttingen: Seminar für Ägyptologie und Koptologie

Hamburg: Hiob Ludolf Zentrum für Äthiopistik

Datum: 20. Juli - 1. August 2015

Texte auf Koptisch (der letzten Stufe der altägyptischen Sprache) werden im römisch-byzantinischen und frühislamischen Ägypten bis zum ausgehenden Mittelalter produziert. Die koptische Bibel z.B. ist eine der frühesten und wichtigsten Übersetzungen der christlichen heiligen Schriften in der Spätantike. Mönchsliteratur und hagiographische Texte aus Ägypten stellen die umfangreichste zeitgenössische Quelle zu frühchristlichen Klöstern dar.

Koptische Texte sind grundlegende Quellen für diverse Disziplinen: Sprachwissenschaft, Bibelwissenschaft und Kirchengeschichte, Spätantike, Ägyptologie, Islamwissenschaft. Sie sind auch das kulturelle Erbe der koptisch-orthodoxen Kirche Ägyptens selbst, die zusammen mit ihren kulturellen Hinterlassenschaften vor Ort unter den gegenwärtigen politischen Umständen im Nahen Osten unter enormem Druck steht.

Obwohl koptische Texte erst seit kurzem die Aufmerksamkeit der Digital Humanities (DH) auf sich gezogen haben, haben die Fortschritte in DH-Methoden und -Werkzeugen bereits zu einem Paradigmenwechsel im Fach geführt. Eine Reihe von neuen digitalen Projekten widmet sich verschiedenen Bereichen des koptischen Kulturerbes. Derzeit entstehen digitale Ausgaben der koptischen Bibel und koptischer literarischer Texte; Langzeitprojekte zur digitalen Lexikographie und zum Text Re-Use haben die Arbeit aufgenommen bzw. sind in der Planung. Die Integration dieser Projekte wird einen ganzheitlichen Zugang zu Sprache und Literatur des christlichen Ägypten bieten, das Feld revolutionieren und neue Forschungsthemen und Beschäftigungsmöglichkeiten sowohl für Koptologen wie für Wissenschaftler verwandter Disziplinen (Bibel, Religionswissenschaft, Mönchtum, Linguistik, Geschichte) und der Digital Humanities (digitale Geschichte, Korpuslinguistik, digitale Philologie, digitale Editionen) schaffen.

Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Doktoranden und Nachwuchswissenschaftler die Chancen, die diese Revolution bietet, ausreichend vorbereitet wahrnehmen können. Der integrierte Ansatz der geplanten Sommerschule an den Universitäten Göttingen und Hamburg setzt es sich zur Aufgabe, diese Zielgruppe sowohl in der koptischen Bibel- und Literaturwissenschaft wie in den Methoden der Digital Humanities zu schulen. Weitere Sommerschulen sind im Zwei-Jahres-Rhythmus geplant, um Kompetenzen und Wissensbasis in einem sich rasch verändernden Feld zeitnah zu aktualisieren.

Bibelhandschriften aus Ägypten

Bibelhandschriften aus Ägypten – Zerstreuung, Verlust und digitale Wiederherstellung

öffentlicher Vortrag im Rahmen der Altertumswissenschaftlichen Vorlesungen von Dr. Frank Feder am 1. Juni 2015 in der Paulinerkirche (Papendiek 14) Göttingen.

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