Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

Germania Sacra

Geisteswissenschaftliche Großforschung gestern, heute, morgen. Paul Fridolin Kehr und die Folgen

Internationale wissenschaftliche Tagung zum 100-jährigen Bestehen des Forschungsprojektes Germania Sacra

24.01.2017

Zum 100-jährigen Bestehen veranstaltet die Germania Sacra eine internationale wissenschaftliche Tagung. Ziel ist es zum einen, den Blick zurück auf die Gründungszeit der Germania Sacra zu werfen, und darüber hinaus auf die Anfänge geschichtswissenschaftlicher Großforschung in Deutschland überhaupt, wie sie Paul Fridolin Kehr als Direktor zahlreicher außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in Anlehnung an die Naturwissenschaften initiierte. Entsprechend werden die Partnerunternehmen "Papsturkunden des frühen und hohen Mittelalters" und "Repertorium Germanicum", deren Anfänge ebenfalls auf Kehr zurückgehen, auf der Tagung zu Wort kommen.Die Einbindung der Germania Sacra in den europäischen Forschungsverbund wird durch einen Beitrag zu den in den 1970er Jahren initiierten English Episcopal Acta an der Britischen Akademie der Wissenschaften verdeutlicht.

Zum anderen gilt es, den Ertrag der Germania Sacra zu bilanzieren und die zukünftige Entwicklung kirchengeschichtlicher Forschung - auch unter Berücksichtigung des digitalen Wandels - zu beleuchten.

Vor allem aber soll die Tagung dazu anregen, über die Perspektiven geisteswissenschaftlicher Forschung insgesamt nachzudenken und inhaltliche Relevanz sowie zukunftsweisende Forschungsformate zu diskutieren. Am Wissenschaftsstandort Göttingen soll damit ein Dialog zwischen Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen und der Wissenschaftspolitik, vertreten durch die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, ins Leben gerufen werden. Mit dem zukunftsorientierten Thema, das über den engeren fachwissenschaftlichen Kontext hinausweist, wendet sich die Podiumsdiskussion an ein breites Publikum, insbesondere an Studierende und junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Fragen, Meinungen und Kommentare in die Veranstaltung einfließen sollen.

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Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungsblog: http://germania-sacra-blog.uni-goettingen.de/

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Öffentliches Programm (Zum Herunterladen hier klicken)

FREITAG, 24. Februar 2017

Ort: Historisches Gebäude der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Papendiek 14, Alfred-Hessel-Saal

 

9.00 Uhr
Prof. Dr. Andreas Gardt (Präsident der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen)
Grußwort

Prof. Dr. Hedwig Röckelein (Germania Sacra)
Einführung in das Tagungsthema

 

Sektion 1: Die Geschichte der Germania Sacra und Paul Fridolin Kehr

9.30 Uhr
Prof. Dr. Andreas Bihrer (Universität Kiel)
Die Erfindung der "Germania Sacra" im 16. Jahrhundert. Neue Formen humanistischer Bistumsgeschichtsschreibung

10.00 Uhr
Prof. Dr. Helmut Flachenecker (Universität Würzburg)
Kirchengeschichtsschreibung in Europa im konfessionellen Zeitalter: Die Germania Sacra im Kreis anderer national-/landeskirchlich ausgerichteter Projekte

11.30 Uhr
Prof. Dr. Volkhard Huth (Institut für Personengeschichte, Bensheim)
Proteus mit "Klingelbeutelgenie".
Paul Fridolin Kehr als Wissenschaftsmanager

14.30 Uhr
Sven Kriese M.A. (Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Berlin)
Die preußischen Staatsarchive und die Germania Sacra im Nationalsozialismus

 

Sektion 2: Geisteswissenschaftliche Forschung zwischen Tradition und Innovation

15.30 Uhr
Prof. Dr. Hedwig Röckelein (Germania Sacra)
Kirchengeschichtliche Grundlagenforschung heute - die Germania Sacra im Akademienprogramm

15.50 Uhr
Bärbel Kröger M.A., Dr. Christian Popp (Germania Sacra)
Das Forschungsportal Germania Sacra Online - der Weg in die digitale Zukunft

 

Öffentliche Podiumsdiskussion: Wozu geisteswissenschaftliche Forschung? - Perspektiven für die Zukunft

Ort: Tagungs- und Veranstaltungshaus Alte Mensa, Wilhelmsplatz 3, Adam-von-Trott-Saal

19.00 Uhr

Dr. Gabriele Heinen-Kljajic (Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur)
Prof. Dr. Ruth Florack (Universität Göttingen)
Prof. Dr. Thomas Kaufmann (Universität Göttingen) 
Prof. Dr. Brigitte Reinwald (Universität Hannover) 

Moderation: Prof. Dr. Hedwig Röckelein

 

SAMSTAG, 25. Februar 2017

Sektion 2 (Fortsetzung): Geisteswissenschaftliche Forschung zwischen Tradition und Innovation

Ort: Historisches Gebäude der Staats- und Universitätsbibliothek, Papendiek 14, Alfred-Hessel-Saal

9.00 Uhr
Prof. Dr. Klaus Herbers (Universität Erlangen-Nürnberg)
Germania Sacra im europäischen Forschungsverbund I: Papsturkunden des frühen und hohen Mittelalters

9.45 Uhr
Dr. Andreas Rehberg, Dr. des. Jörg Hörnschemeyer (DHI Rom)
Germania Sacra im europäischen Forschungsverbund II: Das Repertorium Germanicum am Deutschen Historischen Institut in Rom

11.00 Uhr
Dr. Philippa Hoskin (University of Lincoln)
Germania Sacra im europäischen Forschungsverbund III: English Episcopal Acta (British Academy for the Humanities and Social Sciences)

11.45 Uhr
Dr. Mechthild Black-Veldtrup (Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen)
Germania Sacra und das Archivwesen

12.30 Uhr
Prof. Dr. Hedwig Röckelein
Zusammenfassung und Schlussdiskussion

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