
Prof. Dr. Nicolaas Rupke
geb. 22. Januar 1944
Ordentliches Mitglied der Mathematisch-Physikalischen Klasse seit 2005
Niedersachsenprofessur für Wissenschaftsgeschichte an der Universität Göttingen
Rupkes Forschungsgebiete sind die Geschichte der Biologie und der Geologie und das Verhältnis von Naturwissenschaften und Religion im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Von besonderer Bedeutung ist für ihn die biographische Methode (Studien zu William Buckland und Richard Owen). Am Beispiel Alexander von Humboldts untersuchte er, wie eine Biographie in multipler Weise erzählt und als Bestandteil unterschiedlicher Glaubenssysteme und Gedenkkulturen neu konstruiert werden kann (sog. "metabiographischer Ansatz"). Gegenwärtig arbeitet Rupke über eine Reihe nicht-darwinistischer Evolutionsbiologen des 19. und 20. Jahrhunderts, die den strukturalistischen Traditionsstrang in der Biologie repräsentieren.
Philosophische Fakultät, Institut für Wissenschaftsgeschichte
Papendiek 16
37073 Göttingen
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